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Katze in der Wohnung halten? Gibt es sowas wie ein Wohnungskatze überhaupt?
Hallo zusammen,
Gefragt von
heute ist ja Welt-Katzentag und da wollte ich euch mal um eure Meinung bitten. Meine Freundin wünscht sich so sehr eine Katze als Haustier. Aber wir wohnen in einer Wohnung in der Stadt mit einem winzigen Balkon und ich mag Katzen einfach viel zu sehr, als dass ich grausam zu ihnen sein könnte. Und ich befürchte sehr, dass es grausam einer Katze gegenüber ist, wenn den ganzen Tag keiner in der Wohnung ist und sie nichts zu tun hat.
Man hört ja oft das Argument, dass eine Wohnungskatze, die nie das Leben im Freien kennen gelernt hat, es auch nicht vermissen kann und es deshalb nicht so schlimm ist. Aber ist das echt so? Gibts dazu Meinungen von Experten?
Mir gefällt auch das Totschlagargument nicht, dass es einer Katze in einer Wohnung immer noch besser geht als im Tierheim. Für mich käme nur eine Tierheimskatze in Frage, aber ich bin mir nicht sicher: Ist es für die Katze echt besser, wenn sie in unserer Wohnung gefangen ist anstatt im Tierheim? Im Tierheim hätte sie wenigstens weiterhin die Chance darauf, dass sie irgendwann jemand mitnimmt, der einen Garten hat und auf dem Land wohnt...
Ich hab das auch mit Hunden nie kapiert, wie man das in einer Familie machen kann, in der beide Elternteile arbeiten und die Kids in der Schule sind. Der Hund muss dann den Großteil des Tages allein eingesperrt verbringen. Das ist doch verdammte Tierquälerei, oder??
Wäre euch für eure Meinung sehr dankbar!Simon Reichel
am 08.August 2012, 11:39 | 8 Antworten
Antworten (8)
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Alte, kranke und Katzenunverträgliche Katzen (solls geben) sind in Wohnungen manchmal besser aufgehoben, als als "Freigänger". So kann man als Wohnungsinhaber beispielsweise blinden oder lahmen Katzen ein Zuhause geben. Diese Katzen sind in freier Wildbahn nicht mehr überlebensfähig. Umso schöner ist es, wenn sie noch ein paar schöne Jahre gepflegt werden.
Beantwortet von Jane_Aire am 08.August 2012, 17:46 Alle Kommentare(7)
Unsere Wohnungskatzen werden regelmäßig beschäftigt und gefordert. Mit ein bisschen Kreativität und geringem Kostenaufwand kann man viele tolle Katzenspielzeuge basteln. Bei uns wurde ein Dachbalken zum Kratzbaum umfunktioniert. Wenn man den Katzen die Möglichkeit gibt sich zu beschäftigen, stellen sie in der Regel auch keinen Unsinn an.
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Eine Katze ist auch ein Individuum und somit gibt es solche und solche.
Beantwortet von Hannilein am 10.August 2012, 09:43
Die Einen würden in der Wohnung eingehen, Andere wollen keinesfalls raus - nicht nur davon abhängig was sie gewöhnt sind oder erfahren haben.
Die Eine ist froh, wenn sie ihre Ruhe hat und auf der Fensterbank dösen oder Autos beobachten kann, die Andere jammert so bald sie alleine ist...
Und manche Katze freut sich darüber, dass noch eine Zweite dazu kommt, Andere müssen sich erst aneinander gewöhnen und Einige werden den zweiten Vierbeiner nie akzeptieren und ihren Herrchen gegenüber evtl. unfreundlicher werden.
Eine Wohnung, in der dann auch manchmal ein Mensch ist, wird für die allermeisten Tierheim-Katzen eine Verbesserung sein. Daher evtl. gezielt danach fragen,welche schon ewig im Heim ist oder evtl. aus einer Wohnung stammt. Hat sie evtl. eine Gehbehinderung, bekommt sie endlich ein Zuhause und somit eine Umgebung die optimal zu ihr passt.
Stimmen die Angaben nicht, wird sie bald alles daran setzen auch mal raus zu kommen. Nur mit einer Doppeltür-Schleuse könnte man das auf Dauer verhindern.So eine Katze müsste man eher wieder zurück geben, weil sie sonst richtig leidet.
Manchmal (selten) kann man einer Katze auch ein Katzengeschirr angewöhnen und wie mit einem Hund gehen. Unsere Chinesen drehen ihre Runde mit der Katze - ohne Geschirr.
Es gibt auch Katzen, die so clever sind, dass sie selbst in der Stadt das Leben an einer Straße sicher bewältigen würden. Hier läuft seit 15 Jahren ein Kater herum, der niemandem gehört, sich einfach überall mal durchfüttert. Der weiß, wann er sich auf der Straße sonnen kann und wo er am Randstein sitzen und warten muss. Andere (Junge) überleben meist ihr erstes Jahr nicht...
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Ich habe die Erfahrung gemacht, dass sich Katzen durchaus unwohl in der "freien Natur" fühlen können.
Beantwortet von smartynie am 08.August 2012, 20:15
Unseren Kater hatten wir direkt aus einem Katzenwurf im zarten Alter von 10 Wochen bekommen (die Mutter war übrigens eine Freigängerin): und bei allen Möglichkeiten, die wir ihm boten, nach draußen zu gehen, kam er anfangs immer ganz schnell zurück-und später hat er diese Möglichkeit völlig ignoriert.
Was auch immer er "draußen" erlebt haben mag-oder ob es "in seinen Genen lag": man sollte seine Katze sehr genau beobachten-und ihr ihren Bedürfnissen entsprechend ein schönes und abwechslungsreiches Leben ermöglichen.
Wir haben sehr viel mit unserem Kater gespielt, er hatte seinen Auslauf im Haus: als ich meine Katzenallergie bekam, habe ich ihn schweren Herzens bei meinen Eltern gelassen-dort habe ich ihn aber gerne besucht-und er ist stattliche 16 Jahre alt geworden :-)
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Für eine alte Katze aus dem Tierheim mag die Wohnung ein Fortschritt sein.
Beantwortet von Maria_L am 08.August 2012, 12:33
Manchmal werden Plätze gesucht für ältere Katzen, die ausdrücklich nicht raus wollen.
Unsere Katzen sind Freigänger vom Bauernhof und kennen es nicht anders und ich wollte sie auch nie anders halten.
Und auf keinen Fall würde ich eine Katze alleine in der Wohnung halten, wenn man den ganzen Tag weg ist.
Da gibts nur eine Lösung, die wir damals angestrebt und umgesetzt haben, als i c h unbedingt ne Katze wollte:
Wir sind aufs Land gezogen und haben uns eine Katzengerechte Wohnung mit Garten gesucht.
Und da ich auch kein reiner Wohnungsmensch bin, war das eine tolle Lösung ;-))
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Jung hol dir ne Notfallkatze!
Beantwortet von Gruenergehtsimmer am 09.August 2012, 14:02
http://www.notfallkatzen.de/
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>>Ich hab das auch mit Hunden nie kapiert, wie man das in einer Familie machen kann, in der beide Elternteile arbeiten und die Kids in der Schule sind. Der Hund muss dann den Großteil des Tages allein eingesperrt verbringen. Das ist doch verdammte Tierquälerei, oder??<<
Beantwortet von Tanja Selentschik am 06.September 2012, 17:39
Nicht unbedingt. Ich habe einen mittelgroßen Hund, der kommt morgens mindestens eine Stunde raus, wo ich ca. 10 km jogge und er ohne Leine neben mir her läuft und dann wenn er mag schnüffelt und mit anderen Hunden tobt.
Abends sind wir mindestens 2 Stunden unterwegs mit anderen Hunden oder bei uns im Garten. Lenny ist ausgeglichen, nicht zu fett und sehr friedfertig. Tagsüber döst er den ganzen Tag auch dem Sofa. Aber das macht er auch am Wochenende wenn wir zu Hause sind.
Meine Schwester hat einen riesen Bauernhof mit Garten. Deswegen ist sie auch nie gassi gegangen, weil der Hund genug auslauf hatte. Obwohl er viel Platz hatte, lag er trotzdem die ganze Zeit an einer Stelle. Weil er immer alleine auf dem Grundstück war, hat er sich nicht mit anderen Hunden vertragen und man konnte nicht mal mit ihm vor die Türe gehen.
Ich glaube wenn die Hunde regelmäßig viel laufen und toben, kannst du auch mit zwei Riesenschnautzern in einer 1 Raum Wohnung wohnen.
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Hallo!
Beantwortet von lechatnoir am 09.August 2012, 08:43
Ich kann nur kurz meine Erfahrungen schildern:
Meine erste Katze war auf einem Bauerhof zur Welt gekommen - also Freigänger.
Sie durfte dann auch bis zu ihrem 2. Lebensjahr draußen bleiben, aber dann musste ich umziehen und sie wurde zur reinen Wohnungskatze. Anfangs fiel ihr das schwer, aber sie hatte zumindest Zugang zu einem Balkon und hat sich am Ende prima eingelebt. Keine Verhaltens- oder sonstige Störungen...
Meine 2. Katze, die wir dazu holten (aus dem Tierheim), weil die erste zu einsam war, hat keinerlei Interesse rauszugehen. Noch nicht einmal auf den Balkon. Sie beobachtet die Vögel von drinnen, aber wenn bei uns die Wohnungs- oder Balkontür offen steht, kommt sie nur raus, wenn wir sie locken. Beide
Es ist keine Tierquälerei, eine Katze drinnen zu halten, aber man sollte sich ein vom Wesen her passendes Tier suchen und das Tier nicht in einen Situation zwingen, die am Ende keinem gut tut. Und es sollten mindestens 2 Tiere sein, eine alleine wird sich schnell langweilen.
Über die regionalen Tierheime und Katzenverbände kann man sich beraten lassn, um ein Tier zu finden, das zu den Gegebenheiten bei Euch zuhause passt. Die Verbände wissen i.d.R. sehr gut bescheid, welche Vorlieben die Tiere haben.
@ Szyszka:
Ich kenne kaum Katzen - egal ob Freigänger oder reine Wohnungskatze - die nicht einmal am Tag ihre "5 Minuten" kriegen und dann durch die Wohnung fetzen, als sei der Teufel hinter ihnen her. Das hat wohl nicht zwingend etwas mit haltungsbedingter Verhaltensstörung zu tun. Aber wer zu viel Wert auf seine Wohnungseinrichtung legt, sollte sich keine Katze zulegen, denn denen ist nicht heilig. Ich weiß garnicht, wieviele Blumentöpfe, Handtücher, Teppiche, Tapeten und Geschirrteile ich schon ersetzen musste, seit ich mit Katzen zusammen lebe. Und dafür, dass Katzen raufen und beißen gilt dasselbe. manche vertragen sich eben, manche nicht , andere sind launisch. In der Wohnung müssen sie natürlich beschäftigt werden und viel Bewegung bekommen um nicht fett zu werden - alles wie bei uns Menschen.
Jede Katze hat einen anderen Charakter - so wie wir Menschen - und dementsprechend sollte man Katzen auch individuell bewerten und nicht über einen Kamm scheren. was die eine mag, juckt die andere vielleicht nicht. So denke ich, dass es für diese Fragen leider kein Patentrezeot gibt. Ich bin jedenfalls froh, dass ich eine Katze vor dem Tod gerettet habe und der anderen den Weg aus dem Tierheim ermöglicht habe.
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Ich bin leider der gleichen Meinung wie du... sehr schade für euch, aber ich glaube, es wäre wirklich kein schönes Leben für die Katze, gewöhnt oder nicht.
Beantwortet von Szyszka am 08.August 2012, 13:05 Alle Kommentare(2)
Ich habe Bekannte, die sich aus ähnlichen Überlegungen heraus zwei Katzen in die Wohnung geholt haben. Es schien den Tieren dann auch wirklich gut zu tun, wenigstens nicht allein zu sein. Der Platz- und Abwechslungsmangel ist bei ihnen allen aber spürbar. Viele kriegen "Rennanfälle" ein, zweimal am Tag, wo sie wie verrückt durch die Wohnung flitzen (und alles, was nicht niet- und nagelfest ist, wird umgerissen ^^) Eine greift auch immer mal wieder aus Langeweile und Gereiztheit (schätz ich) ihren Kollegen an, und die menschliche Katzenmama muss dann einschreiten, damit es nicht zu Verletzungen kommt.
Es ist traurig, dass man sich oft das Leben unbequemer macht, indem man Verantwortung übernimmt (andere Leute holen sich ein Tier und denken keine Sekunde darüber nach, ob das dem Tier auch gut tut). Ich finde auch für Menschen ein Büroleben nicht artgerecht.
Ich finde den Vorschlag von Maria_L sehr gut, vielleicht ist es besser, im Tierheim nachzufragen, gut möglich, dass es aus irgendeinem Grund schwer vermittelbare Tiere gibt, denen ihr das Leben tatsächlich dadurch erleichtern könnt, dass ihr sie aufnehmt. Oder euch auf ein späteres Leben mit mehr Platz und dann auch Katzen vertrösten.
Du hast um Meinungen gebeten, deshalb hab ich geschrieben; weiß nicht, obs dir weiterhilft!
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