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  • Henning21

    Nach meinem bisherigen Kenntnisstand ist der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln bei genetisch veränderten Kulturen sogar noch angestiegen im Vergleich zu an den Standord angepassten Sorten. Dies wird nur durch die Mehreinnahmen der ertragreicheren Ernten wettgemacht und daher nicht weiter beachtet. Daher finde ich ihr Statement mit dem chinesischen Baumwollbauern nicht haltbar. Riecht nach einem Versuch, uns über "ungefährliche", weil nicht zum Essen gedachte Kulturen, an gentechnisch verändertes Material zu gewöhnen....

    Es konnte bisher meines Wissens nach in keinem langfristigen Feldversuch eine statistisch signifikant bessere Ernte mit konventioneller Landwirtschaft gegenüber dem biologischen Anbau erziehlt werden.

    Allerdings wurde es hier schon angesprochen: Es geht eigentlich gar nicht um die Art des Anbaus und welche Pflanzen dann wo produziert und wo konsumiert werden. Es geht um Kreisläufe, die wir mit unseren bisherigen Systemen der Nahrungsproduktion nicht schließen können.
    Biologischer Anbau ist da nur ein Ansatz, der meines Erachtens noch lange nicht zu Ende gedacht ist (z.B. das Problem des enorm erhöhten Transportaufwandes).

    Beantwortet von Henning21 am 22.Juni 2012, 12:09
    • Henning21

      @smartynie: Da gebe ich dir natürlich recht. Die Publikation ist noch so frisch (diesen Monat...mehr

      Henning21 am 25.Juni 2012, 13:46
    • Richard-Burgenlandler

      Etwas Erhellung in die Machenschaften der Argrarindustrie könnte dieses Buch bringen. Der...mehr

      Richard-Burgenlandler am 23.Juni 2012, 20:57
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  • smartynie

    Zitat aus diesem Artikel, erster Abschnitt:
    ""Wenn der Stress zu dicke kommt, gehe ich aufs Wasser" - sagt Marion Guillou und verlässt ihr Chefbüro an der Rue de l'Université in Paris, um den Zug Richtung Marseille zu nehmen. Dort, in ihrer Heimatstadt, geht sie an Bord ihrer Yacht: "Ein älteres dänisches Modell, das gut am Wind liegt", sagt die begeisterte Navigatorin. Auf dem Mittelmeer, wo sie "so gut wie alle Küsten kennt", findet die einflussreiche Frau fern von Forschung und Verwaltungsarbeit zur Ruhe - und zu sich. Das maritime Hobby, so weiß einer ihrer Mitarbeiter, "ist ihre einzige Passion - außer der Arbeit".

    Was soll uns diese Einführung sagen?
    .. eine arme, durch ihren Beruf gestresste Frau, die über einen hohen "IQ" verfügt, da sie eine "begeisterte Navigatorin" ist-und damit impliziert, dass sie außer einem Schiff auch "Menschen" führen kann?

    .. die wenigstens für ihr Hobby "Yachting" nur ein "älteres dänisches Modell" nutzt?

    Sorry: ich fühlte mich in diesem ersten Absatz bereits dermaßen manipuliert, dass ich nicht weitergelesen habe.

    Beantwortet von smartynie am 21.Juni 2012, 18:13
    • Richard-Burgenlandler

      Dein Kommentar amüsiert mich und regt mich zu einem weiteren Urteil an. Vieleicht ist sie nicht...mehr

      Richard-Burgenlandler am 21.Juni 2012, 18:34
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  • bhellweg

    Warum ist die Landwirtschaft Erdölbasiert? Wenn dann nur bei Der Stickstofferzeugung, Stickstoff könnte aber auch solar-thermisch erzeugt werden. Dann wäre er nachhaltig. Die Humusversorgung am Humusanteil fest zu machen ist fachlich falsch. Die optimale Humusversorgung ist abhängig von der Bodenart. Die erträge in Deutschland sind (Bei Getreide) im konventionellenanbau fast doppelt so hoch wie im Bio-Anbau Die Bauern wären doch mit nen "Klammerbeutel" gepudert wenn sie die gleichen Erträge, oder noch mehr, ohne Düngung und Pflanzenschutz bekommen würden.
    Bio-Anbau muß sich an Richtlinien orientieren, Diese Richtlinien werden oft willkürlich erlassen (Kupfereinsatz) Wissen ist inbeiden Produktionsrichtungen von nöten.
    Und noch etwas. woher kommen eigendlich die Pflanzennährstoffe im Bio-Anbau die dem System entzogen werden?
    Bio-Anbau geht am Besten in trockenen Klimaten bei besten Böden dort wo Wasser der knappeste Faktor ist. Die Ernte ist duch das Wasserangebot begrenzt, weil es trocken ist gibt es wenig Pflanzenkrankheiten und bei besten Böden (Schwarzerde) ist auch die Nährstoffversorgung gesichert.
    In vielen Gebieten unsere Erde haben wir diese Bedingungen nicht das gilt besonders für Afrika, Asien und Lateinamerika hier haben wir es Oft mit armen (Lateritböden) zu tun. Diese Böden werden sehr stark gedüngt. Außerdem landen die Nährstoffe dieser Weltgegenden mit dem Export von Nahrungmitteln bei uns auf den Mülldeponien
    Die großen Schwarzerdegebiete ( = Trockengebiete) befinden sich in Russland, der Ukraine, in Kaschstan, in den USA, Kanada und Australien

    Beantwortet von bhellweg am 21.Juni 2012, 17:18
    • bhellweg

      Seit wir um die Pflanzennährstoffe wissen geht es mit den Böden wieder "bergauf" sie enthalten...mehr

      bhellweg am 21.Juni 2012, 19:34
    • Richard-Burgenlandler

      Ja da hast du vollkommen Recht, die Frage ist ob es so sein muss oder ob es andere Möglichkeiten...mehr

      Richard-Burgenlandler am 21.Juni 2012, 18:23
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  • Maria_L

    Da halte ich es mit Felix zu Löwenstein, der in seinem Buch Food Crash die These vertritt, wir werden uns ökologisch ernähren oder gar nicht.
    Da ich hier zu den glücklichen Gewinnern zählte, habe ich es mit großem Interesse gelesen:
    http://www.utopia.de/magazin/buchverlosung-gewinnen-food-crash-bio-oder-gar-nicht-felix-zu-loewenstein?all=

    "Bio ist gut, wo es passt: In Ländern, wo Grund und Boden reichlich vorhanden ist. Es ist aber kein Patentrezept für Gegenden, wo Anbaufläche knapp ist."

    Zahlreiche Untersuchungen zeigen, daß der Bio-Anbau gerade dort seine Vorteile hat, wo der Anbau an seine Grenzen kommt, z.B. wegen Trockenheit.
    In solchen Gegenden, die meist auch gleichzeitig zu den armen Regionen gehören, ist der Bioanbau nicht nur aus den üblichen Gründen besser (Perstizidvermeidung ect.), sondern bringt auch höhere Erträge bei geringerem fianziellen Aufwand.

    Bioanbau hat dort geringere Erträge, wo gute Böden und große Anbauflächen industriellen Anbau erlauben.

    Was den Fleischkonsum angeht, den sie in seiner exzessiven Form widersinnig findet, gehe ich D'accord mit ihr.

    "wir glauben nicht an den Untergang. Man kann Veränderungen erzielen"
    Sehr erstrebenswert fände ich in dem Zusammenhang die Veränderung, daß die Menschheit einfach mal nicht mehr wächst...

    Beantwortet von Maria_L am 21.Juni 2012, 14:13
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  • Richard-Burgenlandler

    Wer ist der Teufel und wer der Belzebub ?

    Dass Ernte Erträge im Biologischen Landbau denen der konventionellen Landwirtschaft nicht nachstehen ist in zahlreichen Studien bereits ermittelt. Das konventionelle Landwirtschaft langfristig verheerende Auswirkungen auf das Ökosystem hat ist auch eine Tatsache. Der biologisch betriebene Landbau arbeitsintensiver und wissensintensiver als konventioneller Landbau ist, ist auch unbestreitbar. Das Wissen über Abhängigkeitsverhältnisse von Chemiekonzernen und Saatgutherstellern, Tierzucht usw. bei der konventionellen, industrialisierten Landwirtschaft kann man sich via Internet erarbeiten.
    Das die größte Problematik eine vernünftige Verteilung der Lebensmittel nicht am Zuwenig der Erzeugung, sondern an den Mechanismen der Gewinnmaximierung liegt ist über den Mechanismus der Nahrungsmittelspekulation leicht erkennbar.

    Bio, ein Luxus Gut?

    45 % der deutschen Ackerflächen weisen einen Humusanteil unter 3 % auf, sind damit also defacto Wüste. ( http://www.utopia.de/blog/richard-burgenlandler/wueste )
    Eine Bodenertragsfähigkeit kann nur noch über Zuführung von mineralischem Dünger gewehrleistet werden (Erdölverbrauch).
    Eine Umstellung dieser Böden auf biologische Landwirtschaft durch Belebung des Bodens durch Humuseintrag würde etwa 10 bis 15 Jahre in Anspruch nehmen.
    Da könnte man sagen, ja Bio ist ein Luxus solange es noch Erdöl gibt.

    Zu vernünftigen Ressourcenschonenden Verteilungssystemen verbunden mit biologischer Landwirtschaft
    gibt es hier noch einen Beitrag ( http://www.utopia.de/blog/richard-burgenlandler/welternaehrung-eine-vison )

    Beantwortet von Richard-Burgenlandler am 21.Juni 2012, 14:00
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