Frage an OTTO GmbH
Herstellung Ihrer 'stone-washed/used-look' Jeans ohne Gesundheitsschäden für Arbeiterinnen/-er?
Hallo, in den letzten Jahren gab es in verschiedenen Medien Berichte über extreme Gesundheitsschäden durch Sandtrahl- und Bimsstein-Verfahren für Jeans, damit diese extra ein abgenutztes Aussehen bekommen. Vgl. dazu auch http://www.utopia.de/magazin/jeans-sandstrahl-h-und-m-levi-strauss-geaechtet-selbstverpflichtung-hosen?all#comment-350719 . Wie steht es damit bei den bei OTTO angebotenen Kleidungsstücken (v.a. Jeans mit entsprechendem 'Look')?
Freundliche Grüße,
Bernie W.
berniewa
am 07.April 2012, 18:38Nur OTTO GmbH kann diese Frage beantworten.
Antwort von OTTO GmbH
Hallo Bernie,
vielen Dank für Deine Frage.
Im Code of Conduct ( http://www.utopia.de/blog/otto-gmbh-co-kg-spzialverantwortung/unser-verhaltenskodex-code-of ) von OTTO ist festgelegt, dass wir keine gesundheitsgefährdenden Arbeitsbedingungen innerhalb der Wertschöpfungskette tolerieren. Dazu zählt auch das „Sandblasting“-Verfahren, welches in den meisten unserer Beschaffungsländer gesetzlich nicht verboten oder geregelt ist. Deshalb hat OTTO im Mai 2011 ein Verbot von Sandstrahlen jeglicher Art in der Produktion in Kraft gesetzt. Dazu zählt auch das Strahlen mit alternativen Substanzen, wie beispielsweise Korund.
Viele Grüße!
Silke aus dem OTTO-Team.
Kommentare zu dieser Antwort (2)
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Danke für die sehr erfreuliche Antwort. Dafür vergebe ich gleich einen Daumen c:
Kommentiert von berniewa am 11.April 2012, 23:36Sorry, gleich noch eine Frage dazu: Wird von OTTO auch effektiv kontrolliert, dass die Kriterien bei Zulieferern und deren Zulieferern ... eingehalten werden? (z.B. durch unangemeldete Kontrollen ...).
Danke wenn Ihr auch das noch beantworten könnt.
Viele Grüße, Bernie
Lieber Bernie,
Kommentiert von OTTO GmbH am 13.April 2012, 15:44danke für Deine Frage, dafür müssen wir etwas ausholen :-). Die Otto Group möchte sicherstellen, dass soziale Mindeststandards in all ihren Lieferländern eingehalten werden. Um in den von der „Business Social Compliance Initiative ( http://www.utopia.de/blog/otto-gmbh-co-kg-spzialverantwortung/unser-kontrollsystem-business-social ) “ (BSCI) gelisteten Risikoländern wie beispielsweise China, Indien oder Rumänien soziale Mindeststandards garantieren zu können, integriert die Otto Group sie in ihr Sozialprogramm. Dieses basiert auf dem „Code of Conduct ( http://www.utopia.de/blog/otto-gmbh-co-kg-spzialverantwortung/unser-verhaltenskodex-code-of ) “, einem Verhaltenskodex für Lieferanten, der verbindlich in den Lieferantenrahmenverträgen enthalten ist. Ein eigenes Sozialmanagement soll sicher stellen, dass die Verhaltensrichtlinien bei allen Lieferanten eingehalten werden. Das Management beruht auf drei Säulen: der regelmäßigen Überprüfung der Lieferanten, ihrer Schulung und Qualifizierung sowie dem intensiven Dialog aller Beteiligten vor Ort. Alle Handelspartner verpflichten sich, die Anforderungen des „Code of Conduct“ auch an ihre Unterauftragnehmer weiterzugeben und auf die Einhaltung der Standards zu achten. Die Otto Group duldet weder Kinderarbeit noch Zwangsarbeit in den Lieferbetrieben und bei ihren Unterauftragnehmern. Darüber hinaus müssen die Handelspartner Maßnahmen gegen Diskriminierung und Korruption sowie für Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz festlegen und deren Einhaltung nachweisen.
Die Einhaltung des „Code of Conduct“ wird sowohl über das Sozialprogramm der Otto Group als auch über die von der Otto Group mit initiierte BSCI gewährleistet und geprüft. Ihr gehören mehr als 700 Handelsunternehmen, Hersteller und Importeure an, die sich verbindlich auf einen einheitlichen Sozialstandard bei ihren Lieferanten geeinigt haben. Auf deren Grundlage werden die Fabriken von BSCI regelmäßig durch externe, unabhängige Gutachter überprüft.
So genannte „Social Officers“ unterstützen zusätzlich die Umsetzung und Einhaltung des Sozialprogramms in den Risikoländern. Derzeit sind 23 Social Officers in diesen Einkaufsmärkten für die Otto Group aktiv. Die jährlich geschulten Berater nehmen eine Schlüsselrolle ein: Sie sind Bindeglied zwischen den Konzernunternehmen und den Lieferanten vor Ort, zeigen Lösungsmöglichkeiten bei der operativen Umsetzung des Sozialprogramms auf und beteiligen sich an Qualifizierungsmaßnahmen.
Viele Grüße,
Dein OTTO-Team