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Gute Fragen

Alles zum Thema: Wirtschaft & Politik
  • Fikus_Benjamine

    Spenden: Welche Organisationen sind vertrauenswürdig?

    Weihnachten gebe ich wie so viele immer gerne etwas ab. Aber jeder Jahr frage ich mich wieder, wo mein Geld am besten aufgehoben ist. Ich frage mich, wer das Geld am dringensten braucht: Hungernde Kinder, Opfer in Katastrophengebieten? Aber auch um mich herum gibt es Armut, Kinder die Hilfe brauchen, Flüchtlinge, Obdachlose, usw.

    Genauso wichtig wie die Frage, wer das Geld bekommen soll ist für micht, ob es tatsächlich bei den Menschen ankommt. Es gibt ja das Gerücht, das Spendenorganisationen viel Geld selbst als Verwaltunggebühren behalten.

    Also: Wohin spendet ihr und welche Organisation ist vertrauenswürdig?

    Vielen Dank!

    Gefragt von
    Fikus_Benjamine
    am 21.Dezember 2012, 09:39 | 17 Antworten

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  • Jane_Aire

    Hier etwas für den kleinen Geldbeutel:
    http://www.bethel.de/spenden/besondere-hilfen/briefmarken-fuer-bethel.html
    Mal an Weihnachten, mal im Sommer. Besondere Kosten kommen da nicht auf und man kann auch mit kleinem Geldbeutel viel Gutes tun.
    Mittlerweile sammeln Freunde, Bekannte, Verwandte und sogar einige Büros mit und übergeben mir die Marken für den Versand.
    Insgesamt gebe ich im Jahr zwar nur 10 Euro für die Versandkosten aus, aber ich weiß, dass ich vielen Menschen damit helfe.

    Beantwortet von Jane_Aire am 28.Dezember 2012, 14:21
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  • Mickie77

    Ich habe für das kommende Jahr eine Bienenpatenschaft bei BeeGood abgeschlossen. Dort versucht man dem Bienensterben entgegen zu treten. Ich habe viel über die Organisation gelesen und bin der Meinung sie ist vertrauenswürdig. Man kann "seine" Bienen besuchen und bekommt viele Infos rund um die Biene. Die Patenschaft kostet 35 Euro für ein Jahr und dafür wird bei Mellifera e. V. eine Lehr- und Versuchsimkerei mit 150 Bienenvölkern unterstützt,. Die dort in der Praxis entwickelten und erprobten Methoden sind eine Rückbesinnung auf die natürliche Lebensweise der Bienen und alte imkerliche Weisheiten. Zugleich berücksichtigen neue Methoden den veränderten Lebensstil des modernen Menschen. Die neuen Methoden stehen im Einklang mit den Erkenntnissen moderner Biologie und binden dieses Wissen in ein ganzheitliches Konzept ein

    Infos unter: www.beegood.de

    Beantwortet von Mickie77 am 28.Dezember 2012, 12:37
    • ximmas

      Das ist eine gute Idee. Davon hatte ich noch nie etwas gehört. Da werde ich mich doch glatt mal...mehr

      ximmas am 13.Januar 2013, 19:45
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  • berniewa

    Das DZI Siegel, das es zumindest in Deutschland gibt, ist ein relativ verlässliches Indiz für a) Transparenz und b) effizienten Umgang mit Spendengeldern.

    - z.B. haben es: www.oxfam.de , www.welthungerhilfe.de und viele andere.

    Wenn es eine Organisation hat, dann ist das meistens auch relativ schnell auf der Website zu finden, sonst am besten genau nachfragen (mit Bitte um verbindliche Antwort)

    Nach meinen Recherchen ebenfalls vertrauenswürdig und unterstützenswert, sowohl in humanitärer wie auch in ökologischer Hinsicht, ist die schweizer NGO www.tiloo.ch , die effektive Solarkocher in Afrika unterstützt, was z.B. den Leuten (v.a. Mädchen) Brennholzsammeln erspart, was ihnen wiederum Zeit für andere Dinge lässt, zudem ökologisch der Entwaldung, Erosion u.s.w. entgegenwirkt, zudem Geld und CO2 einspart, weil viele Menschen, gerade arme, in Afrika sonst Benzin, Kohle und dergl. kaufen um damit zu kochen. Also gleich mehrere Vorteile auf einmal

    n.b. Die Frage wurde tatsächlich fast identisch schon ein- oder sogar mehrmals hier bei Utopia gestellt. Manchmal hiflt die Suchfunktion, dass Antworten die längst gegeben wurden, doppelt und dreifach nochmal gegeben werden müssen (das raubt z.B. auch Zeit)

    Beantwortet von berniewa am 27.Dezember 2012, 17:09
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  • chily

    Ich sehe mich eigentlich immer in meiner Umgebung um und finde dann Organisationen oder Menschen mit Projekten, denen ich vertraue, weil ich sie persönlich kenne. Für mich ist das der entspannteste Weg und Alternativen habe ich da mehr als genug. Demnächst spende ich an unser Obdachlosenmagazin in der Stadt, andere Beispiele sind der BN (meine Mutter ist da sehr aktiv), ein Festival in Kapstadt (da arbeite ich selbst mit), ein Aids-Projekt in Kenia (ich war schon dort), Phönix e.V. (ein Selbsthilfe-Verein von behinderten Menschen, der auch mein Arbeitgeber ist) u.ä.

    Organisationen, denen ich vertraue, ohne einen direkten Bezug zu ihnen zu haben, sind Ärzte ohne Grenzen und amnesty international.

    Beantwortet von chily am 22.Dezember 2012, 18:19
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  • Konrad 41

    Ich arbeite für aktiv für Organisationen, die sich für eine bessere Welt im sozialen und umweltpolit. Bereich einsetzen. Wer das nicht möchte oder kann, sollte durch Spenden helfen. Hier einige Beispiele:
    Aktion Friedensdorf, Amnesty International, Eine-Welt-Foren (für fairen Handel), Kinderdörfer; Bund für Umwelt und Naturschutz (Friends of the Earth), ... Man könnte noch etliche hinzufügen.

    Beantwortet von Konrad 41 am 01.Januar 2013, 20:18
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  • inaktiver User 94287

    Also, letzten Endes benoetigen alle Organisationen einen Teil des Geldes fuer Verwaltung und natuerlich auch Personalkosten...

    Es gibt allerdings Organisationen, bei denen die Mitglieder grundsaetzlich und immer vollkommen ehrenamtlich arbeiten... Das sind die sog. Serviceclubs wie Lions International, Rotary International, Kiwanis, Round Table etc.

    Es wird diesen Clubs oft nachgesagt, dass sich hier irgendwelche Reichen treffen und sich selbst beweihraeuchern... Das ist allerdings so nicht korrekt: natuerlich treffen sich in diesen Vereinigungen haeufig Menschen, die einen gewissen Status in Ihrer Stadt haben... Aber, letztendliche Kriterien sind: von jeder Berufsgruppe nur ein Mitglied, ein guter Leumund und die Bereitschaft sich zu engagieren!

    In nahezu jeder Stadt gibt es mind. einen dieser Clubs (in Grosstaedten sind es nicht selten bis zu 40 Clubs einer der og. Organisationen) - mal abgesehen von den woechentlichen oder monatlichen privaten Treffen bei Vortraegen etc. organisieren die Mitglieder sehr haeufig Wohltaetigkeitsbaelle, verkaufen Adventskalender oder Gluehwein auf dem oertlichen Christkindlmarkt oder aehnliches um an Geld zu kommen. Dieses Geld - und auch das von Spenden, die natuerlich gerne gesehen werden - geht DIREKT und OHNE Abzug an viele grossartige Projekte: manchmal an das oertliche Waisenhaus, ein Altenheim, eine Schule in Afrika oder ein Projekt zur Ausbildung von Augenaerzten, die dann kostenfrei ein Jahr lang in Ihrem Land zb. den grauen Star operieren...

    Da die Mitglieder oft gute Kontakte haben, werden eventuelle Kosten (zb. Herstellung von Kalendern) oftmals von Sponsoren getragen... oder ein Mitglied ist Eigentuemer einer Druckerei und verlangt nichts... oder man arbeitet mit dem oertlichen Club in einem Drittweltland zusammen und diese haben Kontakte oftmals persoenliche Kontakte zu Regierungsmitgliedern. So ist der Abzug gleich Null!

    Beispiel: der Augsburger Lions Club Elias Holl unterstuetzt eine Schule in Kenya. Von insgesamt 26.000 Euro wurde ein 15.000 Euro teurer Brunnen gebaut, mehrere Schulhaeuser, ein Gemeinschaftshaus, von 400 Schulkindern zahlen ca. 100 Schulgeld, die restlichen 300 Aids-Waisen werden von 10 Lehrern die auch vom Club finanziert werden kostenfrei unterrichtet und bekommen taeglich ein kostenfreies Mittagessen und freie Lehrmittel - seit 7 Jahren. Transfers von Geldern mussten dank diverser Kontakte des oertlichen Clubs in Nigeria nicht bezahlt werden, auch diverse Genehmigungen konnten ohne Kosten erlangt werden. Und die Mitglieder in Deutschland arbeiten ohne einen Cent zu verlangen - und kaum einer stellt auch nur einen Cent der eigenen Spesen wie Benzin, Telefon, etc. in Rechnung, es ist Ehrensache seine Zeit zu opfern (und oftmals auch das eigene Geld). Ein Mitglied fliegt regelmaessig (1-2x im Jahr) auf eigene Rechnung runter und sieht sich die ganze Sache vor Ort an...
    Eine andere Schule in den Bergen von Laos wurde auch unterstuetzt und sogar die eigenen Kinder (ab 16 Jahren) wurden auf eigene Kosten in den Ferien dorthin geschickt um beim Bau selbst Hand anzulegen!

    Also, wer hier mitmacht, einen Gluehwein am entsprechenden Stand trinkt, auf eine Veranstaltung geht, die Weihnachtskarten kauft oder auch "nur" Geld spendet, der ist wirklich sicher, dass alles ohne Abzug ankommt! Meistens steht sowas in den oertlichen Tageszeitungen oder man googelt "Lions International, Rotary International, Round Table Deuschland" etc. und vielleicht sogar die jeweilige Stadt - fast jeder Club hat eine Webseite und dort findet man schnell einen Kontakt!

    Beantwortet von inaktiver User 94287 am 29.Dezember 2012, 06:06
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  • possono

    Hallo,
    ich spende für "Brot für die Welt", die in diesem Jahr Kleinbauern in
    Guatemala Kredite gibt, Land aufkauft, um es vor "Multis" zu
    retten. Ich denke, das ist meiner Spende würdig.

    Beantwortet von possono am 28.Dezember 2012, 16:20
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  • DerTraumspinner

    Wenn ich mal was übrig habe stecke ich es in den Umweltschutz, für Menschen wird meiner Meinung nach genug getan, auch wenn das hart klingt.
    Darum stecke ich mein Geld in eine der radikaleren Umweltorganisationen, nämlich die Sea Shepherd Conservation Society.

    http://de.seashepherd.org/

    Sea Shepherd beschäftigt sich mit allerhand verschiedenen Brennpunkten im Bereich Maritime Ökosysteme. Von Robben, über den Blauflossethunfisch, Das illegale Shark-Finning, das Versklaven und Abschlachten von Delfinen bis zur jährlichen illegalen Walfangaktion der Japaner.

    Sea Shepherd ist da, und sich meist nicht zu fein um auch direkt einzugreifen. So wurden beispielsweise auch schon Schiffe gerammt, oder im Hafen versenkt. Oberstes Gebot, bei aller Action, ist, dass keine Menschen verletzt oder gefährdet werden. Ansonsten fällt Captain Watson, der auch Mitbegründer von Greenpeace war, irgendetwas ein um direkt einzugreifen. Und nicht, wie mancher "kollege" nur mit Plakaten daneben zu stehen ;-)

    Wer nen Überblick möchte, sollte sich bei YT mal "Ocean Warrior", "Bekenntnisse eines Ökoterroristen" oder "Die Bucht" anschauen, da sieht man im Überblick eigentlich gut was Sea Shepherd so tut :-)

    Beantwortet von DerTraumspinner am 27.Dezember 2012, 16:04
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  • mimmmii

    Die genannten Organisationen find ich alle spitze, allen voran Entwicklung hilft, von denen ich das genannte nur bestätigen kann. Ansonsten gilt wohl: Die größte Sicherheit (und den größten Spaß?) beim Spenden hat man, wenn man jemand persönlich kennt, der einem alles haarklein erzählen kann (auch die lustigen und traurigen Geschichten drumherum, etc.). Darauf steht aber nicht jeder, manchmal tut's auch mehr Anonymität. Dann kann man sich an die genannten Siegel halten, das ist sicher eine gute Idee. Ich finde http://www.betterplace.org noch toll, um unterstützenswerte Projekte zu finden. Wer jetzt sagt: "Oh Gott, das ist mir wiederum viel zu aufwändig, mich da durch 1.000e von Organisationen durchzuwühlen", den frag ich: 1.) Wieviel Zeit verbringst Du sonst so für was im Internet? und 2.) Es es geht schneller, wenn man nach Kriterien sucht, zu dem man irgendeine eine Verbindung hat. Zum Beispiel kann man sich ja überlegen, ob einem nun Frauenrechte besonders am Herz liegen, eher medizinische Themen, eher politische, Bildung, doch lieber der Umweltschutz oder eben der schiere Hunger (siehe Jean Ziegler).

    Beantwortet von mimmmii am 21.Dezember 2012, 15:44
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  • Martin Tillich

    Ich spende für das Bündnis "Entwicklung Hilft". Da kann man nichts falsch machen, wenn man Gutes tun will.

    "Entwicklung Hilft" ist ein Zusammenschluss der fünf deutschen Hilfswerke "Brot für die Welt", "medico international", "Misereor", "terre des hommes" und "Welthungerhilfe". Zusammen leisten sie sowohl langfristige Entwicklungsarbeit wie auch akute Hilfe in Notsituationen. www.entwicklung-hilft.de


    Das ist übrigens auch eine furchtbar einfache, aber effektive Antwort auf die Frage "In Afrika verhungern Kinder, was kann ich tun?" www.utopia.de/magazin/in-afrika-verhungern-kinder-was-kann-ich-dafuer-kosmopolitische-verantwortung-jean-ziegler


    Über den Einsatz der Spendengelder heißt es auf der Webseite:

    "Die Spendengelder an das Bündnis werden ohne Abzug von Verwaltungskosten, das heißt zu 100 Prozent an die Bündnis-Hilfswerke weitergeleitet. Die Geschäftsstelle des Bündnis’ wird über den Mitgliedsbeitrag der fünf Mitglieder – zu gleichen Teilen – finanziert und hat ein jährliches Budget von 200.000 Euro. Dieses wird für Verwaltung und Öffentlichkeitsarbeit eingesetzt. In dem Betrag sind auch die Personalkosten des Bündnis’ enthalten. Im Falle großer Katastrophen wie dem Erdbeben in Haiti, der Flut in Pakistan oder der Hungerkrise in Ostafrika entrichten die Mitglieder einen Sonderbeitrag für die Spendenbuchhaltung und Spenderbetreuung, der auf maximal zwei Prozent der Spendensumme gedeckelt ist."

    Beantwortet von Martin Tillich am 21.Dezember 2012, 14:24
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