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Öko-Jeans aus Bio-Baumwolle bei Aldi für 19.99 Euro??
Ich kann mir eigentlich gar nicht vorstellen, wie man für knapp 20 Euro eine GOTS-Siegel zerztifizierte Jeans aus Bio Baumwolle anbieten kann. Kann das mit rechten Dingen zugehen oder wurde nicht vielleicht an fairen Löhnen gespart?
Gefragt von
http://www.discounter-archiv.de/de/archiv/ALDI-Sued/2012-02-27/Herren-Jeans-aus-Bio-Baumwolle/865277/?PHPSESSID=e4a0c7d415c25024664b036362618815jallajalla
am 24.Februar 2012, 12:00 | 16 Antworten
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Verstehe gar nicht wie man ALDI u.a. Anbietern, die einmalig oder als neuer Trend Bio-Produkte in einem Gesamtsortiment von 99,x Prozent umweltschädigender Waren sein Geld geben kann.
Beantwortet von Robinson am 24.Februar 2012, 13:47 Alle Kommentare(11)
Glaubt irgendein ALDI-Kunde ernsthaft, mit so einer Aktion kann man etwas bewegen ? Ist das strategisch klug gewählt ?
Andere Unternehmen, Beispiel Hess natur, gehen volles Risiko mit ihren Investitionen, bauen langfristige Handelsbeziehungen mit zuverlässigen Partnern auf, sichern faire Produktionsbedingungen zu UND verrammschen ihre Waren nicht auf dem Wühltisch. Günstig einkaufen kann man deren Saison- bzw. Auslaufware trotzdem.
Zum Thema:
Selbst wenn die ALDI-Jeans ökorrekt wäre, sollte man - meine Meinung - auf solche Discounter nicht hereinfallen, das Geld ist aus Konsumentensicht schlecht investiert, weil der Groschen woanders nicht MEHR bewirkt. Jetzt höre ich das Argument "hab aber nur 20 Euro für ´ne Jeans, sollte ich die jetzt nicht wenigstens als Bio bei ALDI kaufen ?" Die Antwort darauf würde grundsätzlich ausfallen und sprengt den Rahmen.
Die Discounter tragen m.E. eine hohe Verantwortung, werden sie ihr gerecht ? Ich behaupte nein, diese Aktionen sind m.E. Greenwashing. Wer will das unterstützen ? Die Gefahr besteht, die Leute kaufen mindere Qualität und Schuld daran ist nicht etwa ALDI als Auftraggeber und Vertriebskanal, nö, die Bio-Qualität ist schuld, das Bio-Zeugs taugt einfach nicht. Diese Botschaft bleibt beim ALDI-Kunden hängen, der kauft dann auch nicht woanders Bio, schon gar nicht mit Teuerungsaufschlag, der bleibt dem konventionellen Bekleidungsangebot in Billigst-Unfair-Ausbeuterisch-Qualität treu, damit kennt er sich aus, der "wahre Preis" der Waren interessiert fortan nicht mehr.
Jeder Euro der in die richtigen Kanäle gelangt und "nachhaltig" Vertriebskanäle zu fairem Handel aufbaut, echte Kontrollen finanziert und zu beiderseitigem Nutzen Handelsbeziehungen pflegt, ist aus Kundenperspektive und -verantwortung gut angelegt. Für die Umwelt und künftige Generationen. Lieber fahren die Macher von Hess Natur (überzogene, in Summe querfinanzierte) Gewinne ein als eine Familie Albrecht, die nicht mehr wissen wohin mit ihrem Geld. Die könnten anders Handel betreiben ohne existenzgefährdene Preispolitik für Klein- bis Großunternehmer, diese Masche funktioniert, wird aber am Ende nicht aufgehen. Was rede ich.
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Klar, wenn man es sich leisten kann, lieber bei einem rundum coolen Laden kaufen. Ob man es sich leisten kann, das muss jeder ehrlich selbst entscheiden.
Beantwortet von mela am 27.Februar 2012, 12:11
Wenn (echt) nicht, besser eine GOTS-zertifizierte Jeans von Aldi, als eine [edit: neue] konventionelle von wem auch immer. Zumindest in der Produktion werden dann gewisse Standards im sozialen und Umweltbereich eingehalten.
Zwar ärgere ich mich fast immer über Discounter, aber wenn sie mal ein vernünftiges Produkt anbieten (und GOTS ist DAS Zertifikat für Textilien), dann erkenne ich das auch mal an (NUR für dieses Produkt). Man sollte sich halt bewusst sein, dass man durch einen Kauf bei Aldi auch allgemein ein Stück weit dessen schräges Geschäftsmodell unterstützt.-
Da stimme ich Dir zu, mela! Man sollte nur nicht von Verzicht sondern von Veränderung des...mehr
Ilian_Grimm am 05.März 2012, 13:19 -
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Ich finde die Frage interessant. Ist die Aldi Jeans nun bio und fair oder nicht? Leider habe ich hier keine Antwort darauf gefunden, statt dessen die ewigen Grundsatzdiskussionen.Meine persönliche Meinung ist, daß die, die die genügend Geld haben und das Bewußtsein haben, gerne in den einschlägigen Fachgeschäften einkaufen sollen, sie können sichs ja leisten. Ich finde es aber grundsätzlich gut, wenn auch Discounter beginnen, biologische Produkte zu verkaufen.Das erreicht andere Käufergruppen, und damit vielleicht auf Dauer mehr Bewußtein auch in anderen Bevölkerungsschichten. Sonst bleiben die Utopisten ein Zirkel für sich, in den nur die Reichen und Gebildeten Eintritt haben- also sehr wenige. Möchte außerdem gerne noch anmerken, daß ich seit geraumer Zeit versuche nachhaltige Klamotten zu finden, die passen und mir stehen.Bisher Fehlanzeige. Mit 181 bin ich deutlich größer als die normale deutsche Frau- in Hess nature z.b. gibts gar nix für mich, und die einzigen Männertshirts die mir gefallen passen an den Schultern nicht, habe sie bestellt und wieder zurückgeschickt.
Beantwortet von marfroe92dk am 02.März 2012, 10:43
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"Falsche Frage". Bio heißt in diesem Falle doch nicht fairtrade. Jedenfalls nicht das fairtrade-Siegel. Welche Standards dann bei der angeblich "sozialverträglichen Herstellung" gesetzt und eingehalten werden, das wäre erstmal zu recherchieren. Kommt mir alles sehr billig vor. Wenn man weiß (und Dokus dazu gibt es im Internet ja einige), wie ALDI mit seinen eigenen Angestellten umspringt und in harten Verhandlungen mit allen Lieferanten Dumpingpreise durchsetzt (wobei die Lieferanten dann auch glauben, dass es sich dann "über die Masse" rechnet), dann kann man das nicht ernsthaft als sozial oder ökologisch sehen. Höchstens ein Marketing-Gag. Whitewashing. Image aufpolieren...
Beantwortet von sambina am 02.März 2012, 10:44
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Liebe Leute!
Beantwortet von C. Stoldt am 01.März 2012, 18:39 Alle Kommentare(3)
Manchmal habe ich das Gefühl, daß die menschliche Naivität grenzenlos ist... ( mich eingeschlossen )! Ich bin selber durch so manche Lebensschule gegangen, die mir so einige Zähne/Idealismen/Gedankenlosigkeiten gezogen hat. Dabei hat mir meine eigene berufliche Selbständigkeit ( s. www.baubiologisches-kontor.de ) sehr die Augen geöffnet, mir gezeigt, wo ( für die Masse Mensch ) 'der Hammer hängt'! Daraus habe ich die Folgerung gezogen, daß eigentlich jedermensch, der irgendwo in verantwortungsvolle Position gelangt, sei es in Verwaltung, Politik, Justiz o. Wirtschaft, vor Antritt solcher Stellen 3 - 5 Jahre an der Basis, in kleinen Handels- o. Handwerksbetrieben gearbeitet haben sollte, damit er/sie ein realistisches Bild von dem harten Überlebenskampf auf dieser Ebene hat - schnacken läßt sich gut und viel...! Aber wenn man auf dieser Grundlage ohnmächtig den Machenschaften der großen Ketten ausgeliefert ist, sich in einem Wettbewerb befindet, den man nie gewinnen kann, hilflos zusehen muß, wie durch deren Machenschaften dezentrale, örtliche Strukturen zerschlagen, aggresiv verdrängt werden, dann kann mensch eigentlich nur die Konsequenz ziehen nicht bei Waldi, Didl, Mikea und Co. einzukaufen!
Wie in anderen wichtigen sozialen, menschlichen Bereichen auch, sind wir als verantwortungsbewußte, soziale Menschen/Wesen/Konsumenten gefordert uns zu entscheiden, für und wider, entweder oder! Ein bißchen Wahrheit? Ein bißchen lügen? Ein bißchen auf Kosten anderer seinen individuellen Bock, seine Bedürfnisse leben? Man frage mal die Betroffenen ( z. B. Näherinnen für KIK ), was die davon halten...- für sie macht das keinen Unterschied - sie stecken bis zum Hals in der Scheiße! Ergo müssen wir uns bescheiden, genau überlegen, wohin wir unser ( evtl. weniges ) Geld tragen!
Wenn ich weiß, daß Waldi z. B. bei einer Mineralwasserflasche den Flaschenhersteller auf einen Flaschenpreis v. 16 ct festlegt/erpreßt, bei gleichzeitigem Zahlungsziel von 90 Tagen; diese Flasche mit 2 ct. Aufschlag sagenhaft billig verkauft ( "Juchhu - Schnäppchen!" ), das aber millionenmal, den erwirtschafteten Mehrwert nur 60 Tage irgendwo anlegt/investiert, dann wird klar, wie Waldi seinen Gewinn erwirtschaftet und daß dagegen kleine oder mittlere Unternehmen keine Chance haben!
Ich habe daraus die Konsequenz gezogen lieber im kleinen Fachhandel dann zu kaufen, wenn ich mir das leisten kann und solange zu verzichten, bis ich das kann - und glaubt mir, das kann durchaus dauern. Aber das ist es mir wert.
Und was ich gar nicht mehr hören kann: "Aber das muß man sich auch leisten können!" - Bei fast allen, die so 'argumentieren', kann man beim Nachbohren feststellen, daß doch auf ziemlich hohen Niveau gejammert wird...
In diesem Sinne - mehr Nachdenklichkeit und Verantwortung im Alltag wünscht sich
Carsten
P. S. Etwas ähnliches erlebe ich derzeit in Punkto shoppen via Internet! Da liefern Konkurrenten z. B. 'nen Eimer Wandfarbe zu Preisen u. dann auch noch frachtfrei - da tränen einem als alteingesessenem Fachhändler die Augen! Scheinökologisch wird dann argumentiert,daß man dafür ja auch nicht extra fahren müsse und dabei die Folgen übersehen, nämlich daß die Fachhändler 'aussterben', man irgendwann keine fachliche Beratung mehr erhält! Da nützt dann der Billigeinkauf auch nix mehr, wenn man dann beim Verarbeiten Fehler macht und das Ergebnis nicht unbedingt zufriedenstellend ausfällt!
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Man sollte doch nicht so abwertend Aldi herunten votieren. In den USA führt Aldi eine ökologische Marktkette, in Australien ist im Aldi Angebot jede Menge "organic" in der Gemüsetheke. Die Bedingungen sind in Deutschland leider noch nicht so, dass der Kunde Aldi zwingt, organic anzubieten - obwohl ja schon
Beantwortet von baergen am 01.März 2012, 18:36
ein Versuchsballon bundesweit gestartet ist. Leider muß man vermuten, dass die sympathischen Grünen
mit ihrer zeitweisen schlecht begründeten Anti-Aldi- Haltung dazu beigetragen haben, Aldi den entscheidenden Stoß in die andere Richtung zu geben. Wie immer gilt auch hier: loben und anregen ist besser, als unbegründet krisieren.- Wieso Aldi Gots-zertifzierte Jeans zu einem Superpreis
anbietet, weiß ich auch nicht. Aber man kann bei Aldi direkt fragen, das Unternehmen ist so gut geführt, dass man in der Regel innerhalb einer Woche Antwort bekommt. Bei welchem anderen Unternehmen
hat man das schon..-
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@ Mela: DOCH - es MUSS jedem wirtschaftlichen Unternehmen um Profit gehen! Das Finanzamt akzeptiert...mehr
viola.purple am 02.März 2012, 18:07
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Für die Bedingungen beim Anbau und Herstellungsprozess der Kleidung in ökologischer und sozialer Hinsicht bürgt das GOTS-Siegel, für das klare Kriterien vorgegeben sind. Ob man GOTS-Ware beim Aldi oder beim kleinen Händler von ökofairen Klamotten kauft, macht in diesem Punkt keinen Unterschied.
Beantwortet von Fredegar am 02.März 2012, 11:02
Siehe auch:
http://www.naturtextil.de/verbraucher/qualitaetszeichen.html
http://de.wikipedia.org/wiki/Global_Organic_Textile_Standard
Aldi kann es sich jeoch leisten (im Gegensatz zum genannten kleinen Händler oder zu Unternehmen, wie z.B. Hess Natur, die nur ökologische und faire Produkte anbieten), die angebotene ökologische und faire Ware zu "Kampfpreisen" anzubieten, weil sie aus den Gewinnen der übrigen verkauften Aldi-Produkte (die in der Regel nicht öko und/oder fair sind) gegenfinanziert werden.
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Ich denke, die machen es über die Masse - ich habe zwar keine Ahnung, wie viele Filialen ALDI-Süd hat, aber es wird schon einiges mehr bei denen umgesetzt als z.B. bei einem Naturwaren-Hersteller wie Maas-Natur. Und die schaffen es mittlerweile auch, Bio-Jeans für 49€ anzubieten, was ja auch recht günstig (natürlich nicht vergleichbar zum Aldi-Preis) ist; jedenfalls günstiger als so manche "Marken-Jeans". Und ich denke im Übrigen auch, dass man, ohne die Sachen mal gesehen oder angelangt zu haben, keine Aussagen über die Qualtiät machen kann. Viele Leute sind mit der Qualität von Kleidungsstücken, die bei Aldi verkauft werden, zufrieden (unabhängig von der Art der Herstellung - ich will da jetzt keine neue Diskussion vom Zaun brechen). Mir stellt sich die Frage, ob die Leute auf diesem Weg nicht beeinflußt werden können, eben mehr Bio-Ware zu kaufen. Aldi als billiger Einstieg, der die Leute auch verführt, dann doch mal im Bioladen nach dem Tomatensugo zu schauen und nicht nur das konventionelle zu kaufen. Ich habe schon öfters mit Leuten gesprochen, die z.B. Biomilch bei Aldi gekauft haben - hab z.B. drauf hingewiesen, dass die Milch aus dem Ausland kommt und es bei uns doch auch genug Biobauern gibt, die man mit fairen Preisen unterstützen sollte... So manchen hat das auch ins nachdenken gebracht. Aber, das dürfen wir auch nicht vergessen - vielen ist heute das Geld knapp und sie sind froh, wenn sie auch Bioware günstig bekommen. Es ist zumindest ein Anfang.
Beantwortet von Kaefer572 am 24.Februar 2012, 19:53
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Falls wirklich GOTS zertifiziert (siehe z.B. die AW von emmaradio), dann vielleicht über .Q.u.e.r.s.u.b.v.e.n.t.i.o.n.i.e.r.u.n.g. innerhalb von ALDI , (vielleicht um neues Kundinnen/-en-Segment mit-zu-'besetzen' ...?)
Beantwortet von berniewa am 25.Februar 2012, 17:19 Alle Kommentare(5)
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Da sind wir wieder beim alten Thema und den Fehlern wie sie schon seit Jahren immer wieder gemacht werden und sich wiederholen als wären sie keinem Bewusst. Billig, Billig Billig!
Beantwortet von Dittmayer am 02.März 2012, 08:14
Discounter, drücken die Preise, knebeln Ihre Lieferanten, bieten meist nur schlecht bezahlte und Sozial abgesicherte Jobs, zerstören die gewachsenen Strukturen der Innenstädte mit Ihrer Vielfalt und abwechslungsreichen Geschäften. Discountern, ist Bio ziemlich wurscht, denn es geht um Gewinne und Verdrängung auf dem Markt. Sie fördern das Verkehrsaufkommen usw. usw.
Die Utopie für eine bessere und gerechtere Welt braucht weit mehr als Bio- Jeans von Aldi und billig bringt uns meiner Meinung nach bestimmt nicht dort hin.
Viele Grüße
M. Dittmayer
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Hallo Mela, die Leute "galten" nicht nur als nicht arbeitslos, sie haben tatsächlich gearbeitet....mehr
sanbalance am 05.März 2012, 20:17Hallo sanbalance wie gesagt, Frauen im Osten hatten Kinderbetreuung zur Verfügung, die es im...mehr
mela am 05.März 2012, 13:02