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Alles zum Thema: Ernährung & Gesundheit
  • Simon Reichel

    Ist vergammeln Lassen ökologischer als Einfrieren?

    Ist es in einem zwei Personen Haushalt ökologischer, regelmäßig anfallende Speisereste verderben zu lassen und dafür kein Gefrierfach zu haben?

    Ist finde ich eine sehr schwere Frage, hängt natürlich auch von vielen Variablen ab. Aber so ganz generell? Was denkt ihr?

    Gefragt von
    Simon Reichel
    am 10.August 2012, 15:43 | 15 Antworten

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  • bastler

    @Simon "... wie man das aufrechnen kann und was sich dabei ergibt."

    ein überschlägiger Vergleich ist recht unkompliziert, indem Du einfach einen CO2-Rechner wie z.B. den vom UBA ein bißchen zweckentfremdest ( http://uba.klimaktiv-co2-rechner.de/de_DE/page/ ).
    Beim Start des CO2-Rechners wählst Du die Berechnung für einen 2-Personen-Haushalt, gehst dann in die Rubrik "Strom" und trägst den geschätzten jährlichen Stromverbrauch der Kühl-/Gefrierkombination ein (bei einem A+++ Gerät ca. 120 kWh, wenn ich micht recht entsinne).
    In der Rubrik "Ernährung" kannst Du es entweder bei den Vorgabewerten (für den deutschen Durchschnittskonsumenten) belassen oder Deine persönlichen Werte eingeben, die ich aber natürlich nicht kenne, sodaß ich für mein Rechenbeispiel die Durchschnittswerte genommen habe. Sportliche Betätigung und körperliche Arbeit führen hier z.B. zu höheren Werten.

    In der Übersichtstabelle erscheinen nun folgende Ergebnisse für den CO2-Ausstoß:
    0,08 Tonnen CO2 für den Kühlschrank,
    2,7 Tonnen für die Ernährung.

    Würden z.B. 10% an vergammelten, weil ungekühlten Nahrungsmitteln weggeworfen, entpräche dies ca. 2,7 t * 10% = 0,27 Tonnen an zusätzlichem CO2-Ausstoß (unter der Annahme, daß die 10% ersetzt werden müssen, denn es wird ja nicht weniger gegessen oder getrunken, weil etwas weggeworfen wird).
    Jetzt kann man den CO2-Ausstoß des Kühlschranks noch etwas aufrunden, da Herstellung und Entsorgung ja ebenfalls berücksichtigt werden sollten. Schlagen wir also noch 30% auf die 0,08 t drauf, sind es 0,11 Tonnen CO2, die der Kühlschrank jährlich verursacht.

    Die 10% vergammelten Lebensmittel verursachen also mit ihren 0,27 Tonnen den 2½ - fachen CO2-Ausstoß im Vergleich zum Kühlschrank, der es nur auf 0,11 Tonnen bringt.

    Beantwortet von bastler am 10.August 2012, 22:05
    • bastler

      @Raphael8 schrieb: "das stimmt so nicht ganz, ich kann zwar keine zahlen nennen, aber wenn man...mehr

      bastler am 21.August 2012, 00:46
    • bastler

      @ethedi: danke für den Hinweis. Allerdings gehe ich davon aus, daß der vom UBA angerechnete CO2-...mehr

      bastler am 21.August 2012, 00:27
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  • Bada

    Am sinnvollsten ist es doch, nur soviel zu kochen oder einzukaufen, wie verzehrt wird :-))

    Das klappt bei uns - 2 Pers.Haushalt - ausgezeichnet.! Und ist der Hunger mal größer als das gekochte Angebot, gibt es zum Nachtisch Obst oder ein Brot. Bei uns werden somit keine Lebensmittel weggeworfen.
    Bleiben Reste übrig, werden die an nächsten Tag mit eingeplant und verwertet.

    Diese Methode spart auch sehr viel an überflüssigem "Hüftgold":

    Beantwortet von Bada am 10.August 2012, 16:26
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  • Christoph Burtscher

    Nachfrage: Esst ihr wirklich so oft den Teller nicht leer? :)

    Also ich seh's so. Wenn ihr noch kein Gefrierfach habt, dann solltet ihr euch auch nicht extra eins anschaffen, sondern lieber beim Anfallen der Essensreste schauen, wo es noch sinnvolle Möglichkeiten gibt, Dinge zu verwerten. Übrig gebliebenes Brot ist ja z.B. oft nicht vergammelt. sondern einfach nur hart. Da kann man dann Brotsuppe, Salat-Croutons und vieles mehr draus machen.

    Schwieriger wirds natürlich, wenn man ein großes Abendessen kocht und Reste übrig bleiben. Aber auch im normalen Kühlschrank ohne Gefrierfach sollten die sich ja ein paar Tage halten.

    Beantwortet von Christoph Burtscher am 10.August 2012, 16:30
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  • Maria_L

    Ökologischer ist vielleicht vergammlen lassen, aber moralischer und mit Sicherheit weniger blöde ist eingefrieren.
    (Sorry, ich finde das schon fast eine blöde Frage...auf den ersten Blick )

    Wenn man nur noch beste Lebensmittel mit hoher Wertigkeit kauft oder gar selbst anbaut, dann ist es einfach undenkbar, etwas vergammeln zu lassen.

    Aber ohne den Garten würden wir es auch im Zweipersonenhaushalt ohne Gefriere schaffen, (fast) nichts vergammeln zu lassen.
    (Wir sind allerdings auch gute, schnelle, fleißige und seeeeehr effiziente Esser ;-))

    Beantwortet von Maria_L am 10.August 2012, 16:14
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  • Robinson

    Bei regelmäßig anfallen Resten stimmt etwas am Management nicht, entweder beim Einkauf, Kochen/Zubereiten oder Aufessen. :-)

    Essensreste kalt stellen bedeutet ja nicht elektronisch kühlen.

    Beantwortet von Robinson am 10.August 2012, 20:42
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  • chily

    Habt ihr Ökostrom? Wenn nein, wechseln! Wenn ja, plädiere ich stark für einfrieren, denn Ökostrom hat die Umwelt sehr wenig geschädigt.
    Täglich kleinere Mengen einkaufen muss nicht teurer sein als Großpackungen, von denen man dann die Hälfte wegwirft. Und ehrlich gesagt, ich glaube, es geht schon immer ein bisschen um Prioritäten, oder? Ich bin auch Studentin und die Umwelt/die bei der Herstellung beteiligten Menschen/meine Gesundheit sind mir die allabendlichen Biomarkteinkäufe wert - dafür kaufe ich selten Kleidung und trinke abends keine teuren Cocktails.

    Beantwortet von chily am 10.August 2012, 16:54
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  • Bewusst-einkaufen

    Ich koche immer die 2-3fache Menge Fleisch und gefriere es ein. So habe ich nur 1 mal die Stromkosten für den Herd. Aber ich weiß, Fleischfresser sind eh verpönt hier. Aber auch Gemüse wird kurz blanchiert und eingefroren. Ebenso Beeren, Kirschen und Pflaumen. Dann muß man keine Konserven kaufen. Für Gartenbesitzer ist es glaube ich unerlässlich, eine Gefriertruhe zu haben.

    Beantwortet von Bewusst-einkaufen am 16.August 2012, 23:18
    • juwolf

      Also, Fleisch-Esser sind hier nicht verpönt, sondern nur in der Minderheit. Auch ich esse Fleisch,...mehr

      juwolf am 17.August 2012, 12:41
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  • Hannilein

    Selbstverständlich ist das Einfrieren erst einmal die ökologischere Variante!


    ABER: wenn ein Haushalt es geschafft hat, bisher ohne Gefrierfach auszukommen, dann sollte er möglichst bei dieser sparsameren Möglichkeit bleiben.

    Denn heute hat praktisch jeder, der Gefrierkost gelegentlich benötigt, seine von 8:00 - 22:00 zugängliche Gefriertruhe in der der näheren Umgebung stehen. Mit der Zeit sammelt sich dann vorrangig das TK-Zeug an.

    Wir essen das Meiste am nächsten Mittag - dafür bedarf es keines Frostes. Und das was in der (leider vorhandenen) Tiefkühl-Truhe landet, geht oft vergessen. Nach einem Jahr wird es dann wieder entdeckt und manchmal mit oder weniger großer Lust gegessen - manchmal auch nicht...


    Auf meiner Insel haben wir ein sehr kleines TK-Fach. Zur Ankunft ist es leider sehr klein, man kann nur wenig Mitgebrachtes verstauen. Aber mit der Zeit ist dann kaum noch etwas drin - es geht also auch ohne...

    Beantwortet von Hannilein am 13.August 2012, 16:03
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  • Wollmütze

    Ökologischer ist ein schönes Resteessen.
    Was macht ihr sonst mit "regelmäßig anfallenden Speiseresten"?
    Irgendwann ist auch das größte Gefrierfach voll.
    Klingt irgendwie nach einer Fangfrage.

    Beantwortet von Wollmütze am 10.August 2012, 16:24
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  • Tulpenzwiebel

    Ich versuche halt wirklich, übrig gebliebens Essen bereits am nächsten Tag zu verbrauchen. Da ich nicht sehr viel koche, geht das meistens doch noch auf und ich muss nichts wegschemeißen. Denn Eingerorenens Essen vergesse ich leider immer im TK Fach, und muss es dann doch ncoh wegschmeißen..

    Beantwortet von Tulpenzwiebel am 17.August 2012, 15:26
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