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Alles zum Thema: Energie & Klima
  • majia

    Ist es wirklich billiger weil stromsparender, wenn ich erst nach 22 Uhr Wäsche wasche oder die Spülmaschine anstelle?

    Ich habe gehört, dass es seit diesem Jahr wieder eine Hoch- und Niedrigverbrauchzeit geben soll. Soll heißen, dass es besser ist, bestimmte Geräte erst nach 22 Uhr zu benutzen, da sie da weniger Strom verbrauchen. Stimmt das?

    Gefragt von
    majia
    am 30.Januar 2011, 14:03 | 8 Antworten

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  • petermieze

    Hallo majia,

    der Stromverbrauch eines elektrischen Geräts ist nicht abhängig von der Tageszeit.
    Ein Gerät nachts einzuschalten wird nur dann billiger, wenn man einen Doppeltarifzähler hat.
    Das ist ein Zähler der getrennt anzeigt wieviel Strom tagsüber und wieviel Strom nachts verbraucht wurde.

    Auch wenn es persönlich keinen Vorteil bringt, ist es trotzdem sinnvoll elektrische Geräte mit hohem Verbrauch (Waschmaschine, Spülmaschine) nachts einzuschalten, weil dadurch die Stromspitze für das E-Werk geringer ausfällt. Das heißt, es muß weniger teurer Spitzenlaststrom erzeugt werden.

    Beantwortet von petermieze am 30.Januar 2011, 14:20
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  • Wollmütze

    Ja, das Thema ist momentan wieder in Mode.
    Grund ist, daß die Atomkraftwerke und Kohlekraftwerke enorm schlecht regelbar sind, und der Strombedarf, gerade in der Nacht niedriger ist als am Tag. In den 1980er Jahren gab es dafür die Nachtspeicheröfen, welche heutzutage nicht mehr erlaubt sind, nun wird ein Ersatz dafür gebraucht. Gleichzeitig soll die Praxis zementiert und der Strombedarf für die Nacht hochgeschraubt werden um die Argumente gegen Solar und Windkraftwerke aufrechtzuerhalten.

    Beantwortet von Wollmütze am 31.Januar 2011, 08:52
    • Hannilein

      Nicht ganz. Erst ab 2019 sind die Nachtspeicheröfen verboten und im 1/2-Fam.-Haus dann immer...mehr

      Hannilein am 01.Februar 2011, 08:07
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  • Robinson

    Bedenkt man das Stromsee-Modell und möchte ökologisch (produzierten) Strom verbrauchen, müsste man im Grunde DANN Strom abnehmen, sobald mit hoher Wahrscheinlichkeit Ökostrom produziert wird. Um auf diese Weise die umweltfreundliche Produktion zu fördern. Ist das nachts um 22 Uhr ? Mein Stommix ist z.Zt. zur fast 100 Prozent aus Wasserkraft. Fließt nachts um 22 Uhr das Wasser schneller ? Vielleicht, ich weiß es nicht.
    http://www.greenpeace-energy.de/oekostrom/strommix.html

    Sparen tue ich lieber 24 Stunden rund um die Uhr. Sollte ich meinem lokalen Anbieterkonkurrenten (Atomstrompartizipanten) den Gefallen tun und durch MEIN VERHALTEN helfen, AKWs optimal ausnutzen ? Im Gegenteil, auch dies könnte eine Form des Protestes sein, zwar eine gewagte These, jedoch diskussionswürdig. Lieber wären mit 1 Million BHKW, die man tatsächlich bedarfsgerecht steuert. Und nicht Restexemplare von AKW-Dinosaurieren, denen ich Sterbehilfe leiste(n muss).

    Haben wir die Notwendigkeiten der Stromnetz-Architektur endlich hinter uns gelassen, würde die Entwicklung von Technologien nachhaltiger Energiespeicherung Früchte tragen können. Bis es soweit ist, bestimmen die Altlasten scheinbar unser Denken bis hin zum Zeitpunkt, wann wir welches Gerät einschalten dürfen oder sollen.

    Beantwortet von Robinson am 01.Februar 2011, 11:56
    • Robinson

      Öffentlich zugängliche, zusammengefasste Quellen (bundesweit) für solch eine minuten-/stunden-...mehr

      Robinson am 02.Februar 2011, 12:27
    • just

      Robinson, der Aspekt ist in der Tat diskussionswürdig und ich würde mich freuen, wenn sich hier...mehr

      just am 02.Februar 2011, 10:56
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  • luas

    Wenn Du nicht weißt, ob Du einen tageszeitabhängigen Tarif hast, hast Du höchstwahrscheinlich keinen :) Insofern ist es zwar sehr begrüßenswert, monetär aber ohne jegliche Auswirkung, wenn Du bevorzugt abends Strom verbrauchst.

    Die Frage ist aber trotzdem gut, denn:
    " Ab dem Jahr 2011 ist vom Staat vorgeschrieben, dass die Stromanbieter variable Strompreise anbieten (EnWG § 40,3)." (Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Strompreis)

    Seltsam nur, dass sich bei keinem der Ökostromanbieter bisher ein Hinweis auf einen solchen Tarif findet. Und in einem Dokument "Eckpunkte zur EnWG-Novelle 2011" (http://www.bmwi.de/BMWi/Redaktion/PDF/E/eckpunkte-enwg-novelle,property=pdf,bereich=bmwi,sprache=de,rwb=true.pdf) stehen zu diesem Thema auf einmal ganz viele Konjunktive.

    Jetzt habe ich zwar Deine Frage beantwortet, bin aber selbst etwas verwirrt. Weiß jemand mehr?

    Beantwortet von luas am 02.Februar 2011, 22:44
    • luas

      So, Schönau schreibt zum Thema: Ihre Frage bezüglich eines Tag- und Nachtstromtarifes:...mehr

      luas am 08.Februar 2011, 19:36
    • luas

      Prompt hab' ich's heute wieder in der Zeitung gelesen. "Ab 2011 sind die Stromanbieter verpflichtet....mehr

      luas am 04.Februar 2011, 00:30
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  • Molzen

    Zitat: "Soll heißen, dass es besser ist, bestimmte Geräte erst nach 22 Uhr zu benutzen, da sie da weniger Strom verbrauchen. "
    Korrekt, wie es Peter und Idealistin beschreiben: Die Leistungsaufnahme Deiner Geräte ist dieselbe, damit auch der Verbrauch pro Zeiteinheit, völlig unabhängig von der Tageszeit.
    "Hochverbrauchszeit / Niedrigverbrauchszeit" scheint mir ein Mißverständnis. Die Summe aller Verbraucher mittags ist größer als die Summe der Verbraucher um Mitternacht (klar: nachts schlafen die Leute und arbeiten und kochen nicht). Das ist mit den Hoch- / Niedrigverbrauchszeiten gemeint.
    Es lassen sich auch die Wörter Spitzenlastzeit und Niedriglastzeit einsetzen, was etwas deutlicher wäre.

    Molzen

    @Just: Habt ihr etwa alle schon seit 5 jahren Smart-Meter? Das wär ja was...

    Beantwortet von Molzen am 04.Februar 2011, 21:22
    • just

      Nee, Molzen, der Stromversorger bemüht sich (wir sind so'ne Art Modellstadt), kriegt es aber nicht...mehr

      just am 05.Februar 2011, 10:10
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  • Idealistin

    Hallo majia,

    nein, der Stromverbrauch eines Gerätes bleibt unabhängig von der Tageszeit konstant. 200Watt bleiben 200 Watt. Der Preisunterschied liegt, darin,, dass Nachts die Netzte nicht voll ausgelastet sind und deshalb Angebote gemacht werden, mit einem extra angebrachten zweiten Stromzähler zu bestimmten Zeiten kostengünstiger Strom zu beziehen, umso freie Kapazitäten für den Tagesstrom zu schaffen. Der Stromversorger hat in der Regel ab welchen Verbrauch es sich für einen Privathaushalt lohnt, nachts zu Waschen, kochen ect. , denn unter Umständen verändert sich die monatliche Grundgebühr. Das sollte man sich gut ausrechnen lassen und obendrein- wer wäscht muss auch Wach bleiben – mein Ding wäre es nicht ;-)

    Liebe Grüße
    Idealistin

    Beantwortet von Idealistin am 04.Februar 2011, 21:03
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  • Mario_Sedlak

    Ja, in der Nacht einschalten spart Strom - weil nämlich die Pumpspeicherkraftwerke dann weniger pumpen müssen, und dabei gehen min. 20% des Stroms verloren. Beim Einschalten zu Zeiten der Spitzenlast kommt der Strom zum Teil aus solchen mit Verlust gespeicherten Stromüberschüssen. Außerdem erhöht jeder weitere Verbraucher während der Spitzenlast die Netzverluste überproportional.

    Beantwortet von Mario_Sedlak am 02.Februar, 21:21
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  • just

    Meine Waschmaschine steht im Keller, darum kann ich sie auch am späten Abend starten, meine Spülmaschine lasse ich, wenn es auskommt, am Wochenende laufen oder am späten Abend.
    Das mit Solar verstehe ich, aber Wind weht doch auch nachts und Wasser fließt dann auch, oder?
    Ich bin in einer Klimainitiative aktiv und wir hatten letztens einen Vortrag von einer Expertin unseres Stromversorgers (also dem der meisten in der Stadt, ich und fast alle in der Runde sind bereits gewechselt) und sie hielt uns einen Vortrag über eben dieses Problem. Sie sucht nun Probanden, die an einem Modellversuch teilnehmen möchten: Man bekommt am Abend vorher die Preise für den nächsten Tag (6, 12, 18 Uhr sollen die Spitzenzeiten sein und kosten dann bspw. 40 ct., nachts nur 10 ct.) und versucht, die Stromrechnung möglichst niedrig zu halten. Der Clou bei diesem Modellversuch ist, daß man die Ersparnis angerechnet bekommt, die höheren Preise allerdings nicht. Man würde - natürlich, sonst gehts ja nicht - auch einen Smart Meter installiert bekommen - wobei ich mir gerade die Frage stelle, ob ich nach Abschluß des Modellversuchs die höheren Kosten für diesen Smart meter tragen müßte oder wieder meinen alten Stromzähler installiert bekäme.
    Nun ja, bei uns war sie nicht so erfolgreich, weil wir auch mehrheitlich unter den von ihr veranschlagten Verbräuchen lagen und sowieso andere Versorger haben. Bemerkung aus der Runde: "Sie kommen mindestens 5 Jahre zu spät" :-)

    Beantwortet von just am 31.Januar 2011, 10:40
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