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LED lampen

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wahwah fragte am 20.02.2013 um 17:55

ich ersetzte seit längerem kaputte Birnen durch LED lampen und kaufe sie,in der Hoffnung,ich mache das richtige,wie sooft bei MEMO.de
ich weiss aber nicht,ob das ökokorrekt ist,wenn MEMO LED verkauft,diie in CHINA hergestellt werden..
ich habe heute mal auf die VErpackung geschaut(CIVILIGHT LED TURBO DGU10)und musste mal wieder feststellen,das das Produkt in CHINA hergestellt worden ist
was ist davon zu halten und kann ich was besseres kaufen?
da kauft man teure Produkte,ist überzeugt alles richtig gemacht zu haben und dann kommt das teil von so weit her..

  • antwortete am 20.02.2013 um 18:03
    vielleicht wäre die Ledon Double Click aus der Utopia Bestenliste eine Alternative?

    http://www.utopia.de/bestenlisten/die-besten-led-lampen-und-spots-energiesparlampen-bestenliste

    Der Hersteller schreibt: "Die LEDON ist nicht nur strom­sparend, ihre Lichttechnik wird in Europa produziert".
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      kommentierte am 21.02.2013 um 01:40
      Aus http://www.ledon-lamp.com/de/faq%20zu%20den%20produkten.htm :
      Wo werden LEDON LED-Lampen hergestellt?
      Das LED-Modul und das eingebaute Vorschaltgerät werden meist in unseren eigenen Werken in Europa produziert (Österreich und Großbritannien). Die Endmontage erfolgt in externen, zertifizierten Produktionsstätten in China.
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      kommentierte am 21.02.2013 um 09:42
      dachte mir schon, dass es einen Haken gibt, wenn sie schreiben dass die "Lichttechnik" in Europa produziert wird. bastler, gibt es denn deiner Meinung nach eine rundum empfehlenswerte LED Lampe?
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      kommentierte am 21.02.2013 um 11:28
      @christoph: ja das ist leider typisch Marketing-Sprache. Man muss leider überkritisch sein (was ist denn eigentlich "Lichttechnik"?) um die Hintertürchen überhaupt zu bemerken. Das ist leider häufig bei Unternehmensstatements so und es nervt sehr.
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      kommentierte am 21.02.2013 um 13:48
      "gibt es denn deiner Meinung nach eine rundum empfehlenswerte LED Lampe"

      Christoph, ich warte bei diesem Thema selber noch auf die große Erleuchtung.
      Da die ESL in unserem Haushalt ewig leben zu wollen scheinen, hat sich bisher die Frage nach einem Wechsel auf LEDs auch noch nicht so konkret gestellt, weshalb sich auch mein Wissensdurst bislang in Grenzen hält.
      Was die besagte LEDON-Lampe anbelangt, kann ich zumindest von ihrer Beschreibung her nichts entdecken, was ihr in der Summe ihrer Eigenschaften einen Spitzenplatz in der Utopia-Liste verwehren sollte.
      Daß ihre Elektronik in Europa produziert wird, anschließend nach China verfrachtet wird, dort zu einer Lampe zusammengesetzt wird um dann wieder zurück nach Europa verschifft zu werden, ist aus ökologischer Sicht natürlich ein schlechter Witz, wird aber vmtl. von anderen Herstellern ähnlich praktiziert.
      Der Grund, die Lampe nicht komplett in China zu produzieren, liegt wahrscheinlich nur darin, daß China einen ausgesprochen schlechten Ruf hat, was die Effizienz und Langlebigkeit der dort in Eigenregie produzierten LED-Komponenten anbelangt.
      So wird in http://www.gtai.de/GTAI/Navigation/DE/Trade/maerkte,did=71948.html konstatiert:
      "Das technische Niveau von in China produzierten UHB-LEDs hat sich in den vergangenen Jahren zwar erheblich verbessert, erreicht jedoch gerade bei weißem Licht emittierenden LEDs noch nicht das japanischer, amerikanischer oder europäischer Hersteller."
      So hat man bei LEDON wohl versucht, aus der Not eine Tugend zu machen, indem auf den europäischen Anteil der Produktion verwiesen wird.
      Und mir sind leider keine Hersteller bekannt, die LED-Lampen komplett in Deutschland bzw. der EU produzieren. Man könnte vielleicht einmal bei Narva nachfragen, deren Leuchtstoffröhren und ESL noch in Deutschland produziert werden, und die mittlerweile auch LED-Lampen anbieten.
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      kommentierte am 27.02.2013 um 12:52
      Ist bei "China" auch Taiwan eingeschlossen? Ich besitze einige LED Lampen eines großen taiwanesischen Herstellers, mit denen ich sehr zufrieden bin, sowohl was Qualität (wobei sich das letztlich ja erst nach Jahrzehnten herausstellt) und Preis/Leistung angeht, als auch was das ökologische Engagement angeht (für ein Großunternehmen - es ist nicht immer leicht, Greenwash und echte Aktivitäten zu trennen).
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      kommentierte am 05.03.2013 um 20:35
      Meine Anfrage bei Narva nach der Herkunft ihrer LED-Lampen blieb unbeantwortet, was wohl bedeutet, daß es sich um Importware handelt.

      @Stefan:
      Nein, Taiwan ist nicht eingeschlossen.
      Taiwan besitzt eine sehr leistungsfähige Elektronikindustrie, die allerdings aufgrund niedrigerer Fertigungskosten bevorzugt in der VR China fertigen läßt. Stichwort: Umwelt- und Sozialdumping. *Noch* lässt man dort fertigen...
      Beispiel Foxconn: ein taiwanesicher Elektronikkonzern (bei elektronischen Bauteilen einer der weltweit größten) mit renommierten Kunden wie Intel, Apple und Microsoft, war durch unrühmliche Schlagzeilen über menschenunwürdige Arbeitsbedingungen in seinen (VR-) chinesischen Fabriken (was zu zahlreichen Selbstmorden unter den drangsalierten Beschäftigten führte) genötigt worden, die Arbeitslöhne anzuheben, worauf seitens Foxconns mit der Drohung reagiert wurde, die Fabrikationsstätten in Länder mit niedrigeren Arbeitslöhnen zu verlagern.
      Taiwan ist auch, was die Produktionsmenge anbelangt, einer der weltweiten Spitzenreiter bei LEDs, allerdings handelt es sich nicht um die für Beleuchtungszwecke erforderlichen Hochleistungs-LEDs.
      Wirklich gute LED-Lampen zu produzieren, erfordert ein Knowhow, das bislang nur einige Konzerne in Japan (Toshiba, Panasonic), USA (Cree u.a.), Europa (Osram, Philips) und mittlerweile wohl auch Südkorea (Samsung und LG) besitzen. Wobei die LED-Abteilung von Philips wiederum ihren Sitz in den USA hat...
      Das derzeit vorhandene Knowhow-Gefälle spiegeln auch diverse Testergenisse wider, aus denen zu erkennen ist, daß es bei LED-Lampen z.Zt. noch extreme Qualitätsunterschiede gibt, die aber für den Konsumenten beim Kauf nur schwer zu erkennen sind, und zwar. hinsichtlich:
      - Effizienz (Lichtausbeute)
      - Farbqualität
      - Lebensdauer (Nicht-Erreichen der zugesagten Lebensdauer von z.B. 25000 Stunden: die Lampen gehen kaputt oder die Lichtausbeute nimmt zu stark ab)
      - Flimmern (auch das kann sehr unterschiedlich stark ausgeprägt sein, wobei andererseits auch die individuelle Wahrnehmungsfähigkeit sehr unterschiedlich sein kann. Es gibt Menschen, die ein Flimmern nur bis Frequenzen von 50 hz wahrnehmen können, wie auch solche, die selbst ein Flimmern von 200 hz wahrnehmen und dies natürlich als ziemlich nervtötend empfinden).

      Aber zurück zu Taiwan:
      Es ist natürlich möglich, daß auch gute LED-Lampen "Made in Taiwan" sind, die Frage ist dann allerdings, ob die wichtigen Komponenten wirklich von dort stammen oder nicht vielleicht importiert wurden. Und dann, inwieweit sie tatsächlich in Taiwan oder nicht doch größtenteils in der VR China produziert wurden.
      Fragen, die sich von hier aus der Ferne wohl kaum beantworten lassen.

      Am Schluß hätte ich auch noch eine Frage:
      Wie heißt denn Dein "großer taiwanesischer Hersteller"?
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      kommentierte am 06.03.2013 um 18:04
      @Bastler: danke! Da muß ich mich glatt korrigieren - meine LEDs sind aus Südkorea. Ich hatte LG fälschlich in Taiwan verordnet. Ich persönlich habe mit LEDs aller von Dir genannten "Top" Marken gute Erfahrungen gemacht bisher (alle sind bei uns in Haus, Werkstatt und Büro im Einsatz), und LG liegt preislich derzeit am günstigsten. Flimmern habe ich bei zwei Cree LEDs und zwei billig-LEDs aus dem Baumarkt bemerkt, aber weniger schlimm als z.B. Leuchtstoffröhren. Den Vogel an Qualität und Haltbarkeit schießen allerdings Energiesparbirnen (klassische Fluoreszenzlampen) der ersten Stunde von Philips ab: von 8 Ende der 70ger gekauften ging bisher nur eine zu Bruch (wörtlich - Glasbruch durch Gewalteinwirkung). 3 davon sind im Haus und 4 sind seit mehr als 30 Jahren im Außenberech eingesetzt und schwächeln noch immer nicht. Da hat irgendwer wohl bei der geplanten Obszoleszenz geschlampt... :-).
  • antwortete am 20.02.2013 um 22:00
    Hallo wahwah,

    eine gute Frage.

    Ich selbst bin von der LED-Technik überzeugt, da sie eine energiesparende und effiziente Lichterzeugung möglich macht.

    Auf die Schnelle habe ich nur diesen Beitrag aus dem Jahr 2010 gefunden:
    http://news.stromrechner-24.de/strom-sparen/verbraucherzentrale-nrw-beleuchtet-led-lampen/

    Es ist eben immer das Problem, dass wir Kompromisse in der "Nachhaltigkeit" eingehen müssen: Fertigungsort und Arbeitsbedingungen gehören für mich dazu.

    Letztendlich muss jeder für sich selbst entscheiden: genügend Informationsmöglichkeiten haben wir-aber mittlerweile habe ich selbst festgestellt, dass es zunehmend schwieriger wird, die "richtigen Fragen" zu stellen.
  • antwortete am 21.02.2013 um 11:51
    Hallo wahwah,
    wir achten bei Produkten, die wir in unser Sortiment aufnehmen, generell auf ökologische und soziale Verträglichkeit. Gerade bei LED-Lampen, die fast ausschließlich in Asien hergestellt werden, arbeiten wir mit Herstellern zusammen, die neben hohen Qualitäts- vor allem hohe Umwelt- und Sozialstandards haben. Nach intensiven Langzeittests der Produkte und mehreren Werksbesuchen von uns vor Ort haben wir uns aus diesen Gründen für eine Zusammenarbeit mit Civilight entschieden.

    Viele Grüße
    Das memo Team
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      kommentierte am 24.02.2013 um 14:52
      als treuer Memo-kunde freut mich die Antwort,frage mich aber trotzdem,warum heutzutage fast alles in Asien(china)hergestellt bzw zusammengebaut werden muss..Memo kann sicherlich nicht grossen Einfluss nehmen auf diese Entwicklung,aber an was liegt es?ist es aufgrund der nicht so teuren Arbeitskosten,das man ein produkt von so weit her holen muss?(mit dem flugzeug nehmee ich mal an)und wie sieht dann dabei die Ökobilanz aus?
      es ist alles andere als einfach im Zeitalter der Globalisierung das perfekte produkt zu finden,was nachhaltig und zugleich" komplett regional"hergestellt wird(also Deutschland oder wenigstens Europa)
  • antwortete am 27.02.2013 um 14:38
    Die Frage kann ich gut nachvollziehen. Hab ich mich selber näml auch schon gefragt. Und sogar Herstellung in Europa garantiert ja leider keineswegs eine ökol. und menschenwürdige Herstellung (nicht mal in Deutschland - vgl. neulicher Amazon Skandal etc der ja "nur" ein Beispiel von vielen (vielfach noch unaufgedeckten) ist - forciert durch die "HartzIV-Reformen von Schröder, Clement etc, die zum Glück heute bei SPD und Gründen in etlichen Teilen als sehr korrekturbedürftig erkannt sind)

    Ähnliche Skrupel hatte ich selber z.B. auch schon bei öko-veganen Schuhen, die auch teilweise in China hergestellt sind. Auch da hatte ich Bedenken, zumal auch wenn das Label versucht in China nur fair produzieren zu lassen, ist es schlichtweg auf die Entfernung extrem schwierig das wirklich zu kontrollieren (ich erinnere mich zB an einen mit teils versteckter Kamera etc gedrehten Dokufilm "China Blue" der unter anderem zeigt wie mal eine Delegation von WalMart in eine chin.Fabrik kam und denen dort quasi Potemkinsche Dörfer (von wegen guter Arbeitsbdingungen etc) vorgeführt wurden, die sie (natürlich) gern geglaubt haben und in diesem Glauben sind sie wieder abgereist und haben dann in Amerika (viell guten Gewissens) gesagt: "die Sachen werden menschenwürdig hergestellt"; also sogar bei gutem Willen nicht ganz einfach - und auch in Italien oder sonst in Europa, wie gesagt sogar Deutschland, lassen sich in Hinterzimmern / Hinterhöfen / Fabrikhallen etc so manche Dinge verheimlichen ... Aber Alternativen zu finden, die echte sind, ist schwierig bis unmöglich. In diesem Fall hoffe ich einfach, dass Memo oder von Christoph erwähnte andere Hersteller ihre Kontrollen etc effektiv durchführen und glaubwürdige Zulieferbetriebe haben

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