Utopia: Die Verbrauchermacht - Unser Konsum verändert die Welt.

Kann Utopia.de einen Förderer weiterhin akzeptieren, wenn in dessen Namen der "energiepolitischen Appell" unterschrieben wurde?

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Dude fragte am 24.08.2010 um 11:17

Auf der Seite http://www.energiezukunft-fuer-deutschland.info/ kann man nachlesen, wer den "energiepolitischen Appell" unterschrieben hat, der Atom- und Kohlestrom befürwortet.

Dort steht unter anderem Kasper Rorsted (Henkel), also der Vorsitzender des Vorstands der Henkel AG & Co. KGaA und zuständig für Human Resources / Infrastructure Services.

Ist es noch tragbar, dass sich Utopia.de von solchen Firmen fördern lässt?

  • antwortete am 30.12.2010 um 23:26
    Ich stelle fest, dass mir dieses ganze Gerede um Glaubwürdigkeit so langsam auf den Keks geht.

    Wer hat hier denn schon einen ökologischen Fußabdruck, der kleiner einer Erde ist? Wer?

    Wir sind alle auf dem Weg. Und ich finde, dass es rein gar nichts bringt, sich gegenseitig zu verpetzen und auf andere zu zeigen, die vermeintlich weniger nachhaltig sind als man selbst.

    Ich finde es super, wenn sachlich aufgeklärt wird und wenn ich Hintergründe über Unternehmen erfahre, die in den Verkaufsregalen dominant vertreten sind, so dass ich besser entscheiden kann. Dazu habe ich hier bei Utopia schon sehr viel erfahren! Vor allem von engagierten Mitgliedern, aber eben über die Plattform, die durch Utopia kostenlos bereitgestellt wird.

    Ich finde es auch wichtig, darauf zu achten, nicht für irgendetwas missbraucht zu werden. Bislang habe ich mich zu keinem Zeitpunkt von Utopia missbraucht gefühlt. Die Partner-Unternehmen brauche ich ja nicht anzuklicken, wenn sie mich nicht interessieren. Dass das Geld von Firmen kommt, die nicht astrein sind, passiert ja nicht nur hier, sondern in allen Teilen der Gesellschaft.

    Wieso sollte Utopia besser sein als wir?
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      kommentierte am 31.12.2010 um 14:13
      also das sehe ich genauso wie lukita
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      kommentierte am 31.12.2010 um 17:26
      Mir geht das auch auf den Keks !
      Aber offensichtlich hat sich hier ein Trüppchen zusammengetan, das sich an Utopia festbeißen will !
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      kommentierte am 31.12.2010 um 17:35
      Für mich ist jetzt doch noch etwas dabei rumgekommen. Die Diskussion hat mich nämlich dazu motiviert, mich noch einmal mit einer grundsätzlichen Frage auseinander zu setzen: http://www.utopia.de/blog/beitrag/nachhaltiger-lebensstil2
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      kommentierte am 03.01.2011 um 09:32
      Danke, Lukita.
  • antwortete am 24.08.2010 um 13:37
    Henkel - o ja, auch so ein heißes Eisen, das wir wieder mal anpacken sollten,

    Wenn ich aber an meine beiden neulichen Versuche denke, viele Utopistinnen und Utopisten dazu zu bewegen, sich zu einer Initiative in Bezug auf den quasi "Werbe-Partner" REWE zu äußern, wette ich,

    dass sich hier keine 50 Leute deutlich dafür aussprechen, dass Utopia.de von diesem Partner zumindest ein klares Gegenstatement einfordern sollte, mit der Alternative sich von dem Partner zu trennen.

    (o ich höre schon wieder, das sei ein "Ultimatum" - dazu siehe schon was ich und andere in meiem Blog bzgl Rewe etc. auf solche Einwände geschrieben haben: http://www.utopia.de/user/muab-renielk )

    Also wollen wir wetten? Keine 50 ...
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      kommentierte am 24.08.2010 um 13:55
      Schau Dir mal die Diskussion an unter http://www.utopia.de/gruppen/forum/thema/4559 und die in diesen Beiträgen angeführten Links, die zu älteren Diskussionen führen. Henkel ist schon vor 2–3 Jahren ein Thema auf Utopia gewesen. Etliche von denen, die sich an der Kooperation Utopia-Henkel bzw. Utopia-Otto gestoßen haben, sind "inaktiv" – aus eigenem Entschluss oder weil sie angeblich oder auch tatsächlich gegen die AGB verstoßen haben.
      Nach der Lektüre dieser Texte, die ca. 2 Wochen in Anspruch nehmen dürfte, können wir gern über Sinn und Zweck von derlei Wetten sprechen… ;-)
      (Oder Du gehst über die Suchfunktion [Suchbegriff: Henkel], dann dürfte es aber länger als 2 Wochen dauern, bis Du – nach Aussieben der Zehnfachnennungen – an die relevanten Beiträge kommst. )

      Grüße,
      YouMe
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      kommentierte am 24.08.2010 um 13:59
      Guter Hinweis, YouMe, Allerdings sind seitdem formal Hunderte Neue hier. Und auch ist nicht klar, ob damals nur ein paar oder einige Hundert oder einige Tausend "inaktiv" geworden sind.

      Ich habe irgendwie den Verdacht, dass es da noch ganz andere Gründe gibt - auch wenn ich zu kurz erst hier bin um eine konkretere Hypothese zu haben
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      kommentierte am 24.08.2010 um 14:53
      Spaßhalber wette ich dagegen. Wer verliert pflanzt spätestens nächstes Jahr mindestens 10 Bäume. Einverstanden?
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      kommentierte am 24.08.2010 um 14:55
      Einverstanden. Top die Wette gilt ;.) -- Will noch jemand mitwetten?
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      kommentierte am 24.08.2010 um 16:09
      Zählt Ihr auch die Empfehlungs-/Lesenswert-Punkte? Oder nur wörtliche Stellungnahmen?
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      kommentierte am 02.09.2010 um 18:50
      In welchem zeitlichen Rahmen?
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      kommentierte am 02.09.2010 um 19:10
      Bis wann, ja, das wollte ich neulich schon nachfragen, hatte ich glatt wieder ganz vergessen. Sagen wir bis 30. September 18.oo h MESZ ?
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      kommentierte am 02.09.2010 um 19:11
      einverstanden.
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      kommentierte am 02.09.2010 um 19:17
      ok, ich spende an www.tiloo.ch etwa 20 bis 25 $, wenn muab-renielk verlieren sollte.
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      kommentierte am 02.09.2010 um 19:42
      Gut, ich sage: wenn sich weniger als 50 beteiligen, spende ich http://www.hope-net.de/ 30 €. Ich glaube zwar nicht, dass so viele zusammen kommen, aber sollten sich wider Erwarten mehr Leute beteiligen, bin ich froh, wenn nicht, profitiert HOPE e.V. davon – und das ist auch erfreulich.
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      kommentierte am 02.09.2010 um 19:51
      Weniger, als 50, und ich spende 20 $ für ActionAid ( www.actionaid.org )
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      kommentierte am 02.09.2010 um 21:00
      50 oder mehr, und ich spende umgerechnet ca 25 € an Médecins Sans Frontières (Ärzte ohne Grenzen)
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      kommentierte am 06.10.2010 um 11:04
      Es sieht so aus, dass ich die Wette verloren habe. Aber immerhin: http://www.hope-net.de hat gewonnen. :-)
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      kommentierte am 07.11.2010 um 21:39
      Hi YouMe, ja Glückwünsche für Hope zu diesem Gewinn. Eine sehr gute Sache ist dieses Projekt. Ich selber muss ja offenbar 10 Bäume pflanzen, aber auch das tu ich gern.
  • antwortete am 24.08.2010 um 13:00
    nein.
    Utopia und Henkel werden sich aber rausreden indem sie sagen, dass der Herr Rorsted nicht in seiner Eigenschaft als Henkel-Vorstandsvorsitzende unterschrieben hat, sondern als Privatperson.

    Es wäre mal interessant, ob die Anzeige wirklich privat von diesen Personen gesponsert wurde oder ob die Firmen nicht doch die Rechnung gezahlt haben.
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      kommentierte am 24.08.2010 um 14:19
      Da explizit Henkel unter dem Namen steht, kann ich mir kaum vorstellen, dass er als Privatperson unterschrieben hat. Dann hätte der Vorstandsvorsitzender schreiben können ohne Henkel zu erwähnen.

      Der Aufsichtsrat sollte ihn wegen Geschäftsschädigung zur Rede stellen.
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      kommentierte am 24.08.2010 um 15:14
      Wenn das so ist, dann ist rausreden tatsächlich schwer. Der DFB hat auf eine Protestmail wegen Bierhoffs Unterschrift nämlich genau das gesagt: Er habe als Privatperson unterschrieben und so sei die Anzeige auch angelegt.
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      kommentierte am 24.08.2010 um 15:41
      Jupp, bei Oliver Bierhoff steht Fußball-Manager. Hat also nicht direkt mit dem DFB zu tun.
  • antwortete am 24.08.2010 um 17:38
    NEIN
    von einer solchen Firma sollte Utopia sich nicht fördern lassen!!
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      kommentierte am 24.08.2010 um 18:39
      Schaut mal bitte im Team nach, da sind 16 Leutchens aufgeführt, die wahrscheinlich den lieben langen Tag dafür arbeiten, dass wir hier schreiben können - technisch überhaupt KÖNNEN! Sagen wir jeder Utopia-Mitarbeiter vom GF bis zum Assi kostet inkl. Nebenkosten 3.000 euro, dann sind das moantlich 48.000 Euro. Plus Miete, plus Kopierer, plus technik plus Server plus mal n bisschen Werbung oder sowas plus Kaffee für die Mitarbeiter plus vielleicht ein 13. Monatsgehalt oder mal eine Prämie oder eine Schwangerschaftsvertreteung oder sowas... dann kostet 1 Monat Utopia-Zauber hier doch schon mal schlankweg satte 80.000 Euro würde ich sagen, macht ne Million im Jahr. Woher soll das kommen? Okay, wenn hier jeder freiweillig etwas bezahlen würde - fein! Und natürlich wäre es uuuuunglaublich zuckersüß, wenn alle edlen und lupenreinen ökorrekten Menschen und Unternehmer, die zugleich auch noch Veganer und Verbandspräsidenten bei der Fahrradliga sind, sich zusammenschließen würden und brav ohen Erwartungshaltung und aus reinem utilitarismus hier geld bezahlen. Aber: Das leben ist kein ponyhof und wer nun den schotter locker macht dafür, dass bei Utopia die miete gezahlt wird und der server glüht, das ist mir wie ich hier vorm PC sitze und hier schreibe, eigentlich eben gerade mal wurscht.

      Aber der gedanke einer VÖLLIG freien COmmunity ist natürlich großartig. Also, die Damen und Herren, Tacheles! Hand aufs Herz, was ist Euch die Redefreiheit hier wert? Weidti, wie schauts aus? 20 Euro im Monat? 25 Euro? Dann lasst uns die Industrie zum teufel jagen aber: Dann bitte auch nicht kneifen! :-) Also, Mela, Weidti, Multicolor, ran ans Portemonnaie! Butter bei die Fisch, was wollt Ihr latzen? Was ist Euch Die "FREIHEIT" wert?

      Vermeindliche "Freiheit" von der Industrie darf ja wohl nicht dazu führen, dass die Utotia AG so frei ist und in die Insolvenz latscht. Ich bin dann mal so frei...
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      kommentierte am 24.08.2010 um 21:18
      @ Vivalavida
      Mir gefällt dieser Kommentar von dir.
      Mir war bei der Fragestellung natürlich klar, dass das Geld irgendwo herkommen muss. Sie ist bewusst provokativ, aber auch ernst gemeint. Mir geht es darum aufzurütteln und zu informieren. Denn nur wer informiert ist, kann strategisch konsumieren.
      Auch wenn Utopia.de wahrscheinlich auf das Geld von Henkel stark angewiesen ist, sehe ich die Zusammenarbeit sehr kritisch. Es wäre schön, wenn Henkel wenigstens ein Statement zu dem Engagement beim "energiepolitischen Appell" abgeben würdebzw. wenn die Redaktion Henkel so ein Statement abringen könnte.
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      kommentierte am 24.08.2010 um 21:55
      Vivalavida hat sicher wahre Punkte getroffen. Aber falls ein Partner mit zu offenbar gespaltener Zunge spricht, sind die Nachteile - z.B. in Bezug auf den Ruf Utopia's - langfristig möglicherweise größer, als die Vorteile einer solchen Partnerschaft.
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      kommentierte am 25.08.2010 um 19:00
      Ein forum alleine kostet keine 80.000 euro im monat aber nur wegen dem forum bin z.b. ich hier - und ich finde es schon recht shizophren über den eigenen, kritischen konsum etc. zu diskutieren während ein sponsor der plattform offen für atomkraft wirbt... das erinnert mich ein bisschen daran, dass taz.de lange zeit BP Werbebanner und die taz auch entsprechende werbebeilagen hatte - auf anfrage, hieß es dann immer, irgendwoher muss das geld ja kommen....nach der ölkatastrophe habe ich dann keine BP-Werbung mehr gesehen... Für mich war es damals <grund genug von einem Taz-Abo abzusehen. Es ist halt immer eine Kompromiss-Frage wie weit man (vermeintlichen) Sachzwängen nach gibt. Für mich ist es in dem Henkel-Fall nicht akzeptabel und ich würde mir zumindest eine sehr eindeutige Nachfrage seites Utopia wünschen.
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      kommentierte am 01.09.2010 um 11:11
      Theoretisch benötigt es für ein Forum keines einzigen bezahlten Jobs!

      "Mein" Drummerforum lebt von einigen wenigen Spenden (kostet mich und ein paar Andere 12,00 Euro im Jahr) und verzichtet komplett auf jegliche Werbung. Dennoch ist es inhaltlich sehr viel größer als Utopia...
      Statistik: 17 361 Mitglieder - 50 177 Themen - 830 933 Beiträge (durchschnittlich 249,08 Beiträge/Tag)

      Es bedarf natürlich einiger Leute, die als Moderatoren fungieren und ab und zu etwas Ordnung in die Sache bringen. Diese finden sich in der Regel unter den Aktiven eines Forums immer - ohne Entgelt....

      Mein eigenes kleines Sardinien-Forum kostet noch nicht mal eine kleine Spende...

      Das kann also nicht das Argument sein. Sicher gibt es Firmen die noch grenzwertig sind, Henkel ist aber eindeutig auf der anderen Seite des Limes!
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      kommentierte am 03.09.2010 um 21:16
      @Vivalavida: ich finde Deine Rechnung sehr überzeugend.
      Außerdem würde ich den Spendenaufruf höher ansetzen, Du kannst ja mal eine Woche den Parteiverkehr checken, spaßhalber durchzählen, wer hier wo punktet, kommentiert, bloggt, Fragen stellt. Da reichen 20€ mtl nicht, möcht ich mal vermuten.

      @Hannilein/Alle: das Drummerforum in Ehren und Musiker, was ganz was Tolles.
      Aber die packt alle "eine Leidenschaft". Was schafft hier Leiden?
      Ich glaub nicht, dass Community = Community ist.
      Und "strategischer Konsum" hat ja DIREKT mit Herstellern von Gütern, Dienstleistungen zu tun.
      Also MUSS doch Utopia Hersteller und Verbraucher zusammenbringen, so seh ich das.

      Beim Drummerforum haben doch ALLE irgendwo EIN Ziel: die Drums (hier gibts auch verschiedene)
      aber schau mal die Vielfalt der Themen hier an, ich finde das nicht sehr vergleichbar.
      Die Zielgruppen der Foren sind Null vergleichbar, m.E. Zielgruppe ist ja quasi JEDER Erdenbürger, egal wo der Wohnsitz ist. Bei den Trommlern isses ja ne andere Gruppe und hier ist der Ansporn, Gleichgesinnte zu finden groß.
      Wer hat denn schon wirklich einen Plan, wenn er sich auf Utopia registriert, was ihn da erwartet und wie es weitergeht?
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      kommentierte am 04.09.2010 um 13:13
      Mfazzi,

      wenn es aber so ist, wie es ist,

      dass man für ca. 50 tatsächlich Interessierte ganze 16 Mitarbeiter benötigt, die dafür sorgen, dass uns weitgehend "Werbe-Resistente", selbige stängig um die Ohren gehauen wird, bzw. im scrollbaren Bildschirm blinkt, leuchtet und flimmert,

      dann bedarf es auch Werbepartner, die mit den Interessen der beworbenen Plattform nicht viel zu tun hat - sie aber finanzieren.

      Vivalavidas oben aufgemachte Rechnung bezog sich aber auf die Schaffung einer technischen Möglichkeit hier schreiben zu können - und dafür bedarf es, wie dargestellt, nicht dieses kostenintensiven Apparates, sondern nur:

      http://www.iphpbb3.com/

      Unser Gedankenaustausch, u.s.w. könnte also genauso weiterhin (oder gar besser, wegen Übersicht) in einem kostenlosen Forum funktionieren. NUR das, was hier erreicht werden will (von wem eigentlich?), der strategische Konsum bedarf u.U. dieses hier praktizierten Marketings, mit dem sich so wenige wirklich identifizieren können.
  • antwortete am 25.08.2010 um 01:51
    Liebe Utopisten,

    auch wir haben den "Energiepolitischen Appell" gelesen und diskutiert. Es ist klar, dass wir das nicht unkommentiert hinnehmen und versuchen wollen, mit Unternehmen darüber in den Dialog zu treten. Aber auch unser Team muss kurz durchatmen und überlegen, wie wir unser Ziel, den Dialog herzustellen, am sinnvollsten erreichen. Das braucht einen Moment, bedeutet aber nicht, dass wir irgendwas "aussitzen". Im Gegenteil. Wir formulieren gerade einen offenen Brief, den wir auch zeitnah hier publizieren und an alle DAX Unternehmen verschicken werden. Also habt Geduld, wir sind aktiv.

    Nächtliche Grüße
    Stefanie
  • antwortete am 24.08.2010 um 13:01
    Das Umweltengagement von Henkel auf der einen und ein ernergiewirtschaftliches Statement auf der anderen Seite sind ja wirklich zwei paar Schuhe. Als Unternehmen schaffen sie arbeitsplätze in Deutschland, versuchen sich halbwegs gescheit zu verhalten und ihre Produkte ökologisch zu gestalten, wo möglich.
    Dass sie als großer Energieverbraucher nun nicht so fürchterlich die Lust drauf haben, vom "sicheren, verlässlichen" Atomstrom hin zu zunächst mal neuen und alternativen und vielleicht auch mit mehr aufwand verbundenen Energiequellen zu wechseln, liegt ja in der Natur der Sache. Aber an Utopias stelle, würde ich mich weiter von denen Fördern lassen. Es ist ja nun nicht so, dass Henkel die Republikaner unterstützt oder aus dem Magensaft von Pandabären Chemiewaffen herstellt *lach*
    Also, das "mittelgute Geld" von henkel weiter nehmen um hier Gutes wie Utopia auf die Beine zu stellen. Find ich ok.
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      kommentierte am 24.08.2010 um 13:42
      Energiepolitik i s t Umweltpolitik. Sag mal, hast du darüber echt bisehr noch so wenig nachgedacht?
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      kommentierte am 24.08.2010 um 14:08
      Na Leute, was erwartet Ihr? Seit realistisch! Rewe zahlt hier einen teil von Utopia, da glaubt ihr doch nicht ernsthaft, dass es geistreich ist, die hier zu bashen? *lach* Beisse nie in die Hand, die dich füttert, von daher finde ich es gut, dass Henkel ein bisshcne was abdrückt dafür, dass wir hier Utopien basteln können.
      Ich finde wir sollten jetzt nicht gerade die Feindbilder gegenüber denen aufbauen, die mit Toleranz und Budget UNS hier fördern. Sonst sterben wir in Freiheit und Schönheit aber: Ohne BUdget von Konzernen. Nur die Reformhäuser dieser Welt werden uns nicht finanzieren können :-)
    • kommentieren
      kommentierte am 24.08.2010 um 14:17
      Ich bin erschreckt über deine Haltung Vivalavida. Wir müssen von Henkel doch nicht alles akzeptieren, nur weil sie für Utopia zahlen. Das würde uns abhängig und unfrei machen. Zum Glück gibt es hier keine derartige Zensur. Wenn du ein wenig nach Henkel oder Rewe bei Utopia suchen würdest, dann könntest du feststellen, dass hier kaum einer ein Blatt vor den Mund nimmt, wenn ihm etwas an den Unternehmen nicht passt. Das ist freie Meinungsäußerung und gut so.
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      kommentierte am 24.08.2010 um 14:28
      Du musst nicht erschreckt sein! Es darf ja jeder alles sagen über Henkelprodukte wie er lust hat. Nur würde ich nicht so kategorisch sagen "Von henkel darf man sich nicht fördern lassen". hey, wer soll dann die Utopia-Redakteure zahlen? Oder den Server wo das hier alles gehostet wird?
      Nichtdestotrotz darf ja eder sagen, wenn er Persil kacke und Waschnüsse toller findet!
    • kommentieren
      kommentierte am 24.08.2010 um 15:00
      Mir geht es darum, dass wir uns von Abhängigkeiten nicht Mundtot machen lassen dürfen. Dann können wir uns die Plattform sparen.
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      kommentierte am 24.08.2010 um 16:42
      Ich weiß nicht wie ich gerade drauf komme, aber in letzter Zeit bekomme ich immer mehr das Geühl, dass die Nutzerstruktur (ich mag garnicht Utopisten sagen) sich stark hin zu überraschend unkritischen Nutzern verschiebt.. Kritischere Nutzer gehen, unkritischere kommen.
    • kommentieren
      kommentierte am 24.08.2010 um 16:53
      Ja, das sehe ich auch so. Und wie auf allen Plattformen sind da sicher auch einige Maulwürfe der Unternehmen dabei.

      Aber auch Utopia trägt nicht zur Transparenz bei, beispielsweise bekommt man keine Auskunft darüber, wieviel man für ein Firmenprofil zahlt. Nach vier erfolglosen Versuchen, eine Antwort zu bekommen habe ich es aufgegeben und muss annehmen, dass die Abhängigkeit von der Industrie immer größer wird.

      Es geht auch überhaupt nicht um Persil und Waschnüsse - es geht um die fatale Verbindung von Politik und Wirtschaft. Und wenn sich eine Plattform dem kritischen Konsum widmen will, muss Sie sauber bleiben und die Abhängigkeit von der Wirtschaft scheuen. Dann lieber nicht so viele perfekte grafiken und dafür mehr Ehrlichkeit.
    • kommentieren
      kommentierte am 24.08.2010 um 17:14
      Wenn die Frage nicht beantwortet wurde, entschuldige ich mich dafür und hole das gleich hier nach.

      Die Infos zu den Unternehmensprofilen sind auf dieser Seite: http://www.utopia.de/utopia/unsere-partner
      (dieser Link ist auf jeder Seite rechts oben und unten in der Fussleiste). Dort ist ein deutlich sichtbarer Button mit Link auf: http://www.utopia.de/userfiles/download/redaktion/utopiakooppakete.pdf
      Der Titel stimmt nicht ganz, da nicht jedes Unternehmen, das ein Profil hat, automatisch Partner ist, das wird im PDF aber klar. Dieser Bereich wird aber auch noch überarbeitet.

      Abhängigkeit von Wirtschaft:
      auch Utopia ist ein Unternehmen. Und wir bieten die Dienstleistung, dass Unternehmen mit einem Profil ihre Nachhaltigkeitsmassnahmen vorstellen können. Das kann genützt werden oder nicht. Und die Vorstellung der Unternehmen und deren Produkte kann auch gerne hinterfragt und kritisiert werden, dazu sind sie ja auch da.

      Und wenn es um kritischen Konsum geht, warum dann nicht gleich dort mit der Kritik ansetzen, wo direkte Verbesserung möglich ist? Bei den Herstellern. Und ja: wenn ich mit einem Produkt nicht zufrieden bin, kaufe ich es nicht. Wenn ich noch mehr tun will, kann ich es dem Unternehmen sagen.

      Wir bemühen uns immer um Antwort von den Unternehmen, so auch in diesem Fall. Dauert aber immer etwas, bei grossen Unternehmen werden öffentliche Statements mit verschiedenen Abteilungen abgestimmt. Das geht leider meistens nicht innerhalb ein paar Stunden.

      Ich hoffe, Deine Frage damit beantwortet zu haben, wenn nicht, frage gerne nochmal nach.

      :-) werner
    • kommentieren
      kommentierte am 24.08.2010 um 21:58
      >kleiner baum< hat völlig recht mit dem Satz: "Energiepolitik i s t Umweltpolitik"
    • kommentieren
      kommentierte am 24.08.2010 um 23:16
      Danke für die Infos - ich finde es gut, dass das nun transparenter ist - auch wenn nach oben ja alles offen ist. Angesichts der Größenordnung der Preise, scheint es mir aber ein ziemlicher Spagat zu sein, die wirtschaftliche Abhängigkeit von der inhaltlichen Abhängigkeit zu trennen. Ich bleibe skeptisch.
    • kommentieren
      kommentierte am 03.09.2010 um 21:38
      @vivalavida -mich wundert dass noch keiner hier war, der Dir beipflichtet - und ich ziehe von den 18 Lesenswertpunkten der "Guten Frage" übrigens für mich persönlich mind. 16 Stk ab (@Dude das hat nichts mit Dir persönlich zu tun, Du weißt dass ich Dich sehr schätze)
      Aber ich seh die Sache genau wie @vivalavida. Folgendes, aus'm Nähkästchen, ein Beispiel um zu veranschaulichen, dass es OHNE Zaster nicht geht und dass ich mich aber auch nicht davor verschließen MUSS, dass AUCH Gutes getan wird "obwohl" das Unternehmen "in irgendeiner Weise (umweltengagement etc) verbesserungsfähig" ist...:

      Der Hauptsponsor unseres letzten Projekts (Netzwerk Kinderfreundliche Stadt e.V.) war REWE Märkte in Fürth. Das kann ich hier offen sagen. Sie haben uns großartig unterstützt. Wir sind sehr dankbar (und ich sag hier übrigens auch noch, dass ich das Engagement von Herrn Ritter/siehe Magazin Interview kürzlich) gut finde und ihm keinen Leserbrief geschrieben hätte.
      http://nwkfs.de/index.php?entenrennen-20101

      Ich schäme mich nicht dafür, dass REWE uns unterstützt hat, im Gegenteil.
      DLRG (Rettungsschwimmer) und THW haben uns zum Nulltarif unterstützt und es waren wirklich viele, viele Helfer. Alle in der Freizeit, an einem Sonntag. Wir haben auch umsonst gearbeitet, Ehrenamt halt.
      Wer von euch macht umsonst ehrenamtlich was bei Utopia?

      lasst es mich nochmal sagen: wir haben ein tolles Projekt für Kinder, Familien auf die Beine gestellt und .
      ich bin ehrlich gesagt schockiert, dass hier eine Haltung eingenommen wird "von denen darf man sich nichts geben lassen".

      Das trifft analog für mich auf die HENKELs und Konsorten zu.
      JA, Utopia ist im stetigen Dialog, aber hallo, bitte mal 'n bisschen auf die Bremse.

      Also ICH kann niemanden sponsern. Würde gern. Nix geht. Dass Utopia mich (uns alle) noch nicht gefragt hat, ob ich einen monatlichen Beitrag bezahle, darüber bin ich ehrlich gesagt, sehr sehr froh.

      Leute, Geld stinkt nicht.
      Und Kritik ist hier schon (!) immer erwünscht, aber es muss auch 'n bissl "realistisch" sein und umsetzbar. Wenn alle Utopia Sponsoren von Montag auf Dienstag wegfallen, was dann?

      Aber Unternehmen können doch nicht einfach von Montag auf Dienstag "agieren". Kein Unternehmen kann das. Noch nicht mal eine Privatperson agiert immer mal von heut auf morgen, bissl zeitlichen Korridor zum Agieren braucht jeder. Seid n bissl geduldig. Gemeckert werden, darf ja..

      Und wer von uns zieht aber los zu allen Reformhäusern (überspitzt) und fragt nach Sponsoring für Utopia weil alle bisherigen Sponsoren abgesprungen sind?
    • kommentieren
      kommentierte am 06.12.2010 um 14:42
      Ich finde was z.B. Dude sagt, überzeugender, als was z.B. vivalavida sagt. Danke aber Werner für die Infos! Darüber hinaus: Das Problem mit Finanzierung durch Rewe Henkel und andere wäre vielleicht sehr entschärft, wenn nicht diese Unternehmen dadurch vielleicht ein Image erhalten, dass vielleicht unangemessen ist, auch wenn sie schon einige Schritte in die richtige Richtung getan haben, die natürlich erfreulich sind, aber eben noch vieler weiterer Schritte bedürfen, und das nicht erst am Sanktnimmerleinstag.
    • kommentieren
      kommentierte am 06.12.2010 um 15:05
      @mfazzi: Du kannst doch nicht eine Plattform für strategischen Konsum mit eurer Intitative vergleichen. Bei euch gab es auch keine Interessenkonflikte zwischen Sponsor und eurem Ziel, hier schon.

      Ich hätte auch gar nicht so wirklich ein Problem mit Werbung von Henkel hier, solange weiter kritisch über Henkel diskutiert und am besten auch redaktionell berichtet wird, wenn was ansteht. Wie z.b. Henkels hier viel gelobter "kleiner Schritt", die Pseudo-Öko-Reinigungsmittel-Serie, deren Produkte Palmöl aus Monokulturen enthalten, gesiegelt mit dem von fast allen echten NGOs bis auf dem Otto-nahen WWF stark kritisierten aussagefreien RSPO-Siegel. Ökobilanz: schlechter als konventionelle Alternativen aus Erdöl! Das nenne ich Greenwashing!

      Weils hier schon angesprochen wurde: die taz hat - trotz BP-Werbung - immer kritisch und eigentlich nie was positives über BP berichtet!

      Mich stört eigentlich nur die Utopia-Partnerschaft, mit der ja bislang immer auch einher geht, dass der Partner von vermeintlich unabhängiger Seite (utopia) gelobt wird. Ich sehe dafür bei Henkel leider einfach überhaupt keinen Anlass.
      Arbeitsplätze in D sind auch keiner, denn erstens sind Arbeitsplätze und erst recht vernünftig bezahlte anderswo noch viel mehr gebraucht als in einem so reichen Land wie dem unseren und zweitens können wir doch wohl nicht umweltschädliche und die Entwicklungsmöglichkeiten von Ländern des Südens einschränkende Produkte, die keiner braucht, produzieren, nur damit es hier mehr Arbeitsplätze gibt.
      Dafür gibts sinnvollere Konzepte, wie z.b. eine allgemeine Arbeitszeitverkürzung. Viele EU-Länder haben geringere Regelarbeitszeiten als wir!
  • antwortete am 06.12.2010 um 14:02
    Just hat jemand dieser Frage einen Empfehlungspunkt gegeben. So bin ich darauf gestoßen.
    Darf man mal höflich nachfragen, was aus dieser Sache geworden ist?
  • antwortete am 25.08.2010 um 01:15
    ich denke, utopia hat henkel nicht nötig, vielleicht nur finanziell. was natürlich ein gewichtiges argument ist. money makes the world go round. aber authentischer wäre das hier ohne unternehmen wie henkel.
    da ich minimalist bin, möchte ich den kommentar von youme zitieren, der utopia´s politik der kleinen schritte zum thema hat. es wird ja von der redaktion immer betont, ein wenig änderung bei den großen sei schon sehr viel wert. aber so kröten wie den "energiepolitischen appell" muß man dann auch schlucken? anscheinend, nach utopia-logik.
    hier das zitat von youme´s kommentar bezüglich meines blogs inaktiver benutzer anke:
    ...das ist halt das problem mit der "politik der kleinen schritte": die grenzen zwischen noch vertretbarem und nicht mehr vertretbarem sind fließend; was für den einen im rahmen des nachhaltigkeitsgedankens förderungswürdig scheint, ist für den anderen greenwashing... zitat ende
    henkel hat schon lange ein problem mit seiner glaubwürdigkeit, nicht erst seitdem hier darüber diskutiert wird. und etliche utopisten sind dieser diskussion zum opfer gefallen, indem ihre benutzerprofile gelöscht , sprich, sie von dieser plattform entfernt wurden. also obacht, ein heikles thema.
    hier noch mal die KIK-diskussion, auch wenn das ganze ein betriebsunfall war, wird die henkel-geschichte in diesem zusammenhang recht interessant.
    http://www.utopia.de/blog/beitrag/anke-g-inaktiver-benutzer
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      kommentierte am 25.08.2010 um 08:42
      Bei der ganzen Diskussion bitte nicht vergessen wer hier wen braucht. Henkel verkauft doch nicht 1 persil- Packung weniger wenn sie die Unterstützung von Utopia bleiben lassen. Also braucht Utopia wohl eher die werbegelder von Henkel.
  • antwortete am 25.08.2010 um 15:16
    Ich weiss nicht, wem Henkel alles Geld gibt, aber ich gebe mein Geld nicht mehr an Henkel. Auch die "nostalgische weiße Frau" musste raus aus meinen Räumen - basta!
  • antwortete am 25.08.2010 um 20:26
    mit basta-ist ja auch nix zu erreichen.Den Dialog den Utopia mi tHenkel sucht ist der richtigen Weg. Offener Briefe eher nicht. Wenn alles nur in Frage gestellt wird bezw. abgelehnt wird ,sollten wir gleich immer sagen: Piep, piep, piep, wir haben uns alle lieb. Das ist genauso albern und verlogen .........
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      kommentierte am 25.08.2010 um 20:32
      Es geht nicht darum "alles nur in Frage zu stellen", sondern nur einiges. Die Frage nach Grenzen zu stellen, ist nicht albern etc., wo immer eine/r dann entscheidet, wo diese Grenzen liegen.
  • antwortete am 01.09.2010 um 11:22
    Wenn sich Herr Rorsted dem Dialog hier stellt, vielleicht.

    Ansonsten sollte sich Utopia überlegen ob man mit solch einem Partner noch glaubwürdig ist.
  • antwortete am 02.09.2010 um 19:37
    Henkel - das Unternehmen kenne ich nicht. Scheint bei Euch in Deutschland bekannt zu sein. Ich werde mich erst noch genauer informieren.

    Späterer Nachtrag: Nachdem ich etwas darüber gelesen habe erinnere ich mich, schon früher davon gehört zu haben. Mein aktueller Standpunkt ist : Ein deutliches glaubwürdiges Statement von Henkel oder eine Trennung von Utopia.
  • antwortete am 02.09.2010 um 20:58
    Henkel sollte dazu deutlich distanzierend stellung nehmen, oder sonst sollte Utopia die Konsequenz ziehen, die Dude vorschlägt, finde ich.
  • antwortete am 03.09.2010 um 17:01
    Für mich ist Henkel kein glaubwürdiger Förderer von utopia. Die Diskussion um Palmöl hier auf utopia mit dem Brandmanager von Terra Activ hat das gezeigt. Im Übrigen empfehle ich noch die Lektüre des Abschnittes "Kritik" im Wikipedia-Eintrag von Henkel: http://de.wikipedia.org/wiki/Henkel_%28Konzern%29#Kritik
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      kommentierte am 10.12.2010 um 20:28
      Für mich auch nicht. Allerdings sieht es so aus, als würde das Thema hier nicht so gerne wieder aufgegriffen.
      Was ist denn nun aus der Utopia-Henkel-Connection geworden? Gibt es irgendwelche relevanten Ergebnisse?

Sie haben eine passende Antwort? Dann immer her damit!

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