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  • Marshavan

    Pestizide vs. Gentechnik

    Am frühen Sonntagabend hatte ich einen der seltenen Momente, in denen ich durch das Fernsehprogramm zappte, und bin dabei bei der ARD, bei "W wie Wissen", hängen geblieben.

    Die Sendung hatte unter anderem das Thema, dass man inzwischen eingesehen habe, dass Insekten, die tödliche Krankheiten wie Malaria oder die Schlafkrankheit übertragen, nicht durch Pestizide bekämpft werden können, da viele von ihnen bereits Immunitäten entwickelt hatten.
    Nun gab es Firmen, die Alternativen entwickelt haben, die einfach so aussahen, dass das Erbgut dieser Insekten so verändert wurde, dass sie nicht mehr fortpflanzungsfähig waren oder ihr eigenes Gift selbst entwickelten:
    http://www.ardmediathek.de/das-erste/w-wie-wissen/genmuecken?documentId=10797976

    Jetzt würde mich natürlich interessieren, was die Utopia-Community dazu sagt, vor allem interessiert mich, ob in solchen Einsatzfeldern die Gentechnik ebenfalls per se abzulehnen ist und wie eventuelle Alternativen aussehen könnten. Ich freue mich schon auf eure Antworten, denn ich habe keine.

    Gefragt von
    Marshavan
    am 13.Juni 2012, 13:30 | 2 Antworten

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  • Maria_L

    Darüber habe ich kürzlich einen interessanten Artikel gelesen, weiß nicht mehr wo...
    Da ging es um das Dengue-Fieber.

    Man begibt sich immer auf moralisch sehr dünnes Eis, wenn man eine solche Methode kritisiert, die für viele Menschen lebenserhaltend sein könnte.

    In dem Artikel, den ich gelesen habe, wurde vor allem die Vorgehensweise bei der Forschung mit diesen Insekten kritisiert.
    Praktisch unter Ausschluss der Öffentlichkeit wurde auf den Cayman-Inseln Feldversuche gestartet.
    Nicht mal die dortige Bevölkerung wurde gefragt.

    Hier zwei Artikel dazu:
    http://www.wissenschaft-online.de/artikel/1145170&_mobil=1
    http://grenzwissenschaft-aktuell.blogspot.de/2012/02/max-planck-wissenschaftler-fordern.html

    Und das macht mir natürlich auch die meiste Sorge: Es wird mal wieder jegliche Gefahr geleugnet und einfach gemacht...

    Es reicht ja nicht, die Mücken zu dezimieren.
    Das Verfahren müßte angewendet werden, bis die letzte Mücke vernichtet ist.
    Und was das für Auswirkungen auf das Ökosystem hat, weiß auch kein Mensch.
    Ähnliche Eingriffe waren meist mit sehr negativen Folgen verbunden...

    Zu Alternativen in der Malaria-Bekämpfung gibt es verschiedene Methoden:
    http://derstandard.at/1310511174123/Malaria-Vorbeugung-Mit-dem-Geruch-von-Stinkesocken-Moskitos-fangen
    http://www.greenpeace-magazin.de/index.php?id=3694
    http://www.pan-germany.org/download/ddt/ddt_alternativen.pdf

    Beantwortet von Maria_L am 13.Juni 2012, 15:19
    • Maria_L

      Hier noch ein aktueller Artikel: http://www.sueddeutsche.de/wissen/infektionskrankheiten-mit-...mehr

      Maria_L am 10.Juli 2012, 17:39
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  • Henning21

    Ich würde in diesem speziellen Fall die Gentechnik vorziehen, da sie sich hier wesentlich weniger invasiv auf die Insektenpopulationen im Allgemeinen auswirken müssten als breit angelegte Insektizide.

    Ich bin kein Experte bei Insektiziden, aber ich habe bisher nicht gehört, dass ein Mittel ausschließlich gegen die Malaria-Mücke existiert. Vor allem bei Masseneinsatz von Insektizidien gehen dann sehr ungerichtet eine Vielzahl von Insekten drauf - mit den üblichen Folgen für die Ökosysteme.

    Allerdings habt ihr Recht, moralisch eine sehr schwierige Frage.

    Beantwortet von Henning21 am 19.Juni 2012, 17:27
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