Utopia: Die Verbrauchermacht - Unser Konsum verändert die Welt.

fair trade kaffee jetzt auch bei Aldi?

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dieMarion fragte am 29.12.2012 um 22:41

habe heute erstmals bei ALDI Kaffeepackungen mit dem Fair Trade Siegel gesehen. Das Siegel sieht echt aus. Sollte da tatsächlich echter Fair Trade Kaffee drin sein?

  • antwortete am 03.01.2013 um 10:35
    Meines Wissen üben die großen Discounter einen massiven Preisdruck auf die Bio-und Fairtrade- Branche aus. ich halte deshalb nichts vom Fairtrade-Produkten in Discountern, mal ganz abgesehen davon, dass die Qualität auch nicht so ganz das Wahre ist.
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      kommentierte am 03.01.2013 um 14:01
      Ich war erst neulich auf einem Vortrag zum Thema Fairtrade. Dort sprach ein Vertreter von Gepa genau über diese Problematik. Aldi und Co. kaufen riesige Mengen an Fairtrade-Kaffeebohnen und können damit die Abnahmepreise bestimmen. Der Ansatz von Fairtrade gerät damit unter Druck, zu Lasten der Kaffee-Bauern, die plötzlich gar nicht mehr so faire Löhne bekommen. Ich persönlich habe mich dazu entscheiden, wenig Kaffee zu trinken und dafür wirklich guten und fair gehandelten zu kaufen.
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      kommentierte am 03.01.2013 um 14:18
      Ja so isses...
      Und wer beim Discounter kauft, soll sich bitte drüber im Klaren sein, daß er damit sein eigenes Billiglohn-Grab schaufelt.
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      kommentierte am 03.01.2013 um 14:22
      Folgendes steht auf der Fairtrade Seite:
      Produzentenkooperativen erhalten einen festen Mindestpreis. Wenn der Weltmarktpreis über dem Fairtrade-Preis liegt, bekommen die Bauern den höheren Preis ausbezahlt.
      Für biologisch angebauten Fairtrade-Kaffee erhalten die Bauern einen höheren Mindestpreis.
      Die Bauern erhalten außerdem eine Fairtrade-Prämie, die an die Kooperative ausgezahlt wird. Mindestens 5 Cent pro lb Kaffee müssen dabei für Projekte zur Steigerung von Produktivität und Qualität verwendet werden. Die restlichen Einnahmen durch die Prämie müssen für soziale oder ökonomische Investitionen, die der Gemeinschaft zu Gute kommen, verwendet werden.
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      kommentierte am 03.01.2013 um 14:43
      Genau dieser feste Mindestpreis gerät unter Druck, wenn Diskounter durch ihre großen Abnahmemengen plötzlich an der Preisschraube drehen. Vielleicht täusche ich mich auch und Aldi und Co.verfolgen tatsächlich ideelle Absichten beim Verkauf von Fairtrade-Produkten.
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      kommentierte am 03.01.2013 um 15:15
      Vielleicht verkaufen die Kooperativen ja auch mehr Kaffee mit Hilfe der Discounter, so dass dadurch der sinkende Preis wieder wettgemacht wird. Ich kann das aber nicht genau beurteilen. Ideele Absichten traue ich ALDI nicht unbedingt zu, aber ein grünes Image dürfte inwischen bei ALDI auch eine erfolgversprechende Verkaufsstrategie sein.
      Wenn allerdings die Aussagen von Fairtrade über den von ihnen zertifizierten ALDI Kaffee nicht stimmen, wäre das fatal.

      Eines möchte ich noch los werden: Es gibt viele Menschen mit kleinem Einkommen, die sich den Kaffee und andere Lebensmittel NICHT im Ökoladen kaufen können. Wenn die dann zu fairtrade Produkten beim Discounter greifen, ist das möglicherweise immer noch ein kleiner Schritt in die richtige Richtung.
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      kommentierte am 03.01.2013 um 15:28
      "Es gibt viele Menschen mit kleinem Einkommen, die sich den Kaffee und andere Lebensmittel NICHT im Ökoladen kaufen können".

      Ich würde mich selbst zu diesen Leuten zählen. Mein Weg: Weniger Kaffee, dafür aber wirklich BIO-Fair. Andere Konsumgüter sind bei mir ebenfalls nachrrangig. Wenn ich noch Kinder hätte, würde ich eventuell in Erwägung ziehen, dass Kaffeetrinken aufzugeben. Täte mir nicht weh, schränkte mich in meiner Entfaltungsfreiheit nicht zu sehr ein.

      Bei anderen Lebensmitteln, zieht dein Argument für mich ebenfalls nur bedingt. Kommt zweifellos auch darauf an wo jemand lebt und wie die lokale Versorgungssituation ist. Andererseits urteile ich ungern über andere, sondern suche vielmehr nach Wegen die für mich funktionieren und gebe diese Erfahrungen weiter. Ob mein Weg für andere funktioniert kann ich nicht beantworten. Was ich aber ganz sicher weiß, ist das der Kaffeekauf beim Discounter eine Armutspirale am laufen hält. Und das nicht nur in anderen Regionen dieser Welt. Für mich ein Schritt in die richtige und zwei in die falsche Richtung.

      Fazit: Ja, es kostet Kraft andere Wege einzuschlagen als die gewohnten und wiederstandsarmen. Da ich gesund und munter bin kann ich das. Das dass nicht jeder kann weiß ich. Aber ich habe auch noch ein bisschen Kraft übrig jene Mitmenschen dabei zu unterstützen andere Wege einzuschlagen.
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      kommentierte am 03.01.2013 um 15:52
      "Eines möchte ich noch los werden: Es gibt viele Menschen mit kleinem Einkommen"
      Gehöre ich auch dazu.
      Ich bin selbständig und arbeite an vielen projekten, die nicht gerade viel Geld bringen.
      Das ist OK und von mir so ausgesucht.
      Ich lege einfach meinen Fokus so,d aß es für gute lebensmittel immer reicht und spare das bei Klamotten, Kosmetik, Wohnungsreinrichtung und Elektronik wieder ein.

      Aber was ich eigentlich sagen will:
      Könnte es vielleicht sein, daß das Geld genau bei denen nur für den Discounter reicht, die in Discounter-ähnlichen Strukturen angestellt sind?
      Wer bei Lidl oder im Amazon-Hochlager arbeitet, bei dem reicht das Geld natürlich nur für ADLI & Co.

      Hähä...so schafft man sich seine eigenen Kunden.
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      kommentierte am 03.01.2013 um 17:33
      Ich verstehe überhaupt nicht, warum sich manche auf ihr kleines Einkommen berufen. Ich beobachte die Menschen mit "kleinem Einkommen" seit Jahren. Meistens fahren sie Auto, dabei kann man JEDEN Ort in Deutschland mit Öffentlichen Verkehrsmitteln erreichen - sie besitzen ein Smartphone, das sie wie Zombies mit zugeklappten Augen durch die Welt gehen läßt (am besten noch Apple - kostet das doppelte) - meistens tragen sie Markenklamotten, die mit Fair Trade gar nichts zu tun haben. Später sitzen sie zu Hause vor´m Flachbildschirm (der gewollt nach Ablauf der Garantie defekt ist und so alle 2 Jahre ersetzt wird) und manche stopfen Aldi und Lidl Chips in sich herein, während sie durch RTL&Co. weiter verblöden.

      ICH HOFFE DAS TRIFFT AUF DIE MITGLIEDER HIER NICHT ZU!

      Mein Einkommen ist angemessen, ich kaufe überwiegend bei Tegut ein, manchmal auch in Bioläden, Ich besitze kein Auto, statt durch permanentes TV Zeit meines Lebens zu verlieren, unterhalte ich mich lieber mit meiner Lebensgefährtin, oder lege Vinylplatten auf meinen Plattenspieler oder lese ein Buch. Anstatt Discounter Essen zum Zeitvertreib und aus Langeweile (denn mehr ist das abendliche Knabbern nicht) esse ich lieber Obst und Gemüse von meiner Gegend, also regional, oder selbstgerührten Pudding aus Demeter Milch, sehr lecker. So erspare ich mir jede Fettleibigkeit, lebe Gesund - und muß nicht wie ein Leistungssportler Joggen mit Knöpfen im Ohr und Smartphone vor dem Gesicht (der Augenarzt läßt grüßen).

      Seit dem ich so Lebe, Discounter und Fast Food frequentiere ich seit Jahren nicht, habe ich jeden Monat Geld übrig.

      Allen Alles Gute
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      kommentierte am 03.01.2013 um 18:29
      Bei Utopia sind offensichtlich viele einsichtige, grüne, vernünftige Menschen unterwegs. Allerdings nützt es wenig sich über Leute zu erheben, die anders "gestrickt" sind, sich weniger Gedanken machen usw. usw. Ich habe viele Jahre mit Menschen zu tun gehabt, denen das grüne Gewissen der Utopistengemeinde fehlt. Da ist Geduld, Verständnis, Klugheit und Überzeugungskraft angesagt. ICH HOFFE, dass auch die Mitglieder von Utopie tolerant, beharrlich in ihrem Vorbild und geduldig mit ihren Mitmenschen umgehen.
      So und jetzt verabschiede ich mich und hoffe, dass ihr statt Lampen vom Discounter aus zweifelhafter Herkunft und unsozialen Produktionsverhältnissen meine Upcycling Leuchten kauft. Da bin ich ja mal gespannt. Wenn ich welche verkaufe, kann ich öfter in den Ökoladen gehen....
      http://leuchtenlutze.jimdo.com/
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      kommentierte am 03.01.2013 um 18:51
      Tja Tralla,
      da beißt sich die Katze in Schwanz.
      Wenn ich Deine tollen leuchten kaufe, dann kann ich nicht mehr im Bioladen meiner Wahl kaufen ;-)
      (Womit ich nicht sagen will, daß die teuer sind...ich kann mir denken, wie lange man an einer sitzt.)
      Ich kaufe auch die Lampen im Gebraucht-Kaufhaus.
      Wir würden uns dort vielleicht treffen, wenn Du in meiner Region wohnen würdest, weil der Fundus an Upcycling-Material ist dort einfach unerschöpflich.
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      kommentierte am 03.01.2013 um 18:52
      Sehr schöne Leuchten !!!
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      kommentierte am 03.01.2013 um 18:59
      tue ich das? mich erheben?

      Ich bin voll bei dir, wenn es darum geht Menschen dort abzuholen wo sie stehen. Prinzipiell denke ich eigene Erfahrungen zu machen ist wichtiger bzw. nachhaltig wirksamer als "nur" nachmachen ohne selbst kritisch zuhinterfragen. Auch bei so mancher "öko-Alternative". Ich möchte mich nicht erheben. Ich lebe mein Leben so wie ich es für richtig halte. Wenn das jemanden inspiriert freue ich mich. Ich habe auch nichts gegen Kritik gegen meine Lebensweise. Daran wachse ich eher.

      Ich wehre mich nur gegen die Pauschalaussage, nachhaltiges Leben wäre eine Geldfrage oder ein Luxusdenken. Das Gegenteil ist der Fall in vielen (nicht allen) Aspekten des Lebens heute. Ich sehe es als existientielle Notwendigkeit sich mit echten Alternativen zu befassen. Und damit meine ich alle, egal wieviel auf dem Bankkonto liegt. Und ich traue es grundsätzlich jedem Menschen an diesem Wandel mitzuwirken. Jeder auf seine Weise, die einen brauchen mehr Unterstützung als andere. Ja. Was ich aber für kontraproduktiv halte ist Schein-Alternativen weiter zu fördern, die insbesondere die Marginalisierten in unserer und anderen Gesellschaft noch weiter an den Rand drängen.

      Ich arbeite u.a. mit Menschen die mit weniger als einen Dollar pro Tag leben müssen und viele von ihnen leben nachhaltiger. Weil sie es müssen. Weil ihre Existenzen schon jetzt durch Wohlstand- und Wohlfahrtssauswüchse bedroht wurden und sie erkannt haben, wie selbstzerstörerisch diese sein können.

      Deine Initiative finde ich gut. Den Ansatz auch, darin unterscheiden wir uns grundsätzlich wenig.
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      kommentierte am 03.01.2013 um 19:24
      "Ich beobachte die Menschen mit "kleinem Einkommen" seit Jahren. Meistens fahren sie Auto, dabei kann man JEDEN Ort in Deutschland mit Öffentlichen Verkehrsmitteln "

      Schon mal drüber nach gedacht das es leute gibt die auf grund ihrer Erkrankung nicht ewig mit dem ÖPNV unterwegs sein können ? Dann kommen noch Medizinkosten dazu und im nu reicht es nur noch fürn "Billigdreck".
      So ist es z.B. bei uns meine Frau hat MS und eine Schwerbehinderung von 80 G

      "Wer bei Lidl oder im Amazon-Hochlager arbeitet, bei dem reicht das Geld natürlich nur für ADLI & Co."
      LIDL hat mitlerweile einen Mindestlohn von 10,50 die std.
      http://www.lidl.de/de/Lidl-setzt-eigene-Mindestlohn-Forderung-konsequent-um
      Da können sich einige Bioläden eine scheibe von abschneiden
      http://www.welt.de/dieweltbewegen/article13924327/Lohndumping-ist-in-Bio-Maerkten-an-der-Tagesordnung.html
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      kommentierte am 03.01.2013 um 20:07
      "Schon mal drüber nach gedacht das es leute gibt die auf grund ihrer Erkrankung nicht ewig mit dem ÖPNV unterwegs sein können ?"

      ich denke, dass ist allen hier mitdiskutierenden in der Tat klar. Ja. Ich wünsche allen Menschen, dass sie Zugang zu gesunder Nahrung haben ohne auf Kosten anderer zu leben/ leben zu müssen (ich zähle im Übrigen Kaffee nicht unbedingt dazu). Dass Der momentane Hartz-IV-Satz oder ein Pflegegeld das z.Z. nicht berücksichtigt macht ein Leben in Würde nicht leichter.

      Im Grunde unterscheiden sich unsere Denkansätze nicht so sehr. Ich meine nur es wird der Sache nicht gerecht, wenn wir Menschen, die finanziell schlechter dastehen, ihre Fähigkeit zum Wandel absprechen. u.U. entwickeln diese Menschen eine sogar viel größerer Kraft als die mit dem dicken Bankkonto. Und ich meine auch. dass in vielen, und ich wiederhole nicht allen, Aspekten des Lebens ist es kostenmäßig sogar günstiger sich einer nachhaltigeren Lebensweise zu widmen, die sich natürlich nicht mit der richtigen Kaffeesorte messen lässt.
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      kommentierte am 03.01.2013 um 20:11
      Aldi schafft es mit etwas Fair-Kaffee, von den Billig-Lohn-Klamotten und Schokoladen abzulenken.
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      kommentierte am 04.01.2013 um 00:33
      Guten Abend loselose, und alle Anderen,

      freilich gibt es bei Allem immer Ausnahmen, wie diese schwere Krankheit, doch ich meinte die große Masse, für die meine Beobachtungen absolut zutreffen.

      Im übrigen wird hier in diesen Kommentaren durchaus verstanden, was ich meine. Ergänzen möchte ich meine Ausführungen noch durch den Faktor !Bildung!. Gerade die ungebildete, meistens über Generationen bestehende, Unterschicht (ALG 2 Bezieher usw.) - warum sie auch immer in dieser Situation sind -, verursachen den ökologisch und gesellschaftsökonomischen großen Schaden an der Umwelt, Natur und dem Klima, usw..

      Die Gettoisierung dieser Klientel trägt ein übriges dazu bei.

      Umweltbewußt und ressourcenbeachtend Leben ist also sicher keine Frage der Finanzen, sondern des Verstandes.

      Aber ... Jeder halbwegs Denkende weiß, wie negativ die Klimazukunft und Ressourcenzukunft aussieht; es werden weltweit Klimakonferenzen gehalten, usw. Nur frage ich mich, was diese ganzen "Alibientwicklungen", zum Beispiel benzinsparende und Co 2 sparende Autos, Energieeffizienzglühbirnen, AAA-Elektrogeräte, usw. sollen - denn tatsächlich will doch Keiner sein Leben wirklich ändern, oder wenigstens die Wenigsten wollen es. So wird geflogen mit Billigfliegern in Pauschalurlaube und zu exotischen Zielen (gutsituierte Akademiker u.a. Reichere), gefahren mit Geländewagen auf Stadtstrassen, Stuttgart 21 für 7 Milliarden Euro gebaut, der neue Flughafen Berlin im Jahre 3000 fertiggestellt, die Elbphilharmonie in Hamburg nie fertiggestellt - UND WOFÜR GELD VORHANDEN IST: Weltweit betragen die Militärausgaben "616 Milliarden Dollar", die Werbeausgaben "446 Milliarden Dollar, Zahlen von 2003, das ist Globalisierung.. und die Zerstörung der Erde, auf der wir Menschen doch leben.

      Vielleicht können wir in dieser Community etwas lernen für die Aufgabe, die Tafeln neu zu schreiben, auf denen die Regeln für das Überleben des industriosen Tiers homo sapiens stehen werden. Es könnte sich erweisen, daß die Werte umwerten und der Erde treu bleiben Aufgaben sind, die aufs selbe hinauslaufen.
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      kommentierte am 04.01.2013 um 15:54
      ....leider reicht Fair gehandelt nicht um die Welt zu verändern - es muß auch Druck ausgeübt werden auf Politik und Wirtschaft. Die politische Arbeit von Aldi Lidl etc. geht nicht in die Richtung sozial und ökologisch, sondern in Richtung Profitmaximierung ! Fair Handeln ist mehr als verkaufen. Die ganze Welt des fairen Handels gibt`s im Weltladen! Information,Bildung und Verkauf!
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      kommentierte am 04.01.2013 um 16:32
      Erst kürzlich hatte ich eine Studie in der Hand, die CO2- und Ressourcenverbrauch der Haushalte im Kontext des Einkommens untersucht. Tendenziell ist es eher so, dass Haushalte mit höherem Einkommen mehr konsumieren, größere Auto fahren, großflächiger wohnen, mehr reisen usw. Jemand der von Arbeitslosengeld II lebt, wird sich aufgrund seines geringen Budgets viele Dinge gar nicht leisten können, die klimaschädlich und ressourcenintensiv sind. Das wollte ich hier nur mal so anmerken. Und wer sich zu den umweltbewussten Gutverdienern zählt, dem empfehle ich das Buch von Kathrin Hartmann "Ende der Märchenstunde", als Anstoß mal kritisch über seinen grünen Lebenstil nachzudenken (http://www.ende-der-maerchenstunde.de)
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      kommentierte am 04.01.2013 um 16:44
      Ich finde jeden Beitrag zu bewußtem Konsum oder Konsumverzicht hilfreich. Jeder Mensch hat seine Gründe, warum er vielleicht Auto fährt oder beim Discounter einkauft. Natürlich ist Aufklärung wichtig um möglichst vielen Menschen Alternativen zu ihrem eingeübten Verhalten aufzuzeigen. Die Missionierung, die aber gerade von den Leuten ausgeht, die sich selbst als ökologisch vorbildlich über andere erheben sehe ich sehr kritisch!
      Die wirtschaftlichen Zusammenhänge wirklich zu überblicken, wenn z.B. nicht mehr bei Aldi eingekauft würde oder Kleidung aus Bangladesh boykottiert würde ist wohl nur sehr wenigen vorbehalten - ich traue mir das nicht zu.
      Daher versuche ich möglichst vieles so zu machen, dass ich mein Verhalten vor mir und meinen Kindern verantworten kann, wohl wissend, dass ich ein Teil unsere Witschaftssystems bin, wie alle anderen in diesem Forum vermutlich auch.
      Wenn Aldi jetzt Fairtrade Kaffe verkauft, so kann ich leider nicht abschätzen, welche Konsequenzen dies für das Siegel und die Bauern hat. Ich bin mir aber sicher, dass das Thema Fair Trade dadurch bei vielen Menschen mehr ins Bewußtsein rückt, die Ökoläden vielleicht einfach nicht mögen oder auch nicht in der Nähe ihres Wohnortes haben und sich die vielen zusätzlichen Strecken sparen möchten um dahin zu kommen.
      Wenn übrigens jemand fair gehandelten Kaffee sucht, kann ich Kaffee Hagen in Heilbronn sehr empfehlen. Ich bestelle dort seit Jahren meinen Kaffee und bekomme ihn direkt vor die Haustür. http://www.hagen-onlineshop.de/Unsere-Philosophie/ Dies ist eine kleine Rösterei, die hervorragende Produkte liefert auch aus fairem Handel - Fair Trade hat man dort den Rücken gekehrt, eben weil Discounter dort einsteigen.
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      kommentierte am 04.01.2013 um 17:07
      Hi Unterwegs,

      "Die Missionierung, die aber gerade von den Leuten ausgeht, die sich selbst als ökologisch vorbildlich über andere erheben sehe ich sehr kritisch!"

      Wer hat wann wie missioniert? Magst du das konkretisieren? Pauschalisierungen sind in Diskussionen wenig hilfreich.

      "Die wirtschaftlichen Zusammenhänge wirklich zu überblicken, wenn z.B. nicht mehr bei Aldi eingekauft würde oder Kleidung aus Bangladesh boykottiert würde ist wohl nur sehr wenigen vorbehalten - ich traue mir das nicht zu."

      Warum traust du dir das nicht zu? Ich kenn dich zwar nicht, aber aus deiner Antwort lese ich, dass du die Sache mit dem Kaffee doch schon ganz gut überblickst. Was bräuchtest du denn für (noch) mehr Durchblick? Diese Platform hat da eine ganze Menge zu bieten. Vielleicht ist da ja was dabei, was da ansetzt wo du Anschluss suchst.

      Gruß Emma
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      kommentierte am 04.01.2013 um 17:26
      Hallo Emma,

      nehmen wir das Beispiel Textilien. Nach den Katastrophen von Bangladesh war mein erster Impuls, niemand sollte diese Kleidung kaufen, so etwas darf es einfach nicht geben, dass Menschen unter solchen Bedingungen arbeiten müssen um anderen ein vermeintlich besseres Leben mit billiger Kleidung zu verschaffen!
      Daraufhin hab ich mich über den Wirtschaftsstandort Bangladesh informiert und musste erkennen, dass diejenigen, die an der Produktion ihr Geld verdienen zum Großteil wichtige Rollen in der Politik haben und daher keine Diversifikation in ihrem Wirtschaftssystem zulassen. Dies wäre nämlich eine Möglichkeit, den Menschen Alternativen zu den Textilfabriken zu bieten, denn ihren Lebensunterhalt verdienen wollen diese Menschen verständlicherweise auch. Die Situation dort scheint der am Ende des 19. Jh. in Europa zu gleichen, wo erst durch wachsende Not der Arbeiter Gewerkschaften gegründet wurden und dann rebelliert werden konnte.
      Indem wir diese Kleidung boykottieren können wir, soweit ich die Zusammenhänge dort verstehe nicht helfen, dennoch widerstrebt es mir soche Zustände zu unterstützen.
      Die einzige Aktion, zu der ich mich entschlossen habe ist, Unternehmen direkt anzuschreiben und zu fragen wo, wie unter welchen Bedingungen produziert wird. Die einzigen die meine Mail dazu beantwortet haben war S'Oliver.
      Da liegt nun aber das Problem, wir können wehklagen, meckern, boykottieren und die Schuld hin und her schieben - die Reichen sind schuld, weil sie zuviel konsumieren, die Armen sind schuld, weil sie Chips von Aldi essen und Smartphones nutzen anstatt ihr Geld im Bioladen auszugeben - nur helfen wird das alles NICHTS. Daher wäre es besser, jedem sein Leben zu lassen und nach Möglichkeiten zu suchen, wie wir wirklich etwas ändern können, wenn es die denn gibt.
      Einzelne zitieren möchte ich nicht, denn auch diese Mitglieder meinen es sicher gut, wenn sie andere (die mit wenig Geld, die mit viel Geld) gruppenweise für schuldig an Klimawandel, sozialer Ausbeutung oder Umweltverschnutzung machen.
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      kommentierte am 04.01.2013 um 20:34
      der langen rede kurzer sinn - kauft beim erzeuger . . . ;) dazu zählt der großteil des handels nicht.
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      kommentierte am 05.01.2013 um 00:14
      @Unterwegs_7: selbst das Anschreiben und die Antworten sind kaum relevant ehrlich, du alleine kannst sie schlecht nachprüfen. Erst , wenn Fernsehteams oder Journalisten mal Dinge ausgraben, müssen Unternehmen reagieren. Und letzlich müssen erst ganze Horden von Menschen schlechte Zustände erkennen, damit sie wirklich etwas ändern. Das dauert aber...

      @LukasJaeger: was schließt du denn aus so einer Studie, die doch so logisch wie nur was ist und nicht erst bewiesen werden muss? Das heißt doch allgemein, wer Geld hat, kann damit auch mehr Aktivitäten in die Welt setzen und viele der kostspieligen Aktivitäten verbrauchen halt CO2. Letzendlich beschäftigt ein Mensch mit Geld ja auch mehr Menschen, die auch wieder CO2 verbrauchen. Muss ich mir alles selbermachen, hab ich nicht soviel Zeit, andere Menschen zu beschäftigen und so weiter.....Daher auch der Begriff: Zeit ist Geld! Können wir ja mal nen neuen Begriff einführen, wie in der Art: Zeit ist Glück... ect.

      Kennt jemand eigentlich die Reingewinnspanne eines Fairtrade-Bio-Kaffee-Bauern gegenüber der eines konventionellen Bauern?
      Hat Aldi denn eigene Kaffeeröstereien? Dachte immer, die Kaffeeröstereifirmen kaufen die Kaffeebohnen...und Aldi deren Kaffee...
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      kommentierte am 05.01.2013 um 14:44
      Hallo Unterwegs,

      ich kann sehr gut nachvollziehen, dass du dich gegenüber global zusammhängenden Problemen auf diesem Planeten, die du nennst, machtlos fühlst. Damit stehst du nicht allein. Genau darum dreht sich diese Platform. Du hast ein paar Dingge genannt, die wir als einzelne versuchen können: Briefeschreiben, Boykott... Und du hast festgestellt dass diese Maßnahmen wenig Auswirkung auf die Situation der Betroffenen hat. Ehrlichgesagt wäre das auch auch nicht zu erwarten gewesen. Dein Impuls nach Möglichkeiten zu suchen was DU tun kannst ist aber richtig und ich würde nicht gleich das Handtuch werfen. Einfache Antworten auf komplexe Fragen gibt es wahrscheiblich nicht. Sicher hilft es sich nicht zu viel vorzunehmen.

      Ich stimme dir zu, dass dir und anderen Menschen zunächst mal besser geholfen ist, wenn du dich in Rahmen deiner Möglichkeiten in deinem Umfeld engagierst und dort etwas bewirkst. Auch denke ich ist es sinnvoll für sich und seine Familie gut zu sorgen, ohne die globalen Fragen aus dem Blick zu verlieren. Wenn du darüberhinaus etwas tun möchtest, hilft denke ich nur das Engagement in einer politischen oder zivilgesellschaftlichen Organisation. Alleine wirst du die Probleme der Welt nicht lösen können.

      Um auf dein Beispiel Kleidung zurück zu kommen: Ich sehe das ähnlich zwiegespalten wie du, einerseits schadet der Boykott dem Unternehmen, andererseits verdienen die Menschen am Produktionsort vielleicht dann gar nichts mehr. Und trotzdem halte ich den Boykott für den richtigen aber nicht für den einzigen Weg. Organisationen wie die "Kampagne für saubere Kleidung" ( http://www.saubere-kleidung.de/ ) u.a. können in dieser Stelle zusätzlich Druck ausüben, dort wo ich es als einzelner nicht kann. Entscheidend ist also die Summe der Handlungen mehrerer Menschen und Gruppen.

      Mich würde dennoch interessieren wo du Tendenzen der Missionierung herausliest. Es geht hier nicht darum wer etwas womit auch immer gut meint. Gut gemeint ist noch lange nicht gut gemacht. Denn es gibt für verschiedene Probleme verschiedene Lösungsansätze. Aber du solltest mitdiskutierenden Utopist_Innen die Chance geben darauf zu reagieren oder ggf. zu differenzieren oder ggf. Missverständnisse ausräumen. Schließlich wollen wir hier kritisch diskutieren und uns gegenseitig sensibilisieren. Jedenfalls will ich das. Davon können alle nur lernen.
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      kommentierte am 05.01.2013 um 18:17
      @Lukas
      "Und wer beim Discounter kauft, soll sich bitte drüber im Klaren sein, daß er damit sein eigenes Billiglohn-Grab schaufelt. "

      Nunja... mein Mann arbeitet (weil ihn als Fremdsprachenkorrespondent ohne lange Berufserfahrung und als Zimmerer in seinem Alter aufgrund der körperlichen Bedenken... keiner mehr wollte) für einen Stundenlohn (Tarif Einzelhandel SH und Zulagen) für einen effektiven Stundenlohn den ich als Office-Managerin schon lange nicht mehr hatte - bevor jetzt schlaue Köpfe meine Worte zerlegen: Er hat 1,20€/Stunde MEHR als ich im Schnitt in den letzten 3 Beschäftigungsverhältnissen!

      Zumindest die Einfachen "Einzelhandelskaufleute" werden meist halbwegs sinnvoll entlohnt.

      Als er vorschlug, sich dort zu bewerben habe ich die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen und geheult, dass wir dann gleich ALGII beantragen können, aber man soll eben nicht urteilen, bevor man sich nicht umgehört hat: Discounter ist nicht gleich Discounter und schlechter Ruf kann auch von Medien durch Einseitigkeit gepusht werden (wie auch der gute Ruf der Fairtrade-Produkte, denn die schwarzen Schafe in der Branche habe ich noch in keinem Medienbericht an den Pranger gestellt gesehen).
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      kommentierte am 05.01.2013 um 23:46
      @snowhopper

      nur zur Richtigstellung, dieser Kommentar stammt nicht von mir.

      @gruenebine
      ich wollte der Aussage von von Sirius7

      "Gerade die ungebildete, meistens über Generationen bestehende, Unterschicht (ALG 2 Bezieher usw.) - warum sie auch immer in dieser Situation sind -, verursachen den ökologisch und gesellschaftsökonomischen großen Schaden an der Umwelt, Natur und dem Klima, usw.."

      eine etwas andere Perspektive entgegenstellen...
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      kommentierte am 06.01.2013 um 09:46
      @Lukas
      Mea maxima culpa. Ich hatte zunächst auch @maria geschrieben - komme hier immer durcheinander mit der winzigen "kommentiert von..." Zeile.

      Und ich möchte der Sicht, dass ALGII Bezieher nicht immer die wüsten Ökokatastrophen sind beipflichten. Wir sind nicht weit vom Aufstocken entfernt - da mein Mann zwar einen guten Stundenlohn bekommt, aber nur Teilzeit arbeitet und mein ALGI ein Witz ist (und hoffentlich bald obsolet) - und halten uns für wesentlich grüner als viele der gutverdienenden Eltern in unserer Kita. Mit dem Dicken SUV vorfahren, die Kids immer in neuen Markenklamotten gekleidet (...und dann meckern, wenn's dreckig wird - aber das ist ein anderes Thema), nach der Kita dann mit der dicken Karre zum Sport (auch in 5 Minuten mit dem Fahrrad erreichbar...) und dann zu Mäckes zum "Abendessen" *grusel*.

      Aber das sind alles Pauschalierungen es gibt in jeder Einkommensklasse sone und solche. Wichtig ist, dass die "Erleuchteten" ein gutes Vorbild geben und zeigen, dass ökologisches Leben auch jenseits der unpopulären, verschrienen Müslifresser-, Jesuslatschenträger- und Jutetaschennutzer-Ecken existiert. Erst dann wird es für die nötige Masse gesellschaftsfähig knackig grün zu sein.
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      kommentierte am 06.01.2013 um 21:46
      Die Info bzgl. des Preisdrucks finde ich interessant. - Erinnert mich z.B. sehr an Diskussionen im Gepa-Umfeld (Weltläden etc) in den 1990er Jahren, und bestätigt eine meiner Prognosen von damals (ich war damals eher auf der Seite derer, die eine Ausweitung auf Supermärkte etc bedenklich fanden,

      ... obwohl kurzfristig und mittelfristig ein Vorteil ist, dadurch evtl. mehr fairtrade Produkte verkaufen zu können, hat es eben auch Nachteile, zum Beispiel diesen (und langfristig evtl auch andere, Manches ist langfristig allerdings nicht sehr sicher rational vorauszusagen, weil es von zu vielen unbekannten und/oder nicht-a-priori-detemrinierten Faktoren abhängt; z.B das Verhalten vieler Menschen)
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      kommentierte am 07.01.2013 um 01:05
      zu behaupten ALG2- BezieherInnen seien (wie sirius7 anscheinend meint) viel größere umweltverschmutzer etc, als der rest, halte ich für ein sehr weit verbreitetes, aber deshalb nicht wahreres vorurteil.

      der fehlschluss rührt vermutlich daher, dass weniger gebildete menschen oft tatsächlich - in einem gewissen rahmen - sich weniger ökologisch verhalten, aber eben dieses "in einem gewissen rahmen" ist sehr entscheidend.
      nur mal ein paar fragen dazu zum nachdenken
      -- wer fährt die spritfressendsten autos und fährt die meisten kilometer ?
      -- wer fliegt die meisten flug-kilometer ?
      -- wer hat die größeren wohnungen mit entsrpechendem heizenergiebedarf etc (zumindest seit jahrzehnten bisher, wenn auch mittlerweile reichere leute sich eher passivhäuser ode wohnungen darin leisten können)
      -- wer ist über aktien etc miteigentümer und damit auch mitverantwortlich für die produktion etc von umweltschädlich hergestellten gütern, und oft noch umweltschädlicher gewonnenen rohstoffen? denn nicht nur die end-konsumenten, sondern schon die hersteller und die vom verkauf verdienenenden aktionäre etc sind da mitverantwortlich
      und schließlich : kann ein alg-2-empfänger nomalerweise viel dafür, sich keine eigene solaranlage auf dem dach leisten zu können? oder eine große geldanlage in klimaneutralisierende projekte, mit denen sich dann ein wohlhabender mensch leicht(er) "klimatisch reinwaschen" kann?
      und übrigens, dumme fernsehsender werden von anderen leuten ebenfalls konsumiert. keienswegs nur oder vorwiegend von alg-2-empfängern; nur dass letztere dafür ggf. notgedrungen mehr zeit ver(sch)wenden,
      aber auch da ist vorsicht geboten: zwar hat ein durchschnittlicher alg-2-empfänger ggf. mehr freizeit als jmd der überstunden macht und noch jeden tag fürs pendeln zeit benötigt, aber die meisten alg-2-empfänger sitzen keineswegs nur den ganzen tag herum, wie oft suggeriert wird, sondern sind z.b. auch auf jobsuche, suchen stellenangebote in zeitungen, im internet u.s.w., schreiben bewerbungen etc.
      Fazit : Die These ist bei genauer Betrachtung schwer haltbar.
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      kommentierte am 07.01.2013 um 01:22
      @anno, dein tip "kauft beim erzeuger" ist nur anwendbar, wenn bio + fairtrade erzeuger für jew. produkte überhaupt erreichbar sind. - das geht evtl mit nahrungsmitteln, teilwesie viell auch für schuhe und kleidung -

      und/aber die probleme liegen keineswegs nur beim handel, sondern schon bei der gewinnung der rohstoffe und deren verarbeitung zu produkten . - z.b. wenn es kein bio-bauernhof ist, dann ggf. futtermittelzusätze aus soja aus dem amazonas , stickstoffdünger aus erdöl, hergestellt mit -nicht-öko-strom, und wenn es schweinefleisch ist, dann ggf. mit (evtl. sogar unbetäubter) ferkelkastration (auch beim lokalen "erzeuger" meist der normalfall) u.s.w.
      und/oder
      bei welchem erzeuger willst du z.b. einen 100%bio+fairtrade computer kaufen ?
      nicht einmal bei einem fahrrad ist das einfach (z.b. der metallrahmen . woher kommt das metall - vielleicht aus einer sozial und umweltschädlichen bauxitmine in indien oder südamerika ...u.s.w.)

      der tip ist also doch nicht so einfach die patentlösung schlechthin
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      kommentierte am 07.01.2013 um 10:22
      Servus berniewa und alle Anderen,

      daß meine Ausführungen zur gesellschaftlichen Unterschicht von einigen falsch verstanden werden (vermutlich selbst Dazugehörige), dachte ich mir.
      Ich sagte: "sie verursachen den ökologisch (= die Wechselbeziehungen zwischen den Lebewesen und ihrer Umwelt betreffend) und gesellschaftsökonomischen (= die Wirtschaft betreffend, wirtschaftlich, sparsam) großen (NICHT GRÖßTEN) Schaden. Bei dieser Feststellung bleibe ich, da sie aus jahrzehntelangen Beobachtung dieser Menschen resultieren. Das Dasein dieser Menschen, die nicht vorhandene Integration in berufliche und soziale Strukturen und das damit verbundene "sich oft Alleine und ausgegrenzt fühlen" verursachen Zwangsläufig dieses Verhalten - aber das ist sicher ein weltweites soziologisches und ein Staatenproblem -, das hier nicht im Detail zu diskutieren ist.
      Aber freilich ist es fraglich, ob der Cayenne Fahrer, der eine 2 Millionen-Euro Eigentumswohnung mit obligatorischen Buchsbäumen auf seiner 50 Quadratmeterdachterasse im Münchener Glockenbachviertel bewohnt-, dann beim Biomarkt um die Ecke umweltbewußt mit seinem 5000 Euro City-Bike vorfährt und im naturgeflochtenen Korb Ecco Clogs tragend für 100 Euro soviel einkauft, wovon ein ALG 2-Bezieher einen Monat leben kann, wirklich umweltbewußt lebt-, auch solche Menschen beobachte ich.

      Aber diese Unterschiede in den Gesellschaften, heute salopp "der Unterschied zwischen Arm und Reich wird immer größer" benannt; es gab sie schon vor 2500 Jahren in allen Abendländischen Kulturen. Die Menschen sind nicht alle gleich! - Das widerspräche der Natur!

      Der Mensch sollte wieder nach seinen natürlichen Instinkten leben, die ihm offenbar vollständig abhandengekommen sind, denn mir scheint (moralinfrei gemeint), daß alle Werte, in denen jetzt die Menschheit ihre oberste Wünschbarkeit zusammenfaßt, Dekadenz-Werte (= infolge kultureller Überfeinerung entartet und ohne Kraft oder Widerstandsfähigkeit/Verfall, Niedergang, sittlicher und kultureller) sind.

      Allen Alles Gute
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      kommentierte am 07.01.2013 um 11:03
      "Das Dasein dieser Menschen, die nicht vorhandene Integration in berufliche und soziale Strukturen und das damit verbundene "sich oft Alleine und ausgegrenzt fühlen" verursachen Zwangsläufig dieses Verhalten".

      Ich denke, daß solche Verallgemeinerungen nicht weiter bringen.
      Schon alleine der Begriff "Dieser Menschen" bringt bei mir die Hutschnur zum Fliegen, auch wenn ich nicht in den Pool "Dieser Menschen" gehöre.

      "Der Mensch sollte wieder nach seinen natürlichen Instinkten leben"
      Müßte erst mal definiert sein, welches diese natürlichen Instinkte sind.
      Ich beobachte vor allem das Problem, daß die natürlichen Instinkte leider nicht ganz mithalten konnten mir der sonstigen Entwicklung (technischer Art).

      Ich verstehe unter "natürlicher Instinkt" z.B. "Ich fresse so viel ich kann, weil wer weiß, wann's wieder was gibt und im Winter ist eh Hungern angesagt".
      oder
      "Meinen Mann suche ich mir danach aus, ob er möglichst viele Kinder produzieren und versorgen kann und im Zweifelsfall dem Nachbar mal eine überziehen kann, wenn der unverschämt kommt. Was er im Kopf hat ist nicht so wichtig."
      u.s.w.
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      kommentierte am 07.01.2013 um 13:27
      Servus Maria,

      Ich las eben das mit dir geführte Interview "Essen hat einen viel zu geringen Stellenwert" und stimme dir in deinen Auffassungen zu 100% zu (auf deine emotionalen Momentgedanken zum Instinkt kann ich hier in diesem Forum nicht eingehen, es würde den Rahmen sprengen). Gerade in Deutschland ist es so, daß für andere Dinge (zum Beispiel Autos, Unterhaltungselektronik, usw.) mehr Geld ausgegeben wird, als für das Essen, das ist wohl in keinem anderem Land der Welt so, man braucht nur nach Frankreich zu fahren und erlebt dort gleich eine andere Mentalität und Essenskultur.
      Ein dazugehörender Aspekt ist für mich als absoluter Alpen- und Naturliebhaber freilich die zunehmende Vermarktung der gesamten Alpenregionen. Inzwischen ist es schwierig, für meine alljährlichen Alpenwanderungen noch Gebiete zu finden, die weniger vertouristisiert sind.

      Um eventuellen anderen Kommentaren zu meinen Gesamtausführungen vorzukommen, stelle ich fest, das diese NICHTS mit Thilo Sarrazin (Deutschland schafft sich ab - Europa braucht den Euro nicht) oder Heinz Buschkowsky (Neukölln ist überall), gemeinsam haben. Es sind meine eigenen Meinungen, die aus meiner jahrzehntelangen autodidaktischen Beschäftigung mit der Philosophie und Psychologie entstanden sind.
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      kommentierte am 07.01.2013 um 15:02
      "Es sind meine eigenen Meinungen, die aus meiner jahrzehntelangen autodidaktischen Beschäftigung mit der Philosophie und Psychologie entstanden sind."
      Und da kam nie der Aspekt vor, daß es "Diese Menschen" nicht gibt? ;-)

      Naja, müssen wir nicht vertiefen.

      Was die Alpenregionen angeht, so gibt es schon noch Regionen, die weniger touristisch überlaufen sind, bzw. wo man den Menschen wirklich was Gutes tut, wenn man dort was konsumiert und Dienstleistungen in Anspruch nimmt.
      Z.B. haben wir uns die Anregung für unsere Webseite über Bio-Produkte der Alpen in den italienischen Südalpen geholt (Region Cuneo).

      Das ist das Gebiet mit der dünnsten Besiedlung und nennt sich auch das Alaska Europas.
      Da gibts auch Regionen, die mehr besucht sind, und andere, die sehr einsam sind.
      Da sieht man dann auch die weniger schönen Aspekte der Entvölkerung:
      Kaputte Dörfer mit lauter alten Steinhäusern, wo einzelne alte Menschen wohnen.
      Die Jungen sind alle abgewandert nach Turin zur Autoindustrie.
      Der Letzte macht das Licht aus und den Deckel seinens Sarges selbst zu....oder so ähnlich.

      Ich war jetzt auch schon länger nicht mehr dort. Seit wir uns selbständig gemacht haben, waren die Urlaube immer wieder mit Geschäfts-Anlässen verbunden und die fanden dann doch eher in den überlaufeneren Gebieten der Alpen statt.
      So ist es leider.
      Aber auch da kann man noch unvergleichlich schöne Wanderungen machen.
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      kommentierte am 08.01.2013 um 07:50
      @Sirius

      Vertouristisierung, vor allem "Kurzreisen", Wochenend-Trips (nach Malle, wie gruselig) sind mir auch ein Dorn im Auge. Alexander von Schönburg hatte - wenn auch das Buch sonst nicht viel hergegeben hat - mit seinen Bemerkungen zum Thema Massentourismus in "Die Kunst des stilvollen Verarmens" den Nagel auf den Kopf getroffen: Bis vor 100 Jahren war das Reisen ein Privileg Reicher und Reisender. Ich plädiere nicht für eine Rückkehr zu dieser Einschränkung, sondern zu seiner 2. Feststellung. Die Reisen wurden überwiegend als Bildungsreisen unternommen und es wurde nicht mal eben irgendwo hingehoppst, sondern auch gleich lange dort geblieben. Um die Kultur des Reiseziels kennenzulernen oder auf Reisen neue Techniken, etc. zu lernen (was damals auch bei den Reichen, wie auch den Reisenden Lehrlingen das Hauptanliegen war) ist eine Entschleunigung des heutigen Reisebegriffs nötig. Die Bahn ist da ein sehr schönes Mittel (bin im Sommer selber mit Mann und 2 Kindern im Alter von 3 und 5 Jahren drei Wochen in England unterwegs gewesen: Per Bahn und per pedes). Und wem das zu unbequem ist und wer Wellness in Dubai will oder am Strand von Tunesien in der Sonne garen möchte, muss dazu gezwungen werden, für die ökologischen (und damit von der gesamten Gesellschaft zu tragenden) Kosten zu begleichen.

      Postuliere an dieser Stelle: Nicht Einkommen, sondern Bequemlichkeit und das auf allen gesellschaftlichen Ebenen (allerdings basierend auf der Höhe des Einkommens unterschiedlich stark) ist der größte Faktor, der den ökologischen Fussabdruck explodieren lässt.

      Und zum Thema "Deutschland schafft sich ab": Ohne, dass ich in irgend einer Form rechts eingeordnet werden kann, sondern eher linke, teils fast autonome Ansichten habe, finde ich, dass Herr Sarrazin zu unrecht angefeindet wurde. Ich habe selber ähnliche Tendenzen beobachtet, die aufgrund einer Nicht-Integration gewisser Bevölkerungsteile zustande kommen. Ich lebe sehr nah an einem typischen "Sozial-Ghetto" - um 70% Migrantenquote. Auf den Spielplätzen unserer Gegend höre ich die Mütter türkisch, russisch, polnisch, Farsi, etc sprechen. Sie sitzen immer in Gruppen zusammen und es kommt selten zu Austausch auf der Ebene. Nur die Kinder kommen durch ihr Spiel zusammen.
      Dort gibt es Leute (Klischee hin oder her ich schreibe es wie ich es empfinde: hauptsächlich die Hausfrauen), die sind teilweise auch in 2. oder 3. Generation noch nicht fähig genug Deutsche Worte über die Lippen zu bringen, um hier in einem Aarbeitsverhältnis und sei es auch am Fliessband "überleben" zu können. TEILWEISE. Aber es gibt auch andere, die versuchen in allen Situationen, bevorzugt Quartiersentwicklungsaktionen, die Kultur und Sprache ihres "Gastlandes", respektive Ihrer neuen Heimat anzunehmen. Wie sich dann das auf Ihren Fußabdruck auswirkt hängt aber weder mit der Herkunftskultur, noch mit der deutschen zusammen, zumal ich "Kultur" als soziales Massenprägungsparameter sowieso überholt finde, respektive der Begriff etwas in seiner Bedeutung gewandelt wurde und sich auch immer weiter verändert. Vielleicht ist bald ein neuer Parameter fällig.

      Zu guter letzt: Der Stellenwert von Essen - wenn er denn an Budget gemessen werden kann:
      Miete, inkl. Heizung: 740 EUR
      Fortbewegungsbudget: 320 EUR
      Ausgaben für Lebensmittel (mittel 2012): "nur noch" 560EUR, nachdem ich über das Buch "Arm aber Bio" gegrübelt und ein paar enthaltene Tipps an unsere Familiensituation angepasst habe. Es steht noch offen: Ausschließlich Saisonal und regionaler.
      Das Verhältnis zum Gesamthaushaltsbuget liegt weit über dem deutschen Durchschnitt, obwohl das Gesamtbudget nah am Schnitt liegt.
      Wenn der Stellenwert von Essen an den Gewohnheiten festgelegt werden kann:
      Wir essen jeden Wochentag 3 feste Malzeiten im Hause, an denen mindestens 3, beim Abendessen, wenn mein Mann nicht Schicht hat 4 Leute am Tisch sitzen. Manchmal kommt der ein oder andere Verwandte oder Bekannte dazu. Das Fernsehen bleibt aus und es wird in Ruhe (soweit mit jetzt 4 und 6-jährigen Kindern möglich) gespeist und sich unterhalten. Meine These: Essen verbindet, hält nicht nur Leib und Seele sondern auch die Gemeinschaft zusammen und ist nicht auf reine Energieaufnahme zu degradieren.
  • antwortete am 03.01.2013 um 13:52
    es gibt doch Heerscharen von Menschen, die glauben, sich bio nicht leisten zu können. Aldi-bio ist da ein gutes Mittel, solche Menschen umzugewöhnen.

    ich kenne Leute, die früher fast nur bei Aldi gekauft haben,
    dann dort auch möglichst bio,
    dann im bioLaden all das bio, was der Aldi nicht hat
    und schließlich kaum noch bei Aldi.

    eigentlich ideal.

    das wird ja nicht die Regel sein, aber es ist ein sehr schöner Effekt von Discounter-bio.
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      kommentierte am 03.01.2013 um 14:34
      Hi Chilma, dieser Umdenkprozess ist mir noch ganz klar. Wie wird jemand vom Dicounter-Bio-Käufer zum strikten Biomarkt-Einkäufer? Welche Knöpfe werden da gedrückt, damit dieser Weg eingeschlagen wird? Welche Faktoren spielen für ein solche Umdenken deiner Meinung nach eine Rolle? Kannst du das genauer erklären?
      Fragt und grüßt Emma
    • kommentieren
      kommentierte am 03.01.2013 um 14:41
      ich sehe das so:
      Ich gehe ja nicht hin und sage zu den Menschen, die bei ALDI Bio oder Fairtrade kaufen nicht:
      Dudu...das darfst Du nicht machen....das ist pfui.

      Ich habe eine Freundin, die jetzt plötzlich alle Zutaten für die Weihnachtsplätzchen bei NORMA in Bio gekauft hat, obwohl sie mich vor einiger Zeit noch belächelt hat wegen meinem Bio-Fimmel.
      Das finde ich natürlich positiv und sage ihr ein um's andere mal, wie gut die Plätzchen schmecken ;-)

      Aber wenn jemand danach fragt - hier auf dieser Plattform - dann finde ich es richtig, wenn aufgezeigt wird, daß ALDI & Co. in der Rangfolge sinnvoller Einkaufsmöglichkeiten etwas weiter unten - bis sehr weit unten - rangiert.
    • kommentieren
      kommentierte am 03.01.2013 um 14:53
      welche 'Knöpfe' da gedrückt werden in manchen Hirnen, ist mir nicht klar.
      jedenfalls kenn ich zwei Familien - nicht untereinander verwandt ;) -
      die mit der Schizophrenie lebten, einerseits Aldi-Käufer gewesen zu sein
      und andererseits bioKäufer.
      beide Familien sind inzwischen aus Aldi rausgewachsen und in 'besseres' Bewusstsein hinein,
      die eine mehroderweniger vegetarisch sogar,
      die andere, zja, abwechselnd mit vegetarischen und fleischessenden Langzeitphasen...
      immerhin, man ringt mit sich.

      wäre doch wünschenswert, wenn in der gesamten Bevölkerung solche Umdenkprozesse laufen könnten
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      kommentierte am 03.01.2013 um 15:16
      Ich frage deshalb nach, weil ich es für möglich halte, dass eher andere Aspekte zum Umdenken geführt haben müssen. Ähnliche vielleicht, die dazu geführt haben überhaupt Bio/ Fair im konventionelllen Supermarkt nachzufragen. Auf die würde ich mich konzentrieren, wenn es um die Frage geht, brauchen wir Aldi & Co. wirklich. Dass ein bereits begonnender Umdenkprozess weitergeht, auch soweit dass irgendwann konsequent gekauft wird, das verstehe ich. Da waren vielleicht Freunde und Bekannte, oder Internetplattformen und andere Medien, wie Maria_L es beschreibt, die da ein Rolle spielten. Meinst du diese beiden Familien hätten, wenn es Aldi nicht geben würde, überhaupt nie umgedacht?

      Es leuchtet mir schon ein, dass jemand auf dem Weg dahin auch die preiswerteren Zwischenalternativen wahrnimmt und auch ausprobiert. Ich bin mir einfach nicht sicher, ob Discount-BIO/fair wirklich als "Weichensteller" gesehen werden kann, wenn ich mir klar machen welchen Schaden sie gleichzeitig (auch in der Bio- und Fairbranche) anrichten.

      Von daher mag ich niemandem sagen, "wenn du schon beim Discounter kaufst dann wenigsten Bio", weil das nichts am Grundproblem ändert. Es ist auch nicht nur ein bisschen besser. Und wenn mich jemand explizit nach Discount-Bio fragt, dann halte ich damit nicht hinterm Berg. Meine Ratschläge gehen eher so dahin, "komm wir machen mal einen Ausflug aufs Land und schauen uns mal ein Paar Produzenten und Anbauformen an". Beim Kaffee jetzt eher schwierig, das würde ich andere Wege suchen das Prinzip (didaktisch) zu vermitteln....
    • kommentieren
      kommentierte am 03.01.2013 um 17:48
      echt, sowas machst Du?
      verabredest Dich mit Leuten zu einem Ausflug zu "Produzenten und Anbauformen"?

      ich versuch, Deine Fragen zu beantworten:
      wenn es Aldi nicht geben würde, würden auch diese Familien woanders kaufen,
      würden also ihre Anregungen zum bioKauf woandersher beziehen.
      für diese Antwort hast Du aber mich nicht fragen brauchen,
      die kam aus der schlichten Logik und nicht aus meiner Kenntnis der beiden Familien.

      natürlich gibt es fast immer mehrere Beweggründe für alle möglichen Entscheidungen,
      aber dass BiofairProdukte einem AldiKäufer vor die Nase gepflanzt werden, ist schon einer.

      irgendwas versteh ich nicht an Deinem Gedankengang,
      wir haben doch gar nicht die Wahl
      'bisschen bio/fair im Aldi' oder 'es gibt gar keinen Aldi'
      ?

      die ursprüngliche Frage war ja nicht "brauchen wir Aldi"
      sondern "was ist von bio/fairProdukten in/aus Discountern zu halten",
      wenn ichs recht verstanden hab
    • kommentieren
      kommentierte am 03.01.2013 um 17:55
      "komm wir machen mal einen Ausflug aufs Land "

      Gutes Stichwort. Ich lebe ja bekanntlicherweise seit einiger Zeit auf dem tiefsten Land. Mir ist schon klar, dass das was ich jetzt schreibe nicht unbedingt mit deinem Ausflug aufs Land etwas zu tun hat aber ich muss es einfach los werden, denn da auf dem Land, da brauchen wir die Diskonter und ihr Bio, sonst bewegt sich da gar nicht s aber auch schon über Haupt Garnichts.
      Die Menschen sind zu faul über die Straße zu gehen und die Milch direkt ab Hof zu kaufen, lieber kaufen sie bei Lidl und Co. Die Leute lassen hier ihr Obst verrecken und kaufen lieber Gsiferl (Ohrwaschlwasser, oder auch Limonade), Die Leute hier heizen mit Heizöl obwohl sie 10 ha Wald geerbt haben und sich über den niedrigen Brennholzpreis beschweren. Die kaufen ihr Gemüse im Supermarkt obwohl sie hinterm Haus 3000 m² Golfrasen haben.
      Nur was gekauft ist ist etwas wert!!! und wenn’s dann Bio aus dem Diskonter ist meinet wegen.
      Ja liebe Leute wir sind noch nicht sehr weit mit der Nachhaltigkeit.
      Die Begriffe Nachhaltigkeit, Fair Trade, vegan, oder vegetarisch stammen aus der Großstadt, auf dem Lande hat das alles keine Bedeutung, da zählt nur die Doppelgarage und der größere Traktor und wer beim "Schnapsen" die Saustelze gewonnen hat.
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      kommentierte am 03.01.2013 um 18:01
      "echt, sowas machst Du?
      verabredest Dich mit Leuten zu einem Ausflug zu "Produzenten und Anbauformen"?"

      Ja sowas mach ich wirklich ;-) http://www.utopia.de/blog/was-nachhaltigkeit-manchmal-auch-mit/exkursion-ins-schlachthaus (erinnert mich daran, dass der Exkursionsbericht noch aussteht...;-).

      Was meinst du mit wir haben nicht die Wahl...? Ich denke die haben wir schon.

      Stimmt, die Frage war nicht ob wir Aldi brauchen. Aber du hattest ja angeführt dass Aldi so eine Art Weichensteller sein könnte, um Menschen über den Discounterumweg zum Umdenken zu bewegen. Ich sage dazu nur, dass ich mich diese "positiven" Sicht auf Discount-Bio nicht so richtig überzeugt und ich daher keinen Grund sehe, Discounter dafür zu loben oder Menschen davon überzeugen zu wollen, dass es besser als gar nichts sei...

      Ehrlich gesagt habe ich von dir jetzt auch keine umfassenden Antworten auf meine Fargen erwartet. Es sind eher so Frage die mir immer wieder im Kopf herumschwirren, wenn es zu der Frage kommt, kleine Schritte sind besser als gar keine. Und ich merke, dass ich das von Fall zu Fall unterschiedlich beantworten würde. Im Falle von Aldi sage ich Nein. Die negativen Folgen ü+berwoegen für mich einfach. EinSchritt in die Richtige Richtung, zwei indie Falsche.

      Im Falle von Rewe zum Beispiel, wo es ja offenbar doch ein ernsteres Interesse an nachhaltiger Unternehmensführung gibt, würde ich gerne antworten, es macht Sinn, neben konventionellen Produkten auch die Bio-Fairen anzubieten (die echten natürlich). Da habe ich aber immerhin einen echten Ansprechpartner (Utopia-unternehmensdialog), den ich auf diese und jene Verantwortlichkeiten und Möglichkeiten aufmerksam machen kann.
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      kommentierte am 03.01.2013 um 18:10
      "Die Begriffe Nachhaltigkeit, Fair Trade, vegan, oder vegetarisch stammen aus der Großstadt, auf dem Lande hat das alles keine Bedeutung, da zählt nur die Doppelgarage und der größere Traktor und wer beim "Schnapsen" die Saustelze gewonnen hat."

      hm, ob das so stimmt? In meiner Stadt haben die Leute zwar keine Traktoren dafür aber SUVs in der Größe eines Traktors.... Ich denke die Leute gehen zu Aldi vor allem, weil sie es können. Ob sie es müssen, da bin ich mir unsicher. Sicher bin ich mir aber, dass wenn es Aldi nicht gäbe, würden dir die Leute den Hof einrennen für deinen köstlichen Apfelsaft, den du letztes Jahr gepresst hast.*

      Jedenfalls, mag es stimmen, dass sich die VertreterInnen allermöglichen Weltanschauungen in Städten eher konzentrieren (liegt an der Grundeigenschaft urbaner Räume: es sind Orte der Agglomerationen...). Wenn dein Haus und Hof in meiner Nähe wäre, würde ich meine Exkursionen jedenfalls zu dir machen ;-)

      *editiert 18:14
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      kommentierte am 03.01.2013 um 19:43
      Du machst das tatsächlich. Alle Achtung, Emma.

      wir haben die Wahl, ob es Aldi gibt? darüber werden wir beide uns heute nicht mehr einig.

      man muss doch jeden, den man überzeugt sehen will, da abholen, wo er steht
      (zB Aldi-Käufer) und nicht mit zu großen Absolutheitsansprüchen überfordern!
      die meisten (Aldi-Käufer) erreichen wir eh nicht mit unseren Worten.

      alle Aldis zumachen, das würden wir gerne; da wir das nicht können, gibt es eben Aldi-Käufer
      und ich bin froh, dass auch diese biofairArtikel zu Gesicht bekommen und vor der Wahl stehen.

      empfehlen tu ich gar nichts vom Aldi, dennoch strömen die Leute doch da hin; und
      die sollen auch dort sich fragen 'müssen': nehm ich diesen Kaffee oder den anderen.
    • kommentieren
      kommentierte am 03.01.2013 um 23:35
      Ob REWE, EDEKA, Lidl/Kaufland oder Aldi, sie alle springen auf den Bio- und Fairtrade Zug auf, weil sie wittern, dass sie damit immer breitere Käuferschichten erreichen und Geld damit zu machen ist. Das Problem bei 3.Welt-Läden,. Gepa und underen Fairtrade-Organisationen, ist, dass doch in den Verkaufspreisen oft zu hoch gegriffen wird. Selbst wenn die Bauern den doppelten oder dreifachen Preis für Ihre Kaffee- oder Kakaobohnen erhalten ist der Rohstoffwert anteil am Verkaufspreis so gering, dass drei-bis vierfache Verkaufspreise gegenüber konventionellen Waren nicht gerechfertigt sind. Ich denke da verdient die Gepa am meisten dran.
    • kommentieren
      kommentierte am 03.01.2013 um 23:35
      Ob REWE, EDEKA, Lidl/Kaufland oder Aldi, sie alle springen auf den Bio- und Fairtrade Zug auf, weil sie wittern, dass sie damit immer breitere Käuferschichten erreichen und Geld damit zu machen ist. Das Problem bei 3.Welt-Läden,. Gepa und underen Fairtrade-Organisationen, ist, dass doch in den Verkaufspreisen oft zu hoch gegriffen wird. Selbst wenn die Bauern den doppelten oder dreifachen Preis für Ihre Kaffee- oder Kakaobohnen erhalten ist der Rohstoffwert anteil am Verkaufspreis so gering, dass drei-bis vierfache Verkaufspreise gegenüber konventionellen Waren nicht gerechfertigt sind. Ich denke da verdient die Gepa am meisten dran.
    • kommentieren
      kommentierte am 05.01.2013 um 15:04
      Hi Chilma, so langsam wirds für mich unübersichtlich unter welche Antwort ich welchen Kommentar gegeben haben ;-)

      Um diesen Thread abzuschließen, du hast recht, ob wir die Wahl haben oder nicht, darin werden wir uns wohl nicht mehr einig. Wahrscheinlich würden wir beide diese Frage sogar zu unterschiedlichen Zeitpunkten bei unterscheidlichen Themen auch unterschiedlich für uns selbst beantworten.

      Zu deiner Aussage
      "man muss doch jeden, den man überzeugt sehen will, da abholen, wo er steht
      (zB Aldi-Käufer) und nicht mit zu großen Absolutheitsansprüchen überfordern!"

      habe ich diesem Thread einiges zu gesagt, falls du Lust und Muse hast dich da reinzulesen;-): http://www.utopia.de/gutefragen/fragen/fair-trade-kaffee-jetzt-auch-bei/antworten/37421

      Ansonsten lasse ich das Gesagte und Angedachte einfach mal so stehen. Mir gehts nicht drum irgendwen von meinen Perspektiven zu überzeugen. Fast alle Aussagen haben hier irgendwie ihre Berechtigung, finde ich. Und ich bezweifele, dass es eine einfache Antwort für diese sehr komplexen Zusammenhänge gibt.

      Viele Grüße
      Emma
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      kommentierte am 06.01.2013 um 19:22
      Interessaner Erfahrungswert (von Chilma). Hab ich teilweise /ansatzweise auch beobachtet. Meine Eltern zum Beispiel und meine Oma wohnen viele km entfernt vom nächsten Weltladen oder Bioladen. Freilich können sie ggf. auch online kaufen, aber immer noch besser, sie kaufen - .w.e.n.n. sie sowieso (was ich ihnen wohl nicht mehr abgewöhnen kann) bei Aldi einkaufen, (übrigens auch bei Rewe, den es auch im Ort gibt), dann dort den .f.a.i.r.t.r.a.d.e. Kaffee, als den Ausbeuterkaffee.
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      kommentierte am 07.01.2013 um 02:32
      so hab ich das gemeint; ich freu mich,
      dass der Gedanke hier bei Berniewa nochmal klarer rüberkommt - find ich jedenfalls.

      bringt nix, die biofairKäufer und die Sonstwas-Käufer immer schön sortiert zu halten,
      die einen in bioLäden, die andern in Discountern, so kommt man nicht voran.

      liebe Grüße, auch an Emma, an alle...
  • antwortete am 30.12.2012 um 12:39
    Wieso nicht? Bei Lidl gibts schon lange Produkte mit dem Fairtrade-Siegel. Ich würde davon ausgehen, dass der Kaffee die von diesem Siegel geforderten Kriterien dann tatsächlich auch erfüllt.

    Eine andere Frage ist, ob es empfehlenswert ist, diesen Kaffee dort zu kaufen. Ich boykottiere erstens Aldi und Lidl aus diversen Gründen und zweitens ist mein Vertrauen in das Fairtrade-Siegel ziemlich gesunken. Ähnlich wie das EG-Biosiegel fordert es nur absolute Mindeststandarts. Ich vertraue hingegen der gepa und bevorzuge deren Produkte (die gepa verzichtet übrigens neuerdings auf das Fairtrade-Siegel, weil sie es ebenfalls sehr kritisch sieht). Aber das ist jetzt ein ziemlich großes Thema, zu dem viel zu sagen wäre...
    • kommentieren
      kommentierte am 03.01.2013 um 18:40
      The Fairtrade Company, so sticht´s ins Auge, wenn die gepa googelst
  • antwortete am 30.12.2012 um 23:14
    Discounter und Fairtrade sind im wahrsten Sinne des Wortes meines Erachtens zwei Welten die aufeinanderprallen.
    Letzten Endes geht es bei solchen Konzernen nur um maximale Ertrags- und Profitoptimierung ohne wesentliche Rücksichten auf Menschen, Tiere und Umwelt.
    Wirklich Nachhaltige und fair gehandelte Produkte, wo auch der Verkäufer bzw. Inhaber hinter dieser Idee steht gibt es im dementsprechenden Einzelhandel.
    Oft gibt es ein nettes Gespräch und Beratung zu diesem Thema gratis dazu.

    Mehr Infos:
    http://www.utopia.de/blog/gedanken-zum-zeitgeschehen-umwelt/die-billig-luege
    • kommentieren
      kommentierte am 31.12.2012 um 08:39
      stimmt. du merkst den unterschied schon allein daran, mit welcher haltung der verkäufer dir entgegentritt.
      im discounter ist leider das wissen und auch die einstellung mehr als dürftig, geht es doch nur um das
      verkaufen ansich und nicht um das produkt und was dahin steckt.
      im fairtradeladen wirst du oft mit authentizität und freude an den dingen ansich schon regelrecht mit angesteckt.
      also, fairartikel im discount ist für mich wie ein verrat an den menschen, die diese fairtradewaren herstellen.

      und das nur, weil billig und masse immer noch wichtiger ist, als mensch und natur!
    • kommentieren
      kommentierte am 07.01.2013 um 18:01
      Wollt Ihr eine Haltung kaufen oder Fairtrade-Kaffee?

      Ich wage sehr zu bezweifeln, ob man mit dem Einkauf in einem bestimmten Laden eine Philosophie förderm bzw. bremsen kann. Die richtigen Produkte, ja, durch deren Kauf kann man in unserer Marktwirtschaftswelt etwas bewirken, aber die richtigen Produkte werden nicht dadurch falsch, weil sie der Falsche verkauft.

      Zumal genau dadurch, durch den Verkauf von BIO, Fairtrade und Co. in Supermärkten und Discountern, der Mini-Dunstkreis von BIO-Laden-Betreibern und -Käufern aufgebrochen wird und eine weit größere Kundschaft damit in Berührung kommt.
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      kommentierte am 07.01.2013 um 18:13
      "die richtigen Produkte werden nicht dadurch falsch, weil sie der Falsche verkauft"
      Nein, die Produkte werden dadurch natürlich nicht entehrt ;-)

      Es macht aber doch einen großen Unterschied, in welche Tasche das Geld fließt.
      Wenn Bauer A und Bauer B die gleichen Kartoffeln direkt verkaufen, dann kaufe ich ja auch bei dem, von dem ich glaube, daß er unterm Strich das bessere Konzept hat.

      Und solange ALDI seine Mitarbeiter bespitzeln läßt (siehe aktuellen Fall in Krumbach), ist es irgendwie ein Hohn, wenn ALDI faire Produkte verkauft.

      Wie schon mehrfach geschrieben: Ich habe kein Problem damit, wenn jemand seinen fairen Kaffee bei ADLI kauft.
      Aber wenn hier nachgefragt wird, muß die Antwort erlaubt sein, daß es gute Gründe gibt, den Kaffe nicht bei ALDI zu kaufen.
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      kommentierte am 08.01.2013 um 12:08
      Zugegeben, Maria, diesen Unterschied gibt es natürlich. Mir wird hier teils nur wieder zu sehr schwarzweiß-gemalt. Im BIO-Laden kaufen ist natürlich (noch) besser, als seine Einkäufe beim ALDI zu beziehen.

      *Aber* es ist beileibe nicht deswegen *schlecht*, dass ALDI, LIDL und Co. da ebenfalls einsteigen. Ganz besonders, wenn man bedenkt, dass die übergroße Masse aller Deutschen hauptsächlich dort einkauft...

      Ich plädiere da sehr für Nüchternheit: Besser ist eben besser, Punkt. Denn es wäre defintiv *nicht* besser, wenn die Discounter sich nicht daran beteiligten.
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      kommentierte am 08.01.2013 um 12:21
      Wie geschrieben rege ich mich sicher nicht über jeden ALDI Käufer auf, sondern begegne dem mit großer Nüchternheit ;-)

      Nur noch Folgendes:
      "Denn es wäre defintiv *nicht* besser, wenn die Discounter sich nicht daran beteiligten."

      Das würde vorraus setzen, daß der Marktanteil für Fairtrade-Kaffee durch ALDI wächst.
      Ich fürchte allerdings, daß langfristig vor in erster Linie eine Verlagerung statt findet.
      Die kleinen engagierten Händler, die sich schon seit Jahrzehnten für Bio + FAIR und mehr engagieren, bleiben auf der Strecke, weil sie dem Preiskampf nicht gewachsen sind.

      ALDI mit unfairen Methoden der Mitarbeiterführung ect. gewinnt dabei.

      Ich habe sicher nichts dagegen, daß ALDI Fairen Kaffee verkauft und freue mich, wenn der harte Kern der NUR-ALDI-Käufer diesen dort kauft.
      Ich schlage nur vor, daß man doch bitte dennoch den Kaffee wo anders kauft.

      Spricht was dagegen, das so differenziert zu betrachten?

      Ich glaube, ich speichere mir mal einen Textbaustein weg, wo das genau soooo aufgedröselt ist ;-)
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      kommentierte am 08.01.2013 um 13:33
      Nichts spricht gegen Deine differenzierte Betrachtung. Aber wir sollten nicht vergessen, dass wir hier unter uns diskutieren, einem nach wie vor kleinen Häufchen von Menschen, die man sowieso nicht mehr überzeugen muss. Ein Häufchen, zu dem die allermeisten Menschen nie gehören werden, weil sie überhaupt nicht darüber nachdenken. Es hat doch so gut wie gar keine Auswirkung, wenn wir hier unter uns die Discounter geißeln und den Boykott ausrufen.

      Der Gedanke, die Idee und die Produkte müssen Zugang zu anderen Schichten finden, damit die *Wirkung* besser wird. Zumal diese anderen Schichten mindestens Dreiviertel der Konsumenten ausmachen (wahrscheinlich noch mehr...).

      Daher empfinde ich das kategorische "Nein", was hier immer wieder anklingt, als falsch und kontraproduktiv, ja, sogar häufig als regelrecht pharisäerhaft und hochmütig - daraus entsteht nie etwas Gutes, meine feste Überzeugung.

      Im Gegenteil: Ich begrüße das Eindringen von BIO und Fairtrade bei den Discountern erstmal mit einem klaren "Ja". Und erst dann, wenn jemand, der *nicht* aus dem kleinen Häufchen kommt und fragt, füge ich ein "aber" an.

      Sorum wird ein Schuh draus, meiner Meinung nach. Ganz wie Du es sagst: differenziert ;-))
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      kommentierte am 08.01.2013 um 17:45
      "Aber wir sollten nicht vergessen, dass wir hier unter uns diskutieren, einem nach wie vor kleinen Häufchen von Menschen, die man sowieso nicht mehr überzeugen muss"

      Sorry, ich kenne die 70000 offensichtlich nicht so gut wie Du. ;-)

      Für mich ist die Lage einfach die:
      Was jeder Einzelne macht, ist seine Sache. Auch ich handel bei Weitem nicht immer 100% ökorein, auch wenn ich vielleicht manchmal korinthenkackermäßig rüber komme.

      Aber wenn ich in einem Programmiererforum eine Frage zur Anpassung von Open-Source-Code beantworte, dann sage ich: Schreibe eine saubere Schnittstelle, statt einfach den Code zu hacken.
      Danach mache ich dann weiter mit Code hacken.
      Aber ich gebe die Antwort, die nach Stand der Technik richtig ist.
      Den Rest kann jeder nach eigenem Gewissen anders machen.

      Egal...es wird immer die unterschiedlichen Ansichten geben.
      Ich kann einfach nicht aus meiner Haut raus, wenn ich ALDI und FAIR in einem Satz höre, dann finde ich das halt einen Kommentar wert.
  • antwortete am 03.01.2013 um 11:14
    Andererseits aber ist ein Fairtrade-Produkt in einem Discounter dennoch zu unterstützen gerade WEIL es anders ist und man durch eine kundeneigene Subvention der Fairtrade-Produkte möglicherweise ein Umdenken erzwingen kann, gerade weil es um Profit geht. Aus dieser Sicht gesehen, stehen in erster Linie die Anbauweisen und Richtlinien die ausschlaggebend für ein Fairtrade-Logo sind. Die Profitorientierung der Supermärkte ist eine logische Konsequenz unserer Marktwirtschaft und der Grund, - warum ein Supermakrt ein Supermarkt und kein Welt-Laden ist - aber in diesem Fall möglicherweise kein Grund, den Kaffee nicht zu kaufen.
  • antwortete am 03.01.2013 um 13:26
    Fairtrade Kaffee bei Aldi? Ich gehe in den Laden schon seit mehr als 10 Jahren nicht mehr. Für mich ist das so, wenn der Energieriese EON, grünen Strom verkauft. Das passt mit deren Firmenphilosophie einfach nicht zusammen.
  • antwortete am 03.01.2013 um 13:40
    Ich habe mich längst von den Discountern verabschiedet und das aus vielfältigen Gründen.
    Die (wenigen) Euro-Bio bzw. Fairtrade-Produkte beim Discounter sind meines Erachtesn reine Imageaufpoliererei und sollen über die üblen Geschäftspraktiken hinwegtäuschen.
    Den Sinn von EU-Bio habe ich sowieso nie verstanden: Das ist ja wie ein bißchen schwanger.
    Ich will gar keine Chemie in meinem Leben und kaufe deshalb komplett im Bio-Markt und auch dort nicht alles was feilgeboten wird.
    Schade, daß auch dort die Arbeitsbedingungen oft nicht so toll sind.
    Was können wir da tun?
    Wer aber die Billigketten unterstützt, unterstützt auch die Billiglöhne und das ist eine Spirale in die falsche Richtung.
    • kommentieren
      kommentierte am 03.01.2013 um 19:31
      Das ist die Antwort, die ich auch gebe! Ich wundere mich zu oft über (nach)denkende Menschen, die zu oft über Klimakatasytrophe etc lamentieren ... und dann von ihren tollen Aldi-Einkäufen erzählen. danke, Montesol!
  • antwortete am 03.01.2013 um 13:43
    Bei Fairtrade wird die gesamte Lieferkette unter die Lupe genommen. Auf einem Produkt, auf dem Fairtrade draufsteht ist also auch Fairtrade drin. Das solche Siegel angesichts der Kontrollen, die durch sie ausgeübt werden, nicht umsonst zu haben sind sollte auf der Hand liegen. Schließlich müssen Sie für den TÜV ja auch Geld bezahlen. Die Siegelkriterien sind auf den Webseiten der jeweiligen Siegelgeber nachzulesen. Das gilt für Fairtrade wie für die Rainforest Alliance oder utz certified. Ich finde das alles gar nicht so schwer, wenn man sich direkt bei den Siegelgebern informiert, denn an deren Vorgaben haben sich auch die Unternehmen zu halten.
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      kommentierte am 03.01.2013 um 14:23
      2 kleine Einwände : Es stimmt schon, die Siegel werden verantwortungsbewusst vergeben u.s.w. allerdings haben sie trotzdem noch ihre "blinden Flecken", z.B. ist nicht so genau mitberücksichtigt, wer am Ende die Produkte verkauft (denn das kann vorher bei Siegelvergabe auch nur schwer festgelegt werden, und zudem ist evtl sogar die Absicht, dass ein breites Spektrum von Anbietern sie verkauft, sogar z.B. Aldi - die ansonsten bisher nur wenig auf fairtrade geachtet haben).

      Nebenbei ein anderer blinder Fleck ist die Verpackung. Zwar wird auch da versucht, z.B. Alu-Plastik-Verbundstoffe zu vermeiden, was schon einerseits umweltfreundlich ist, insofern als z.B Bauxitabbau und Verarbeitung soziale und ökoligische "Minuspunkte" mit sich bringt (von Wälderzerstörung durch Bauxitminen bis zum extrem hohen Energieaufwand der Aluherstellung etc und dann noch evtl Probleme mit Recycling, wenn es ein mit Kunststoff gemixtes Verbundmaterial ist), aber nur allein Plastik, das aus Erdöl gewonnen wurde, ist leider immer noch "optimierungsfähig" zu nennen (kein Vorwurf, nur ein Hinweis auf eine Tatsache, als konsturktiv-kritische Anregung gedacht)

      Warum Erdöl in vieler Hinsicht gar nicht "fair" ist, dazu vgl http://www.utopia.de/gruppen/buecher-filme-und-tv-415/diskussion/das-oel-zeitalter-dokumentarfilm-2-197487
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      kommentierte am 03.01.2013 um 14:47
      Natürlich, genauso fair wie die Siegel, die von den großen Versicherunsgkonzernen gekauft werden, um die Güte Ihrer Produkte an den Mann (oder die Frau) zu bringen. Im Grunde ist dies alles nur reines Marketing - und dies wird jeder, der aus der Branche kommt - genauso bestätigen!
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      kommentierte am 03.01.2013 um 15:01
      @berniewa: vermutlich werden Sie mit Ihrem zweiten blinden Flecken recht haben; offen gestanden habe ich den Aspekt Verpackung beim Fairen Handel nicht vordergründig im Sinn. Gelabeld werden die Agrarrohstoffe und die Produkte, die daraus entstehen. Die Siegelorganisationen sind hier Mittler oder Partner der Produzenten auf beiden Seiten der Kette. Es gab tatsächlich vor zwei jahren ein heftig geführte Debatte in der fairen Community, ob man denn in den mainstream will (vulgo Discount oder Supermarkt) oder eine Nische bedienen. Jedem, dem an der Sache selbst gelegen ist, nämlich Anbaubedingungen zu verbessern, sollte klar sein, dass der Weg in den mainstream führen muss. Fairtrade geht dieen Weg recht konsequent und das bedeutet auch Kontakte zu den großen Handelsketten. Lidl ist übrigens unter den Discountern derjenige, der die meisten Fair gehandelten Waren führt (zwar immer noch verschwindend wenig, dennoch mutig, wenn man sich so anschaut, wer denn alles so bei Lidl kauft). Kurz: Discount und Supermarkt als Absatzstellen sind bei Fairtrade durchaus beabsichtigt, was ich begrüße. bei Aldi im übrigen muss man einschränkend festhalten, dass es einen Unterschied macht, ob man bei Aldi Süd oder Aldi Nord kauft. Lt. Dieter Overath ist Aldi Nord die einzige verbliebene Fairtradefreie Zone in Deutschland. Sollte mich freuen, wenn sich daran nun etwas geändert haben sollte.
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      kommentierte am 03.01.2013 um 16:35
      Thomas Pape,.......... was soll ich zu deinem Kommentar sagen?

      Er hat den Nagel auf den Kopf getroffen und großartig! Nun brauche ich nichts mehr dazu sagen.
    • kommentieren
      kommentierte am 03.01.2013 um 16:41
      berniewa, natürlich will jeder sein Produkt verkaufen, aber es ist immer ! noch besser, die Kleinbauern zu unterstützen,
      die versuchen ökologisch zu arbeiten und der Fairness wegen, davon besser leben können, als nichts von Fairtrade zu kaufen!
  • antwortete am 03.01.2013 um 13:08
    Es ist die Frage, wie hoch der Anteil der Trade Fair gehandelten Bohnen in dem Kaffee sind. Bei Tschibo gab es das auch schon einmal und da war der Trade Fair Anteil sehr gering. Das bedeutet für mich dann, dass eine Marketing Strategie genutzt wird, die nicht echt ist und der Verbraucher getäuscht wird.
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      kommentierte am 03.01.2013 um 19:46
      echt??
      "fair" bedeutet nur einen beigemischten Prozentsatz fair gehandelter Ware??

      wo finde ich die Regeln für die Definition von diesem "fair"?
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      kommentierte am 04.01.2013 um 08:31
      Wenn das Fair Trade Siegel drauf ist, dann sollte alles so gehandelt sein, oder?
      http://www.fairtrade-deutschland.de/
  • antwortete am 05.01.2013 um 16:25
    ich kaufe meinen BIO Kaffee weiterhin im Weltladen ! Herr ALDI hat schon genug gerafft !
  • antwortete am 06.01.2013 um 17:42
    • kommentieren
      kommentierte am 06.01.2013 um 21:40
      außer Kaffee gibt's auf der Seite auch tolle Kalender, sehe ich gerade.

      Danke für den Tip

      (kannte die Seite zwar schon, war aber länger nicht mehr dort)
  • antwortete am 03.01.2013 um 13:29
    Interessante Kommentare.
    Letztendlich geht es um Bewusstseinsentwicklung in einer kapitalorientierten Welt. Aldi und stecken da noch in den Kinderschuhen, doch letztenendes bieten sie das an, was wir kaufen wollen, bzw. zu zahlen bereit sind...
  • antwortete am 03.01.2013 um 17:14
    Schaut doch einfach mal nach, ob das Unternehmen, egal ob fairtrade oder nicht, eine AG ist :
    Eine AG (Aktiengesellschaft ) ist immer dazu Verpflichtet für seine Aktionäre zu Arbeiten, Geldranzuscheffeln !

    Wenn es keine AG ist, ist das Unternehmen dem Kunden gegenüber Verpflichtet !

    Geht davon aus, daß eine AG nicht dem Kunden gegenüber Verpflichtet ist !
    Das bedeutet für mich dabei, daß der Profit immer wichtiger ist bei den AG´s denn die Anliegen der Arbeiter, die dafür Sorgen, daß wir ein gesundes, nicht Gen-Behandeltes Produkt bekommen.

    Bio : es ist ein Geschäft geworden - Wir Endverbraucher werden Ausgenutzt. Selbst als ich auf den Bio-Honig ( WaldHonig ) von Alnatura genauer nachschaute, da entdeckte ich doch tatsächlich : Ebenso eine Mischung aus Honig aus EU-Ländern als auch Eu-Ländern...LOL

    Ich bin wirklich fast am Verzweifeln, was wirklich noch Eßbar oder Trinkbar ist.
    Mei werden wir VERARSCHT !!!

    Also nachschauen : AG oder nicht !
    Viel Spaß bei resignieren :-) (zynissmus) :-(
    • kommentieren
      kommentierte am 03.01.2013 um 17:26
      Eine Aktiengesellschaft ist wie jedes andere Unternehmen, das am Markt agiert, dem Kunden verpflichtet, sonst macht sie keine Geschäfte. In dem Maße, in dem sie am Markt erfolgreich ist, sind Menschen bereit, Aktien des Unternehmens (also Besitzanteile daran) zu kaufen oder auch nicht. Ihr Unterscheidung kann ich insofern nicht nachvollziehen.

      Grundsätzlich ist alles ein Geschäft, wenn Sie so wollen, oder arbeiten Sie umsonst?

      Und was für ein Problem haben Sie mit dem Alnatura Honig? BIO ist BIO und nicht Regio. Fairtrade-Honig z.B. kommt grundsätzlich nicht aus Europa oder Deutschland, weil alle drei Siegelorganisationen (Fairtrade, Rainforest Alliance und utz) nur Projekte in den sogen. Entwicklungsländern fördern. Auch der Zucker kommt da nicht aus der deutschen Rübe (obwohl die hier Bestandteil einer nachhaltigen Fruchfolge auf hiesigen Äckern ist).

      Und essbar und trinkbar ist das alles.
    • kommentieren
      kommentierte am 03.01.2013 um 17:27
      HaHaHa ich lach mich kaputt : Steht doch tatsächlich auf dem Alnatura Waldhonig daß es aus EU- und nicht EU-Ländern stammt : also ganz nah : Brasilien /Italien / Spanien !!!

      Also echt, Kauft einfach nix mehr, von Menschen die Ihr NICHT kennt :-)))
      Das ist einfach alles was man noch machen kann , damit es wirklich fair zugeht.
      Oder denkt Ihr , alles läuft fair ab, Hinter Eurem Rücken ?
      Vertraut Ihr Menschen , die Ihr nicht kennt ?
      Glaubt ihr wirklich, hier soll kein Geld verdient werden ?

      Schaut nach, ob das Produkt von einem Ag-Unternehmen stammt oder nicht !
      Und kauft nur von Leuten , die Ihr kennt :-)))
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      kommentierte am 03.01.2013 um 17:36
      Ja eben. Die AG ist dem Kunden, der die Aktie kauft gegenüber verpflichtet. Damit dieser Kunde durch die Aktie Geld verdient, wird hierbei ganz bestimmt nicht auf Menschenrechte oder derartiges Wert gelegt.
      Das sehe ich also doch genau anderstherum :-)

      Es zählt hier nur der Profit ! und sonst nichts

      klar ist alles Eßbar oder Trinkbar :
      Jedoch der Menschenversuch aller angebotenen Produkte ist noch nicht / und wird auch nicht abgeschlossen !
      Doch, die Erkrankten an Krebs steigen einfach.
      Oder kennen Sie Keinen der an Krebs erkrankt ist ?
      Schmeckt Ihnen der Kaffe noch so wie Früher?
      Schmeckt Ihre Tomate noch, oder hält sie sich natürlich Frisch, über Wochen?
      Und der neueste Bericht, über die Schokoladen Farmen ? der Kinderarbeit ?
      Obst und Gemüse, Knoblauch aus China?
      Trauen Sie tatsächlich allen die Ihnen irgendwas versprechen ?
      Apropos TÜV : Den kann man mit Geld genauso kaufen und austricksen, ich errinnere da nur an die Brustimplantate.
      Wieso sollte es hier anders sein???
    • kommentieren
      kommentierte am 03.01.2013 um 17:54
      WIKIPEDIA : Aktiengesellschaft
      Ich lese da nichts von wegen dem Endverbraucher gegenüber verpflichtet. Nur dem AktienKunden .Also Profit, Profit, Profit wird hier gefordert, wer würde denn die Aktie sonst kaufen, wenn sie keinen Profit abwirft ?

      Und wozu Profitgier führt, weiß ich und viele Andere Menschen , die für 5 cent die Woche arbeiten müssen, unter Bedingungen, die wir uns nicht vorstellen wollen.
    • kommentieren
      kommentierte am 03.01.2013 um 18:17
      Das ist ja jetzt ein großer Rundumschlag. Zu dem neuesten Bericht über Schokofarmen könnte ich mich tatsächlich umfassend äußern (zumal ich a) mit der Branche zu tun habe und b) vor einem Monat in Cote d'Ivoire und Ghana war und dort vieles anders vorgefunden habe als es der Film vorgaukelt). Aber zurück zum Rundumschlag:

      Profit kann nur gemacht werden, wenn ein Unternehmen erfolgreich ist, d.h. seine Produkte verkauft. Wenn BMW keine Autos verkauft und einen schlechten Ruft hat wird die Aktie wertlos, weil Profit in aller regel aus dem Verkauf von Gütern herrührt. Für diese Erkenntnis brauche ich keine Wikipedia.

      Krebserkrankte kenne ich durchaus, einige erfolgreich therapiert, andere werden wohl mit aber nicht am Krebs sterben, einen Zusammenhang mit fairem Kaffee vom Aldi und Alnatura Honig aus EU-Ländern (auch unsere Nachbarn haben halt eine funktionierende Landwirtschaft) kann ich hier allerdings nicht ausmachen.

      Mein Kaffee schmeckt mir immer wieder anders, weil ich unterschiedliche Sorten ausprobiere und ihn teilweise mit unterschiedlichen Wassern zubereite. Tomaten bekommen bei mir keine Gelegenheit, wochenlang frisch zu bleiben; sobald ich merke dass sie runzelig werden ((ist schnell der Fall), dann werden sie zu Suppe oder Saft verarbeitet.

      Und ja, überall, wo funktionierende Kontrollsysteme bestehen glaube ich an die Einhaltung. Eine hunderprozentige Sicherheit werden Sie nie bekommen. Sicher ist nur, dass die Siegel bei Verstößen gegen die Regeln aberkannt werden.

      So weit so klar? Sie sehen, ich bin ein ausgsprochen positiv denkender Mensch.
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      kommentierte am 30.07.2013 um 19:17
      "Glaubt ihr wirklich, hier soll kein Geld verdient werden ?

      Schaut nach, ob das Produkt von einem Ag-Unternehmen stammt oder nicht !"

      Jou, Unternehmen/Unternehmer, die keine AG sind wollen/müssen kein Geld verdienen, klar. Und alle anderen rennen nur aus reiner Menschenliebe und zur Selbstverwirklichung in die Arbeit, logisch. Du arbeitest bestimmt auch aus reiner Überzeugung nur für Gottes Lohn.
  • antwortete am 03.01.2013 um 18:15
    Ich kaufe seit ca. 1 Jahr nur noch Fairtrade-Espresso, bei einem regionalen Markt und würde die Fairtrade-ALDi-Produkte nicht verunglimpfen.
    Bio und Fairtrade-Produkte vom Discounter können ein Einstieg sein.
  • antwortete am 03.01.2013 um 19:30
    es gibt auch diese möglichkeit:
    der hiesige edekamarkt bietet aus dem hiesigen fairhandelladen produkte an.
    die beiden arbeiten also hand in hand.
    da ist nix verkehrtes dran. eher eine richtig gute idee!
    • kommentieren
      kommentierte am 03.01.2013 um 20:21
      Danke für Eure Kommentare, das war sehr lieb von Euch.
      Dennoch, vielleicht liegt es daran, daß ich kein Vertrauen mehr habe und haben kann,
      nun, da ich weiß wie oft und wieviel ich Selbst schon gelogen habe ~ Naja, da kann mein Vertrauen zu Anderen nicht gerade eben Wachsen.
      Und ich bin noch nicht mal ein Unternehmen!
      Ich arbeite an diesem Problem, meiner Lügerei !

      Als ich Krank wurde und nun Rente mit 39 Jahre Beziehe, wollte ich meine Ernährung Umstellen und dem vielfachen ProfitLeiden ( also Fairtrade Ware Kaufen ) Bewußt entgegentreten.
      Doch statt weniger Fragen und weniger "schlechtem Gewissen" entstanden bei Näherer Betrachtung, nur noch mehr Fragen und noch mehr Entsetzten.
      Ich ertappte mich sogar dabei, nichts Eingekauft zu haben, da mir gänzlich der Apetit im Laden, egal wo, EDEKA,ALNATURA,etc. vergangen ward.

      Wenn ich bedenke, was ich Alles für das liebe Geld ( dem Profit ) getan habe, da ist mein Vertrauen zu Anderen Menschen, Menschen die ich noch nicht mal Kenne, denen ich einfach Vertrauen muß, um nicht zu verhungern, einfach verschwunden.
      Ich weiß, daß ist mein Problem und ich arbeite daran, sonst hätte ich nicht das Nachtcafe gesehen und von dieser Seite erfahren :-)))

      Letzten Monat habe ich vieles im Alnatura gekauft, Mitte des Monats war ich Pleite und hatte Hunger. Leider hatte ich aber nichts mehr zu Essen, denn mit dem Einkommen ( Rente) da ist nicht viel mit BIO und GESUND Einkaufen drin, habe ich bemerkt !

      Thanks 4 your Support and comments :-)
      nicky
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      kommentierte am 04.01.2013 um 08:34
      Hallo Tina,
      das finde ich ganz toll von dem EDEKA.
      Da ja die einzelnen EDEKA-Läden einen recht großen Spielraum haben, sind da ein paar ganz gute Ansätze dabei.
      Von dieser Art der Zusammenarbeit habe ich in DE noch nicht gehört.
      In der Schweiz gibts schöne Beispiele wo der dörfliche VOLG (eine Art schweizer Edeka) mit dem dörflichen Bio-Sennereiladen zusammen arbeitet und beide schauen, daß sie sich im Sortiment ergänzen.

      Magst Du erzählen, in welcher Region der Edeka sitzt?
    • kommentieren
      kommentierte am 04.01.2013 um 09:01
      moin maria,
      kein ding...kreis wesel/nrw. hier ist der edekaladen eine art anlaufstelle.
      jeder kennt jeden. theo, also der betreiber, und sein sohn, hat einen zweiten edekaladen
      etwas ausserhalb xantens aufgemacht...jetzt muss ich echt mal nachgucken, ob der auch
      mit dem fairladen zusammen arbeitet.
      das mit dem spielraum stimmt bis zu einem gewissen grad.
      der ist nicht mehr ganz so gross.
      war mal grösser. na ja, auch den konzernen geht kontrolle über alles.
      wollen hoffen, dass diese art des zusammenarbeitens mit den fairhändlern bleiben darf.
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      kommentierte am 04.01.2013 um 09:58
      Ach, das sind ja herrliche Verhältnisse.
      Ich wäre froh irgendeinen Lebensmittel-Laden im Ort zu haben.
      Edeka wäre OK, so einer ein Traum.
      Ist aber nicht.
      Also unterstützt ihn gut, Euren Laden ;-)
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      kommentierte am 04.01.2013 um 11:45
      ;D na ja, ist halt noch recht ländlich hier. wir haben auch lidl und co hier.
      kein thema und da ist auch immer ordentlich was los.
      aber, und jetzt kommt wieder das dörfische, was ich absolut nicht mag...
      das gekungel. daher braucht edeka sich hier in xanten keiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiine sorgen machen ;)
    • kommentieren
      kommentierte am 04.01.2013 um 12:15
      OH, am Geklüngel sollte es nicht scheitern ;-)
      Wir leben ja auch sehr dörflich hier.
      Allerdings müssen die meisten Leute zur Arbeit pendeln und kaufen dann auch unterwegs in den großen Billg-Märkten.

      Vor Jahren gab's mal eine Umfrage, ob die Bewohner Intresse hätten, so einen Laden genossenschaftlich zu betreiben. Leider nein.
    • kommentieren
      kommentierte am 04.01.2013 um 13:17
      das ist jetzt aber schade.
      aber so ist es halt oft auch.
      gelegenheiten werden oft ausgeschlagen, anstatt über den schatten zu springen ;)
      vielleicht bekommt ihr ja noch einmal eine chance....und dann maria....grosse plakate mit dick und bunt JA drauf...und die überall verteilen.
      ich wünsch es euch.
  • antwortete am 03.01.2013 um 22:19
    Bei Aldi kaufe ich inzwischen nur noch sehr selten ein, da ich beim Einkauf selbst aktiv Verpackungsmüll vermeide und da ist man bei Aldi absolut fehl am Platz. Allerdings bin bei meine letzten Stippvisite auch auf den Bio-Faitrade-Kaffee gestoßen und konnte meinen Augen zunächst nicht trauen. Der Preis ist ziemlich genau die Hälfte von dem, was ich sonst im Bioladen bezahle, also unschlagbar. Ich habe ihn gekauft, diesmal, weiß aber nicht wie ich mich in Zukunft verhalten soll.
  • antwortete am 05.01.2013 um 15:33
    In einer Materialsammlung des EWIK für Globales Lernen habe ich zwei Rollenspiele entdeckt zum Thema "Discounter und Fair Trade". Die Anleitungen sind zwar für die Sekundarstufe II geschrieben, sind aber auch in der Arbeit mit Erwachsenen brauchbar. Also wer mal Lust hast sich die Aspekte rund um diese Gute Frage spielerisch zu erarbeiten: S. 19-22 http://www.eine-welt-netz.de/coremedia/generator/ewik/de/Downloads/Unterrichtsmaterialien/Tool_20Box_20zum_20Fairen_20Handel_20und_20zu_20Menschenrechten.pdf

    Darunter auch eine Reihe weiterer Rollenspiele rund um Fragen zum globalen Handel (u.a. Kaffee, Kleidung, Rolle internationaler Institutionen) und zu Menschenrechten...

    Quelle: EWIK Portal für Globales Lernen
    http://www.eine-welt-netz.de/coremedia/generator/ewik/de/06__Bildungsmaterialien/Online_20Unterrichtsmaterialien/Tool_20Box_20zum_20Fairen_20Handel_20und_20zu_20Menschenrechten,sourcePageId=34346.html
  • antwortete am 03.01.2013 um 11:38
    Ich finde es einfach sehr schwierig, bei jedem Produkt ausführlich nachzurecherchieren, woher es kommt und ob das Siegel wirklich berechtigt ist. Ich gehe immer noch nicht mit einem mobilen Internet einkaufen und kann daher im Laden oft nicht entscheiden, ob ein Produkt ohne Siegel jetzt faire Standards erfüllt oder nicht. Ich habe im Bioladen gehört, dass das FairTradeSiegel die jeweiligen Firmen viel Geld kostet und sie daher lieber darauf verzichten und ihre eigenen Hinweise drucken (z. B. Lebensbaum). Im Endeffekt wird es dadurch eher wieder unwahrscheinlicher, dass die Menschen bewusst einkaufen, weil die Kriterien
    undurchschaubar sind.
    Ich wünsche mir daher Transparenz der Unternehmen, z. B. dass sie wenigstens auf ihren Internetseiten die jeweiligen Siegel-Kriterien veröffentlichen, dann kann man sich ja vorab informieren.
  • antwortete am 03.01.2013 um 13:18
    Wenn schon bei ALDI und Co dann doch ein Zeichen setzen und fairtrade kaufen. Habe vor einigen Wochen einen interessanten Bericht gesehen über regionale Milchvermarktung in Österreich ALDI heißt doch Hoffer. Dort wurde nun ins Sortiment afgenommen bioland Milch und der befragte Landwirt sagte, dass nur ein logitisch guter Betrieb wie z.B. Hofer die höheren Milchpreise an ihn zahlen kann weil eben die Kosten für Logistik etc. dort so gering sind. Von daher besser als konventionell allemal aber natürlich immer am besten regional um die Ecke kaufen.
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      kommentierte am 03.01.2013 um 14:27
      Verstehe die Diskussion nur bedingt. Gibt es denn unterschiedliche „Stufen“ von Siegeln?
      Ich denke, dass bei Fairtrade, UTZ und der Rainforest Alliance nach immer deren gleichen
      Standards das Siegel vergeben (oder eben nicht vergeben) wird.
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      kommentierte am 03.01.2013 um 16:14
      @ Spreephilantrop, meinst Du, ob die Siegel Fairtrade, UTZ und der Rainforest Alliance gleichwertig sind?
      Das sind sie nicht. Fairtrade ist wesentlich strenger als UTZ.
      Das Rainforest Alliance kenne ich nicht.
  • antwortete am 03.01.2013 um 13:54
    Die Tatsache, dass es Fairtrade-Kaffee bei Discountern gibt, zeigt doch, dass der Kundendruck groß genug ist, um das zu bewirken.

    Strategischer Konsum wirkt!

    Der Vorteil ist, dass damit fair gehandelte Produkte auch den Kunden vor die Nase gehalten werden, die nicht zum Bioladen um die Ecke gehen.
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      kommentierte am 03.01.2013 um 14:50
      Das ist meiner Meinung eine sehr romantische Sicht auf die potentielle Verbrauchermacht, zumindest in bezug auf Fair Trade bei Aldi. Ich vermute vielmehr, dass es ein ökonommisches Kalkül ist seinen Kundenkreis auf die LOHAS-Szene auszudehenen, also jene, die halt auch mit ein bisschen Bio und ein bisschen Fair ein gutes Gewissen haben, aber ansonsten das System nicht weiter in Frage stellen wollen.

      Es ist also meiner Meinung nicht irgendeinem Kundendruck zu verdanken, dass Aldi jetzt Fairtradeprodukte anbietet. Es ist für einen Dicounter dieser Größenordnung kein großes Risikogeschäft ein eher Nieschenprodukt aufzunehmen. Positiv daran würde ich vielleicht sehen, dass mehr Menschen das Siegel zu Gesicht bekommen. Aber ob sie es darüber auch verstehen und diesem Vertrauen schenken? Ich halte den Wirkungsgrad auch hier für eher gering. Eher nachvollziehen kann ich, dass sich mit konventionellen Supermärkten natürlich wichtige Distibutionswege auftun für Hersteller von Fairtrade-Produkten. Wenn es aber stimmt, dass der Preisdruck von insbesondere Dicountmärkten sich so auswirkt, dass Siegelkriterien gedeht werden, dann habe ich damit ein echtes Problem.

      Das Hauptproblem sehe ich darin, dass Discounter mitdafürsorgen, dass es eine Art Zweiklassen-System bei Lebensmitteln gibt. Echtes Bio und echtes Fair müsste ja gar nicht soviel teurer sein. Wer am System Superbillig festhält während andere Güter (z.B. Auto einschl. Sprit!) besonders teuer sein dürfen, darf nicht überrachst sein, dass sich langfristig rein gar nichts in Richtung nachhaltigere Wirtschaft ändert. Ich bin 100% sicher, dass sich bei Aldi da in naher und ferner Zukunft nichts bewegen wird. Das bisschen Kaffee ist für mich jedenfalls kein Hinweis für einen Wandel.
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      kommentierte am 03.01.2013 um 17:15
      Da kann ich Sie fast beruhigen. Das Zweiklassenpreissystem beruht darauf, dass Aldi -um bei dem Beispiel zu bleiben- dem Müller 1 Mio Becher Joghurt von ein und derselben Sorte abkauft. Der REWE kauft vielleicht auch eine Mio Becher Joghurt, aber 10 verschiedene Sorten. Der Müller produziert diese Dinge nun im Auftrag für A und für R und kann den Joghurt für A deutlich billiger herstellen als für R. Auch bei Fairtrade macht's die Menge: es ist für die Kostenstruktur ein Riesenunterschied, ob ich 1 Tonne oder 10 Tonnen Schokolade herstelle. Wir reden hier also darüber, wie ein Unternhemen oder ein Hersteller wirtschaftet. Der Preis, der für den Sack Kakao oder für die Tonne fairen Kakao gezahlt wird ist bei Lidl der gleiche wie bei Gepa (es sei denn die verarbeiten den teuren Edelkakao). Man kann tatsächlich bei gleichem positiven Effekt für den Bauern eine günstige Fairtrade-Schokolade herstellen. Oder einen günstigen Fairtrade-Kaffee. Aber es stimmt schon, Aldi hat bei Fairtrade noch kräftig Nachholbedarf, da ist Lidl erheblich weiter.

      Kundendruck ist übrigens nicht zu unterschätzen: wenn der Kunde Freilandeier wünscht und den entsprechenden Preis bezahlt, dann verkauft der Aldi gerne Freilandeier (wie man in den letzten Jahren sehen konnte). Man muss den Kunden nur dazu kriegen, eben diesen Nachfragedruck auszuüben.
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      kommentierte am 03.01.2013 um 17:38
      "es ist für die Kostenstruktur ein Riesenunterschied, ob ich 1 Tonne oder 10 Tonnen Schokolade herstelle"
      Das ist richtig und ich kann aus eigener Erfahrung sagen, daß ein Handel mit Kleinchargen von Lebensmitteln ein logistischer Wahnsinn ist.
      Auf der anderen Seite ist die Frage, welche Strukturen wir förndern wollen.

      Diese Massenproduktion von Lebensmitteln bringt ihre eigenen Probleme sozialer und ökologischer Art mit sich.
      Massenproduktion ist der Feind jeder Mischkultur.
      Aber nur in Mischkultur mit anderen Gewächsen kann halbwegs ökologisch angebaut werden.

      Große Handelsunternehmen möchten jeden Tag im Jahr die gleiche Lebensmittel-Charge.
      Das führt dazu, daß die Sorten immer mehr verarmen.
      Natürlich und ökologisch sinnvoll wäre, daß ein Betrieb viele versch. Sorten anbaut.
      Dann sind die Ernteausfälle geringer und unterschiedliche Böden oder Hangausrichtungen können mit der gleichen Art in unterschiedlichen Sorten sicherer bewirtschaftet werden.
      Ein Andenbauer hat bis zu 100 Kartoffelsorten, weil er nur so halbwegs sicheren Ertrag hat.
      Hungersnöte wegen Totalsausfall einer Sorte - wie damals in Irland - gibt es deshalb im Ursprungsland der Kartoffel seltener.

      Aber komm doch mal als Produzent ALDI mit einem Käse, der je nach Jahreszeit und Futterzusammensetzung auf der Alpe unterschiedlich ist oder mit 100 Kartoffelsorten.
      Das was eigentlich wünschenswert ist wegen einer gewissen Geschmacksvielfalt, ist aus logistischen Grünen absolut nicht wünschenswert.

      Weil Du noch das Thema Freilandeier bringst.
      Da ist ja inzwischen ein riesen Problem, daß auch Bio-Betriebe nur wirtschaftlich überleben können, wenn sie eine gewisse Größer erreicht haben.
      Auf der anderen Seite herrschen in diesen Massen-Betrieben Verhältnisse, die nichts mehr mit dem zu tun haben, warum ich Bio kaufe.


      Ich drehe den Spieß um und sage, w e i l die Kostentruktur bei großen Mengen günstiger ist, fördere ich lieber die kleinstrukturierteren Handelsbeziehungen.

      Das ist natülich beim Kaffee od. Kakao nicht so einfach, wo ich nicht eben mal zum Bauern umd's Eck gehen kann.
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      kommentierte am 03.01.2013 um 18:01
      Für den Kakao ist es überdies sinnvoller, ihn nicht in unterschiedlichen Varietäten auf einer Anpflanzung anzubauen, weil seine Krankheitsanfälligkeit dadurch seigt.. Da wäre eher die Förderung der Biodiversität -also zusätzliche andere Crops oder Früchte- das Mittel der Wahl.
      Im Grundsatz stimme ich vielen Deiner Überlegungen zu, wenngleich ich nicht verstehe, warum ein Unternehmen nicht wachsen soll, schöießlich nmuss es ja seinen Betreiber ernähren können. Hierzulande wird es immer als unanständig angesehen, Geld zu verdienen. Der geschäftliche Erfolg aber sichert Bio und die ganzen Nischen, die es da so gibt. Das dann für diejenigen, die mit einem schmalen Geldbeutel haushalten müssen, kostengünstige Lebensmittel hergestellt werden finde ich gar nicht verwerflich. Zumal die von der Lebensmittelkontrolle her erheblich schärfer kontrolliet werden als die ganze lose verkaufte Ware. Dr. Jekyll und Mr. Hyde sind halt überall (wie man an der Palmöldiskussion schön sehen kann).
      .
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      kommentierte am 03.01.2013 um 18:45
      " warum ein Unternehmen nicht wachsen soll, schöießlich nmuss es ja seinen Betreiber ernähren können"
      Ja, und genau deshalb möchten viele Betriebe nicht wachsen, weil sie Geld verdienen wollen.

      Es gibt ja jede Menge produzierende und verarbeitende Familienbetriebe, die sich einerseits nicht leisten können, Leute einzustellen und auf der anderen Seite unter der Rentabilitätsgrenze arbeiten, weil heute das ganze Wirtschaftssystem die großen Betriebe bevorzugt.

      Im Allgäu stehen viele Betriebe vor folgendem Problem: Die Größe Milchviehbetrieb, die eine Familie bewirtschaften kann, ist nicht mehr überlebensfähig. Leute einstellen kann sich der Betrieb nicht leisten.
      Was also machen? Der Trend ist nun der Milchavollautomat, wo sich die Kuh selbständig rein stellt und melken läßt, wenn das Euter drückt.

      Natürlich ist die fianzielle Belastung von so einem Gerät unwahrscheinlich hoch.
      D.h. unterm Strich verdient der Betrieb weniger, wenn er größer wird.
      Aber es heißt halt "Bauer friss oder stirb."

      Ich weiß nicht, ob Du kürzlich den Film gesehen hast über Bio vom Discounter?
      (Hier noch zu sehen: http://konsumpf.de/?p=14277 )
      Da ging es um Biopark-Betriebe im Osten mit unhaltbaren Zuständen.
      Soweit zum Thema bessere Kontrolle in größeren Betrieben.

      Die beste Kontrolle sind immer noch Kunden auf dem Hof, die direkt einkaufen und jederzeit ungefragt in den Stall schauen.

      OK, wir schweifen ab...es ging um Kaffee und Kakao...
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      kommentierte am 03.01.2013 um 19:24
      Das Problem ist bei dem Milchvieh wohl auch die Subventionspolitik der EU. Aber es gibt da auch das Modell der fairen Milch (hat nichts mit Fairtrade zu tun, ich glaube der Verband nennt sich Biofair) mit Literpreisen, die die Produktionskosten abdecken.

      Bei TV-Filmen bin ich grundsätzlich skeptisch. Wenn man zuweilen mitkriegt, wie die gemacht werden dann wachsen berechtigte Zweifel an ihrer Aussagequalität.

      Aber in der Tat, das Thema ist der Kaffee....
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      kommentierte am 04.01.2013 um 08:29
      thomas, ich bin auch sehr kritisch, was TV-Filme angeht (habe auch kein TV) und angesichts der Tatsache, daß ich der Bio-Szene beruflich und privat eng verbunden bin, würde mich sehr hoffen lassen, daß der Film Mist ist.

      Ich fürchte aber, in diesem Fall ist es nicht so.
      Ich habe ja damals um Stellungnahme gebeten von Alnatura (hat Bio-Eier von einem der Betriebe) und bei Bio-Park.
      Wenn der Film völlig aus der Luft gegriffen wäre, dann wären die Reaktionen vermutlich anders ausgefallen.

      Ja stimmt, den Verein Biofair gibt es
      http://www.biofair-vereint.de/
      und eine zeitlang habe ich mich da mehr für interessiert, weil wir überlegt hatten, unseren Handel da anzuschließen.

      Die Aktion faire Milch ist noch mal was anderes.
      http://de.wikipedia.org/wiki/Die_faire_Milch

      Stimmt, das Thema ist Kaffee...aber faire Handelsbeziehungen sollten wir auch in DE / EU pflegen, nich? ;-)
  • antwortete am 03.01.2013 um 14:22
    Auch wenn der Fairtrade-Kaffee bei ALDI zu recht das Siegel trägt, das ja per TÜV abgesichert ist, gibt es gewichtige Gründe, nicht bei ALDI zu kaufen, von denen auch schon einige hier genannt wurden.

    Immer noch aktuell ist dieses Buch, das hier gut vorgestellt wurde:
    http://www.utopia.de/blog/gedanken-zum-zeitgeschehen-umwelt/die-billig-luege

    Ich kenne diese Argumente, daß man mit Bio und Fairtrade beim Discounter die Kunden anspricht, die sonst kein Bio kaufen würden.
    Das mag auch OK sein.

    Aber wenn die Frage lauten würde, ob man den Fairtrade-Kaffee bei ALDI kaufen sollte, dann lautet die Antwort für mich: NEIN.

    Die Frage lautet aber, ob da Fairtrade drinnen ist.
    Ja, das vermute ich schon.
    Die Kontrollen sind ja relativ zuverlässig.
  • antwortete am 04.01.2013 um 17:41
    Ich bin schon seit Jahren finanziell nicht mehr darauf angewiesen (Arbeitslosigkeit, Krankheit, Hartz IV etc.), bei Discountern zu kaufen. Fairtrade Produkte mögen zwar dort reell sein bezgl. der Standards, aber es sollte auch sozial verträglich sein für die hiesigen Arbeitskräfte. Und ob es das ist, darüber brauchen wir wohl nicht zu diskutieren. Auch wenn es für mich ein Umweg ist, bin ich im wieder im Weltladen.
  • antwortete am 06.01.2013 um 19:11
    Zu meinen Lieblingskaffees gehört die milde Röstung ("claro") von Café Cubita ,
    z.B. in jedem gut sortierten Weltladen erhältlich, oder z.B. auch hier
    www.faireni.com/fairtrade-blog/cubita-cuba-kaffee
    oder evtl. auch z.B. bei El Puente (die Website von ElPuente und andere Webistes und Infos zu Fairtrade etc gibt es z.B. hier www.utopia.de/blog/freedom-happiness-and-sensitivity-for-beauty-for-all-beings-in-solidarity-berniewa-s-utopia/infos-und-links-zu-fairtrade-siegeln )

    Argumente zur Frage gab es ja schon viele. Grundsätzlich wurde das Thema indirekt hier bie Utopia auch schon oft diskutiert, ob es sinnvoll ist fairtrade und/oder bio Produkte in "herkömmlichen" Supermärkten oder in Discountern zu kaufen u.s.w. Ich hab dazu auch schon mehrfach was gesagt und will mich nicht wiederholen.
    Zumindest aber ein Querverweis auf meine Antwort hier http://www.utopia.de/gutefragen/fragen/fair-trade-kaffee-jetzt-auch-bei/antworten/37451
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      kommentierte am 06.01.2013 um 19:26
      Als ich in Berlin gelebt habe, hat ich dort auch gern z.B. einen mexikanischen Kooperativen-Kaffee von Ökotopia gekauft den es z.B. in einem Bioladen gab, bei den ich dort oft eingekauft habe.

      (ebenfalls fairtrade Qualität - gibt's evtl nur in Berlin wo diese Ökotopiagenossenschaft ansässig ist - namensgleiche andere gibt es aber evtl auch, kann ggf verwechselt werden, weiß ich gerade nicht sicher),
  • antwortete am 26.07.2013 um 18:17
    Massenware ist selten fair. Leider...

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