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  • mela

    Habt Ihr die Heizung schon an?

    Es ist Oktober und langsam wird es draußen kälter. Ich versuche den Start meiner persönlichen Heizperiode immer möglichst lang nach hinten zu schieben. Irgendwann muss ich mich ja doch an niedrigere Temperaturen gewöhnen, dann kann ich auch gleich im Herbst beginnen.
    Nach meinem Gefühl müsste es derzeit in gut isolierten Häuser und auch in "Zwischenwohnungen" (also nicht Dach, nicht Erdgeschoss) noch warm genug sein. Bei mir im Dach sind die 15° schon unterschritten.
    Bei den Nachbarhäusern sehe ich teils die Schornsteine dauerqualmen.

    Habt Ihr die Heizung schon an? Wie gut ist Eure Wohnung isoliert?

    Gefragt von
    mela
    am 02.Oktober 2012, 09:23 | 26 Antworten

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  • myway466

    15 Grad in Wohnräumen?
    Die Heizung (wenn sie denn aufgrund der Außentemperaturen notwendig wird) nur für kurze Aufwärmphasen einschalten?
    Mal ganz ehrlich: das hat nicht wirklich etwas mit ökologisch sinnvollem Heizen zu tun, sorry.

    Mit gekonntem Lüften (Gegenlüften, Heizungen dabei im Vorfeld und im Nachlauf ausstellen, am Besten zweimal am Tag) für ein gutes Raumklima sorgen, bei gefühltem Bedarf (man ist doch keine Maschine und kann das an bestimmten Temperaturen fest machen) die Heizkörper (sie sollten natürlich mind. Thermostate haben) so einstellen, dass eine angenehme Raumtemperatur gehalten wird (knapp unter 20 bis max. 21 Grad sind der ungefähre Korridor). Niemals auf Dauer die Fenster "auf Kipp" halten.
    Es ist tatsächlich nicht zum Sparen geeignet, wenn man Räume auskühlen lässt, um sie dann wieder aufzuheizen. Letztlich verbraucht man damit sogar mehr Energie!
    Ein bewohnter Raum wird bei 15 Grad zu einem mikroklimatischen Supergau.
    Die kühle Luft kann nur wenig Wasser aufnehmen. Feuchtigkeit schlägt sich auf die Wände nieder. Schimmelschäden und Atemwegserkrankungen wären auf Dauer die Folge. Es fängt hinter Schränken und sonstigen Möbeln insbesondere an Aussenwänden und im Schlafzimmer an. Das ist das Tückische: man merkt es eine lange Zeit nicht.
    Übertriebenem Wärmeverlangen kann man sicher auch mit passender Kleidung begegnen. Es muss ja nicht dass Sommershirt im tiefsten Winter sein. Auch nicht Zuhause.
    Aber wenn die Außentemperaturen und die verbleibenden Sonnenstrahlen auf die Fenster die Temperatur dauerhaft nicht mehr über 18/19 Grad bringen... einfach die Heizung anmachen und mit Sinn und Verstand für ein gutes Wohnklima sorgen.

    Ach ja, die Frage:
    Ja, wir haben die Heizung an. Sie macht das entsprechend unserer Voreinstellung "von selbst".
    Wir heizen seit einem Jehr in einem Niedrigenergiehaus mit Wärmepumpe. Hoch isoliert (gerade auch dabei aber gaaaaaanz wichtig das regelmäßige und richtige Lüften!) geht da kaum etwas verloren. Die Solebohrung bei unserem System sorgt für sehr effiziente Wärmegewinnung. Für Menschen, die sich demnächst entscheiden müssen, welche Heizung sie einbauen sollen: ich kann eine Wärmepumpe nur empfehlen. Betrieben mit Ökostrom ökologisch ein echter Knaller ( Bsp.: Einfamilienhaus, mittelgroß, zwei Etagen, freistehend mit 2800 kW/h inklusive Warmwasser in einem Jahr)

    Beantwortet von myway466 am 03.Oktober 2012, 13:04
    • mela

      hallo myway466 ich kann dich beruhigen, 15° führen nicht zum mikroklimatischen Supergau. Sonst...mehr

      mela am 04.Oktober 2012, 13:43
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  • Hannilein

    Immer wenn es pauschal wird, ist die Gefahr für Falsch-Aussagen gegeben. Leider kommt dies hier ein paarmal vor.

    Absenk-Zeiten und deren Ersparnis sind vom individuellen Verhältnissen und Heizen abhängig. Wo keine Energie verheizt wird, kann auch keine verschwendet werden - es kommt dabei darauf an, wieviel später benötigt wird, um das Wohlfühl-Klima zu erreichen. Wer morgens schnell hochheizt, um anschließend wieder das Haus zu verlassen, vergeudet u.U. tatsächlich mehr...

    In den typisch trockenen Winter-Monaten sind 15° Innen-Temperatur grundsätzlich erst einmal kein Anlass für Schimmel - abhängig von den Bedingungen.

    Eine gute WP kann u.U. eine ökologisch halbwegs sinnvolle Heiz-Variante sein. Meist ist sie es nicht. Und ÖKO-Strom (je nach Qualität und Zeitpunkt der Erzeugung) ist bei winterlichem Heizen auch noch nicht unbedingt die ökologischste Variante.

    Niedrigenergiehaus ist kein geschützter Begriff, sondern sehr dehnbar. Aber wenn man nicht gerade auf dem brocken wohnt, sollte aktuell dort noch keine Heizung laufen müssen....

    "Von selbst" kann manche Heizung gut laufen - manche aber nicht: wegen schlechter Regelung oder falscher Einstellung. Schon ein halb defekter Fühler kann dann viel Blödsinn verzapfen. Mancher, der sich darauf verlässt, hat schon einen gewaltigen Schrecken erlebt... = Regelung ist gut, gelegentliche Kontrolle besser!



    Schade, wenn manche das Klima zum Fenster raus feuern. Offensichtlich ist Energie wohl immer noch zu billig. Da wären Zwangs-Zuteilungen mal eine gute Lehr-Maßnahme. Wenn aufgebraucht, dann kalt...



    Ich habe natürlich gut reden, heute mittag sollen es noch mal 29° werden, nachts geht es nicht unter 16°. Von einem "Heizen" sind wir noch (wenn überhaupt) sehr weit entfernt, in Deutschland ist die Heizung einfach "aus". Aber die ersten Nachbarn müssen hier auch wieder die Öfen anschmeißen - leider mit frisch geschlagenem Holz... Wir haben stattdessen lieber richtig gedämmt und somit höchstens im Januar/Februar eine Art "Heiz-Bedarf".

    Zu normalen Zeiten in Deutschland bestimmt die thermische Solaranlage (nur für WW, da im Winter verschattet) den Heiz-Einstieg. Solange genug Warmwasser (mind. 40°) da, bleibt der Pellets-Kessel aus - egal wie kühl. Notfalls wird abends mal im WoZi kurz der Kaminofen angeworfen. D.h., Anfang Oktober kann es durchaus sein, dass der Kessel noch aus ist, vor allem wenn tagsüber sonnig. Wir haben aber schon mal am 1.9. die Heizung angeworfen, wenn das Wetter entsprechend war, wenn dann wieder besser, wird wieder abgeschaltet. genau wie mal Ende März und mal auch bis Mai geheizt wurde (mit Unterbrechungen).

    Beantwortet von Hannilein am 06.Oktober 2012, 10:11
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  • kaci13

    Ich habe keine Ahnung, wie unser Haus isoliert ist, ich habe auch kein Thermometer, weiß also nicht wie die Raumtemperatur ist.
    Aber ich bin bockig!!! Vor dem 1. November wird die Heizung nicht angestellt!
    Im letzten Jahr mußte ich mich sogar mit meinem Besuch zanken!
    Aber wenn er Wolldecke und Wärmflasche ablehnt, kann ich nicht mehr helfen!
    Eigentlich bin ich Sommer-Sonnen-Kind, kann Kälte nicht so gut haben, aber mein Geldbeutel zwingt mich...
    Im Winter hab ich (aus Geiz?!) das Thermostat eher knapp unter 20 Grad und versuche mit Pullover, Decke und Wärmflasche etwas Heizung zu ersetzen. Kerzen können da durchaus eine (psychologische) Unterstützung sein...!
    Ich hoffe, in diesem Jahr wieder möglichst lange, also bis November, ohne Heizung durchzuhalten.
    Und allerspätestens am 1. Mai wird die Heizung wieder abgestellt, egal welche Temperatur!!!

    Beantwortet von kaci13 am 05.Oktober 2012, 05:21
    • mela

      *g* jaja ich kenne das mit dem "anspruchsvollen" Besuch. Aber ich mach auch gerne mal wärmer, damit...mehr

      mela am 05.Oktober 2012, 15:16
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  • achtsam-in-die-Zukunft

    Also wir wollen mindestens bis Mitte Oktober ohne Heizung auskommen. Danach reichen für die erste Zeit bis Anfang November jeden zweiten Tag 3-4 Holzscheite (50 cm lang).
    Wir haben als einzige Heizung einen Kachelgrundofen im Zentrum des Erdgeschosses eines offen gebauten 6 Jahre alten Holzhauses mit 130 qm Wohnfläche. Pro Winter brauchen wir 4 Ster Holz. Die Tiefsttemperatur mit Heizen liegt bei 16-17°C in den Schlafräumen.
    Der Heizbedarf ist stark abhängig vom Wetter: An Sonnentagen müssen wir auch im tiefsten Winter nur jeden zweiten Tag heizen, trübe und sehr kalte Tage erfordern in Ausnahmefällen auch mal zweimaliges Anfeuern an einem Tag mit bis zu 6 Holzscheiten.
    Warme Socken und Pullover gehören natürlich auch zum Wohlfühlen dazu, auch wenn 20 - 21°C im Wohn-/Esszimmer schon sein müssen.
    In der Küche haben wir neben dem Elektroherd noch einen Holzherd, der auch für Warmwasser für den Speicher sorgt, falls dort mal die Solarthermie nicht genügend leisten kann, z.B. wenn Schnee auf dem Dach liegt.

    Beantwortet von achtsam-in-die-Zukunft am 04.Oktober 2012, 18:05
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  • lawadong

    Ich versuche das Heizen immer so lange wie möglich herauszuzögern. Natürlich will ich nicht in einer eiskalten, feuchten Wohnung hocken (auch zugunsten der Bausubstanz und der eigenen Gesundheit) aber ich muss nicht sofort unter 20°C heizen, da reicht auch schon mal ein dicker Pulli. Eine Nacht + einen Tag hatte ich die Heizung schon an (kam frisch aus einem sonnig-warmen Urlaub zurück) weil es mir wirklich zu kalt war. Aber jetzt ist sie wieder aus und wenn die Tage erst mal so mild bleiben, reicht es wahrscheinlich wie im Vorjahr auch ab Ende Oktober, Anfang November, mal sehen.

    Nur aus Sparsamkeit würde es mir im Übrigen nichts bringen, spät zu heizen, da ich immer noch eine Hausumlage mitzahlen muss und hier viele Senioren wohnen, die frieren bestimmt schneller. MIch würde mal interessieren wie es um meine Heizkosten steht wenn ich 100% nur meine eigenen Kosten zahlen müsste.

    Beantwortet von lawadong am 03.Oktober 2012, 10:59
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  • loselose

    Wir haben bis jetzt noch nicht geheizt.
    Unser Haus wurde anfang der 90er gebaut und ist relativ gut isoliert.
    Was sich vermutlich auch "positiv" auswirkt ist das wir noch einen alten Röhrenfernseher und Röhrenmonitor haben die einiges an wärme abgeben desweiteren habe ich dieses Jahr in den Schlafräumen die ESL gegen Halogen-Glühlampen ausgetauscht.

    Beantwortet von loselose am 05.Oktober 2012, 21:24
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  • Amanda1992

    Bei uns gehts auch noch. Aber im Winer wirds wieder hart, weil unsere Wohnung (Altbau) in keinster Weise gut isoliert ist. Ab November sitzen wir wieder da mit 2 Paar Socken, Pulli, Weste und Kuscheldecke, um das Heizen so lang wie möglich hinauszuschieben. Aber wenns zu feucht wird, müssen wir wegen Schimmel dann doch die Heizung anmachen.

    Beantwortet von Amanda1992 am 05.Oktober 2012, 17:03
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  • birgit1307

    Also, ich wohne im "Souterrain", d.h. Kellerkind. Habe meine Heizung schon mind. 3 Wochen an. Erfahrungsgemäß wird es bei kälteren Außentemperaturen und Kellerklima einfach dann zu freucht in meiner Wohnung. Die letzten Jahre haben gezeigt, dass dadurch die Nebenkosten nicht enorm höher werden. Habe 3 Außenmauern und heize Schlafzimmer nur über Tag ein wenig. Im Bad natürlich morgens und abends etwas mehr. Wohnzimmer nur, wenn ich dort bin und die Küche mäßig. Lüften ist natürlich ein großer Faktor, wobei dies in einer Kellerwohnung schwierig ist - also nur immer kurze Lüftungen. Im 3-Familienhaus hat jeder eine einzelne Gasetagenheizung, da kann man seine Wohlfühlwärme gut steuern.

    Beantwortet von birgit1307 am 05.Oktober 2012, 12:52
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  • Annelie09

    Soo, da einige von euch ja Heizexperten zu sein scheinen, bitte ich euch um einen Tipp.

    Wir wohnen zu dritt ein einer 120qm großen WG. Das Haus ist ein Altbau... Keine Isolierung und keine Doppelverglasung an den Fenstern. Hohe Decken. Geheizt wird mit Gas. Obwohl ich ein Auge auf den Gasverbrauch habe ist er trotzdem sehr hoch wie ihr euch vorstellen könnt.
    Allerdings bin ich aber auch immer der Meinung, wenn keiner da ist müssen die Öfen nicht laufen, da wir tatsächlich alles zum Fenster hinaus heizen.
    Stimmt das denn? Wann lohnt es sich die Heizungen auf geringer Temperatur laufen zu lassen?

    Danke für eure Antworten!

    Beantwortet von Annelie09 am 05.Oktober 2012, 11:18
    • Annelie09

      oh prima! vielen dank! mit dieser steuerung muss ich mich jetzt mal ein wenig auseinandersetzen....mehr

      Annelie09 am 05.Oktober 2012, 15:57
    • Sleepthief

      Beim ALDI gibts übrigens das ganze Zeug nächste Woche für wenig Geld. Auch Thermostate (wir haben...mehr

      Sleepthief am 05.Oktober 2012, 14:56
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  • viola.purple

    Also, JA!

    Auch wenn mich nun alle fuer voll unoekologisch halten, aber wenn ich was auf den Tod nicht austehen kann, dann ist es Kaelte!

    Unsere Wohnung ist zwar bestens isoliert (BJ 2001), die Fenster aus Holz haben zwar einerseits Doppelverglasung, andererseits auch einen durchaus wichtigen Luftaustausch (Schimmel) und ich hab die Fenster (wenn es sooooo kalt und regnerisch ist wie heute im Sueden der Republik) auch taeglich zweimal ne halbe Stunde geoeffnet. Wir haben Fussbodenheizung gespeist mit Fernwaerme und die Thermostate sind auf 25° eingestellt - alles darunter ist fuer mich Horror... eigentlich hab ich zuhause gern tropische Temperaturen...

    So als Frau kann ich nur sagen: diverse Freunde muessen sich nicht wundern, wenn sich bei Ihnen kein Maedel auch nur laenger als 5 Minuten aufhaelt, geschweige denn auszieht - nur mal so nebenbei ;-)

    Ich brauch auch beim Schlafen mind. 23° plus Pappelflaum-Decke und dann nehm ich immer noch ne Waermflasche mit - muss ich zittern, kann ich nicht schlafen... Und ich hab keine Lust zuhause nen Pulli anzuziehen, das engt mich eh schon ein - Kaftan und das wars und im Bett schon gar nicht...

    Mein Traum waer ein Kamin im Schlafzimmer!

    Neben meinen geliebten Reisen der einzige Punkt, bei dem ich nicht weit unterm deutschen Durchschnitt liege mit meiner Klimabilanz.

    Beantwortet von viola.purple am 05.Oktober 2012, 02:49
    • viola.purple

      Ich geb Dir da Recht... Und ich weiss, dass es ein ganzer mieser Punkt in meiner Energiebilanz ist.....mehr

      viola.purple am 05.Oktober 2012, 17:12
    • mela

      Hallo viola.purple ja, keiner friert gern - wobei ich dir da empfehlen würde, dir das mit dem...mehr

      mela am 05.Oktober 2012, 15:13
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