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  • wideroe

    Grünweltstrom vertretbar?

    Hallo, ich bin auf der Suche nach einem neuem Stromanbieter für meine Familie auf den Anbieter Grünweltstrom gestoßen. Hat jemand Erfahrungen mit diesem Stromanbieter und kann sagen wie ökologisch er handelt?

    Ich hoffe er ist besser als den konventionellen Anbieter den wir im Moment haben.

    Die richtigen Ökostrom Anbieter sind leider zu teuer.

    Vielen Dank

    Gefragt von
    wideroe
    am 17.Mai 2012, 22:18 | 6 Antworten

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  • Robinson

    Aus der Stromkennzeichnung der "Stromio GmbH":
    http://www.gruenwelt.de/stromkennzeichnung.html

    "Gesamtstromlieferung Stromio GmbH für das Jahr 2009

    Anteile der Energieträger: Kernkraft: 15,8%, fossile und sonstige Energieträger: 36,6%, Erneuerbare Energien: 47,6%. Umweltauswirkungen: radioaktiver Abfall: 0,0004g/kWh, CO2-Emissionen: 322g/kWh"

    Was ist daran ökologisch, Atomstrom mit zu finanzieren ? Das ist Greenwashing.

    Was ist daran zukunftsweisend, heute ein Euro fünfzig zu sparen, aber der Familie, den eigenen Kindern eine verseuchte Umwelt zu hinterlassen ? Ich versteh es nicht.

    Lieber Strom im Kinderzimmer oder Wohnzimmer oder in der Küche oder im Keller usw. sparen, als auf Ökostrom verzichten. Wie schwierig ist es heutzutage, Strom effektiv zu sparen ? Wer nicht weiß wie, schaut auf Utopia in die einschlägigen Empfehlungen und Ratgeber, kauft oder leiht sich ein Strommessgerät und geht - mit Spaß und Freude - ans Abenteuer Energieverschwendung im Haushalt zu entdecken. Bin überzeugt, 5 Euro im Monat findet jeder Haushalt, das entspricht den Mehrkosten von Ökostrom.

    Utopisch handeln bedeutet hier und heute nicht beim Vergangenen stehenbleiben (=alter Energieverbrauch), sondern Köpfchen einsetzen, Mithilfe und Ratgeber in Anspruch nehmen und daraus einen Vorteil für den Geldbeutel UND die Umwelt zu generieren. Die Familie hilft gerne mit, wenn am Ende mehr Ersparnis herauskommt als befürchtet und man sich zum Lohn etwas gönnt. Mit gutem Gewissen, weil man langfristig spart und dauerhaft Atommüll vermeidet.

    Strom ist doch nur ein Element der Verbrauchskosten, überall gibt es Einsparpotential. Doch nirgends ist der Wechsel auf eine "saubere" Energie so einfach wie beim Strom. :-)

    Beantwortet von Robinson am 19.Mai 2012, 08:41
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  • loselose

    Ich habe mich mal auf http://www.gruenwelt.de schlau gemacht der monatliche Grundpreis beträgt 11,28 € die kWh kostet 24,44 cent.
    Bei naturstrom wo ich bin beträgt der Grundpreis 7,95 € und die kWh kostet 23,40 cent .

    Günstiger wäre Grünweltstrom nur im 1. Jahr wegen 25 % Rabatt

    Bei ner 4 köpfigen Familie ( angenommene 4.000 kWh ) kostet Grünweltstrom 834,70 €
    Naturstrom: 1031,40 €
    Ab dem 2. Jahr würde Grünweltstrom dann 1112,96 kosten.

    Bei naturstrom gibt es auch schonmal Stromwechselprämien ( meist um die 20 € ) oder du fragst einen naturstrom Kunden ob er seine neukunden Werbeprämie mit dir teilt.

    Sparen würdest du nur wenn du nach einem Jahr wieder zum Günstigsten wechselst.

    Zum Umweltnutzen:
    Grünweltstrom ist ok-power-Zertifiziert
    Im gegensatz zu naturstrom wird kein Beitrag pro kWh in neue Anlagen investiert.
    Der Strom stammt aus Wasserkraftwerken aus Norwegen
    Grünweltstrom gehört zur Stromio GmbH und scheint unabhänig von den grossen Stromanbietern zu sein.

    Beantwortet von loselose am 18.Mai 2012, 08:28
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  • Felida

    Ich kann Dir wärmstens http://www.naturstrom.de/ empfehlen.
    Mit 23,4 cent + Grundgebühr von 7,95 ist er bei mir jedenfalls genauso teuer bzw günstig wie der örtliche Atomstromhändler.

    Ich bin vor etwa einem Jahr zu naturstrom gewechselt, war vorher bei dem Hamburger Ökostromanbieter Lichtblick. Die hatten dann allerdings ihre Preise erhöht und ich habe von meinem Wechselrecht Gebrauch gemacht.

    Bin extrem zufrieden, es läuft problemlos online ab, bei Fragen kompetente Telefonpartner.
    So wie ich das mal verstanden habe, war naturstrom einer oder der erste Ökostrom-Anbieter - hat sich in den 80er Jahren gegründet. Gründer waren Greenpeace, Nabu und BUND - und sie halten sich bis heute.
    Ob diese Angaben allerdings in meinem Gedächtnis wahrhaftig sind oder ich da was verwirbelt habe....k.a.

    Über Grünwelt kann ich nix sagen, hab bei verivox einen kurzen Blick drauf geworfen und wurde von verschiedenen Tarifen erschlagen ....;-)

    Beantwortet von Felida am 17.Mai 2012, 23:41
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  • inaktiver User 96603

    Mach dir kein Kopf über deinen Strom"anbieter". Nimm einfach den billigsten. Wenn du was für die Umwelt tun willst, dann versuch Strom zu sparen. Insbesondere dann wenn wenig Ökostrom in Netz ist. Aber das mit dem Stromanbieter bringt kein einziges Windrad mehr zum drehen. Ganze 93% des hier produzierten Ökostroms werden als konventioneller verkauft. Das klingt nicht gerade so als wenn Ökostrom knapp ist. Also kann man es durch kaufen auch nicht verknappen, dadurch kann man aber auch kein Windrad zum drehen bringen.

    Die ganze Theorie vom "Stromsee" den man mit einem Ökostromtarif auffüllen könnte ist quatsch, da dieser genze Marktmechanismus vollständig im "Windschatten" des EEG liegt. Daher ist Ökostrom auch in der regel ähnlich teuer als normaler Strom. Greenpeace Energy und Yellostrom trennen in KWh Preis ganze 0,4% bzw. 0,1 cent!

    Das ganze Thema -was mich aufregt, da es eine Ausnutzung der Umweltschonenbereitschaft der Leute ist- hab ich hier zusammengefasst:

    http://erleutherung.blogspot.de/2012/05/hilft-es-wenn-man-okostrom-kauft-nein.html

    Und wie gesagt: Strom sparen hilft. Insbesondere dann wenn das Netz kaum mit Ökostrom gefüllt ist. Also Mittags kann man schon mehr verbrauchen (Solar) und Nachts auch (Wind trifft auf geringe Nachfrage), Morgends und Abends eher nicht (Spitzenverbräuche, kaum Sonne); Aber diese Zeiten/Strommarktzusammensetzung über Zeitverlauf hab ich mir jetzt aus den Fingern gesogen, das müsste man noch einmal recherchieren.

    Grüße
    Tim Leuther

    Beantwortet von inaktiver User 96603 am 28.Mai 2012, 10:14
    • inaktiver User 96603

      Nein, es waren ja unterschiedliche Fragesteller. Beide haben das Recht auf meine Meinung. Grüße...mehr

      inaktiver User 96603 am 28.Mai 2012, 17:56
    • Robinson

      Jetzt wiederholtst du dich. Siehe http://www.utopia....mehr

      Robinson am 28.Mai 2012, 17:22
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  • mela

    Hallo wideroe

    ist ja erstmal super, dass du zu Ökostrom wechselt möchtest!
    Auch ich bin der Meinung, dass gruenweltstrom nicht der Bringer ist.
    Wenn sie zu einem Anbieter (Stromio) gehören, der auch AKW und/oder Kohlestrom vertreibt, dann kann es sein, dass du diese anderen Kunden quersubventionierst.

    Zudem gehört zu einem echten Ökostromanbieter, dass er auch in Stromgewinnung aus Erneuerbaren investiert. Das machen auch durchaus einige, aber bei gruenweltstrom scheint es nicht so zu sein.
    Echt empfehlenswerte Ökostromanbieter sind
    www.ews-schoenau.de
    www.naturstrom.de
    www.greenpeace-energy.de

    Wenn du unbedingt noch etwas sparen willst, kannst du ja wenigstens www.entega.de nehmen, die haben zwar auch Kohlestrom im Repertoire, aber investieren wenigstens in Erneuerare.

    Und ich finde, Robinson hat vollkommen recht: Bei den meisten Haushalten findet sich ein Einsparpotential, das den kleinen Aufpreis von Ökostrom gegenüber dem Altanbieter (wenn vorhanden) wieder rausholt :)

    viele Grüße!
    mela

    Beantwortet von mela am 21.Mai 2012, 16:18
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  • smartynie

    Ich würde erstmal beim bisherigen Stromlieferanten nachfragen, ob er umweltfreundlichen Strom liefern kann: das steht leider oft nicht auf der "ersten Seite"-und je mehr Menschen nachfragen, desto interessanter wird es hoffentlich für den Stromanbieter, so dass er auch entsprechende Tarife anbieten wird.
    Ich habe das Glück, in einer Stadt zu wohnen, wo der städtische Stromlieferant eine Kooperation mit "Naturstrom" eingegangen ist-und entsprechende Tarife anbietet.
    Die Umstellung war daher völlig problemlos.

    Ein wenig teurer ist es schon: bei meinem Stomanbieter gibt es die Möglichkeit, durch Selbstablesung des Zählers, erteilte Einzugsermächtigung und Vertragslaufzeit über 1 oder 2 Jahre einen Rabatt zu erhalten-das hob in meinem Fall die Mehrkosten auf.

    Beantwortet von smartynie am 18.Mai 2012, 17:22
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