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Frage an hessnatur

Bio und fairer Handel

Im Vorab-Katalog Frühling/Sommer 2011 finden sich einige Wäschestücke für Frauen (1 x Basic-BH, 1 x Langarmhemd, 1x Minislip, 1x Hüftslip, 1 x Pants mit Bein, 1 x Halbarm-, 1 x Träger-, 1 x Achselhemd, 1x lange Unterhose) aus naturbelassener Bio-Baumwolle aus einem Burkina Faso-Anbauprojekt, das Sie weiter beschreiben mit "Das bedeutet 100 % bio und 100 % fair trade." Dieses Engagement in Afrika begrüße ich, frage mich aber, was mit all den übrigen Rohstoffen (Baumwolle, Wolle, Leinen, Seide usw.) und natürlich mit der Verarbeitung bis zum Endprodukt ist: Wie steht es da mit dem Fair-Trade-Gedanken in Ihrem Unternehmen?

Gefragt von
mhelmig
am 23.Oktober 2010, 22:10

Nur hessnatur kann diese Frage beantworten.

Antwort von hessnatur

Hallo mhelmig,

vielen Dank für Ihre Anfrage. Der Begriff "Fair Trade" bezieht sich auf den Anbau von Rohstoffen. Neben dem ökologischen Anbau unterstützt hessnatur gemeinsam mit der Schweizer Entwicklungshilfeorganisation Helvetas Baumwollbauern in Burkina Faso, Westafrika, mit einer Fair Trade-Prämie. Durch die Prämie werden die Arbeitsbedingungen der Menschen tätig im Anbau gefördert und soziale Projekte vor Ort unterstützt (z.B. der Bau eines Brunnens, eines Lehrraums zur Weiterbildung der Bauern etc.).

Nach dem Anbau steht in der textilen Kette die Garn- und Stoffherstellung sowie die Veredelung an. Selbstverständlich finden die Prozesse im Rahmen der strengen ökologischen hessnatur-Richtlinien statt. Natürlich müssen auch hier ethisch gerechte Arbeitsbedingungen herrschen, die Prozesse sind aber meist maschinell. Ein weiterer Schwerpunkt gerade im Bereich Arbeitsbedingungen liegt deshalb in der Konfektion - dem Teil der textilen Kette mit der meisten Handarbeit. Hier arbeitet hessnatur seit 2005 gemeinsam mit der holländischen Fair Wear Foundation an der Implementierung und Sicherstellung von guten Arbeitsbedingungen (so genannten Sozialstandards) in den Produktionsstätten weltweit.

Baumwolle wird im Vergleich zu beispielsweise Schurwolle und Leinen oft in Entwicklungsländern hergestellt und unterliegt entsprechend anderen Grundbedingungen. Die Bio-Baumwolle kommt bei hessnatur größtenteils aus Burkina Faso - einem Entwicklungsland. Hier ist eine Förderung der Handelsbeziehungen und der Produktion vor Ort durch eine entsprechende Fair Trade Prämie sinnvoll, wie oben geschildert. Die Rhönschaf-Wolle genauso wie das Leinen kommt bei hessnatur aus Hessen. Eine solche Prämie kommt deshalb hier nicht zum Tragen.

Bei weiteren Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung - beteiligen Sie sich gerne auch mit Kommentaren in unserem Blog unter www.hessnatur.com/blog und in unserer Facebook-Gruppe.

Viele Grüße, Michael Krause

Antwort von hessnatur am 26.Oktober 2010, 13:46 Auf die Frage „Bio und fairer Handel“ von mhelmig am 23.Oktober 2010, 22:10

Kommentare zu dieser Antwort (1)   Antwort abonnieren

  • Hallo Herr Krause,

    mich würde als Ergänzung noch interessieren, ob _alle_ Rohstoffe, die aus Entwicklungsländern bekommen, "fair" produziert werden.

    viele Grüße,
    mela

    Kommentiert von mela am 25.Januar 2011, 23:18

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