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zurück zur Frage „Öko-Jeans aus Bio-Baumwolle bei Aldi für 19.99 Euro??“

Robinson

Verstehe gar nicht wie man ALDI u.a. Anbietern, die einmalig oder als neuer Trend Bio-Produkte in einem Gesamtsortiment von 99,x Prozent umweltschädigender Waren sein Geld geben kann.

Glaubt irgendein ALDI-Kunde ernsthaft, mit so einer Aktion kann man etwas bewegen ? Ist das strategisch klug gewählt ?

Andere Unternehmen, Beispiel Hess natur, gehen volles Risiko mit ihren Investitionen, bauen langfristige Handelsbeziehungen mit zuverlässigen Partnern auf, sichern faire Produktionsbedingungen zu UND verrammschen ihre Waren nicht auf dem Wühltisch. Günstig einkaufen kann man deren Saison- bzw. Auslaufware trotzdem.

Zum Thema:
Selbst wenn die ALDI-Jeans ökorrekt wäre, sollte man - meine Meinung - auf solche Discounter nicht hereinfallen, das Geld ist aus Konsumentensicht schlecht investiert, weil der Groschen woanders nicht MEHR bewirkt. Jetzt höre ich das Argument "hab aber nur 20 Euro für ´ne Jeans, sollte ich die jetzt nicht wenigstens als Bio bei ALDI kaufen ?" Die Antwort darauf würde grundsätzlich ausfallen und sprengt den Rahmen.

Die Discounter tragen m.E. eine hohe Verantwortung, werden sie ihr gerecht ? Ich behaupte nein, diese Aktionen sind m.E. Greenwashing. Wer will das unterstützen ? Die Gefahr besteht, die Leute kaufen mindere Qualität und Schuld daran ist nicht etwa ALDI als Auftraggeber und Vertriebskanal, nö, die Bio-Qualität ist schuld, das Bio-Zeugs taugt einfach nicht. Diese Botschaft bleibt beim ALDI-Kunden hängen, der kauft dann auch nicht woanders Bio, schon gar nicht mit Teuerungsaufschlag, der bleibt dem konventionellen Bekleidungsangebot in Billigst-Unfair-Ausbeuterisch-Qualität treu, damit kennt er sich aus, der "wahre Preis" der Waren interessiert fortan nicht mehr.

Jeder Euro der in die richtigen Kanäle gelangt und "nachhaltig" Vertriebskanäle zu fairem Handel aufbaut, echte Kontrollen finanziert und zu beiderseitigem Nutzen Handelsbeziehungen pflegt, ist aus Kundenperspektive und -verantwortung gut angelegt. Für die Umwelt und künftige Generationen. Lieber fahren die Macher von Hess Natur (überzogene, in Summe querfinanzierte) Gewinne ein als eine Familie Albrecht, die nicht mehr wissen wohin mit ihrem Geld. Die könnten anders Handel betreiben ohne existenzgefährdene Preispolitik für Klein- bis Großunternehmer, diese Masche funktioniert, wird aber am Ende nicht aufgehen. Was rede ich.

Antwort von Robinson am 24.Februar 2012, 13:47 Auf die Frage „Öko-Jeans aus Bio-Baumwolle bei Aldi für 19.99 Euro??“ von jallajalla am 24.Februar 2012, 12:00

Kommentare zu dieser Antwort (11)   Antwort abonnieren

  • sanbalance

    Kann mich dem aus meiner Sicht nur anschließen. Wer auf alles Unnötige heutzutage verzichtet und nicht ständig alles neu kaufen muss, hat auch mal Geld für ein schönes ökorrektes Stoffstückchen übrig. Wenn tatsächlich nicht mer Geld als das für die ALDI-Jeans da ist, dann ist es allemal besser an was Gebrauchtes zu denken. Gut für die Umwelt und für den Körper - da sind die meisten Chemikalien schon mal rausgewaschen.
    Kann mir auch nicht vorstelle, dass die Aldi-Jeans die super passende figurgerechte ist, da Käufer sie auch gar nicht anprobieren können - oder hat sich seit meinem letzten Besuch vor ... Jahren da etwa was geändert?
    Habe genug Billig Bio bei Discountern gesehen - konnte in Qualität nie mit den "echten" Biomarken mithalten. Oft nur Anteile Biobaumwolle und alles Andere konventionell. Also ein bisschen Alibi plus übliche chemische Keulen.

    Kommentiert von sanbalance am 01.März 2012, 14:05
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  • inaktiver User 94287

    Ich seh's eigentlich grundsaetzlich aehnlich... allerdings: Ihr geht immer noch davon aus, dass Menschen mit "Verzicht" etwas auf die Seite legen koennen... Meine Mutter bekommt 167 Euro Rente! Noch, kann sie mit 67 Jahren arbeiten... wie lange, weiss keiner - und dann wirds eng: aufgestockt wird dies bis max. 700 Euro, davon muss man dann aber Miete, Krankenversicherung, Lebensmittel etc. selbst zahlen. Da ist Verzicht an der Tagesordnung!

    Kommentiert von inaktiver User 94287 am 02.März 2012, 04:39
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  • sanbalance

    Leider wird bei den Wehrlosesten am meisten gekürzt. Unsere Rentner und Begründer unseres Sozialsystems werden in den nächsten Jahren viele Härten durchleben. Immer weniger Rente und steigende Preise. Nicht zuletzt auch die Krankenversicherungskosten. Vor allem, wenn dann irgendwann von zwei Verdienern nur noch ein Rentner da ist. Weg aus der gewohnten häuslichen Umgebung - in eine kleine Wohnung in irgendeinem billigeren Brennpunktgebiet oder in eine infrastrukturell schwache Gegend. Altersgerechtes Wohnen kann sich auch bei Weitem nicht jeder leisten. Gerade auch von den ostdeutschen Frauen in Rente, die ihr Leben lang vollzeit gearbeitet haben, müssen viele den deprimierenden, beschämenden Schritt zum Sozialamt gehen - solange sie überhaupt dazu in der Lage sind. Gerecht ist was anderes.
    Naja, ist nicht ganz das Thema, aber vergessen dürfen wir das nicht.
    Mit Verzicht zu ewas kommen, damit meine ich vor Allem Menschen, die für ständig neue Kosmetika und Mode, Zigaretten ... und teure ungesunde Fertignahrung statt gesundem, günstigen Kochen viel unnötiges Geld ausgeben. Etwas Bodenständigkeit kann nicht schaden.

    Kommentiert von sanbalance am 02.März 2012, 08:10
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  • Maria_L

    @ Viola_Purple, keiner verlangt von Deiner Mutter, daß sie nicht bei ALDI oder sonstigen Billig-Anbietern kauft.
    Aber man muß sie nicht hochloben, und er es irgendwie kann, sollte nicht bei den Discountern kaufen.
    Hast Du mal das Buch gelesen
    http://www.amazon.de/Die-Billig-Lüge-Tricks-Machenschaften-Discounter/dp/3426779250
    Dann weißt Du auch warum.
    Wer bei den Discountern kauft, gräbt sein eigenes Billig-Lohn-Grab und braucht sich nicht zu wundern, wenn er hinterher nur noch bei Discountern kaufen kann.
    Das ist ja irgendwo ein Teufelskreis.
    Noch mal ausdrücklich: Das richtet sich nicht gegen Deine Mutter. Aber es ist eine Frage der Wertigkeit...

    Kommentiert von Maria_L am 02.März 2012, 13:38
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  • viola.purple

    Nicht nur im Osten.. Wenn Du mal selbststaendig warst, das den Bach runtergeht, dann kann Dir die Bank auch die private Rentenvorsorge pfaenden...

    @ Maria: ich bin ganz Deiner Meinung - ich meine eben nur: man sollte vorsichtig sein mit Vorurteilen!

    Kommentiert von viola.purple am 02.März 2012, 18:00
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  • mela

    @sanbalance
    etwas offtopic, aber warum bringst du grade die Frauen aus dem Osten an? Meinst du die westdeutschen Frauen haben nicht gearbeitet? Aufgrund des anderen Familienbildes stehen sie m.E. noch dümmer da: formell jahrelang kaum gearbeitet und damit noch weniger Rentenanspruch als die vollzeitbeschäftigten Frauen aus dem Osten.

    Kommentiert von mela am 04.März 2012, 17:57
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  • sanbalance

    Ganz einfach: Aufgrund der unterdurchschnittlichen Entlohnung der Frauen im Osten haben diese Rentnerinnen für die gleiche Arbeitsleistung gegenüber den Frauen im Westen eben weniger in der Tasche. Oder kennst Du eine Frau im Westen, die nach über 40 Arbeitsjahren Vollzeit Rentnerin ist und nicht einmal für Kinder zu Hause blieb, die mit ca. 400 Eu Rente abgespeist wird? Das nenne ich ungerecht. Lasse mich da gern eines Besseren belehren. Diese Rentnerinnen haben auch keinen Anspruch über eine betriebliche Altersvorsorge eines ehemals gut verdienenden Partners. Ein Einfamilienhaus, was Mietkosten spart, haben sie auch fast nie. Das ist, was ich meine: EIn Leben lang hart gearbeitet und dann zum Sozialamt. Das ist für diese Frauen sehr beschämend! DIe Frauen im Westen, die nicht oder fast nicht gearbeitet haben, wußten worauf sie sich einlassen. Sie haben entsprechend auch nicht eingezahlt - ein Unterschdied zu den Ostfrauen, die natürlich Rentenbeiträge abgeführt hatten. Bei dem gut verdienenden Ehemann der Frauen im Westen haben sie in der Regel auch ein Häuschen / Eigentumswohnung als Vorsorge, falls der "mal nicht mehr ist". Da konnte oft auch gespaart werden. Ausnahmen bestätigen da bekanntlich die Regel.
    Das System gerechter zu gestalten ist wohl mangels Finazen nicht geglückt ... Leider gibt es bezüglich der finanziellen Situation Ost / West noch immer Unterschiede (manifestiert beislpielsweise in unteschiedlichen Mindestlöhnen Ost / West - und das vor nicht all zu langer Zeit), auch wenn schon viel erreicht wurde. Statistiken zu diesem Punkt gibt es genug.

    Kommentiert von sanbalance am 04.März 2012, 19:45
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  • mela

    Hallo sanbalance
    ich denke Frauen im Westen hatten in der Regel garnicht die Möglichkeit, 40 Jahre Vollzeit rentenversicherungspflichtig zu arbeiten, zumindest nicht, wenn sie Kinder hatten. Kinderkrippe oder Tagesstätte für Kinder unter 3? Gabs in der Regel nicht. Dann gings in den Kindergarten ab 3 Jahren, aber die Kinder mussten über Mittag zum Essen abgeholt werden. Später Schule bis 12 oder 13 Uhr - wer betreut das Kind nachmittags? Klar gab es in Städten vielleicht Ausnahmen mit einer besseren Betreuung. Aber wie gesagt, wie sollte Frau da 40 Jahre Vollzeit versichert arbeiten?
    Rente unter 400 Euro? Ja, meine Oma: Ca 200 Euro. Heißt aber nicht Rente sondern irgendwie anders - bezieht sich irgendwie auf die Kinder, die sie großgezogen hat. 7 Kinder, kleiner landwirtschaftlicher Betrieb, ich würde sagen das war mehr als ein Vollzeitjob für 40 Jahre. Klar, Miete muss sie nicht zahlen. Aber ohne die Rente ihres Mannes stünde sie trotzdem schön blöd da. Und eingezahlt in die Rentenkasse hat sie wahrscheinlich auch nie etwas. Aber: haben die Rentenempfänger die sich auf Arbeitszeit in der DDR beziehen etwas in diese Kasse eingezahlt?
    Wie du selbst schon schreibst, das System hat Gerechtigkeitsdefizite. Ich will dich nur darauf aufmerksam machen, dass nicht in erster Linie die Frauen aus dem Osten darunter leiden, sondern dass das System auch andersherum als ungerecht empfunden werden kann.

    Kommentiert von mela am 05.März 2012, 10:55
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  • sanbalance

    Hallo Mela,
    Ja, diese Rentnerinnen haben auch in diese Kasse eingezahlt. Ost und West sind vereinigt worden. Fusioniert eben. Wenn die Commerzbank mit der Dresdner Bank fusioniert hat, dann möchten auch die ehemals Dresdner Bank Kunden ihre Spareinlagen ausgezahlt bekommen - oder wäre das zuviel verlangt? Kassen sind vereinigt wurden und auch Versicherungungen. Beispielsweise hat die Allianz die gesamte staatliche Versicherung (es gab nur diese und keine xx Gesellschaften) der DDR mit allen Kunden übernehmen dürfen. Das hst sie sicher gern gemacht, denn so günstig kommt man so schnell nicht an Millionen Neukunden.
    Fusionierung heiß in diesem Sinne Gleichbehandlung der Versicherungsnehmer egal bei welcher Gesellschft ursprünglich der Abschluß getätigt wurde.
    Die Frauen in der DDR haben in den typischen Frauenberufen einfach schlecht verdient, deshalb bekommen wie weniger als vergleichbare Frauen West im gleichen Job mit gleicher Lebensarbeitszeit. Im Übrigen haben die Frauen der DDR genauso Kinder großgezogen wie die im Westen. Neben der Arbeit.
    Meiner Meinung nach ist es ohnehin eine Schande, dass Frauen nach der Geburt von Kindern aus ökonomischen Gründen schnellstmöglich in das Berufsleben zurückgezwungen werden (einschließlich mir) - oft mit Abstrichen, da keiner eine Mutti haben will. Das unterstützt einzig nur den dies ausnutzenden Billiglohnsektor, wie auch die Rentner (natürlich auch west), die nun trotz Rente bis zum tot umfallen zuverdienen müssen. Dabei gibt es genug kräftige junge Leute und bei der heutigen Produktivität (Überproduktion) sollte ein solcher Notstand einfach nicht herrschen.
    Es müßte alles nur gerechter verteilt werden .... wo wir wieder bei der Gerechtigkeit wären.
    Änderungen sind da eben schwer möglich und erfordern erstmal ein Bewußtsein der Probleme ohne zu viel Egoismus.
    Naja, nun ahnen wir, warum sich manche einfach nur die Aldi-Jeans leisten wollen oder können.

    Kommentiert von sanbalance am 05.März 2012, 11:30
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  • mela

    Hallo sanbalance
    wie gesagt, Frauen im Osten hatten Kinderbetreuung zur Verfügung, die es im Westen nicht gab. Daher kann man die rentenversicherte Lebensarbeitszeit nicht vergleichen. Wenn dann müsste man die Zeit der Kinderbetreuung voll mit in die Lebensarbeitszeit einrechnen.

    Manchmal helfen ja auch Statistiken. Habe also mal Forestle befragt. Die Welt schreibt 2009:"[...]
    bekamen Ostrentner 2008 rund 17 Prozent mehr Rente als Westruheständler“, sagt Fuest. Im Durchschnitt überweist ihnen die Rentenversicherung laut dem aktuellen Rentenversicherungsbericht der Bundesregierung im Monat 917,80 Euro aufs Konto – 133,47 Euro mehr als den Westsenioren.
    Ein wesentlicher Grund dafür sind die lückenloseren Erwerbsbiografien, die noch auf DDR-Zeiten zurückgehen – im sozialistischen Arbeiterstaat galt niemand als arbeitslos. Davon profitieren heute insbesondere ostdeutsche Rentnerinnen. Sie bekommen heute im Schnitt 200 Euro mehr pro Monat als ihre westdeutschen Altersgenossinnen – ein Unterschied von über 30 Prozent."

    http://www.welt.de/wirtschaft/article5433259/Renten-im-Osten-17-Prozent-hoeher-als-im-Westen.html

    Kommentiert von mela am 05.März 2012, 13:02
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  • sanbalance

    Hallo Mela,

    die Leute "galten" nicht nur als nicht arbeitslos, sie haben tatsächlich gearbeitet. Ob das immer top produktiv war, mal dahingestellt. Da müßte man beim BIP auch die Reparationszahlungen mit berücksichtigen und den "Handel" mit den sogenannten "Brudernationen".
    in Deinem Artikel heißt es weiter:"Um Zündstoff aus der Debatte zu nehmen, verweisen Rentenexperten gern darauf, dass das gesamte Einkommen eines Rentnerhaushalts im Westen mehrere Hundert Euro über dem Ostniveau liege; das liegt an höheren Einkünften aus betrieblicher Altersvorsorge oder Lebensversicherungen. "
    Das sagt die FAZ dazu:"Dabei ist die angebliche Diskriminierung nur eine gefühlte. Zum einen liegen die Renten im Osten, weil länger gearbeitet wurde, trotz des niedrigeren Rentenwerts höher als im Westen: So können 60 Prozent der Ost-, aber nur 42 Prozent der Westrentner 45 Beitragsjahre oder mehr vorweisen. Für Männer beträgt die Durchschnittsrente im Westen 967 Euro, im Osten 1043 Euro. Noch größer ist der Unterschied bei Frauen, die im Westen 468, im Osten 669 Euro erhalten."
    hier die Quelle: http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/ost-west-unterschiede-die-renten-einheit-ist-ueberfaellig-1744920.html
    Ich denke, dass wir hier Frauen mit Kind und Erwerbstätigkeit vergleichen sollten, nicht Frauen, die es sich haben leisten können, mit Kind zu Hause zu bleiben. Aus Sicht der Ostfrauen war das purer Luxus. Ich erinnere mich an meine Kindergartenzeit: um 4:00 Mutter aufstehen, dann um fünf zum Kindergarten, dort weiterschlafen und um 18:00 wieder zu Hause. Manche Eltern hatten auch Schichtarbeit. Für die Betroffenen gab es sowas das sich Wochenkrippe nannte. Das bedeutete Kinder nur am Wochenende sehen, auch wenn sie noch Babys waren. Stell Dir bitte mal das Gefühl einer solchen Mama vor! Hllflos so den Broterwerb fristen und was die Kinder dann durchmachten. Wenn diese nun Oma 200 Eu mehr Rente bekommt als die vergleichsweise daheimgebliebene und vom Ehemann versorgte Mama aus dem Westen, dann hat sie sich das doch verdient?
    Bitte Menschen mit gleichem Arbeitshintergrund vergleichen,
    Das mit der Kinderbetreuung im Westen ist ja auch noch immer fast so schlecht. Aufgrund des enormen Drucks und des Bedarfes ändert sich dort nun aber etwas.
    Im Osten ist dei Kinderbetreuung auch nicht mehr so umfangreich zur Verfügung, wie vor der Wende. Es erfolgt ein Angleichen. Die Frauen hier kümmern sich bereits schwanger um die Betreuungsplätze für ab dem 3. Lebensjahr. Aufgrund aus der Not heraus gemachter mehrfacher Anmeldungen bei Kitas kann nur noch über das Jugendamt angemeldet werden. Dann bekommt Mama eine Platz zugewiesen. Der muss nicht die nächste Kita sein.
    Ich bin übrigens auch nicht glücklich damit, dass ich kaum erholt vom Notkaiserschnitt schon wieder hab arbeiten müssen nachdem ich mein Kind hatte. Ich weiß, was Mama vermißt, nicht wie von der Natur gewollt, mit Baby zusammen sein zu dürfen. Vielleicht auch deswegen meine Ansicht, dass versorgt daheim zu bleiben ein bisschen Luxus ist. Ich würde das jeder Frau gern gönnen und natürlich auch den Dank der Gesellschaft, ein neues Mitglied der Gesellschaft aufgezogen zu haben. Soweit ich aber die Rentengesetzgebung verstanden habe, wird die Erziehungszeit auf die Beitragszeit angerechnet, lediglich bei der Höhe der Rente aufgrund fehlender Einzahlungen schlägt diese wohl nicht zu Buche. Das sollte sich meiner Meinung nach ändern. Ein Kind ist eine teure Investition in die Zukunft unserer Gesellschaft. Ich denke, dass wir beide da einer Meinung sind. Kindererziehung sollte von der Gesellschaft besser anerkannt werden.

    Kommentiert von sanbalance am 05.März 2012, 20:17
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