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  • Hinsuluete

    Ist es euch wichtig zu wissen, woher euer Ökostrom genau kommt? Aus welchem Kraftwerk etc.

    Ich würde gerne zu einem Ökostrom Anbieter wechseln, finde das Thema aber, um so mehr ich darüber lese, immer verwirrender. Ist es euch wichtig zu wissen, wo euer Ökostrom herkommt? Ich finde das bei den meisten Anbietern unzureichend beantwortet. Ich habe auch schon viel über RECS Zertifikate gelesen und bin jetzt noch unentschlossener, welcher Anbieter der Richtige für mich ist: Wodurch kann ich sicher sein, dass ich nicht RECS zertifizierten Strom kaufe?

    Gefragt von
    Hinsuluete
    am 19.Mai 2010, 14:55 | 17 Antworten

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  • Mario_Sedlak

    Ja, das ist mir auch wichtig, zu wissen, woher mein Strom kommt. Schließlich ist ein Ökostrom-Anbieter so etwas wie eine Spendenorganisation. Da erwarte ich vollständige Transparenz.

    De facto ist es aber gar nicht so wichtig, aus welchem Kraftwerk mein Ökostrom-Anbieter den Strom liefert, da er auf Umwegen so oder so aus Gas- und Kohlekraftwerken kommt (sonst wäre eine Stromheizung umweltfreundlich - ist sie aber nicht!). Das ist auch der Grund, wieso sogar das Umweltbundesamt vor einem Gütesiegel für besonders guten Ökostrom kapituliert hat.

    http://www.utopia.de/blog/sedl/was-ist-guter-oekostrom

    Ich empfehle wie viele meiner Vorposter Greenpeace Energy. Die machen mit dem Aufpreis sinnvolle Sachen. Das ist das wichtigste Kriterium, finde ich.

    Beantwortet von Mario_Sedlak am 21.Mai 2010, 20:50
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  • umweltbrief

    Ökostrom ist nicht gleich Ökostrom!
    Beim Bezug von Ökostrom gibt es große Unterschiede im Nutzen für die Umwelt. Manchmal finanzieren die Kunden mit dem Bezug von sog. Ökostrom z.B. auch die Atomkraft oder Kohlekraft des Energiekartells. Möglich macht dies ein System zur Umetikettierung und Verschleierung der Stromherkunft, genannt RECS (Renewable Energy Certificate System). Mancher Ökostrom ist eine Mogelpackung. Daher sollten man bei der Auswahl des Stromanbieters genau hinzuschauen. Häufig fehlen konkrete Angaben über tatsächlich bereits initiierte Energieprojekte.

    Unser Ökostrom-Test:
    http://www.umweltbrief.org/neu/html/energietipp.html

    Beantwortet von umweltbrief am 30.Mai 2010, 18:48
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  • Walljet

    Sollte (theoretisch) ein neuer Anbieter hinzu kommen, nehmen wir mal an aus Schweden, wäre es mir eigentlich egal, dass der Strom nicht aus Deutschland käme. Da bin ich kein Lokalpatriot. Selbst wenn ein Atomstrom-Mixer Besserung in Aussicht stellt und nach und nach auf grünen Strom umstellen würde, lasse ich mit mir reden. Aber solange bleibe ich auch bei einem der oben genannten.

    Beantwortet von Walljet am 19.Mai 2010, 17:08
    • muab-renielk

      Ich gehe sogar fast selbstverständlich davon aus, dass z.B. im Frühjahr, wenn wegen Schneeschmelze...mehr

      muab-renielk am 19.Mai 2010, 20:49
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  • Robinson

    RECS war bei unseren Entscheidung für Öko-Strom nicht wichtig, eine gewisse Transparenz des Unternehmens aber sehr wohl, Glaubwürdigkeit am wichtigsten: deshalb Greenpeace Energy.

    Augenmerk würde ich zudem darauf legen: was macht der Anbieter mit seinen Gewinnen ? Da gefällt mir das Genossenschaftsmodell am besten.

    Aber jedes Jahr neu Vergleiche anstellen und "den besten" Anbieter finden, nee, die Zeit nehmen wir uns nicht. Da muss das Bauchgefühl reichen. Einen echten Skandal würden wir schon der Presse entnehmen und dann neu entscheiden, gottlob war das noch nicht notwendig.

    Wie wächst der Anbieter auf dem Markt - wie deckt er etwa steigenden Bedarf durch neue Kunden ? Diese Zyklen muss man mitbedenken, wie und ob grundsätzlich "Wachstum" nachhaltig zu gestalten ist. Sicher nicht in (kurzen) jährlichen Beobachtungszeiträumen, sondern längerfristig.

    Wer als Kunde jedes Jahr den günstigsten Öko-Strom haben will, beeinflusst den Markt in eine bestimmte Richtung, dessen sollte man sich bewusst sein.

    Beantwortet von Robinson am 19.Mai 2010, 18:44
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  • lalast

    Na klar - was hilft es, wenn ich österreichischen Wasserstrom kaufe und die Ösis dann unseren Atomstrom eingespeist kriegen?
    Dann hat mien Ökostrom "Strom Miles" :-) und die Atokraftwerke hier laufen trotzdem.
    Ich unterstütze nur Stromwerke, die auch in erneuerbare Energien investieren. Wir warenbei EWS und sind jetzt aus Preisgründen zu Naturstrom gewechselt.

    Beantwortet von lalast am 20.Mai 2010, 08:55
    • berniewa

      Greenpeace Energy investiert ebenfalls vorrangig in den Neubau von Solar- und Windkraftanlagen, vgl...mehr

      berniewa am 20.Mai 2010, 14:13
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  • Hardy68

    Ich kann mich hier den Vorrednern nur anschliessen:

    Empfehlenswert sind greenpeace energy, EWS, Naturstrom und Lichtblick; ich war jahrelang greenpeace-Kunde, bin dann zu Naturstrom gewechselt - die Transparenz des erzeugten Stroms ist bei beiden Anbietern m.E. sehr gut, sie initiieren und fördern den Bau neuer Anlagen und man kann sicher sein, dass keinerlei fossile oder AKW-Anbieter gestützt werden.

    Und gerade hier haben wir als Konsumenten doch die grösste Chance und Möglichkeit:

    Macht Euch in Eurem Bekanntenkreis zum Anbieterwechsel stark, denn nur dadurch merken die Atom- und Kohlemonopolisten (von mir aus Oligopol...), dass ihr Angebot nicht gefragt ist. Konzerne trifft man nur am Geldbeutel, und wenn denen die Kundschaft massenhaft wegliefe (was für ein schöner Traum!), würden die auch ruck-zuck umdenken!

    Also, ruft es laut ins Land hinaus: Stromanbieter wechseln, den Ausstieg aus Atom- und Fossilenergie vorantreiben!

    Ein guter link dazu: www.atomausstieg-selber-machen.de - hier werden Sie geholfen!

    Beantwortet von Hardy68 am 20.Mai 2010, 09:24
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  • Bergulme

    JA - es ist absolut wichtig, "echten" Ökostrom von eínem Anbieter mit zertifiziertem Gütesiegel zu beziehen, der garantiert und nachvollziehbar seine Gewinne Anlagen zur Erzeugung von Strom aus erneuerbaren Energien reinvestiert und nicht in Kohlekraftwerke oder Atomkraftwerke.

    Die Analyse des Ökostrommarktes zeigt, dass die meisten Ökostromtarife keinerlei Gütesiegel oder Zertifikate aufweisen. Auch Verivox weißt auf diese Tatsache inzwischen explizit hin! Über die genaue Herkunft des Stroms werden meistens keine Angaben gemacht. Auch können sich Verbraucher nicht sicher sein, dass der Ausbau der erneuerbaren Energien durch den Ökostrom-Tarif gefördert wird. Insgesamt werden 605 Ökostrom-Tarife von 269 Stromversorgern angeboten. “Wer sich für einen Ökostromtarif entscheidet”, sagt Peter Reese von Verivox, “sollte daher neben dem Preis auch auf entsprechend strenge Gütesiegel achten.”

    Meine Empfehlung: Schau mal nach bei www.projekt21plus.de, www.energiewende-sta.de oder www.bund.net vorbei. Auch direkt bei den Anbietern lohnt es sich, nachzulesen, wie z.B. bei www.naturstrom.de.

    Nach meiner Meinung bist Du auf der sicheren Seite, wenn Du Deinen Ökostrom bei Naturstrom, greenpeace energy, lichtblick oder EWS (Energiewerke Schönau) beziehst. Naturstrom ist zurzeit auch im Tarif günstiger als so mancher Anbieter von konventionellem (fossilem) Strom. Auch das ist inzwischen bei Verivox und Spiegel-online nachzulesen.

    Beantwortet von Bergulme am 20.Mai 2010, 14:02
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