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REWE Group

Frage an REWE Group

Ich frage mich warum es in der Obst und Gemüseabteilung von REWE nur Plastikbeutel gibt ?

Und warum steht auf dem Plastikbeutel in riesen Lettern BIO drauf? Es sollten doch heutzutage genügend alternativen zur Verfügung stehen. Das Papiertüten nicht funktionieren leuchtet mir ja ein, aber es gibt ja auch durchsichtige Beutel aus Maisstärke oder anderen nachwachsenden bzw. kompostierbaren Rohstoffen.

Gefragt von
aceatack
am 08.Oktober 2010, 21:34

Nur REWE Group kann diese Frage beantworten.

Antwort von REWE Group

Liebe Utopisten,

zunächst ein Mal möchte wir uns für die Verzögerung der Antwort entschuldigen und uns für das Interesse an unserem Unternehmen bedanken.

Gerne beantworten wir Eure Frage bezüglich der Plastikbeutel in der Obst- und Gemüseabteilung:

Ersteinmal möchten wir klären, dass der Aufdruck REWE Bio auf den Plastikbeuteln nicht bedeuten soll, dass die Plastikbeutel umweltfreundlich oder biologisch sind. Es handelt sich hierbei lediglich um Werbung für unsere Eigenmarke REWE Bio.

Nun zu der Frage, warum wir keine Beutel aus Maisstärke anbieten. Es gibt mehrere Aspekte, die es uns im Moment unmöglich machen, Beutel aus Maisstärke einzusetzen:
Ein Beutel aus Maisstärke in der Stärke von 9 µ, der gängigen Stärke für Plastikbeutel, würde das Gewicht von Obst und Gemüse nicht halten. Dazu kommt, dass es für Beutel aus Maisstärke noch keine Lebensmittelunbedenktlichkeitserklärung gibt. Das bedeutet, offene Lebensmittel wie Obst und Gemüse dürfen nicht in solche Beutel gepackt werden.

Leider kommen für uns als Alternative zu Plastikbeuteln keine Papiertüten in Frage, weil das Personal an der Kasse dann nicht sehen kann, was in der Tüte ist und der Inhalt an der Kasse wieder ausgepackt werden müsste. Außerdem könnte das Obst und Gemüse nässen und eine Papiertüte damit reißen.

Wir hoffen, wir konnten Eure Frage beantworten!

Wir freuen uns immer sehr über Euer großes Interesse und die vielen hilfreichen Anregungen und versprechen in Zukunft schneller zu werden!

Viele Grüße,

Das REWE Group Nachhaltigkeitsteam

Antwort von REWE Group am 12.Januar 2011, 11:30 Auf die Frage „Ich frage mich warum es in der Obst und Gemüseabteilung von...“ von aceatack am 08.Oktober 2010, 21:34

Kommentare zu dieser Antwort (12)   Antwort abonnieren

  • Danke für Ihre späte Antwort, die mich leider argumentativ gar nicht überzeugen kann.

    Wenn es reißfeste Müllbeutel z.B. aus Maisstärke gibt,
    kann ich mir nicht vorstellen, warum es keine reißfesten Alternativen für Obst-/Gemüsetüten geben sollte.

    Zum Beispiel hier:
    http://www.guenstiger.de/Preis/0E4D/Biobag.html

    BioBag Bio Müllbeutel kompostierbar
    ...8 L Stärke: ca. 16 my, 10 Stück/Rolle, 390x410 mm: Material: Maisstärke Kompostierbarer Werkstoff hergestellt auf Basis Maisstärke 100% biologisch abbaubar und kompostierbar für die praktische und hygienische Bioabfallsammlung Temperaturbeständig bis 80° C wasserfest, reißfest, leichte Handhabung.....

    Kommentiert von Leia am 12.Januar 2011, 12:25
  • @Leia: Kann man die Biobags auch irgendwo im Laden kaufen? Ich nutze bisher ab und an kompostierbare Müllbeutel von Netto oder so.

    Kommentiert von ruud am 12.Januar 2011, 12:41
  • @REWE
    Danke für die Antwort, aber ihre Argumentation kann ich nicht nachvollziehen. In den Biosupermärkten füllt jeder sein Obst und das Gemüse selbstverständlich in die Papiertüten.die man praktischerweise oben offen lässt. Es gab noch nie Probleme an der Kasse und auch keine lange Warteschleifen.
    Es ist machbar und es wäre sehr wünschenswert, wenn auch Sie das übernehmen würden.
    Hier gibt es für alles das richtige umweltfreundliche Verpackungsmaterial
    http://www.bioeinwegartikel.de/bio-produkte/bio-mullbeutel.html

    Kommentiert von Bada am 12.Januar 2011, 13:36
  • @Leia: wie oben zu lesen gibt es für die Beutel aus Maisstärke noch keine Unbedenklichkeitserklärung für Lebensmittel. Was für Müll geht, funktioniert ja noch nicht automatisch für Lebensmittel.

    @Bada: Ich sehe bei Papiertüten das Problem, dass sie eben nicht transparent sind, d.h. unten könnte der geneigte Kunde z.B. teure Artikel hineinpacken und dann oben günstigeres Obst oder Gemüse drauf. Meines Wissens ist Diebstahl im Einzelhandel ein wirklich großes Problem. Um das zu vermeiden, müsste der Kassierer dann immer gleich die ganze Tüte wieder auspacken...

    Kommentiert von SophieBender am 12.Januar 2011, 14:24
  • Trotz allen teils nachvollziehbaren Einwendungen gegen die Verwendung bin ich dediziert der Auffassung, dass das Problem PLASTIK einerseits und v.a. die immensen VERKAUFSVORTEILE beim Einsatz von kompostierbaren Folien andererseits weit unterschätzt werden.

    Wenn es z.B. noch keine Zulassung bestimmter Folien gibt, dann kann man nachhaken - REWE kann das ganz sicher. Man könnte Altrernativen testen, schauen wir z.B. ALDI das macht usw. usf.

    Es kommt halt darauf an, welchen Stellenwert man einer Sache beimisst - und ich sehe, dass der REWE-Konzern offensichtlich noch nicht begriffen hat, welche ungeheuren Möglichkeiten, welcher postive Wandel in dieser Sache stecken könnte....

    Kommentiert von Hans-Werner Neumann am 18.Januar 2011, 14:37
  • Das ist aber ein lustiger Kommentar: "es gibt noch keine Lebensmittelunbedenklichkeitserklärung" für Tüten aus Biopolymeren.... Liebes REWE-Team, Ihr wollt uns doch nicht ernsthaft weißmachen, dass eine solche Lebensmittelunbedenklichkeitserklärung seitens Bisphenol A und Phtalaten vorliegt oder? Wir alle wissen doch aus den mittlerweile täglichen Berichterstattungen aus dem Netz wie oft und wo diese gesundheitsgefährdenden Chemikalien bei Verpackungsmaterial aus Kunststoff zum Einsatz kommt. Und nur weil die EFSA von der Industrie fiananzierte Studien als maßgeblich erachtet kann es doch wohl nicht sein, dass Ihr Euch so einfach um eine vernünftige Antwort drückt und Eure zukünftigen Kunden nicht einfach den Wunsch erfüllt auf Alternativen umzusteigen. Also wenn ich die Wahl habe: dan möchte ich zukünftig im REWE-Markt lieber eine Biopolymertüte ohne Lebensmittelunbedenklichkeitserklärung kaufen als weiterhin eine Standard-Plastiktüte oder Verpackung geschenkt bekommen!! Meine Gesundheit und die Qualität der Lebensmittel ist mir wichtiger als ein bürokratisch vorgeschobenes Zertifikat!

    Kommentiert von Qngroup am 25.Januar 2011, 17:59
  • Liebes REWE Team,
    ich bin da auch etwas enttäuscht. Ich habe mich auch schon oft gefragt, warum es in den Supermärkten überhaupt noch Plastiktüten an der Kasse gibt. Diese würde ich als erstes einmal ersatzlos streichen. Sie sind 100% schon heute durch Papiertüten ersetzbar. Was die Plastiktüten in der Obst- und Gemüseabteilung betrifft: ich würde als Kunde auch sofort unzugelassene Maisstärkebeutel bevorzugen. Aber abgesehen davon sollte es im Rahmen des Machbaren sein, diese Alternative einer entsprechenden Prüfung unterziehen zu lassen und die fehlende "Unbedenklichkeitsbescheinigung" zu bekommen. Ich würde meinen, dass es Labore gibt, die so eine Zertifizierung durchführen können. Für ein Unternehmen wie REWE sollte so eine Herausforderung ein Klacks sein! Sollte die personelle Kapazität fehlen: ich stehe gerne ehrenamtlich für eine Recherche zur Verfügung!
    Herzlichst
    BioBanane

    Kommentiert von BioBanane am 18.Februar 2011, 17:18
  • Liebe Utopisten,

    wir bedanken uns für Eure vielen interessanten Kommentare und Anregungen.
    Da das Thema Verpackungen bereits unter unserem Beitrag "Grüne Produkte" diskutiert wird, würden wir gerne auf unsere Antworten vom 7.2. und 8.3. verweisen: http://www.utopia.de/blog/rewe-group-nachhaltigkeitsstrategie/gruene-produkte#comment-503997.

    Über Euer großes Interesse freuen wir uns sehr!

    Viele Grüße,
    Eure Teresa vom REWE Group-Nachhaltigkeitsteam

    Kommentiert von REWE Group am 15.März 2011, 15:29
  • Liebes REWE-Ream,
    auch ich würde mich freuen, wenn es eine ALternative zu den Plastiktüten gebe, obwohl ich der Meinung bin, dass man die meisten Obst- und Gemüsesorten auch ohne Tüte zur Kasse bringen kann. Ich persönlich nehme dann auch gerne bösen Blicke ungeduldiger Kunden in Kauf, wenn beim Abwiegen eine Möhre von der Wage kullert. Plastiktüten allgemein, also auch an der Kasse bräuchte es gar nicht geben, wenn die Kunden mehr Eigenverantwortung hätten und Stofftaschen nutzen würde. Spontaneinkäufe kommen dann eben in die Papiertüte, die REWE ja schon lange anbietet. Leider sind die meisten Bioprodukte bei REWE aber viel aufwendiger verpackt, als in der dünnen Plastiktüte. Tomaten, Apfelsinen, Äpfel, etc. liegen auf einem Tablett und sind zusätzlich eingeschweißt; viele Obstsorten gibt es nur in Netzen; noch schlimmer ist es bei konventionellen Produkten; da gibt es bspl. eine Sonderplazierung mit italienischem Aufschnitt, da liegen vier bis sechs hauchdünne Scheiben Schinken oder Salami in einer großen festen Plastikverpackung!? Hier könnte REWE aktiv werden...
    Mich würde sehr interessieren, wie die Temma Supermärkte ankommen und ob es davon in Zukunft mehr geben wird? Wenn sich diese Schiene neben den konventionellen REWE Märkten durchsetzt, dann hat REWE alles richtig gemacht, denn dann entscheidet am Ende eben doch der Konsument....

    Kommentiert von Sonnengruß am 10.November 2011, 19:39
  • Liebe/r Sonnengruß,

    vielen Dank für Deine interessanten Anregungen und Dein Interesse an unseren TEMMA-Märkten.

    REWE ist mit der Entwicklung seiner drei TEMMA-Märkte zufrieden. Das innovative Bio-Konzept, die Qualität und den Geschmack von Nahrungsmitteln aus ökologischem Landbau unmittelbar erlebbar zu machen, kommt bei den Kunden gut an.

    Grundsätzlich können wir uns vorstellen, das TEMMA-Konzept auch auf weitere Städte mit hoher Kaufkraft auszudehnen. Derzeit befinden wir uns aber noch in der Erprobungsphase.

    Viele Grüße,
    Teresa aus dem REWE Group-Nachhaltigkeitsteam

    Kommentiert von REWE Group am 17.November 2011, 12:01
  • Ich stelle mir grundsätzlich die Frage, warum zum Beispiel Bio-Bananen meist nur in Plastiktüten abgepackt zu kaufen sind, "normale" jedoch lose.... Das ist für mich ein klarer Widerspruch und mir fällt auch keine sinnvolle Erklärung ein.
    "Bio" ist das für mich nicht!

    Kommentiert von gelatine am 04.Februar 2012, 22:07
  • Und, weil sich an der Problematik ja bisher nix geändert und dieser Aspekt noch nicht angesprochen wurde:

    in den eingeschweißten Tüten verbergen sich offenbar regelmäßig faule Früchtchen... Ich musste gerade zwangsläufig 14 Tage lang auch Obst und Gemüse ausschließlich bei REWE einkaufen und hatte dabei grundsätzlich i.d.R. ein verdorbenes Stück Ware in der Plastiktüte. Lässt sich im Laden ja schlecht prüfen, weil sich das Gemüse in der Tüte nicht bewegen lässt.

    Ansonsten begrüße ich das relativ umfassende Angebot, man(n) kommt durchaus abwechslungsreich mal über die Runden. Und: der REWE-(Bio)Ingwer ist einfach unschlagbar - immer frisch und schön scharf. Das schafft nicht mal mein Bioladen.

    Kommentiert von Mittagssonne am 04.Dezember 2012, 15:11

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