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Strategie zur Müllreduzierung im Büroalltag
Hallo zusammen,
Gefragt von
wir sind gerade dabei den Büro- und Zentrumsalltag ökologischer zu gestalten und ein großes Thema ist die bisher absolut nicht funktionierende Abfalltrennung - ganz schlimm!
Es handelt sich um eine sozial-interkulturelle Einrichtung, in der einerseits eben Büroalltag gelebt wird, andererseits aber auch Räume von Externen genutzt werden sowie ein großer Durchlauf an ehrenamtlichen MitarbeiterInnen und PraktikantInnen besteht. Alles in allem ist es schwer zu kontrollieren, wer sich wie verhält und genauso schwer zu informieren, wie sich verhalten werden sollte.
Deswegen suchen wir nach dem strategisch besten Konzept, die MitarbeiterInnen und BesucherInnen zur Mülltrennung zu bewegen. Neben der konventionellen Idee, in JEDEM Raum drei Mülleimer aufzustellen (und in der Küche auch einen Biomüll) - kam eine Alternatividee auf: Alle einzelnen Mülleimer (auch die Papierkörbe in den Büros) abzuschaffen und nur an einer zentralen Stelle aufzustellen.
Habt ihr euch dazu schon mal Gedanken gemacht bzw. Erfahrungen gesammelt?mroelfes
am 11.Juli 2012, 08:10 | 2 Antworten
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Ich weiß jetzt nicht wie groß Eurer Büro ist. Ich würde vorschlagen so einen schönen farbigen Mehrfachabfallbehälter anzuschaffen und diesen an zentraler Stelle aufzustellen. Gerade in Büros mit Kundenverkehr fallen diese gleich ins Auge und weisen gleich darauf hin das hier der Müll sortiert wird. Je nachdem wie viel Papierabfall anfällt kann an diversen Schreibtischen der festen Mitarbeiter vor Ort auch noch ein Papierkorb aufgestellt werden, wenn sicher gestellt wird das diese auch wirklich nur Papier darin entsorgen. Darüber hinaus würde ich ein Plakat aufhängen zum Thema Müllvermeidung. Hier können auch viele kleine Tipps aufgeführt werden. Oftmals sind es einfach nur Kleinigkeiten die dem einzelnen garnicht bewußt ist.
Beantwortet von Roger am 11.Juli 2012, 19:43
Habt Ihr einen Wasserspender im Büro? Hier finden sich oftmals Platikbecher. Und wenn Kaffeebecher fehlen, werden diese gern auch für den Kaffee genutzt. Und landen nach einmaliger Benutzung dann im Müll. Versucht dann dafür zu sorgen das immer genügend Kaffeebecher da sind. Vielleicht kann man auch Mehrwegbecher anschaffen. Wenn eine Spülmachine da, dürfte die Reinigung kein Problem darstellen.
Wenn Getränke in Flaschen bereit gestellt werden, achtet darauf das nach Möglichkeit Mehrwegflaschen den Vorzug zu geben. Vorsicht, nicht jede Kiste mit Mineralwasser ist gleich Mehrweg. In vielen Büro findet man immer wieder Wasserkisten mit EInwegflaschen. Die Mitarbeiter wissen aber nicht das es hier hier um Einwegflaschen handelt.
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Utopia selbst hat ja gerade das Projekt "Müllfreies Büro"
Beantwortet von PatrickB am 11.Juli 2012, 08:41
http://www.utopia.de/blog/lohas-plattform-portal-forum-fur-strategischen-konsum-nachhaltigkeit-oekologische
Hab es nicht ganz verfolgt, aber vielleicht ist das was hilfreiches dabei.
Früher, als ich noch in der Ausbildung war und in einer anderen Dienststelle untergebracht, hatten wir nur Papierkörbe in den Büros. Auf einer Etage hatten wir gut 50 Büros mit ca. 70 Mitarbeitern. Pro Etage war nur eine Teeküche und eine umfunktionierte Putzkammer als Sammelstation für Plastik, Papier, Restmüll und Kompost.
Das funktionierte auch ganz gut, bis auf wenige Ausnahmen. Das Reinigungspersonal hatte die Anweisung, Papierkörbe die, soweit gleich erkennbar, etwas anderes als Papier enthalten, nicht zu leeren.
Am nächsten Tag, wenn die Mitarbeiter an ihrem Arbeitsplatz einen nicht geleerten Papierkorb vorfinden, kommt nach einem kurzen "Huch, warum wurde der denn nicht geleert?" meistens "Ah Mist, ich hab da ja gestern was reingeschmissen was da gar nicht reingehört."
So werden die Mitarbeiter nochmal indirekt daran erinnert, dass es sich nur um Papierkörbe handelt.
Wer weiterhin nicht im Büro trennt, muss eben damit leben, dass der Papierkorb nicht geleert wird und darf selbst den dann zur Sammelstelle tragen.
Noch ein Vorteil dieser zentralen Teeküchen und Müllsammelstellen ist der, dass sich Leute mal bewegen. Sprich, mal aufstehen, vom Bildschirm wegkommen und ne Pause machen. Außerdem, wenn das alle machen müssen, trifft man immer jemanden am Gang oder in der Teeküche und hat so gleich die Möglichkeit für ein bisschen Smalltalk. Der Austausch mit anderen Mitarbeitern wird also auch, mehr oder weniger gefördert.
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