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zurück zur Frage „Ist Vegetarismus inkonsequent? Und erfordert Veganismus zu...“

lukita

Hier hat sich eine Bloggerin mit der Frage: "Und? Geht´s dir jetzt besser?" auseinandergesetzt:
http://einfachveganleben.blogspot.de/2012/07/und-gehts-dir-jetzt-besser.html

Es kommt dort eine stattliche Liste mit positiven Veränderungen durch die Umstellung auf eine vegane Lebensweise zusammen, die auch durch Kommentare ergänzt wird.

Antwort von lukita am 07.August 2012, 21:48 Auf die Frage „Ist Vegetarismus inkonsequent? Und erfordert Veganismus zu...“ von Peggy1210 am 07.August 2012, 16:02

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  • Peggy1210

    Eine wirklich interessante Liste mit schönen Veränderungen. Dass beir mir bestimmt die Hälfte der Punkte zutrifft, obwohl ich kein Veganer bin, beruhigt mich irgendwie und zeigt mir, dass ich auf dem richtigen Weg bin. Danke für den Link!

    Kommentiert von Peggy1210 am 08.August 2012, 00:43
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  • Pfotentier

    Hallo Peggy,

    das meiste wurde hier schon gesagt und an der Debatte, was nun gesünder ist, will ich mich gar nicht beteiligen (ich würde mich auch vegan ernähren, wenn es ungesünder wäre). Ich kann nur von meinem Standpunkt aus berichten, dass ich nicht das Gefühl habe, sonderlich eingeschränkt zu sein - zumindest nicht in Deutschland und Westeuropa (in einigen Ländern sieht das schon anders aus, aber wie oft ist man denn unterwegs). Ich benötigte ca. ein bis zwei Monate und die ehrenamtliche Hilfe eines Veggie-Guides (findet man im Inet über den Postleitzahlenbereich), bis ich genau so fix einkaufte wie zuvor und alle Produkte "ausgetauscht" waren, der automatische Griff beim Rewe also zum Alpo-Sojajoghurt geht und nicht mehr zum Kuhmilchjoghurt etc. Deine Frage, ob Veganismus zu viel Zeit und Mühe beansprucht, kann ich also verneinen: auch ich hatte (zugegebenermaßen) irgendwie Angst, bin dann aber ins kalte Wasser gesprungen und bekam ja auch Hilfe durch besagten Guide. Man tüftelt in den ersten Wochen herum, aber das ist ungemein spannend! Ich wusste als Vegetarierin z.B. nicht, dass es extrem schwierig ist, an vegetarischen Käse heranzukommen, da meistens Lab aus Kälbermagen darin ist. Habe mir immer die Pizza Margharita bestellt und dachte, die ist dann vegetarisch. Die Lab-Problematik habe ich zufällig als Veganerin kennengelernt und konnte nun die Vegetarier in meinem Umfeld warnen. Man beschäftigt sich eben mal mit seinem Essen und findet so viel heraus. Es ist wirklich interessant und nicht mühsam oder so! Enttäuschungen gibt es zwar, wenn man mal nichts tolles in einem Restaurant findet, aber oft gibt es auch tolle positive Überraschungen und man sucht sich eben Restaurants heraus, die für jeden etwas bieten (in HH gibt es ein Restaurant, welches täglich ein veganes, ein vegetarisches und ein omnivores Mahl anbietet). Du musst wirklich keine Angst haben, es gibt sich mit der Zeit und dann fragst du dich, warum du den Schritt nicht früher gegangen bist. Sogar mein Freund, vor einem Jahr noch omnivor, sagt mittlerweile von sich, dass er seinen Schritt zum Veganismus nicht als Verzicht betrachtet (als ich damals von vegetarisch auf vegan umstieg, bekam er regelrecht Panik, ich würde nun nichts mehr essen - kurze Zeit später folgte er). Es ist ja nur ein austauschen, kein verzichten. Tu es einfach und such dir Hilfe, wenn es nicht klappt! Und wenn du "Rückfälle" hast, ist das eben so.
    Zum gesundheitlichen Aspekt noch etwas unwissenschaftliches, nur meine persönliche Erfahrung: ich hatte jahrelang gespaltene Fingernägel. Sie splitterten ab, egal, was ich tat. Nagellack konnte man knicken und es sah immer schrecklich aus! Biotin, Speziallack aus der Apotheke und Kieselerde en masse halfen nicht. Ich gab auf. Nach meinem Umstieg auf vegan vergingen ein paar Monate - und seitdem splittern sie nicht mehr! Mir fiel das eher zufällig auf und nun muss ich sie tatsächlich sogar SCHNEIDEN ;) Auch meine sportlichen Leistungen haben sich verbessert. Ich persönlich vertrage die Ernährung also sehr gut.
    Etwas noch zum Abschluss: der Unterschied zum Vegetarismus besteht für mich nicht zuletzt auch darin, dass Veganismus nicht nur Ernährung, sondern ein ganzer Lebensstil ist. Vegetarismus endete für mich nach dem Essen. Ich habe zwar nie Pelz getragen, aber Leder, Wolle und Seide. Das ist nun vorbei, seitdem ich weiß, dass Leder kein Abfallprodukt ist (auch dann würde ich es nicht mehr wollen), welche Qual Wolle bedeutet und wie Seide entsteht (ich war in einer Fabrik). Das kann einen anfangs überfordern. Ich habe das aber so gelöst, dass ich beim Essen angefangen habe und dann nach und nach alles ausgeweitet habe. Die alten Ledersachen habe ich noch getragen, bis sie hinüber waren, manche verschenken sie auch sofort. Nun kaufe ich mir halt vegane "Leder"stiefel z.B. von Vegetarian Shoes, da ich den Look mag. Teurer sind die auch nicht. Also step by step, eins nach dem anderen und bloß keinen Stress machen. Ich bin seit etwas über einem Jahr dabei und lerne noch immer dazu. Sehr dabei geholfen hat mir eine lokale Veggie-Gruppe, zusammen macht sowas einfach mehr Spaß.

    Ich wünsche dir viel Glück auf deinem Weg. Du machst das schon:)

    Kommentiert von Pfotentier am 15.August 2012, 20:45
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