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  • waestamaan

    Mülltauchen - Wie klappt nun Containern wirklich?

    Hallo,
    ich habe ja nun schon viele Berichte zum Mülltauchen gesehen und ein paar Foren durchforstet. Aber ausprobieren konnte ich das Containern noch nicht. Was daran lag, dass ich hinter den Supermärkten keine Tonnen finden konnte. Und ich habe schon in verschiedenen Städten Ausschau gehalten.

    Zunächst mal: Ist Mülltauchen wirklich illegal? Bekomme ich jetzt überhaupt Antworten auf meine Frage oder ist das ein Thema, über das man nicht öffentlicht spricht?

    Und wenn es unter euch Mülltaucher gibt: Wie stellt ihr es an? Habt ihr Tipps?

    Ich danke euch :)

    Gefragt von
    waestamaan
    am 14.September 2012, 14:44 | 8 Antworten

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  • PatrickB

    [...] "weil sich Experten über die Frage streiten, ob das Mülltauchen illegal ist. Diejenigen, die "Containern" - also das Aneignen von weggeworfenen Lebensmitteln - für strafbar halten, argumentieren, dass der Müll entweder demjenigen gehört, der ihn weggeworfen hat - also in diesem Fall den Discountern - oder ansonsten der Abfallwirtschaft.

    Andere vertreten dagegen die Ansicht, dass der Supermarkt offiziell seinen Besitzanspruch aufgegeben hat, wenn er die Lebensmittel in den Container wirft. Diebstahl von Waren mit "geringem bis nicht vorhandenem Warenwert" wird nach §248 des Strafgesetzbuches aber nur auf Antrag verfolgt und führt normalerweise dazu, dass Verfahren gegen Mülltaucher schnell eingestellt werden - zumindest so lange sie Mülltonnen einfach nur öffnen und keine Schlösser oder sonstigen Absperr-Vorrichtungen beschädigen."

    Quelle: http://www.taz.de/!60453/

    siehe auch
    http://de.wikipedia.org/wiki/Containern#Deutschland
    http://www.dumpstern.de/sozialstunden-fuer-dumpster/

    Es ist also eine Art Grauzone. Wie es im Wiki Artikel heißt, gibt es meistens eine Abmahnung von den Mitarbeitern, wenn dich überhaupt einer erwischt. Sollte es zu einem Strafantrag kommen, wird dieser meistens aufgrund Geringfügigkeit eingestellt.

    Ich bin nicht wirklich auf dem laufenden, was die Rechtsprechung dazu angeht. Kann gut sein, dass es schon ein offizielles Urteil zum Containern gibt oder es allgemein einfach gehandhabt wird, dass Verfahren eingestellt oder Sozialstunden aufgebrummt werden.

    einige Tipps gibt es auf dumpstern.de, wenn auch recht knapp
    http://www.dumpstern.de/tipps-zum-containern-eine-checkliste/

    Beantwortet von PatrickB am 14.September 2012, 15:25
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  • chily

    Ich tauche öfter mal, vor allem im Winter (wegen schneller eintretender Dunkelheit und langsameren Verderbeprozessen ;-)). Schwierig ist das eigentlich nicht - am besten im Dunkeln gehen, Stirnlampe und Handschuhe mitbringen und einen Korb oder so, in den auch äußerlich beschmutzte Sachen können.
    Ich kenne allerdings in meiner Umgebung (also das, was ich komfortabel erreichen kann) nur einen Supermarkt, bei dem die Mülltonnen frei zugänglich aufbewahrt werden und auch nicht abgesperrt sind (praktischerweise ein Biomarkt). Ich glaube, ich würde nicht versuchen, Schlösser zu knacken, da kann man dann wohl schon deutlich leichter ein rechtliches Problem bekommen.
    Bei meinem Biomarkt wurde ein Freund von mir schon mal vom Besitzer erwischt; der hat ihm dann gleich noch eine ganze Kiste Sachen draufgeschenkt, die auch wegwerf-bedroht waren.

    Beantwortet von chily am 14.September 2012, 18:28
    • chily

      Ich muss mich korrigeren, inzwischen kenne ich 5 Supermärkte, bei denen man an die Tonnen kommt -...mehr

      chily am 31.Oktober 2012, 18:17
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  • Eulenruf87

    Ich stand neulich im Discounter in Nähe des Obst / Gemüseabteils. Dort entdeckte ich zwei Kartons voll mit aussortiertem, nicht mehr schön anzusehendem Gemüse (Auberginen, Tomaten, Karotten, Paprika,...).
    Bei genauerem Hinsehen wurde schnell deutlich, dass locker die Hälfte davon noch GUT essbar war und lediglich Schönheitsfehler wie kleine Dellen oder schrumpelige Haut hatte.
    Mir ist es verständlich, dass verschimmelte Sachen aussortiert werden, aber 5 frische Paprika mit ein, zwei Schrumpelstellen sind mir da doch echt zuviel des Guten, um in der Mülltonne zu landen!
    Hab mirs dann sehr hart erkämpft (unter anderem durch Nachdruck an der Kasse), 3 Paprika retten zu "dürfen". Allein schon aus arbeitsrechtlicher Sicht könnte der Mitarbeiter mir die kompletten Kisten eigentlich nicht schenken, da es die Abschlagszahlen verändert und er diesbezüglich strengste Auflagen seitens der Chefetage erhält.
    Mein gerettetes Gut überlebte noch gute 5 Tage ohne jegliche Einschränkungen im Tiefkühlfach und konnte danach bei vollstem Genuss verarbeitet werden...soviel dazu.
    Was ist bloss los mit den Menschen, dass sie nurnoch maßgeschneiderte Lebensmittel, v.a. im Obst- und Gemüsebereich tolerieren? Oder liegt es am Marktverhalten, wie z.B. bei den großen Ketten- mit der Vorgabe werweiß wieviel an die Tafel zu spenden- was in meinem Fall aber konkret NICHT so war?
    Was meint ihr oder hat noch jemand Ähnliches erlebt?
    Grüße,
    Eulenruf.

    Beantwortet von Eulenruf87 am 19.November 2012, 14:14
    • LarbreRouge

      Gehe ein paar Mal containern und dann wird dir klar, was alles für wirklich noch gute Lebensmittel...mehr

      LarbreRouge am 19.November 2012, 14:33
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  • luisacosmo

    ich habe direkt im supermarkt nachgefragt, ob ich das obst/gemüse und das trockene brot für meine tiere (minischweine und enten) haben kann und kann mir jeden morgen das aussortierte abholen.

    Beantwortet von luisacosmo am 20.September 2012, 18:41
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  • Hannilein

    Ich würde dies auch machen. Bei unseren Läden stehen die Container aber unzugänglich aufbewahrt.

    Es würde sich auch lohnen, im Winterhalbjahr nur in die Mülltonnen der Nachbarn reinzuschauen.

    HIER beginnt nämlich das Übel!
    Schon von Klein auf lernen (trotz tagtäglicher Wiederholungen von anderslautenden Aufklärungsberichten in den Medien) die Lieben, das man auf das Datum schauen muss und mitten in der Nacht, wenn selbiges wechselt, wird ein eben noch einwandfreies Produkt, schlecht und gesundheitsschädlich.

    Wenn ich mir anschaue, was da so alles, mit Todesverachtung, weggeworfen wird!...

    ...eine Schande....

    Beantwortet von Hannilein am 19.November 2012, 14:39
    • LarbreRouge

      Ja, das ist echt die Pointe... diese Schwachköpfe sperren tatsächlich teilweise ihren Müll ein,...mehr

      LarbreRouge am 19.November 2012, 14:52
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  • LarbreRouge

    Wenn du es clever anstellst, kannst du damit eine ganze Familie ernähren. ;-) Brot en masse noch 2 bis 3 Tage haltbar, ordentlich in Plastik verpackt in der.... Biotonne. Gemüse und Obst teils besser als im Regal. Viel zu viel !!!!

    Beantwortet von LarbreRouge am 31.Oktober 2012, 17:51
    • WernerMax

      "Es ist schon eine Schande." Das trifft den Nagel auf den Kopf. Es ist wirklich beschämend....mehr

      WernerMax am 31.Oktober 2012, 18:44
    • LarbreRouge

      Wow, Wein... wie geil! *lach* Ja, völlig bekloppt!...mehr

      LarbreRouge am 31.Oktober 2012, 18:24
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  • Welle7

    Ich habs zwar schon einmal ausprobiert, aber es bleibt immer auch ein Unsicherheitsfaktor übrig. Gibt es hier Leute aus oder um Freiburg, die sich mit Mülltauchen auskennen?

    Beantwortet von Welle7 am 20.September 2012, 18:31
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  • emmaradio

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