Gute Fragen
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Gaskocher, Spirituskocher, Benzinkocher, Brennstoffkocher ...
Ich hab über die Suche dazu nichts gefunden.
Gefragt von
Interessant wäre für mich, welche Art von Kocher ich aus Umwelt- und Nachhaltigkeitsgründen bevorzugen sollte (tendiere ja zu Gas) und ob hier jemand für den Outdooreinsatz was speziell empfehlen kann.
Am liebsten wäre mir was mit Kartuschen auf die ich direkt den Kocher aufschrauben/stecken kann. Also möglichst wenig Teile, leicht und klein.
Danke im voraus.PatrickB
am 23.Juli 2012, 14:00 | 2 Antworten
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Als Ersatzkocher für zuhause und "Camping": Gas zweiflammig, getrennt regulierbar, Piezo-Zündung, mit automatischer Abschaltung zur Sicherheit.
Beantwortet von Robinson am 23.Juli 2012, 19:07 Alle Kommentare(2)
Klein + leicht für den Rucksack rate ich von Titan ab, kaum Gewichtsersparnis, lieber ein smartes Modell (nur für Gas) in bewährtem Edelstahl wählen und die Kartuschengröße richtig berechnen, spart viel Geld und ist leichter.
Ein altgedienter Anbieter (Ersatzteile, Zubehör etc.) von unterwegs bis stationär Kochern ist Primus, siehe isnb. Abschnitt Eco-Thinking.
http://www.primus.eu/
Es gibt viele gute Ratgeber über die Kocherauswahl bei den Outdoor-Händlern, online wie im Katalog, an geschlossenen Systeme (Biwak am Berg) hat in letzter Zeit die Produktauswahl zugenommen, je höher der Aufbau umso eher sollte man das System aufhängen können, die kleinen Multikocher (Benzin, Diesel, Petroleum, Gas) benötigen mehr Pflegeaufwand beim Wechseln zwischen den Brennstoffen und sind oft LAUTER im Gasbetrieb.
Für den Tagesauflug habe ich einen faltbaren Aufsteck-Kocher, der muss AUF Kartuschen montiert werden, für mehrtägige Zeltausflüge einen selbststehenden Multi-Kocher mit flexibler Schlauch-Zuführung von Gas oder Benzinflasche, je nach Kochhäufigkeit und Nachkaufmöglichkeit. Zwischen dem Leistungsvermögen beider liegen zwar nicht Welten, aber viele Minuten. Die Verwendung eines WINDSCHUTZES ist aus Effizienzgründen Pflicht.
Konstruktionen, die eng verbaut sind und viele Metallteile haben, werden heiß, benötigen eine z.T. lange Abkühlzeit bis zum Einpacken, das bitte mit bedenken. Je weniger Metall, je "zerklüfteter" die Konstruktion umso schneller kühlt der Kocher ab, aber umso windanfälliger ist er.
Deshalb: die beste Beratung im Fachhandel, meine Erfahrung: die wenigsten Verkäufer haben wirklich alle Modelle selbst ausprobiert und kennen die spezifischen Modell-Probleme. Globetrotter.de, Lauche&Mass u.a. Outdoor-Spezialisten der alten Schule haben Profis, die auch per Telefon beraten können.
Du solltest dir darüber klar werden, wie oft du am Tag wie lange kochen willst, wie fein der Kocher justiert werden soll, ob abseits von Geschäften (Kartuschen !), auf welchem Untergrund der Kocher i.d.R. steht und wie kippsicher er sein muss. Auf meinem Multikocher kann ich einen 3-Liter-Topf (gefüllt !) problemlos abstellen, das erfordert mehr Stabilität > mehr Material > mehr Gewicht. Je haltbarer, je höher die Qualität, desto nachhaltiger ist so ein Kauf, weil du wahrscheinlich Jahrzehnte (!) mit einem guten Kocher unterwegs sein wirst. Deshalb mein Tipp: weniger auf´s Geld schauen, kompromisslos auf Qualität und Bedienbarkeit gehen, irgendein Leichtgewichts-Multi-Dingens, dessen Scharniere überfordert sind, wird nach wenigen Jahren zu "Klump". Mein ältester (reiner) Benzin-Kocher (Fa. Coleman - http://www.coleman.com/ ) wurde vor 27 Jahren gekauft und springt nach einer Minute Druck-Aufbau sofort an. Unbedingt Reparatursets bei Benzin-Kochern mit einplanen in den Kosten und frühzeitig ordern, damit im Falle des Falles alles greifbar ist).
Sauber und nachhaltig geht unterwegs kochen auch statt mit Gas mit Holzresten, die man unterwegs findet. Dazu gibt es diverse Kocher-Systeme, die über den Kamineffekt für "Zug" sorgen oder ggf. mit Batterien/Akkus ein Gebläse enthalten, das eine bessere Dosierung erlaubt. Der Treibstoff wird dann vor Ort gefunden, alte Äste, die man am besten mit eine Klappsäge oder Gartenschere (!) schnell zerkleinert, das Brechen von Hand ist über Tage hinweg für viele ungewohnt und lästig. Statt Kartusche oder Benzin-Flasche schleppt man dann den deutlich schwereren Kocher und das Werkzeug mit, ist aber soweit unabhängig, wie man an Holz heran kommt. Eine Jute-Tasche, die man unterwegs füllt (deshalb die sinnvolle Zerkleinerung), sorgt abends für heimeliges Kochfeuer. An Regentagen findet man wie gesagt i.d.R. genug trockenes Totholz. Der Qualm ist eine andere Geschichte.
Eine gute + m.E. empfehlenswerte Anlaufstelle für alle Fragen rund um Unterwegs-Ausstattung ist das Forum der Outdoorseiten, die u.a. Eigenbau-Anleitungen sammeln, Erfahrungsberichte etc. ...
http://www.outdoorseiten.net/forum/forum.php
... sowie das Buch von Stefan Dapprich "Trekking ultraleicht" ist im Grunde "Pflicht" für alle die effizient draussen unterwegs sein wollen, unsere Stadtbibilothek hat es bereits, es enthält vor allem schlüssig die Philosophie dahinter, mit weniger Ausrüstung weniger "zu brauchen" und sich auf das Reisen/Erlebnis zu konzentrieren, statt sich die Hälfte der Zeit mit Ausrüstungsproblemen/-fragen herumzuschlagen. Ich persönlich lehne in vielen Bereichen Ultraleicht-Ausrüstung (UL) ab (nicht nur aus ökologischen Gründen, siehe die dort bevorzugten Materialien), aber es schadet keineswegs sich diesen Diskussionen zu öffnen und den Blick auf das Relevante zu richten.
Die aus der UL-Bewegung entwickelten Spiritus-Brenner sind m.W. die effizientesten Geräte zum Kochen. Aber ... eigenständiges Thema + mehr Tüftelei erforderlich.
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Ich bin in dem Bereich kein Experte, tendiere aber intuitiv eher zum Spiritus, was die Nachhaltigkeit angeht.
Beantwortet von ZardoZ am 23.Juli 2012, 16:06
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Nutze lediglich die verfügbare Zeichenzahl aus. ;-) Die ist leider beschränkt, das Thema nahezu...mehr
Robinson am 24.Juli 2012, 06:13Wow, Robinson, danke für die ausführliche Antwort. Ich hoffe du hast dir die Finger nicht dabei...mehr
PatrickB am 23.Juli 2012, 21:27