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  • fellfrosch

    Gibt es Bier-Hersteller aus Deutschland die ihr Gebräu Bio und Fair anbieten?

    Biobiere gibt es ja ein paar. Anscheinend ist der restliche Anteil der Herstellung unfair...

    Gefragt von
    fellfrosch
    am 08.März 2012, 10:20 | 4 Antworten

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  • Hannilein

    Sicherlich sind die Anbau/Verkaufsbedingungen von alleinigen Hopfen-Bauern, je nach Wetterlage und Konkurrenz-Druck nicht immer ganz "fair". Und die kleine Brauerei, die sich immer größeren Welt-Konzernen gegenüber sieht, wird auch leiden, wenn sie versucht, bei den Großen mithalten zu wollen.

    Aber dies mit dem notwendigen "Fair"-Import-Handel gleichsetzen zu wollen, ist doch unpassend. Gerade Klein-Brauereien liefern sinnvollerweise nur in einem kleinen Radius aus und eine Bio-Brauerei sollte auch nicht in dieses Geflecht verworren sein.

    Ich trinke mein vorrangig regionales Bier jedenfalls ohne schlechtes Gewissen, zumal ich mittlerweile die "Branded"-Marken, wie z.B. Hasseröder & Co. entschieden ablehne - weil deren Flaschen nicht zu den Euros passen!

    Beantwortet von Hannilein am 14.März 2012, 10:45
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  • Christoph Burtscher

    Kann deine Frage nicht direkt beantworten, habe aber einen leseswerten Artikel gefunden, der sich mit "Fair" und "Bio" beschäftigt: http://www.tip-berlin.de/essen-und-trinken/wie-fair-ist-bio-wirklich

    Zitat aus dem Artikel, das für die Fragestellung hier hilfreich ist, auch wenn es nicht speziell um Bio-Bier geht:

    "Mit dem "Transfair"-Logo gibt es zwar ein Siegel für die angemessene Bezahlung der Arbeiter in der Herstellung. Ein Siegel für die faire Bezahlung der Belegschaft dagegen existiert für die deutschen Bioläden nicht. "Ich kenne keine Biokette, die nach Tarif bezahlt", sagt Janet Dumann, bei der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi zuständige Referentin für Bioläden- und Supermärkte."

    Beantwortet von Christoph Burtscher am 08.März 2012, 13:24
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  • Dude

    Mir persönlich schmeckt von den BioBiersorten Pinkus am besten: http://pinkus.de/
    Sehr lecker ist auch das Bier von der Braumanufaktur aus Potsdam http://www.braumanufaktur.de/bio-bier.htm das gibt es meines Wissens aber nur regional. Die haben auch wunderschöne Bierkisten aus Holz.

    Beantwortet von Dude am 08.März 2012, 13:09
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  • Robinson

    Benötigt ein Bierbrauer, der selbst Hopfen und Gerste unter kBA anbaut, ein Fairtrade-Zertifikat ?
    Soll eine Brauerei, die extern beim lokalen Landwirt einkauft, zuerst die Weltmarktpreise erforschen, um dann diesen Preis zu überbieten, damit dieser "Preis" als fair gelten darf ?
    Müssen wir den regionalen Anbau wirklich 1 zu 1 an den Weltverhältnissen messen oder genügt es Landwirtschaft an den hiesigen Verhältnissen nach Kriterien des biologischen Landbaus (durch unseren Kosum) zu orientieren ?

    Beispiel gebend aus Deutschland:
    http://www.lammsbraeu.de/
    http://www.fair-zum-bauern.de/

    Im Sinne einer Vermarktung über die Landesgrenzen hinweg, wie es umgekehrt bei den Import-Waren nach Deutschland passiert, wünsche ich mir tatsächlich mehr Fairtrade. Innerhalb Deutschland muss es m.E. kein Siegel geben, transparente Nachhaltigkeitsberichte würde mir als Verbraucher reichen. Vielleicht weil ich nicht der typische Biertrinker bin bzw. Gaststättenbesucher. Oder die Chance habe, vor Ort beim Tag der offenen Tür dem Braubetrieb einen Besuch abzustatten.

    Ein lokal gebrautes Bier beim abendlichen Vereinstreffen ziehe ich im Zweifel einem weit her gekarrten Bio-Bier vor. Steht auf der Karte ein Bio-Bier wird es gekauft, diese Unterstützung für den Wirt ist eine Ehrenpflicht. (Die Bezahlung dafür natürlich kein Ehrensold ;-) - aus aktuellem Anlaß). Keinesfalls als Empfehlung zu verstehen, es hängt m.M. von den bezogenen Mengen ab, einen Kasten Bio-Bier aus dem Bio-Laden würde ich öfter abnehmen, wenn der Transport mit dem Rad unproblematisch wäre, das schaffe ich nur mit Radanhänger, ohne diesen kauf ich nur einzelne Flaschen, dann Bio. Was die Mengenabnahme wg. Taschenvolumen begrenzt.

    Jedenfalls habe ich meine Zweifel ob der Privateinkäufe von kastenweisen Bio-Bier mit dem PKW. Die Bilanz dürfte schwerlich aufgehen, siehe im Vergleich die methodischen Überlegungen in der Frage Tiefkühlgemüse vs. Frischware.
    http://www.utopia.de/gutefragen/fragen/tiefkuehlgemuese-oder-aus-der-dose-was-ist

    Hat jemand Erfahrungen mit Getränke-Auslieferern, ob diese Bio-Bier im Angebot haben ? Ein LKW mit vielen Anlieferadressen müsste besser abschneiden. Die CO2-Abgabe für die gefahrenen Kilometer wäre dann auf den Zulieferer abgeschoben. :-|

    Beantwortet von Robinson am 08.März 2012, 11:37
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