Frage an OTTO GmbH
"Nachhalige" Baumwolle bei Ihren Eigenmarken
Hallo liebes Otto-Team,
in einem aktuellen Artikel hier auf Utopia ist zu lesen, dass
"Darum hat sich OTTO das Ziel gesetzt, bis 2020 das gesamte eigene Baumwollsortiment auf nachhaltig produzierte Baumwolle umzustellen. "
Dabei stellen sich mir zwei Fragen: Wie hoch ist der Anteil des "eigenen" Baumwollsortiments am gesamten Baumwollsortiment bei Otto?
Und zweitens: Was bedeutet "nachhaltige" Baumwolle? Wird die CMIA dann auf Bio-Anbau umgestellt und wenn ja, wann? Konventioneller Anbau ist ja schließlich nicht nachhaltig.
viele Grüße!
mela
mela
am 25.Oktober 2012, 16:41Nur OTTO GmbH kann diese Frage beantworten.
Antwort von OTTO GmbH
Hallo mela,
vielen Dank für deine Frage. Baumwolle ist für uns als OTTO der wichtigste Rohstoff bei Textilien und der Anteil des "eigenen" Baumwollsortiments am gesamten Baumwollsortiment bei OTTO beträgt ca. 50%.
Zu dem zweiten Teil deiner Frage möchte ich dich gerne auf zwei Artikel von uns auf Utopia verweisen. In denen haben wir alles rund um nachhaltige Baumwolle, Cotton made in Africa und das Thema „warum nicht nur Bio“ erklärt. Ich hoffe das gibt dir einen guten Einblick.
Artikel: http://www.utopia.de/blog/otto-gmbh-co-kg-aktuelles/hilfe-zur-selbsthilfe-die-initiative-cotton-made-in
Artikel mit Film: http://www.utopia.de/blog/otto-gmbh-co-kg-aktuelles/dr-michael-otto-erklaert-cotton-made-in
Falls etwas ungeklärt bleiben sollte, komme gerne wieder auf uns zu.
Viele Grüße und schönes Wochenende!
Silke
Kommentare zu dieser Antwort (17)
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Kurze Stichwortsammlung aus dem von Otto verlinkten Artikel:
Kommentiert von 3Lie am 02.November 2012, 12:39"Ertrag auf den Feldern optimieren"
"ohne dafür einen signifikant höheren Preis zu zahlen"
" effizientere Anbaumethoden"
"Absatz großer Mengen Baumwolle"
"Der Einsatz von Pestiziden lässt sich daher aus ökonomischer Sicht nicht völlig vermeiden"
Die ganze Initiative kling ziemlich fadenscheinig bzw. halbherzig.
Es wird schnell ein eigenes, angebliches "Öko-Nachhaltigkeits-Siegel" erfunden, Pestizide werden trotzdem weiter verwendet, man baut schnell ein paar Schulen, drückt weiter den Preis bei den Kleinbauern, verkauft das aber den (meist ahnungslosen) Konsumenten als ökologisch nachhaltige Baumwolle (der Begriff ist ja nicht geschützt).
Was ich mich frage ist: wird die Initiative nur von Ecocert beraten oder werden sie zertifiziert? Das klingt so, als würde die Initiative nämlich nicht Ecocert zertifiziert sein, sonst müsste ja nicht ein eigenes Siegel erfunden werden, oder?
Hallo elie,
Kommentiert von OTTO GmbH am 05.November 2012, 10:30vielen Dank für deinen Beitrag. Teilweise ist deine Stichwortsammlung aus dem Zusammenhang gerissen und gibt die Initiative leider nicht korrekt wieder. Schau gern einmal hier für ausführliche Informationen zu CmiA, die sicherlich deine Fragezeichen beantworten: http://www.cotton-made-in-africa.com/die-initiative/wofuer-wir-stehen.html
Zu deiner Frage bezüglich Verifizierung: Ja, CmiA wird von Ecocert sowohl beraten als auch verifiziert. CmiA ist ein Standard für nachhaltige Baumwollproduktion. Aus diesem Grund muss ein unabhängiger Dritter überprüfen, ob der Claim, den CmiA ihrer Baumwolle gibt auch tatsächlich eingehalten wird. Ecocert ist (neben Africert) der Berater und Verifizierer von CmiA. Unter folgendem Link ist in verschiedenen Dokumenten der gesamte Verifizierungsprozess dokumentiert: http://www.cotton-made-in-africa.com/downloads/dokumente.html
Liebe Grüße und einen schönen Start in die Woche!
Alex
Hat H&M nicht auch schon so ein eigenes Baumwollsiegel erfunden? Erfindet hier eigentlich jeder Textilgroßvertreiber einfach ein eigenes Siegel?
Kommentiert von 3Lie am 05.November 2012, 13:36Wieso lässt sich Otto denn nicht erst mal von Ecocert zertifizieren, und steigt dann auf renommierte Bio-Siegel um, wenn sie das aus was für Gründen auch immer, nicht sofort tun wollen?
Das kommt mir alles ziemlich spanisch vor. Besonders, dass jeder Betreiber ein eigenes Siegel erfindet.
Ist mir zu undurchsichtig, mich haben Sie nicht überzeugt, ich würde es nicht kaufen.
Stichwort: Greenwashing.
Hallo OTTO-Team, ihr schreibt Ecocert ist "Verifizierer von CmiA". Gibt es denn einen Unterschied zwischen Eco-zertifiziert und Eco-verifiziert? oder bedeuten beide Begriffe das gleiche? Wenn ihr dazu etwas schreiben könntet, würde das sicher schon mal Klärung schaffen.
Kommentiert von Christoph Burtscher am 05.November 2012, 13:54elie: da hast du jetzt elegant das böse Wort Greenwashing am Ende untergebracht, ohne es zu konkretisieren. Warum gleich so ein hartes Urteil, wo die Diskussion noch nicht mal ganz abgeschlossen ist? Meinst du die mehr als 240.000 Kleinbauern, die mittlerweile Teil der CMIA Initiative sind, sehen das auch so? Oder sind die vielleicht nicht froh, einen besseren Lebensunterhalt zu haben? Klar kann man sagen, es geht nicht weit genug, eine Umstellung auf Bio wäre besser. Aber so zu tun, als würde eine Initiative gar nichts bewegen und wäre nur Schönfärberei, ich weiß ja nicht. An welchen Zahlen machst du das denn fest?
Hallo Otto-Team,
Kommentiert von Bada am 05.November 2012, 16:54wie verhält es sich denn mit der grünen Gentechnik?Ende 2011 sollte darüber neu verhandelt und gesprochen werden? Ist die Baumwolle gentechnikfrei?
http://www.gen-ethisches-netzwerk.de/gid/191/ober/cotton-made-africa
Cotton made in Africa
Der deutsche Naturschutzverband NABU ist Partner von „Cotton made in Africa“. Das Projekt, unter Leitung der Aid by Trade Foundation des Otto-Konzerns 15, fördert in Kooperation mit seinen Partnern die Umstellung von herkömmlicher zu einer nachhaltigen Baumwollproduktion. Bauern in den Pilotländern Burkina Faso, Benin und Sambia werden darin ausgebildet, ausgewählte Düngemittel und Pestizide effizient einzusetzen und die Umwelt zu schonen. Gleichzeitig wird zur Bekämpfung von Armut die Bildungs- und Gesundheitssituation verbessert. Da Hunderttausende von Kleinbauern von diesem Projekt profitieren sollen, ist eine gesicherte Abnahme der Baumwolle wichtig. Hierfür bauen Textilunternehmen wie die Otto-Gruppe eine internationale Allianz von Unternehmen auf, die sich zur Verwendung nachhaltig produzierter Baumwolle aus Afrika verpflichten und gleichzeitig einer breiten Masse von Kunden entsprechende Produkte zugänglich machen. In den Statuten heißt es: „Der Anbau und Verkauf von genmanipulierter Baumwolle darf die Entwicklungs- und Absatzchancen anderer Farmer in der Region, die keine genmanipulierte Baumwolle anbauen, nicht beeinträchtigen.“16 Zudem wurde auf einem Workshop, der Anfang Dezember in Hamburg stattfand, festgelegt, dass im Projekt zunächst bis 2011 keine gentechnisch veränderte Baumwolle eingesetzt werden darf. Bis dahin soll in einer Arbeitsgruppe über den Umgang mit GVO beraten werden.
Die Projekt-Website findet sich unter: www.cotton-made-in-africa.de
Ja die Fragen, die Christoph stellt, würde mich auch interessieren.
Kommentiert von Maria_L am 05.November 2012, 18:59Ich kannte bislang Ecocert nur als Zertifizierer für Bio-Produkte - wie ja auch der Name ECO impliziert.
http://de.wikipedia.org/wiki/ECOCERT
Ecocert in Verbindung mit einem Produkt wie CmiA h a t was von Greenwashing, da kann ich mir nicht helfen.
Häßliches Wort hin oder her.
Und elie ist sicher nicht die Erste, die es so deutlich schreibt.
Das sehen viele Leute so, nicht nur hier auf Utopia:
http://www.kirstenbrodde.de/?p=2336
http://www.oekt.de/fileadmin/dateien/phase2/Resolutionen/OEKT_Resolution_006.pdf
http://www.greenpeace-magazin.de/magazin/archiv/4-07/drunter-und-drueber/
Ich kann mich auch nur schwer damit abfinden, daß ein Produkt, daß von einer Firma namens Ecocert verifiziert wird, nicht Öko ist.
Ich weiß, der Begriff ist im NonFood-Bereich nicht geschützt.
Das kann ich nicht ändern, ich muß es aber sicher nicht gut finden.
Hallo zusammen,
Kommentiert von OTTO GmbH am 05.November 2012, 19:41wir sind dran und melden uns schnellstmöglich zurück.
Schönen Abend und viele Grüße
Alex
Hallo, liebes Otto-Team, da müsst Ihr nun aber aufpassen:
Kommentiert von mela am 05.November 2012, 21:12Elie fragte:
"Was ich mich frage ist: wird die Initiative nur von Ecocert beraten oder werden sie zertifiziert?"
Ihr antwortet:
"Zu deiner Frage bezüglich Verifizierung: Ja, CmiA wird von Ecocert sowohl beraten als auch verifiziert."
Offensichtlich muss man hier wirklich extrem kiebig sein, denn als vertrauensvoller Kunde hätte ich Eure Antwort so interpretiert, als wäre CmiA in der Tat Ecocert-zertifiziert. Das kann es doch nicht sein oder?
Das gleiche gilt zB für diesen Text.
http://www.cotton-made-in-africa.com/uploads/media/Presseinformation_Ein_transparenter_Standard_CmiA_Verifizierungskriterien.pdf
hier steht:
..."wurde das Verifizierungssystem der Stiftung von den unabhängigen Zertifizierungsunternehmen Ecocert und Africert im Feld angewendet und erfolgreich getestet."
Ein vertrauensvoller Kunde denkt hier, das Produkt sei Ecocert-zertifiziert. Und ich fürchte, genau das ist beabsichtigt. Schade.
Hallo zusammen,
Kommentiert von OTTO GmbH am 06.November 2012, 11:04CmiA wird von Ecocert verifiziert. Sorry für das Begriffswirrwarr, das war keine Absicht.
Während es bei der Verifizierung vor allem darum geht Fortschritte zu messen und die Entwicklung prozesshaft zu betrachten, ist die Zertifizierung sozusagen statisch und beurteilt den Status quo zu einem bestimmten Zeitpunkt. Die Zertifizierung und die Verifizierung sind beides wesentliche Instrumente, die eine selbsterklärte Verpflichtung bewerten. Cotton made in Africa hat sich mit Ecocert und Africert für einen Verifizierungsprozess entschieden. Eine detaillierte Beschreibung zur Verifizierung von Cotton made in Afrcia findet ihr hier. http://www.cotton-made-in-africa.com/en/the-initiative/how-we-do-it.html
Hallo bada, bitte beachte, dass der Artikel des gen-ethischen Netzwerkes bereits aus dem Jahr 2008 stammt und somit nicht die aktuelle Lage wiederspiegelt. Das Thema Gentechnik hatten wir bereits vor einiger Zeit beantwortet. Hier der Link zur Antwort: http://www.utopia.de/blog/otto-gmbh-co-kg-aktuelles/albert-watson-bringt-benin-nach
Cotton made in Africa (CmiA)-Baumwolle bleibt permanent frei von gentechnisch verändertem Saatgut. Dies wurde im Kuratorium der Aid by Trade Foundation, höchstes Gremium der Initiative, dem auch Vertreter der GiZ, der Welthungerhilfe, der Deutschen Investitions- und Entwicklungsgesellschaft und des WWFs angehören, dauerhaft festgelegt.
Das Verbot von GM-Baumwolle ist Teil der Ausschlusskritieren, die die Zugangsvoraussetzungen für Cotton made in Africa regeln.
Mittlerweile sind es übrigens 420.000 Kleinbauern mit denen Cotton made in Africa zusammenarbeitet.
Wir hoffen unsere Antwort hat für mehr Klarheit gesorgt.
Grüße
Silke
danke für die Klärung und die schnelle Reaktion.
Kommentiert von Christoph Burtscher am 06.November 2012, 11:08Verifiziert bedeutet also, statt sich selbst zu "verifizieren" (im Sinne eines Qualitätsmanagementsystems) bezahlt Otto Geld an EcoCert und Africert, damit sie sich deren Namen unter Ihre Baumwoll-Initiative schreiben können, weil Otto klar ist, dass der Inititive sonst kein Mensch trauen würde so ganz ohne Zertifikat?
Kommentiert von 3Lie am 08.November 2012, 12:39Warum nicht einfach statt noch ein weiteres, undurchsichtiges Siegel auf den Markt zu werfen, sich von einem renommierten Siegel zertifizieren lassen, oder ansonsten erstmal weiter auf solche durchaus begrüßenswerten Ansätze wie dem Vertrieb von Ökomarken im Sortiment setzen, bis man sich vielleicht für die Eigenmarken durch ein richtig tolles Siegel wie GOTS zertifizieren lässt?
Ach, wie schön wäre es doch, mal ein großes Unternehmen zu erleben, das ohne schalen Beigeschmack einfach nur völlig transparent, ohne Wortklaubereien und 50 neue Siegel mit 1000 Seiten Kleingedruckten "ABER" seine Kunden anspricht.
Hallo elie,
Kommentiert von OTTO GmbH am 08.November 2012, 16:22sowohl EcoCert als auch Africert sind unabhängige, dritte Verifizierer. Deren Verifizierung von Produkten und Initiativen, wie in diesem Fall Cotton made in Africa, an die Erfüllung der aufgestellten Kriterien und Richtlinien geknüpft ist.
Da wir merken, dass es noch viel Gesprächsbedarf gibt und ihr ein ganz hohes Interesse an der Stiftung Cotton made in Africa habt, würden wir euch, mela, elie, bada und maria L gerne einladen, uns und die Initiative einmal gemeinsam zu besuchen. Dann hätten wir genug Raum und Zeit, ausgiebig eure Fragen zu diskutieren und euch die Gelegenheit zu geben, ein umfassendes Bild über Cotton made in Africa zu gewinnen.
Wir würden uns freuen, wenn wir einen gemeinsamen Termin finden. Wir melden uns dazu dann in einer Direktmail.
Liebe Grüße
Silke
Hallo Otto-Team,
Kommentiert von Bada am 09.November 2012, 14:41danke für die Einladung. Ich frage mich aber, was spricht dagegen diesen "Gesprächsbedarf" hier auf Utopia zu klären, damit alle daran teilnehmen könnten?
Spart Zeit, Geld und Ressourcen :-))
Hallo bada.
Kommentiert von OTTO GmbH am 09.November 2012, 16:22Wir würden dir gerne die Möglichkeit geben, dass du dir persönlich vor Ort ein Bild machst und Einblicke bekommst, die so natürlich nicht über die Diskussion im Internet übermittelt werden können. Zudem könntest du die Verantwortlichen von Cotton made in Africa kennenlernen und in den persönlichen Austausch mit ihnen gehen.
Die Einladung ist als ein zusätzliches Dialogangebot zu verstehen.
Selbstverständlich können wir auch weiterhin hier auf Utopia dazu sprechen.
Grüße, Tilman
Hallo Otto-Team,
Kommentiert von Bada am 10.November 2012, 22:28diese Einladung nehme ich gerne an:
Zitat:
"Selbstverständlich können wir auch weiterhin hier auf Utopia dazu sprechen."
Zitat Ende.
Eure Einladung nach Hamburg zu einem Gespräch zu kommen, lehne ich dankend ab.
Nutzen wir doch die Möglichkeiten von Utopia ,die noch offenen Fragen hier, in der Diskussion mit allen, zu klären.
gentechnikfreie und pestizidfreie Grüße - Bada
Für die Einladung zu Otto in Hamburg mit Diskussion über Cotton made in Africa möchte ich mich herzlich bedanken.
Kommentiert von Maria_L am 11.November 2012, 13:00Ich habe nun ein paar Tage nachgedacht, ob ich den Termin wahrnehmen möchte und die Vor-und Nachteile abgewägt. In solchen Situationen finde ich eine Entscheidung, indem ich Punkte vergebe für und gegen und dann ganz emotionslos nachsehe, was überwiegt:
***Freude über die Einladung (5 Pluspunkte)***
Ganz klar, die erste spontane Empfindung war, auja, nach Hamburg fahren und interessante neue Leute kennen lernen und über ein interessantes Thema diskutieren.
***Freude, die anderen Utopistinnen kennen zu lernen (5 Pluspunkte)***
Zwei der anderen Frauen kenne ich nun schon recht lange virtuell, die dritte erst seit kurzem.
Da ich im Sommer auf dem Permakultur-Treffen im Hortus Insectorum war und dort auch mehrer Menschen kennen lernen durfte, die ich schon länger virtuell kannte, weiß ich, wie inspirierend das sein kann und daß es einfach Freude schenkt.
***Fahrtaufwand (5 Minuspunkte)***
Dem gegenüber steht ein Aufwand -alleine für Fahrzeit- von mind. 12 Stunden.
Auch wenn ich sehr gerne Bahn fahre, kann ich mir das zeitlich nur schwer leisten.
Mein Partner und ich versuchen auch geschäftliche Reisen für unsere beiden Firmen-Zweige sehr stark einzuschränken durch konsequente Nutzung aller zur Verfügung stehenden virtuellen Möglichkeiten.
In dem Beitrag, wo Frau Claudia Langer ihr neues Buch vorstellt und dafür kritisiert wurde, daß sie nach Berlin zur Vorstellung geflogen ist, habe ich ihr vorgeschlagen, „man müßte mal“ ein Buch über virtuelle Meetings schreiben.
Das ist also ein Thema, das mir persönlich sehr stark am Herzen liegt, weil ich immer wieder erlebe, daß viel zu schnell Geschäftsmeetings über weite Distanzen geplant werden, die auch virtuell organisiert werden könnten.
Auch wenn es keinen Ersatz gibt für echte Face-to-face-Kontakte, gibt es gewichtige Gründe, Alternativen für solche Vor-Ort-Termine mit hohem Reiseaufwand zu finden.
In diesem Sinne würde ich gerne die Diskussion weiter auf Utopia führen.
Schon alleine auch deshalb, weil ein viel größerer Personenkreis davon profitieren kann.
***Bringt es mich meinen persönlichen Zielen näher? (5 Minuspunkte)***
Ganz klares Nein. Ich persönlich kaufe nichts bei Otto.
Was an meiner persönlichen Werteausrichtung liegt. Ich gebe viel Geld für Bio-Lebensmittel aus.
Das Geld spare ich ein durch eine sehr konsequente Konsumverweigerung in anderen Bereichen, wie Kleidung und Möbel. Beides kaufe ich fast ausschließlich Second Hand.
Wenn ich mir demnächst wieder neue Kleidung schaffe, dann soll es Bio-Kleidung sein.
Ich habe vor vielen Jahren nach dem Abi eine Ausbildung als Bio-Gemüsegärtnerin gemacht und betreibe heute neben der Web-Programmierung einen Online-Handel für Bio-Spezialitäten aus den Alpen.
Für mich ist das Thema integrale Landwirtschaft, die sich auf die Fahnen schreibt, Pestizide einzusparen bzw. nur auf die gefährlichen Pestiziden (Abkommen von Rotterdam und Stockholm) verzichtet, keine erstrebenswerte Alternative gegenüber Bio-Anbau.
Ich möchte mich lieber informieren über interessante Themen des Bio-Anbaus (welche restistente Sorten gibt es, welche Push- and Pull-Methoden gibt es, Nützlingseinsatz, alternative Bodenbearbeitungsmethoden ect.)
Aus meiner eigenen gärtnerischen Tätigkeit weiß ich, daß Bio-Anbau nur dann arbeitssparend und erfolgreich funktioniert, wenn ich das Bodenleben konsequent fördere. Dieses reagiert sehr empfindlich auf geringste Mengen von Perstiziden und Kunstdünger.
Deshalb kann -in meinen Augen- der geringfügige Verzicht auf Perstizide keine wirkliche Alterantive sein.
Auch wenn natürlich jedes Gramm Einsparung bereits ein Vorteil ist.
***Kann ich etwas Gutes damit tun? (3 Minuspunkte)***
Natürlich frage ich mich auch selbstkritisch, ob es der Nachhaltigkeit nicht doch von Nutzen sein könnte, wenn ich den Termin und die Gelegenheit zur Diskussion wahrnehme.
Das könnte z.B. der Fall sein, wenn ich die Spezialisten von CmiA überzeugen könnte, doch auf Bio-Anbau umzusteigen.
Es könnte auch sein, daß ich nach dem Gespräch so überzeugt wäre von der Methode CmiA, daß ich künftig zum Verfechter werde und massenweise neue Kunden werbe, die vorher nur bei KiK gekauft haben.
Beides halte ich für sehr unwahrscheinlich.
Sicher würde der Termin mir erleichtern, hinter dem Team von Otto die Menschen zu sehen, die gute Arbeit leisten.
Das ist aber auch jetzt schon der Fall und mit meiner Kritik möchte ich ganz sicher niemandem die Arbeit oder den Kauf bei Otto madig machen.
Ich sehe nur kein wirkliches Potential, was sich in Punkto Nachhaltigkeit positiv verändern sollte, wenn ich diesen Termin wahrnehme.
In diesem Sinne bevorzuge ich es, die Diskussion hier weiter zu führen, wo ein größerer Personenkreis teilnehmen kann.
Vielleicht findet Otto andere Utopisten, die den Termin wahrnehmen möchten.
Danke Maria_L für Deine Stellungnahme, bringt es gut und nachvollziebar auf den Punkt!
Kommentiert von Bada am 19.November 2012, 16:35Geht mir ähnlich.
Also bitte her mit den weiteren Diskussionen. Cotton made in Afrika in Bioqualität. Das wäre ein Traum und damit würde ich auch zur Otto-Kundin werden :-))