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  • mela

    Ist der WWF noch glaubwürdig?

    Halloo
    folgender Artikel über den WWF
    http://www.sueddeutsche.de/wissen/wdr-recherchen-ueber-den-world-wide-fund-for-nature-wwf-am-tisch-mit-monsanto-1.1111269

    irrititiert mich doch ganz schön. Mir war bereits bekannt, dass der WWF ehr auf Kooperation statt Konfrontation setzt. Ich kann überhaupt nicht einschätzen, ob dieser Ansatz der richtige ist, wer weiß das schon - vielleicht ist es sogar gut, dass verschiedene Umweltorganisationen verschiedene Ansätze haben (vielleicht erreicht man mit Kooperation in manchen Fällen mehr).

    Im Artikel wird allerdings sehr Bedenkliches erwähnt, z.B. die Zertifizierung von GVO-Soja oder ein Alibi-Urwald für zwei Orang Utans. Ist der WWF zu einer nur noch oberflächlich umweltorientierten industriehörigen Profitorganisation verkommen?

    Danke für Eure Einschätzungen!

    Gefragt von
    mela
    am 23.Juni 2011, 11:49 | 13 Antworten

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  • Saaba

    Weil es hier immer mal wieder auftaucht:
    Der WWF ist KEINE unabhängige Organisation, er wurde ursprünglich von einem Unternehmer gegründet und ist nach wie vor unter der Fuchtel von Unternehmen und arbeitet mit Unternehmen zusammen - die nun mal hauptsächlich "unternommen" werden, um Profit zu erwirtschaften. So gesehen sorgt der WWF mit einem grünen Anstrich für Unternehmen nur dafür, dass die Art der Profiterwirtschaftung in der Welt Akzeptanz finden soll.

    Beantwortet von Saaba am 10.Mai, 16:09
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  • mela

    Hier der Vollständigkeit halber die Stellungnahme des WWF zum Film
    http://www.wwf.de/themen/huismann-kritik-pakt-mit-dem-panda-faktencheck/der-pakt-mit-dem-panda-im-faktencheck/

    ich muss sagen, an ein paar Stellen habe ich im Film schon das Gefühl, dass unfair dargestellt wird, z.B. (Bagatellbeispiel, aber fällt mir grade als erstes ein) wenn die Fotofallen negativ dargestellt werden (PR-Gag, "dem Tiger aber bringt das nichts" -> dass eine Umweltschutzorganisation auch PR macht um Spenden zu aquirieren ist doch erstens nicht verwerflich und zweitens völlig verbreitet).

    Die Aussagen vom WWF (in der Stellungnahme), dass einzelne Funkionäre pro Gentechnik sind, dies aber nicht die Position von WWF Deutschland ist, ist dagegen disqualifizierend. Eine international tätige Organisation muss doch in solch wichtigen Punkten eine einheitliche Position haben - da kann nicht WWF Deutschland hierzulande Spenden gegen Gentechnik sammeln und WWF Argentinien pro Gentechnik arbeiten.

    Beantwortet von mela am 27.Juni 2011, 11:57
    • inaktiver User 14802

      VERGISS DEN WWF! NICHTS ALS GAUNER SEIT DER GRÜNDUNG IN 1961! Tierschutz? Umweltschutz? Mit Jäger...mehr

      inaktiver User 14802 am 27.Juni 2011, 14:01
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  • WWF_Deutschland

    Liebe Diskutierende,

    In den vergangenen Wochen hat d. WWF-Team rund um die Uhr die Vorwürfe des Films "Der Pakt mit dem Panda" minutiös geprüft. Unser Ergebnis zum jetzigen Zeitpunkt: Dort, wo der Film den WWF konkret kritisiert, können wir falsche Behauptungen widerlegen.

    Unsere Arbeit würden Euch sehr gerne am Montag, den 11.7. auf http://www.wwf.de/faktencheck vorstellen und gemeinsam mit Euch diskutieren.

    So wollten wir z.B. absolut sicher gehen, dass die Bedrohung der Kanume nicht der Realität entspricht. Auch wenn die Aufnahmen aus „Der Pakt mit dem Panda“ mehrere Jahre alt waren, wollte der WWF sicher gehen, dass der Volksstamm weiterhin unbehelligt in dem ausgewiesenen Nationalpark lebt. Mitarbeiter des WWF Indonesien haben sich daher auf den Weg in den Wasur-Nationalpark auf Papua gemacht. Der Nationalpark ist glücklicherweise weiterhin intakt und keineswegs von einer Plantagenumwandlung betroffen. Mitarbeiter baten Häuptling Kasimirus um ein Gespräch, welches er uns gewährte. Hier geht es zum Video: http://bit.ly/oP2L8z

    +++ Wer nicht weiß, worum es geht: diese Links sind hilfreich.+++

    Es geht um diesen Film: http://bit.ly/mhHuFN
    Hier sind unsere Gegenargumente: http://bit.ly/jwDA0g
    Zum Diskussionstool auf unserer Webseite: http://bit.ly/mHvxbJ

    Viele Grüße, der WWF

    Beantwortet von WWF_Deutschland am 08.Juli 2011, 17:34
    • Maria_L

      Auf der Webseite http://www.wwf.de/themen/huismann-kritik-pakt-mit-dem-panda-...mehr

      Maria_L am 08.Juli 2011, 19:07
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  • Umweltinvestor

    Die Welt ist nicht schwarz ODER weiß.
    Letztlich ist der WWF von den größten Umweltverbänden derjenige, der mit Abstand die geringsten Hemmungen vor Kooperationen mit Konzernen hat.
    Rückblickend auf 30 Jahre WWF-Kooperationsdiskussion gab es immer wieder Kooperationspartner, die umweltbewußten Menschen arg an der Sinnhaftigkeit der Kooperation (ver-) zweifeln lässt.

    Ich tröste mich dann damit, das der WWF heute deutlich unwichtiger als x-andere Umweltverbände oder Umweltparteien ... ist, als er es noch vor 20 Jahren war. Vor 20-30 Jahren war der WWF ein Riese, heute ist er in der Wahrnehmung und Bedeutung wohl deutlich zurück gefallen.

    Also: Nicht an WWF-Kooperation verzweifeln, sondern einfach mehr beim BUND, Nabu, Oroverde, Rettet den Regenwald, VCD, ADFC etc engagieren ....

    Beantwortet von Umweltinvestor am 23.Juni 2011, 23:49
    • BioBanane

      Tja, ich muss mich als langjährige Unterstützerin des WWF outen. Spätestens nach dem Auftritt von...mehr

      BioBanane am 24.Juni 2011, 15:22
    • Blaubeere

      Ja, daß ist allerdings wahr. WWF ist doch eigentlich seit langem der Umweltorganisation für die...mehr

      Blaubeere am 24.Juni 2011, 10:26
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  • Bada

    Nein, ist er nicht mehr, und wir müssen dagegen etwas tun, informieren und protestieren.
    Gestern abend lief ein Film dazu
    "Der Pakt mit dem Panda"
    Erschreckend - der WWF findet Gentechnik gut und arbeitet mit Monsanto zusammen. Monsantos Gentechnik soll das Nachhaltigkeitssiegel bekommen, mit der Holzindustrie läuft das ebenso.
    Ich bin geschockt.

    http://www.daserste.de/doku/beitrag_dyn~uid,0suwq2mshunzgo89~cm.asp

    Beantwortet von Bada am 23.Juni 2011, 12:24
    • Bada

      schau Dir morgen ganz einfach den Beitrag an "Der Pakt mit dem Panda". Dort kommen die WWfler...mehr

      Bada am 23.Juni 2011, 22:04
    • boomeranga

      Vorneweg möchte ich gern loswerden, dass ich die Geldquellen des WWF nicht immer gut heissen kann....mehr

      boomeranga am 23.Juni 2011, 21:10
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  • Ralf-WW

    Sicherlich ist der Ansatz "Kooperation statt Konfrontation" durchaus diskussionswürdig.
    Aber dass die durch diese Kooperation einen Verbrecherkonzern wie Monsanto gesellschaftsfähig machen und dabei vollkommen außer acht lassen, dass es hier außer den Umweltschutzgesichtspunkten auch um erhebliche soziale Aspekte geht (Kontrolle weniger Konzerne über die weltweite Nahrungsmittelproduktion) - das ist in keinster Weise akzeptabel.
    Tolle Einstellung - wir versuchen die Umwelt zu retten und begeben uns dafür freiwillig in die völlige Abhängigkeit von Großkonzernen. Und wenn wir erst einmal in dieser totalen Abhängigkeit sind, dann hat Monsanto ja auch so unheimlich viel Veranlassung, sich auch nur ansatzweise noch um so etwas wie Umweltschutz zu kümmern.

    Nein, so nicht!
    Für mich hat damit der WWF jegliche Glaubwürdigkeit verloren.

    Beantwortet von Ralf-WW am 23.Juni 2011, 12:25
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  • Blaubeere

    Nee, wirklich glaubwürdig ist WWF nicht mehr. Wer sich von Monsanto kaufen läßt, ist doch bereit, jedem sein grünes Mäntelchen für ein paar Kröten zu leihen.

    Bei Rewe gab´s vor einiger Zeit "Tier-Abenteuer"-Sammelkarten für Kinder, auch in Kooperation mit WWF. Als Geschenk an der Kasse mit dem schönen Ziel, Kinder für die Natur zu begeistern. 180 Millionen in China gedruckte Sticker mit Tierbildern, leider in so miesen Qualität, daß auch ein Erwachener teils rätseln mußte, was das Bild darstellen soll...

    Einen kleiner Text dazu gibt´s im aktuellen Greenpeace Magazin unterm Rubrik Lügendetektor.

    Beantwortet von Blaubeere am 23.Juni 2011, 12:49
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  • Dude

    Die paar guten Taten, die der WWF noch macht, können die vielen verheerenden Kooperationen mit Verbrechern wie Monsanto nicht ausgleichen.

    Der WWF ist für mich schon seit einigen Jahren nicht mehr glaubwürdig.

    Leuten, die bisher dem WWF gespendet habe, empfehle ich sich bessere Organisationen zu suchen, denen sie ihr Geld anvertrauen, beispielsweise Greenpeace.

    Beantwortet von Dude am 23.Juni 2011, 13:07
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  • topist

    Gestern gabs einen Film im Ersten über die Machenschaften des WWF. Ja, das öffentlich rechtliche Fernsehen hat eben doch seine Qualitäten:

    http://mediathek.daserste.de/sendungen_a-z/799280_reportage---dokumentation/7495082_der-pakt-mit-dem-panda--was-uns-der-wwf-verschweigt

    Beantwortet von topist am 23.Juni 2011, 13:40
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  • inaktiver User 68919

    Danke für den Link, topist!

    Mich macht es wütend, wenn ich sehe, dass dort Regenwälder gerodet werden, damit wir "nachhaltiges Palmöl" bekommen und sich der WWF dafür auch noch brüstet. Gleichzeitig lobt diese Sprecherin den Erhalt von 80 Hektar Regenwald. Dann die Zusammenarbeit mit Monsanto und die daraus resultierenden Soja-Monokulturen.

    Ich habe für den Erhalt der Tiger gespendet und bekomme seitdem stets Werbung für weitere Hilfsprojekte. Bedrohte Affen, Tiger, Elefanten, usw. - Wer spendet bei solchen Bildern denn nicht gerne?
    Von mir sehen die jedenfalls kein Geld mehr. Verbrecher sind das!

    Beantwortet von inaktiver User 68919 am 23.Juni 2011, 18:05
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