Utopia: Die Verbrauchermacht - Unser Konsum verändert die Welt.
Ikea

Frage an Ikea

Bio beim Kaffee und Frühstück?

Hallo Ikeateam,
wäre es möglich, das Bioangebot auch auf den Frühstücksbereich bzw. Kaffee -Kuchenbereich auszudehnen?
Fairer biolgischer Kaffee, Vollkornbrötchen, Biokäse?

Es werden ja schon Biosäfte von Völkel angeboten (sehr lobenswert), da wäre doch ein entsprechendes Angebot sehr passend.
Freundliche Grüße Gabi

Gefragt von
Bada
am 04.Februar 2011, 15:25

Nur Ikea kann diese Frage beantworten.

Antwort von Ikea

Hej Gabi,

beim Kaffee sind wir bereits soweit was das Kuchenangebot angeht, kann ich das gerne mal bei den Kollegen anregen.
IKEA verwendet nur Kaffee, der von UTZ Certified zertifiziert wurde. UTZ ist eine internationale gemeinnützige Gesellschaft, die das weltweit größte und am schnellsten wachsende Zertifizierungsprogramm für verantwortungsvollen Kaffeeanbau betreibt. Wir möchten, dass unsere Mitarbeiter und Kunden wissen, dass der Kaffee, den sie trinken, mit Rücksicht auf Mensch und Umwelt produziert wurde.

IKEA Kunden können den Kaffee bis zur Plantage zurückverfolgen, wenn sie die Kaffeesorte und das Haltbarkeitsdatum des im Schwedenshop gekauften Kaffees in das Rückverfolgungsprogramm im Internet eingeben.

UTZ Certified geht es nicht nur um Nachhaltigkeit. Es hat sich auch einer sozialen und ökologischen Verantwortung und verantwortungsvollen Geschäftstätigkeiten im gesamten Kaffeesektor verschrieben.

Viele Grüße
IKEA/ annette wolfstein

Antwort von Ikea am 04.Februar 2011, 15:35 Auf die Frage „Bio beim Kaffee und Frühstück?“ von Bada am 04.Februar 2011, 15:25

Kommentare zu dieser Antwort (173)   Antwort abonnieren

  • Der Kaffee am Automaten in Restaurant ist bio und fair?
    Habe ich das richtig verstanden?

    Was genau bedeutet "verantwortungsvoller" Kaffeeanbau?

    Kommentiert von Bada am 04.Februar 2011, 15:41
  • Hej Bada,

    ja, stimmt genau.
    Viele Grüße,
    IKEA/ annette wolfstein

    Nachtrag 8.2.2011: Ich bieziehe mich bei dieser Aussage auf die Standards der UTZ-Zertifizierung!

    Kommentiert von Ikea am 04.Februar 2011, 15:47
  • Ich habe mich gerade kundig gemacht, die Anbaumethoden sind nicht biologisch.Schade! Der Einsatz von Pestiziden ist für die Arbeiter und auch die Verbraucher keinesfalls fair und auch nicht, für die dort lebende Bevölkerung.Ob die Arbeiter faire Löhne erhalten und faire Arbeitsbedingungen haben, ist nicht ersichtlich.
    Ich persönlich halte dieses "Zertifikat" für nicht empfehlenswert.
    BIOLOGISCH UND FAIR -mit dem Biosiegel und dem Siegel des fairen Handels
    wäre eine sehr viel bessere Lösung.

    Ausbildung der Arbeiter
    UTZ CERTIFIED fordert von den zertifizierten Produzenten, dass ihre Mitarbeiter in gesundheitlichen Fragen und Sicherheitsstandards ausgebildet werden und den korrekten Umgang mit Pestiziden lernen.

    Kommentiert von Bada am 04.Februar 2011, 15:49
  • Schade, wieder zu kurz gesprungen, wie auch im Fall der "Better Cotton Initiative".

    Kommentiert von Steffen Walter am 04.Februar 2011, 16:00
  • Wenn der Anbau nicht biologisch ist, dann möge doch IKEA bitte aufhören, seinen Kaffee als bio zu bezeichnen. Das ist Etikettenschwindel.

    Kommentiert von inaktiver User 51059 am 04.Februar 2011, 16:05
  • @ wildfang: Richtig, eine solche Aussage wäre auch rechtlich angreifbar, da die Kennzeichnung "aus kontrolliert ökologischem/biologischem Anbau" (kurz "bio/öko") im Lebensmittelbereich geschützt ist und der Zertifizierung und Überwachung durch die Öko-Kontrollstellen unterliegt. UTZ Certified hat damit nichts zu tun.

    Warum bekommt es IKEA also nicht hin, hier auf "echt Bio" umzustellen? Die zum Mövenpick-Konzern gehörenden Marché-Restaurants können das z. B. auch (ich bin in Deutschland relativ häufig an zwei der von ihnen betriebenen Autobahnraststätten, und sie haben ihren Kaffee 2010 auf "100 % bio und fair" umgestellt). Wie wär's also mit dem nächsten, dieses Mal EHRLICHEN Schritt?

    Kommentiert von Steffen Walter am 04.Februar 2011, 16:35
  • "Der Kaffee am Automaten in Restaurant ist bio und fair?
    Habe ich das richtig verstanden?"

    Ikea: "Hej Bada,

    ja, stimmt genau.
    Viele Grüße,
    IKEA/ annette wolfstein"

    Wenn auch nur durch Bestätigung einer vorranggegangenen Aussage hat Ikea hier seinen unfairen nicht-bio Kaffee als bio und fair bezeichnet.

    Kann bitte mal jemand mit juristischem Sachverstand checken, ob das für eine Verbraucherklage reicht?

    Ich fürchte ja mal auf der eigenen Website ist das alles blitzsauber um die gestzliche Regelung drumherum formuliert.

    Kommentiert von fairskate am 04.Februar 2011, 17:11
  • Dieses UTZ-Certified Label ist Teil des Roundtable on Sustainable Palm Oil (RSPO) der von NGO's wie Greenpeace als Greenwashingorgansisation für Unternehmen kritisiert wird. Ich halte das nicht für besonders seriös, solche Produkte als nachhaltig zu bezeichnen.

    Kommentiert von DrMedEd am 04.Februar 2011, 17:34
  • @fairskate:
    von wegen blitzsauber formuliert...
    Auf der IKEA-Webseite http://www.ikea.com/ms/de_DE/about_ikea/our_responsibility/food_safety/index.html steht ganz unten etwas über "Bio-Gerichte":

    "Bio-Gerichte
    IKEA Restaurants bieten regelmäßig Biogerichte an. Auch im Schwedenshop gibt es eine Reihe von Bioprodukten.
    Beispiele für Bio-Produkte (nur auf Englisch verfügbar)"

    Der Link mit den "Beispielen für Bio-Produkte" führt auf eine englischsprachige Seite namens "Organic Food Products" (Organic = bio).
    Hier erscheint der UTZ-Kaffee - als Beispiel für IKEA-Bioprodukte!

    Jetzt bin ich doch etwas sprachlos, weiss ganicht wie ich das ohne Polemik kommentieren kann...

    Kommentiert von Mupsi am 04.Februar 2011, 18:14
  • @Mupsi: Danke fürs recherchieren!

    @alle: Ich bin wirklich begeistert wie viele sich inzwischen die Mühe machen Utopia-Partner-Aussagen gegenzurecherchieren und richtigzustellen. Ein ganz großes LOB an alle konstruktiv-kritischen Geister auf Utopia!

    Kommentiert von fairskate am 04.Februar 2011, 19:02
  • "Hier erscheint der UTZ-Kaffee - als Beispiel für IKEA-Bioprodukte!"
    Solche Statements kann man hier prüfen lassen:
    ErnaehrungundMarkt@LfL.bayern.de
    Die sind dafür zuständig, wenn jemand mit Bio wirbt, obwohl das Produkt nicht Bio ist.
    Einfach hinmailen...

    Kommentiert von Maria_L am 04.Februar 2011, 19:19
  • Hallo Ikeateam,
    WARUM sagen Sie uns hier nicht die Wahrheit?

    Der von ihnen angebotene Kaffee ist weder bio noch fair - das ist meiner Meinung nach ........

    Sie wissen was ich meine, schreiben kann ich es nicht, sonst wird es wahrscheinlich gelöscht.

    Es ist schon interessant zu erfahren, wie sie ehrlichen Kundendialog verstehen.
    Kann ich annehmen, dass es mit der 'Beantwortung der anderen Fragen ähnlich gehandhabt wird.

    Kommentiert von Bada am 04.Februar 2011, 22:13
  • Frau Wolfstein, alle warten sehr gespannt auf ihre Antwort. Was ist nun mit ihrem pseudo Siegel? Haben sie wirklich gedacht sie können uns hier so einfach abspeisen?

    liebe Grüße
    Ben

    Kommentiert von Benjamin Bräuer am 05.Februar 2011, 09:44
  • @Werner:

    Derzeit wird ja verstärkt Wert gelegt auf die Einhaltung der AGB und Netiquette ( http://www.utopia.de/blog/lohas-plattform-portal-forum-fur-strategischen-konsum-nachhaltigkeit-oekologische/miteinander-auf-utopia ).

    Mein Vorschlag: Sollte IKEA innerhalb einer angemessenen Frist keine Stellung nehmen, wäre es angebracht, die oben diskutierte Antwort IKEAs auf ihre Stichhaltigkeit zu überprüfen, und entsprechend den AGB zu handeln.

    Punkt 3 "Keine Manipulation" ( http://www.utopia.de/agb#n3 ).

    • Alle Angaben müssen der Wirklichkeit entsprechen und dürfen nicht irreführend sein.
    • Gütezeichen, Qualitätskennzeichen oder Ähnliches dürfen nur verwendet werden, wenn die erforderliche Genehmigung vorliegt.
    • Täuschungshandlungen sind zu unterlassen.

    Spricht aus der Sicht des Utopia-Teams etwas dagegen?

    Grüße,
    YouMe

    Kommentiert von YouMe am 05.Februar 2011, 10:46
  • Ist es eigentlich Polemik eine Lüge eine Lüge zu nennen?

    Kommentiert von topist am 05.Februar 2011, 11:03
  • Das werden wir wahrscheinlich bald erfahren…

    Kommentiert von YouMe am 05.Februar 2011, 11:14
  • @YouMe: sehr gute Idee, zumindest die AGB und Netiquette auch auf Partner anzuwenden.

    Es fehlt dort jedoch das, was bei der Global Reporting Initiative unter Ausgewogenheit verstanden wird. Nämlich das der Gesamteindruck nicht durch Weglassen von Problemen und Übetreiben von postiven Ansätzen manipuliert wird.

    Schön wäre auch eine Aufnahme dieses zugegeben sehr anspruchsvollen Prinzips aus GRI:
    "In Berichten sollte klar zwischen der Darstellung von Fakten
    und der Auslegung von Informationen durch die Organisa­
    tion selbst unterschieden werden."
    siehe Seite 13 f zum Prinzip "Ausgewogenheit":
    http://www.globalreporting.org/NR/rdonlyres/B77474D4-61E2-4493-8ED0-D4AA9BEC000D/2868/G3_LeitfadenDE1.pdf

    Kommentiert von fairskate am 05.Februar 2011, 11:22
  • @Fairskate: Ich habe mich auch gefragt, ob sich die AGB-Formulierung nur auf die Utopisten bezieht oder auch auf die Partnerunternehmen. Als Überschrift steht ja "Netiquette (Verhaltensregeln für Utopisten)".

    Sind Partnerunternehmen auch "Utopisten"? Sonst wird da ja in der Sprachregelung unterschieden. Andererseits ergeben die oben zitierten Punkte zur Manipulation wenig Sinn, wenn man sie nur auf private Nutzer dieser Plattform bezieht.

    @Werner:
    Es wäre schön, wenn das Utopia-Team zu den oben diskutierten Anregungen und den hier:

    http://www.utopia.de/blog/beitrag/ikea-hej-wir-brauchen-dringend-eine-verpflichtung-zu#comment-495861

    vorgeschlagenen Anregungen Stellung bezöge.

    Kommentiert von YouMe am 05.Februar 2011, 12:05
  • Ich gehe mal davon aus, dass Ikea in den nächsten Tagen zu den hier gemachten Angaben und den Angaben auf der eigenen Homepage Stellung nehmen wird und ggf richtigstellen wird, was missverständlich oder falsch ist.

    Jedenfalls hoffe ich darauf.

    Kommentiert von DrMedEd am 06.Februar 2011, 21:05
  • Gelegenheit zur Diskussion über das Thema Bio / UTZ gibt es außerdem im Live Chat mit IKEA Deutschland-Chefin Petra Hesser am 17. Februar.

    http://www.utopia.de/chat/index.html

    Kommentiert von Meike Gebhard am 06.Februar 2011, 22:59
  • @Meike Gebhard:
    Die Möglichkeit des Live-Chats mit IKEA ist erfreulich.
    Oben sind allerdings einige Fragen an das Utopia-Team selbst gerichtet. Können wir mit Antworten rechnen? Falls ja, bis wann?

    Kommentiert von YouMe am 07.Februar 2011, 08:38
  • @Meike Gebhard: Die Frage bio / UTZ ist nichts zum Diskutieren. Da müssen wir einfach nur den Rechtsstand klären und sehen, ob es sich um eine Verbrauchertäuschung handelt. Dabei ist Ikea sicherlich keine Hilfe.

    Ich hatte mich auch schon auf den Chat gefreut, aber mit einem Unternehmen, das derart unausgewogen und selektiv kommuniziert macht ein Dialog irgendwie leider wenig Sinn.

    Kommentiert von fairskate am 07.Februar 2011, 09:04
  • @fairskate -sehe ich genauso.

    Kommentiert von Bada am 07.Februar 2011, 11:10
  • Veränderungen erreicht man durch Dialog!

    Ikea "hat sich entschieden", zu einer besseren Welt beizutragen, und lädt euch im Live Chat ein, sie bei der "unendlichen Aufgabe" durch euer Feedback zu unterstützen.

    Der Live Chat und die Präsenz hier auf Utopia sind ein mutiger Schritt und zeigen, dass das Unternehmen Verbrauchern zuhören will und es ernst meint.

    http://www.utopia.de/chat/index.html

    Kommentiert von Meike Gebhard am 07.Februar 2011, 12:51
  • Liebe Meike Gebhard,

    die Botschaft hör ich wohl - allein mir fehlt der Glaube!


    Die unrichtige Antwort auf meine Frage nach Bio und Fair läßt vermuten, dass die Verantwortlichen sich entweder nicht auskennen oder aber es nicht wissen wollen und nicht korrekte Aussagen zu ihren Produkten in die Welt streuen.

    Kommentiert von Bada am 07.Februar 2011, 12:59
  • @Meike: Geh doch bitte wirklich auf unsere Kommentare ein. Es ist ja nicht so, dass wir Ikea keine Veränderung zugestehen würden und auch einen Dialog finden wir eigentlich spannend. Nur was taugt ein Dialog ohne Ehrlichkeit und Ausgewogenheit?

    Die Antworten von Ikea auf bisherige Fragen unterscheiden sich kaum von dem äußerst unausgewogenen Marketing, das Ikea sonst an den Tag legt. Es werden kleine Schrittchen in den Himmel gelobt, mit fragwürdigen Zertifikaten oder auch Argumenten gegen unabhängige Kontrolle belegt und unangenehme Aspekte nur häppchenweise oder gar nicht beantwortet.

    Ein Eingeständnis dieser unangemessenen bisherigen Kommunikationsstrategie und ein Signal des Willens einer ernsthaften Umorientierung erstmal in Fragen der Kommunikation wären die Grundvorraussetzung für Dialog und Nachhaltigkeit.

    Wenn ihr das mit Ikea vereinbaren könnt, wäre das ein großer erster Schritt!

    Kommentiert von fairskate am 07.Februar 2011, 13:21
  • @Meike Gebhard: "Veränderungen erreicht man durch Dialog!"

    Darum möchte ich noch einmal auf diesen Kommentar hinweisen:
    http://www.utopia.de/gutefragen/fragen/bio-beim-kaffee-und-fruehstueck/3#comment_28295


    P.S. Hat ein bisschen gedauert, bis ich den direkten Link zusammenschustert habe, aber es schadet wohl nicht, wenn deutlich wird, dass der Dialog zu diesem Thema *mit dem Utopia-Team* mehreren Usern wichtig erscheint.

    Kommentiert von YouMe am 07.Februar 2011, 13:30
  • Womit wir wieder bei der Frage wären: Welche Voraussetzungen braucht es für einen Dialog? http://www.utopia.de/gutefragen/fragen/welche-voraussetzungen-braucht-es-fuer-einen

    Ich begrüße es sehr, wenn ich da abgeholt werde, wo ich stehe. Sprich: Wenn die Fragen hier auftauchen, wünsche ich mir auch eine Beantwortung an dieser Stelle und nicht erst Tage später in einem "Live-Chat".

    Kommentiert von lukita am 07.Februar 2011, 13:30
  • Hallo Utopisten,

    IKEA hat gezeigt, dass sie dem Dialog mit der Utopia Community aufgeschlossen und interessiert gegenüber stehen. Bitte habt Verständnis, dass auf Fragen, die am Wochenende eingestellt werden, nicht sofort Antworten gegeben werden. Wir stehen mit IKEA in Verbindung und wissen, dass sie die Nachfragen hier sehr ernst nehmen und sicvh damit auseinander setzen. Gerade in solch großen Unternehmen braucht das aber etwas Zeit. Bitte habt also etwas Geduld und gebt IKEA die Möglichkeit, die hier vorgebrachten Aussagen nachzuvollziehen und gegen zu checken. Danke und viele Grüße Stefanie

    Kommentiert von Stefanie Dowe am 07.Februar 2011, 14:11
  • Da gebe ich Stefanie vollkommen recht.

    Aber anscheinend muss dieses ganze "fair und bio" immer sofort umgesetzt werden... Das ist allerdings völlig unrealistisch. Ein Großunternehmen funktioniert anders als ein 1-4-Personen-Haushalt ;-)

    Kommentiert von ruud am 07.Februar 2011, 14:20
  • @ruud
    es geht doch darum, dass Ikea hier ganz dreist behauptet hat, ihr Kaffee sei "fair und bio" - obwohl er das offensichtlich doch nicht ist!

    Kommentiert von mela am 07.Februar 2011, 14:27
  • @Stefanie Dowe:

    Ich kann es gern wiederholen:
    Es wurden Fragen an das Utopia-Team gestellt, die IKEA betreffen. Dies hat nichts mit der wohlverdienten Wochenend- und Nachtruhe der IKEA-Mitarbeiter zu tun.

    Kommentiert von YouMe am 07.Februar 2011, 14:29
  • @mela: Vielleicht haben sie es aber auch gar nicht "behauptet", sondern es ist einfach derzeit so. Anregungen zur Überprüfung dieser IKEA-Praxis sind hier genannt worden, IKEA wird mit Sicherheit dazu Stellung nehmen.

    @YouMe: Und was ist mit der Wochenend- und Nachtruhe der Utopia-Mitarbeiter? Diese ungeduldige Drängelei ist ja furchtbar....

    Kommentiert von ruud am 07.Februar 2011, 14:34
  • Hej, liebe Utopisten und Diskussionsteilnehmer,

    bitte machen Sie sich selbst ein Bild und informieren Sie sich umfassend unter
    www.utzcertified.org

    Viele Grüße,
    IKEA/ annette wolfstein
    P.S.: Wie schon auf der Pinnwand geposted:
    Auch IKEA Mitarbeiter haben Feierabend und Wochenende.:-)
    Deshalb bitte ich um Verständnis, dass wir abends und am Wochenende keine Fragen beantworten und sich unsere Reaktionszeiten dadurch entsprechend verzögern.

    Kommentiert von Ikea am 07.Februar 2011, 14:45
  • @Ruud:
    Ich habe heute morgen in aller Form die Frage
    "Oben sind allerdings einige Fragen an das Utopia-Team selbst gerichtet. Können wir mit Antworten rechnen? Falls ja, bis wann?"
    an das Utopia-Team gerichtet, nachdem ohne Rücksicht auf den Inhalt der an das Team gerichteten Fragen kurzerhand auf den IKEA-Chat verwiesen worden war.

    Als furchtbar empfinde ich ausweichende Antworten.

    Kommentiert von YouMe am 07.Februar 2011, 14:47
  • @ ruud: Danke!

    @youme: Ich kann hier keine wirkliche Frage an das Team entdecken. Solltest Du Deinen Beitrag hinsichtlich der Glaubwürdigkeit von Siegeln meinen: Natürlich gilt für alle Unternehmen, die sich auf Utopia präsentieren, dass sie Siegel nur benutzt werden dürfen, wenn dies berechtigt ist. Im Falle des Kaffees von IKEA gibt es hierzu Nachfragen und Zweifel. Das nehmen wir ernst. Allerdings ist es absolut angebracht, IKEA nun auch die Chance zu geben, diese Vorwürfe nachzuvollziehen, zu prüfen und zu reagieren. Das braucht Zeit. Wer wirklich Antworten haben möchte und nicht nur daran interessiert ist, drauf zu hauen, gibt dem Gegenüber auch die Möglichkeit, sich mit den Argumenten auseinanderzusetzen und zu reagieren. Genau das tun wir.

    Kommentiert von Stefanie Dowe am 07.Februar 2011, 14:51
  • Stefanie schrieb: "Wer wirklich Antworten haben möchte und nicht nur daran interessiert ist, drauf zu hauen, gibt dem Gegenüber auch die Möglichkeit, sich mit den Argumenten auseinanderzusetzen und zu reagieren. Genau das tun wir."
    Wie sehr oft auf Utopia zu beobachten ist, tun das viele eben nicht. So schnell, wie hier oft draufgehauen wird, kann fast keiner antworten, reagieren, recherchieren, prüfen oder sonstwas.

    Ich sach ja: Ungeduld ;-)

    Kommentiert von ruud am 07.Februar 2011, 14:56
  • @ruud:
    "@mela: Vielleicht haben sie es aber auch gar nicht "behauptet", sondern es ist einfach derzeit so"
    Nein, lieber ruud, selbsterfundene oder nicht-bio-Zertifikate als "bio" anzupreisen ist derzeit in der EU illegal.

    "@YouMe:" Und was ist mit der Wochenend- und Nachtruhe der Utopia-Mitarbeiter? Diese ungeduldige Drängelei ist ja furchtbar...

    Volle Zustimmung.
    In den Weihnachtsferien, außerhalb regulärer Arbeitszeiten oder am Wochenende auf schnelle Antworten zu drängen steht für mich in einem ziemlich unglaubwürdigen Kontrast dazu, in Unternehmen soziale Mindeststandards zu fordern. Ich gönne absolut jedem seinen wohlverdienten Feierabend. Ob hier oder in irgendwelchen IKEA-Zulieferungsbetrieben, wo auch immer diese sein mögen.
    Nachhaltigkeit ohne Berücksichtigung angemessener Arbeitnehmerschutzrechte geht ganz einfach nicht.
    Meinetwegen könnte sich Frau Wolfstein auch erst morgen äußern. Besser eine gut recherchierte und ehrliche Antwort, als Copy & Paste aus Werbebroschüren (uups, ich hoffe, das war jetzt nicht polemisch!).

    Wer Informationen zum Missbrauch des Begriffs "bio" sucht findet sie übrigens hier:
    http://www.bmelv.de/SharedDocs/Downloads/Landwirtschaft/OekologischerLandbau/834_2007_EG_%C3%96ko-Basis-VO.pdf?__blob=publicationFile
    http://bundesrecht.juris.de/_lg_2009/index.html#BJNR235810008BJNE001200000 (hier speziell §12)

    Kommentiert von Mupsi am 07.Februar 2011, 14:57
  • Mupsi schrieb: "Nein, lieber ruud, selbsterfundene oder nicht-bio-Zertifikate als "bio" anzupreisen ist derzeit in der EU illegal."
    Mag ja sein, dass das so ist (war mir so nicht bewusst). Aber wie gesagt: So ist wohl der IST-Zusand bei IKEA, der jetzt hier (manchmal sogar konstruktiv) kritisiert wird. Wie das Unternehmen nun auf die Anregungen etc. eingeht, bleibt abzuwarten.

    Kommentiert von ruud am 07.Februar 2011, 15:07
  • @Stefanie: hier die (An-)Fragen an Utopia in diesem Strang. In vielen anderen gab es ebenfalls welche. Ich habe auch kein Problem damit, auf Antworten zu warten. Nur ein unbelegtes Verteidigen gegen gut recherchierte Kritik mag ich nicht.
    "#
    YouMe

    @Fairskate: Ich habe mich auch gefragt, ob sich die AGB-Formulierung nur auf die Utopisten bezieht oder auch auf die Partnerunternehmen. Als Überschrift steht ja "Netiquette (Verhaltensregeln für Utopisten)".

    Sind Partnerunternehmen auch "Utopisten"? Sonst wird da ja in der Sprachregelung unterschieden. Andererseits ergeben die oben zitierten Punkte zur Manipulation wenig Sinn, wenn man sie nur auf private Nutzer dieser Plattform bezieht.

    @Werner:
    Es wäre schön, wenn das Utopia-Team zu den oben diskutierten Anregungen und den hier:

    http://www.utopia.de/blog/beitrag/ikea-hej-wir-brauchen-dringend-eine-verpflichtung-zu#comment-495861

    vorgeschlagenen Anregungen Stellung bezöge. "

    @ruud: Ikea hat hier heute ja schon geantwortet und eine wirkliche Antwort wiederholt gekonnt umschifft.

    Ich wiederhole es nochmal: Nichts gegen klein Anfangen und jedem eine Chance auf Veränderung. Aber Nachhaltigkeit und Stakeholder-Dialog geht nur mit ehrlicher und ausgewogener Kommunikation. Davon ist Ikea gerade seit dem Einstieg in das Nachhaltigkeitsthema nach meinem Gefühl leider weiter entfernt als zuvor.

    Was sind denn Ikeas bisherige kleine Schritte?:
    - Nicht anerkannte Pseudo-Nachhaltigkeitssiegel (UTZ-Kaffee, Better-Cotton)
    - Übertreiben kleiner Schritte in die richtige Richtung (bei Ikea liest es sich, als ob nur Holz verantwortbarer Forstwirtschaft verwedent würde, dabei sind es keine 20 Prozent, noch viel weniger ist es bei recyceltem Kunststoff)
    - Schritte in die falsche Richtung als grün betitelt (Palm-Öl-Kerzen haben eine deutlich schlechtere Öko-Bilanz als konventionelle Kerzen aus Erdöl).

    All diese halbgaren Ansätze, die im letzten Fall sogar eine Verschlimmbesserung darstellen, betreffen nur einen Bruchteil des Sortiments, bedeuten bis auf den kleinen Anteil an FSC-Holz auch überhaupt keine ökologische Verbesserung und werden dennoch als Ikeas große Nachhaltigkeitsbemühungen angepriesen.

    Letztlich ist das Greenwashing aus dem Lehrbuch:
    http://www.klimawandel-global.de/klimawandel/kritische-stimmen/die-6-greenwashing-sunden-the-six-sins-of-greenwashing/

    Vergessen habe ich noch, dass es bei Ikea nun auch ein paar Bio-Lebensmittel gibt, wie in jedem anderen Discounter und Supermarkt auch.

    Kommentiert von fairskate am 07.Februar 2011, 15:22
  • Hallo an alle: ich habe hier einen Link gefunden, der etwas mehr über UTZ aussagt: http://www.konsumo.de/news/2985-UTZ-Certified-Siegel-nachhaltig-angebauter-Kaffee-Bio-Umweltschutz-Nachhaltigkeit-Siegel-Kunde

    Wir werden IKEA bitten, ihre Aussage hinsichtlich der Begriffe "bio/fair" zu überprüfen. Der Link zeigt aber trotz allem, dass bei UTZ zertifizierten Produkten auf bestimmte Nachhaltigkeitskriterien geachtet wird. Es ist also schon mal ein Anfang den man auch anerkennen sollte. Nun gilt es zu gucken, ob und wie es möglich wäre, diese Standards weiter auszubauen.

    Kommentiert von Stefanie Dowe am 07.Februar 2011, 15:25
  • @stefanie dove: so wie ich youme verstanden habe, geht die Anfrage an Utopia in Richtung Verstoß gegen die AGB weil dort steht, dass Täuschungen nicht erlaubt sind. Und die liegt tatsächlich auf den Tisch der Tatsachen. Davon kann sie natürlich nur eine Zurücknahme der falschen Behauptungen und das Löschen entsprechender Werbeaussagen holen. Das wird IKEA so oder so tun müssen. Ob Utopia dazu auffordert oder nicht spielt dafür letztlich keine Rolle. Höchstens dafür, wie glaubwürdig Hinweise auf die AGB sind, wenn hier mal wer polemisch wird und wie das Ganze später in der Presse reflekriert werden wird.

    Kommentiert von topist am 07.Februar 2011, 15:29
  • @Stefanie Dowe: Inwiefern ist die Aussage "Spricht aus der Sicht des Utopia-Teams etwas dagegen?" von YouMe auf Seite 2 dieses "Threads" denn keine wirkliche Frage an das Team? Außerdem kann ich nicht erkennen, wo YouMe draufgehauen haben soll; diese Äußerung finde ich nicht ganz ausgewogen.

    Kommentiert von Fredegar am 07.Februar 2011, 15:29
  • @topist:
    Täuschungen hinsichtlich der Thematik dieses Threads (UTZ-Kaffee als "Bio"-Kaffee anzupreisen) sind EG-weit nicht erlaubt.
    Egal wie man die AGB auslegt.

    Kommentiert von Mupsi am 07.Februar 2011, 15:36
  • @Stefanie Dowe:
    "Ich kann hier keine wirkliche Frage an das Team entdecken."

    http://www.utopia.de/gutefragen/fragen/bio-beim-kaffee-und-fruehstueck/2#comment_28191
    http://www.utopia.de/gutefragen/fragen/bio-beim-kaffee-und-fruehstueck/2#comment_28203
    http://www.utopia.de/gutefragen/fragen/bio-beim-kaffee-und-fruehstueck/3#comment_28291
    http://www.utopia.de/gutefragen/fragen/bio-beim-kaffee-und-fruehstueck/3#comment_28295
    http://www.utopia.de/gutefragen/fragen/bio-beim-kaffee-und-fruehstueck/3#comment_28319

    Darüber hinaus bin ich stillschweigend davon ausgegangen, dass auch indirekte Fragen zu Themen, die eine gewisse Brisanz haben und von der Community diskutiert werden, für das Utopia-Team von Interesse sind und daher als Appell zum Klären aufgefasst werden könnten. So z.B., wie man mit Fehlinformationen und Verbrauchertäuschung umgeht. Sollte es sich bei der Kaffee-Antwort um keine solche handeln, wäre es trotzdem angebracht, das Vorgehen für solche Fälle zu klären und die Community darüber in Kenntnis zu setzen. Danach wurde oben gefragt.

    "Allerdings ist es absolut angebracht, IKEA nun auch die Chance zu geben, diese Vorwürfe nachzuvollziehen, zu prüfen und zu reagieren."

    Gern, ja sehr gern wiederhole ich noch einmal, dass IKEA sich ruhig Zeit nehmen kann für eine Antwort. Diese sollte aber weder ausweichend sein, noch Fehlinformationen enthalten.

    "Solltest Du Deinen Beitrag hinsichtlich der Glaubwürdigkeit von Siegeln meinen"

    Zwar habe nicht ich selbst die Frage nach der Glaubwürdigkeit der Siegel ins Spiel gebracht, doch ist diese, wie gesagt, sicherlich auch für das Utopia-Team eine wichtige Frage, mit der sie sich prinzipiell auseinandersetzen muss, sollte sie dies nicht schon getan haben.

    Kommentiert von YouMe am 07.Februar 2011, 15:37
  • @Mupsi:
    ""@YouMe:" Und was ist mit der Wochenend- und Nachtruhe der Utopia-Mitarbeiter? Diese ungeduldige Drängelei ist ja furchtbar...
    Volle Zustimmung."

    Es ist mir ein Rätsel, aus welchem meiner Beiträge Du das herausliest, s. auch meine Antwort an Ruud. Gilt es inzwischen als ungeduldige Drängelei, wenn man fragt, ob, und wenn ja, wann man mit Antworten zu rechnen hat? – Aus meiner Sicht sind das Informationsfragen, und wer eine Aufforderung zum Durchmachen hineinliest, interpretiert etwas hinein, was nicht darin steht.

    Kommentiert von YouMe am 07.Februar 2011, 15:38
  • YouMe schrieb: "s. auch meine Antwort an Ruud. Gilt es inzwischen als ungeduldige Drängelei, wenn man fragt, ob, und wenn ja, wann man mit Antworten zu rechnen hat? – Aus meiner Sicht sind das Informationsfragen, und wer eine Aufforderung zum Durchmachen hineinliest, interpretiert etwas hinein, was nicht darin steht."
    Na ja, ich beobachte hier schon generell die Tendenz, eher stündlich eigene Fragen etc. wieder anzusehen und bei ausbleibenden Reaktionen ungeduldig und polemisch zu werden ;-)

    Nicht jeder hat Utopia als Hauptbeschäftigung. Bei mir z.B. ist es eine Infoquelle unter vielen, im Vergleich mit Zeit für meine Familie, Job, Hobbies etc. fällt die Anwesenheit hier aber sehr kurz aus. Nur mal so....

    Kommentiert von ruud am 07.Februar 2011, 15:46
  • @YouMe: "Solltest Du Deinen Beitrag hinsichtlich der Glaubwürdigkeit von Siegeln meinen"

    Zwar habe nicht ich selbst die Frage nach der Glaubwürdigkeit der Siegel ins Spiel gebracht, doch ist diese, wie gesagt, sicherlich auch für das Utopia-Team eine wichtige Frage, mit der sie sich prinzipiell auseinandersetzen muss, sollte sie dies nicht schon getan haben. "

    Die Glaubwürdigkeit von Siegeln ist hier gegenstandslos.
    Es geht nur um die Frage "bio oder nicht-bio".
    Wenn IKEA ein alternatives Siegel in Konkurrenz zu "Bio" und "Fairtrade" etablieren will sehe ich darin lediglich den Versuch, mit reduzierten Nachhaltigkeitsanforderungen ein Placebo für das gute Kundengewissen zu etablieren und gleichzeitig auf der Nachhaltigkeitsschiene trotzdem weiter den Profit maximieren zu können.
    Leider gehen diese (erfolgreichen!) Bemühungen auf Kosten der "Fairtrade" und "Bio" Siegel.
    Jeder weitere Kommentar meinerseits zu diesem Thema wäre reine Polemik, also sage ich jetzt besser nichts mehr (jedenfalls nichts zu diesem Thema).

    Kommentiert von Mupsi am 07.Februar 2011, 15:52
  • Hallo YouMe,

    wie gesagt, gelten dieAGB/ Netiquette-Regeln auch für Unternehmen. Auf IKEA bezogen: IKEA verdient die Chance, auf die Nachfragen hinsichtlich BIO/FAIR zu reagieren. Sollte sich heraus stellen, dass die Nutzung dieser Begriffe tatsächlich nicht auf ihre Produkte zutrifft, müssen sie die Aussagen, die hier diesbezüglich getätigt wurden, revidieren. Ich stehe dazu auch mit IKEA in Verbindung. Aber nochmal: das braucht etwas Zeit. Daraus ist nicht zu schließen, dass die Unternehmen sich nicht an die AGB/ Netiquette halten müssen.

    Zur Partnerauswahl: http://www.utopia.de/ueber-utopia#partnerwahl

    Kommentiert von Stefanie Dowe am 07.Februar 2011, 16:08
  • @ruud: "Na ja, ich beobachte hier schon generell die Tendenz, eher stündlich eigene Fragen etc. wieder anzusehen und bei ausbleibenden Reaktionen ungeduldig und polemisch zu werden ;-)"

    Stellt sich die Frage, inwieweit es polemisch ist, Nachfragen, die keinen zeitlichen Druck ausüben und sachlich verfasst sind, als ungeduldig und polemisch zu werten.

    Zur Veranschaulichung und damit sie nicht in Vergessenheit gerät, hier nochmal die - wie ich finde - sachliche und unpolemische Frage von YouMe (hier auf Seite 3):

    "Oben sind [...] einige Fragen an das Utopia-Team selbst gerichtet. Können wir mit Antworten rechnen? Falls ja, bis wann?"

    Kommentiert von Fredegar am 07.Februar 2011, 16:21
  • @fredegar: die Fragen sind beantwortet.

    Kommentiert von Stefanie Dowe am 07.Februar 2011, 16:30
  • @Stefanie: die Beschreibung des Kaffees auf der Ikea-Website und auch so einiges anderes in der Unternehmenskommunikation ist nach normalen Maßstäben eindeutig Greenwashing. Das verstößt doch eigentlich gegen die Partnerwahl-Leitlinien, oder verstehe ich das falsch?

    Die auffäligsten Punkte habe ich auf Seite 4 dieses Strangs aufgelistet.

    Habt ihr da eigentlich vorher gar nicht groß recherchiert oder wusstet ihr das alles schon, was die Community hier in den letzten Tagen zusammengetragen hat?

    Oder habt ihr einfach eine ganz andere Interpretation des Greenwashing-Begriffs als die, die durch Umwelt-NGOs und die Feuilletons von Zeit, Spiegel, Süddeutsche und Co verbreitet ist?

    Kommentiert von fairskate am 07.Februar 2011, 16:39
  • Ich verstehe diese Diskussion über Siegel nicht. Entscheidend ist doch nicht, welches Siegel es ist, sondern ob der Kaffee vernünftig angebaut und die Menschen, die ihn produzieren gerecht entlohnt werden. Und jeder, der auf der UTZ-Seite mal nachgeschaut hat, kann sehen, dass dies der Fall ist. Ich finde es sogar gut, dass es unterschiedliche Initiativen gibt und nicht nur wenige Organisationen Siegel verteilen.

    Kommentiert von nile am 07.Februar 2011, 16:51
  • @Stefanie Dowe: Danke, hatte das verpennt.

    Mein Hinweis "damit sie nicht in Vergessenheit gerät" (also die Frage) war im Übrigen kein Seitenhieb an Utopia, sondern sollte meiner Befürchtung Ausdruck verleihen, dass durch die Zerfaserung der Diskussion die Frage vergessen werden könnte.

    Kommentiert von Fredegar am 07.Februar 2011, 17:02
  • @Nile: Es gibt bereits viele Siegel und eigentlich auch bereits viel zu viele, weil da schon jetzt fast nur noch Experten durchblicken, obwohl die Siegel ja Verbrauchern helfen sollen ökologische und faire Produkte zu erkennen.

    UTZ-Standards liegen im Öko-Bereich weit unter EU-Bio, Bioland, Demeter und Naturland. Im fair Bereich liegen sie weit unter Fair Trade und Fair Deal Trading.

    Der Sinn solche industrienaher Siegel ist, fair und bio vorzutäuschen ohne die entsprechenden Mehrkosten einer wirklichen bio und fair Produktion sowie die Kosten einer wirklich unabhängigen Zertifizierung tragen zu müssen.

    In diesem Fall hat Ikea UTZ-Kaffee sogar als bio (und fair) beworben, was nach EU-Recht verboten ist, denn der bio-Begriff ist für Lebensmittel geschützt und mit bestimmten Standards und Kontrollen verknüpft, die UTZ nicht erfüllt.

    Kommentiert von fairskate am 07.Februar 2011, 17:04
  • @Youme:
    "@Mupsi:
    ""@YouMe:" Und was ist mit der Wochenend- und Nachtruhe der Utopia-Mitarbeiter? Diese ungeduldige Drängelei ist ja furchtbar...
    Volle Zustimmung.""
    Es ist mir ein Rätsel, aus welchem meiner Beiträge Du das herausliest, s. auch meine Antwort an Ruud. Gilt es inzwischen als ungeduldige Drängelei, wenn man fragt, ob, und wenn ja, wann man mit Antworten zu rechnen hat?"

    Nein, wenn Du am Montag, wenn auch frühmorgends, fragtst, ob und wann mit Antworten zu rechnen sei, ist das schon höflich genug und auch keine Drängelei.

    Wenn Du aber am Freitag abend oder am Samstag morgens schreibst: "Es wäre schön, wenn das Utopia-Team zu den oben diskutierten Anregungen und den hier vorgeschlagenen Anregungen Stellung bezöge"
    dann übst Du natürlich während des gesamten Wochenendes Druck aus. Mir ist der Gedanke äußerst unsympathisch, daß wegen solcher und ähnlicher Äußerungen Utopia-Mitarbeiter am Wochenende arbeiten müssen. Mit irgendeiner Art von "gewaltfreier Kommunikation" hat das nicht mehr viel zu tun. Mitarbeiter sollen gefälligst auch am Wochenende Deine Fragen beantworten. Oder während ihres Weihnachtsurlaubs.

    Kommentiert von Mupsi am 07.Februar 2011, 17:07
  • Hej Fairskate,

    danke für den Hinweis, dass auf unserer Website der utz-Kaffee unter Bio-Gerichten eingeordnet ist.
    Wir überprüfen das gerade und melden uns dazu. Sollte das so nicht stimmen, werden wir die Verlinkung selbstverständlich ändern.

    Viele Grüße
    IKEA/ annette wolfstein

    Kommentiert von Ikea am 07.Februar 2011, 17:09
  • Was die Siegel betrifft bin ich einer Meinung in fairskates Beitrag vor mir.

    Vielleicht könnte Ikea an dieser Stelle die Zusage geben, alle in diesem Thread vorgebrachten Fragen, Vorwürfe, Vermutungen etc zu prüfen und eine umfassende, wahre und glaubwürdige Antwort zu formulieren, die nicht nur Floskeln enthält und ganz konkret auf die jeweiligen Fragen eingeht ?

    Kommentiert von DrMedEd am 07.Februar 2011, 17:10
  • @Mupsi: "Wenn Du aber am Freitag abend oder am Samstag morgens schreibst: 'Es wäre schön, wenn das Utopia-Team zu den oben diskutierten Anregungen und den hier vorgeschlagenen Anregungen Stellung bezöge' dann übst Du natürlich während des gesamten Wochenendes Druck aus."

    Das ist eine recht gewagte Interpretation, und ich interpretiere und werte das nicht so.

    Nachtrag @Mupsi: "Mitarbeiter sollen gefälligst auch am Wochenende Deine Fragen beantworten."

    Davon war doch überhaupt nicht die Rede.

    @fairskate: Danke für deine Recherche, Zusammenfassung und Bewertung.

    @IKEA/ annette wolfstein: Danke für die Zwischenmeldung.

    Kommentiert von Fredegar am 07.Februar 2011, 17:20
  • Hej, liebe Utopisten,
    die ganze Debatte wurde, denke ich, ausgelöst durch ein Missverständnis. Vermutlich ich habe mich nicht klar genug ausgedrückt. Zunächst habe ich unsere Zertifizierung "utz-certified" erklärt.

    Dann kommt diese Nachfrage: Der Kaffee am Automaten in Restaurant ist bio und fair? Habe ich das richtig verstanden? Was genau bedeutet "verantwortungsvoller" Kaffeeanbau?
    und ich antworte: ja, stimmt genau und beziehe mich mit dieser Antwort darauf, dass wir utz-zertifizierten Kaffee nicht nur für alle sichtbar im Schwedenshop verkaufen, sondern selbstverständlich auch im Restaurant und Bistro ausschenken. Da ich vorher nie von "fair" und "bio" und den entsprechenden Siegeln sprach, bezieht sich das "ja" auf den Ausschank und "utz-certified" und nicht auf "fair und bio" - ich hatte berteits unsere Zertifizierung erklärt.

    Ich bitte das Missverständnis zu entschuldigen. Aufgrund mehrteiliger Fragen ist es manchmal schwer, dass so exakt zu formulieren. Um solche Missverständnisse zukünftig zu vermeiden, wäre es gut, wenn ich zukünftig Fragen, die sich nur auf einen Punkt beziehen, erhalten würde. Danke vorab!

    Viele Grüße
    IKEA/ annette wolfstein

    Kommentiert von Ikea am 07.Februar 2011, 17:25
  • @IKEA/ annette wolfstein: Auf den Internet-Seiten wird nach wie vor u.a. zu dem erwähnten Kaffee verlinkt mit dem Text "Beispiele für Bio-Produkte (nur auf Englisch verfügbar)"

    http://www.ikea.com/ms/de_DE/about_ikea/our_responsibility/food_safety/index.html

    Kommentiert von lukita am 07.Februar 2011, 17:35
  • @IKEA:
    Die Frage von Bada, auf die Sie geantwortet haben, war sehr einfach, zweizeilig, zwei einfache Sätze. Zur Erinnerung:

    "Der Kaffee am Automaten in Restaurant ist bio und fair?
    Habe ich das richtig verstanden?"

    Ich frage mich wirklich, was man daran missverstehen könnte.

    Kommentiert von mela am 07.Februar 2011, 17:44
  • @Ikea: Erstmal danke für die Klarstellung.

    Bei allem Respekt ist es aber etwas einfach, dieses nun als Missverständnis zu erklären, da es auf ihrer eigenen Website genauso falsch dargestellt ist. Ich habe die Dokumente (das pdf und die entsprechende Unterseite) mal gesichert, da sie diese ja nun hoffentlich auch ändern.

    Konsequenter Weise müsste nun auch die Antwort auf die Frage "Der Kaffee am Automaten in Restaurant ist bio und fair?
    Habe ich das richtig verstanden?"

    geändert werden.

    Und zwar in: NEIN, der Kaffee ist weder bio noch fair, genügt jedoch sozialen und ökologischen Kriterien, die auch als "fair light" bezeichnet werden sowie Gentechnik, erdölbasierte Pestizide und Mineraldüngung NICHT ausschließen.

    Kommentiert von fairskate am 07.Februar 2011, 17:47
  • Ganz ehrlich kann ich die Begründung des Missverständnisses auch nicht nachvollziehen. Eigentlich ist es wirklich genauso eindeutig, wie mela schon schreibt.

    Kommentiert von lukita am 07.Februar 2011, 17:52
  • Die Kriterien für UTZ sind auf der Homepage etwas versteckt.
    Deshalb kopiere ich sie mal hier her. Ganz toll wäre, wenn jemand sich die Mühe machen könnte, wenigstens die wesentlichen Punkte für die in Englisch nicht so fitten Leser übersetzen könnte.
    ("Was bedeutet genau: good housekeeping practices")
    Sonst hat ja jede weitere Diskussion nicht viel Sinn.
    ----http://www.utzcertified.org/index.php?pageID=114-------

    ***Good Agricultural & business practices***
    *monitoring business processes
    *record keeping of fertilizers & agro chemicals
    *good housekeeping practices
    *workers trained properly
    *implementation of accident and emergency procedures
    *implementation of hygiene rules and practices
    *traceability of coffee
    *annual internal inspections

    ***Social criteria***
    *workers are protected by national laws and ILO conventions regarding wage, working hours,
    safe and healthy working conditions
    *no forced labor or child labor
    *freedom of association and collective bargaining
    *workers receive training in their own language about safe handling of chemicals
    *workers receive protective clothing for the use of chemicals
    *respectful treatment of workers
    *access to health care for the workers and their families
    *access to education for children
    *access to decent housing
    *access to clean drinking water
    *freedom of cultural expression

    ***Environmental criteria***
    *reduce and prevent soil erosion
    *responsible and minimal use of agrochemicals
    *implementation of Integrated Pest Management
    *minimize water usage and environmental pollution
    *minimize energy use
    *optimize use of sustainable energy sources
    *treatment of contaminated water
    *protecting water sources
    *no deforestation of primary forests
    *use of native tree species as coffee shade trees
    *protecting endangered species

    Kommentiert von Maria_L am 07.Februar 2011, 17:53
  • Wieso, weshalb warum: Das ist doch jetzt egal. Wird man eh nicht herausfinden. Man kann jetzt natürlich versuchte Schummelei unterstellen. Andererseits wäre es auch reichlich naiv, auf Utopia (wo sich genügend kritische Geister tummeln) mit solchen eindeutigen und anscheinend eindeutig widerlegbaren Aussagen aufzutreten.

    Ich finde: Hauptsache, IKEA hat klar darauf geantwortet. Und das ist passiert, indem nun deutlich gemacht wurde: UTZ heißt nicht gleich bio und fair. Natürlich ist diese Aussage eindeutig der beharrlichen Nachfragen der Utopia-Nutzer zu verdanken!

    Kommentiert von Fredegar am 07.Februar 2011, 18:01
  • So klar finde ich die Antwort von IKEA im Übrigen nicht. Klar wäre es, wenn IKEA die Formulierung von fairskate übernehmen würde:

    "NEIN, der Kaffee ist weder bio noch fair, genügt jedoch sozialen und ökologischen Kriterien, die auch als "fair light" bezeichnet werden sowie Gentechnik, erdölbasierte Pestizide und Mineraldüngung NICHT ausschließen."

    Das Ganze läuft übrigens unter dem Titel: "Unbedenkliche Lebensmittel in IKEA Einrichtungshäusern"

    Kommentiert von lukita am 07.Februar 2011, 18:17
  • Klar würde es die Sache erst machen, wenn die Falschaussagen auf der Website zurück gezogen und sich IKEA für diese Täuschung ihrer Kunden entschuldigen würde.

    Kommentiert von topist am 07.Februar 2011, 18:32
  • @fredegar: "Hauptsache, IKEA hat klar darauf geantwortet. Und das ist passiert, indem nun deutlich gemacht wurde: UTZ heißt nicht gleich bio und fair."

    Es wäre schön, wenn Ikea das selbst deutlich gemacht hätte. Das haben sie aber geschickt vermieden und nur geschrieben, dass die Frage falsch verstanden wurde und daher die Antwort nicht passt.

    Zu UTZ:
    http://en.wikipedia.org/wiki/UTZ_Certified#Criticism

    Schön auch dass hier aus dem Spiegel:
    "Vor allem in Sachen Umweltstandards gilt UTZ als unterbelichtet. Die Zertifizierung sei "Greenwash - ein billiger Weg in den Ethik-Markt", sagt der Oxford-Professor Alex Nicholls. UTZ-Vertreter dagegen kritisieren Fairtrade als "historischen Fehler". Das Zertifikat sei überholt und sowieso eine Nische geblieben. "
    http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,728263,00.html

    Fairen Handel in den Mainstream zu bringen ist schonmal ganz offensichtlich nicht die Absicht von UTZ. Die Kernidee der festen Preise über Weltmarktniveau haben sie ja auch gerade nicht in ihrem Kriterien-Katalog.

    UTZ-Kaffee gibt es übrigens auch bei allen Aral-Tankstellen-Bistros...

    Kommentiert von fairskate am 07.Februar 2011, 18:35
  • @ruud
    Aber anscheinend muss dieses ganze "fair und bio" immer sofort umgesetzt werden.

    Ja, das muss es, meiner Meinung nach. Vor allen Dingen, wenn behauptet wird, dieser Zustand wäre schon erreicht.
    Es gibt viel zu tun, also fangen wir doch damit an! Wann wenn nicht jetzt?
    Die Wochenendruhe gestehen wir allerdings jedem zu und wünschen auch eine geruhsame ,erholsame Zeit >:-)

    Kommentiert von Bada am 07.Februar 2011, 21:33
  • "Aber anscheinend muss dieses ganze "fair und bio" immer sofort umgesetzt werden."
    Niemand muß das.
    Es gibt aber schon Firmen, die das zu 100% umgesetzt haben. Im Lebensmittelbereich so gut wie in der Kleidungs- oder Möbelbranche.
    Deswegen darf es ruhig beim Namen genannt werden, daß die Ansätze von IKEA sehr lau sind.

    Kommentiert von Maria_L am 08.Februar 2011, 07:06
  • @Bada: "Ja, das muss es, meiner Meinung nach. Vor allen Dingen, wenn behauptet wird, dieser Zustand wäre schon erreicht. Es gibt viel zu tun, also fangen wir doch damit an! Wann wenn nicht jetzt?"
    Wir sind da glaube ich prinzipiell einer Meinung, natürlich sollte möglichst schnell etwas geändert, angestoßen oder umgesetzt werden.

    Was ich nur meine, ist: Zum einen funktionieren Großkonzerne wie IKEA anders und dort sind viel mehr Hürden auf dem Weg zu einer Entscheidung zu überbrücken. Daher kann es dort nicht so schnell gehen wie bei einer Privatperson, die von jetzt auf gleich z.B. kein Fleisch mehr isst. Daher heißt "sofort" eben zwar, dass es schnell gehen sollte (und MUSS), aber dafür gibt es eben sehr unterschiedliche Rahmenbedingungen.

    Ich schiebe diverse Änderungen in Richtung Nachhaltigkeit meines Lebensstils ja auch immer wieder auf. Wieso sollte das bei Konzernen anders sein? :-)

    Kommentiert von ruud am 08.Februar 2011, 10:18
  • @Maria L: "Es gibt aber schon Firmen, die das zu 100% umgesetzt haben. Im Lebensmittelbereich so gut wie in der Kleidungs- oder Möbelbranche."
    Natürlich! Mir geht es aber um völlig an der Realität eines Großbetriebes vorbei gehenden Forderungen nach SOFORTIGEM Handeln. Da tritt eine Firma in einen Dialog hier ein, präsentiert bisherige Erfolge (wie auch immer die auszulegen sind) und dann wird sofort alles auseinander gepflückt. Kritischer Dialog und Anregung zur Weiterentwicklung sieht meiner Meinung nach anders aus.

    "Deswegen darf es ruhig beim Namen genannt werden, daß die Ansätze von IKEA sehr lau sind."
    Auch richtig. Aber: Es SIND Ansätze, anderswo gibt es nicht mal die. Warum wird nicht einfach über diese Ansätze und deren Weiterentwicklung diskutiert? IKEA reagiert doch auf Fragen etc.

    Macht eine Firma (hier oder anderswo) gar nichts, ist es falsch und verwerflich. Macht sie irgendwas, ist es oft auch nicht recht (Stichworte: Krisen-PR oder Greenwashing). Begibt sich die Firma auf "Konsumentenebene", dann wollen viele nur ihrem Ärger Luft machen und dann ist der Dialog oft von Anfang an schon für die Tonne.

    Muss doch nicht sein.

    Kommentiert von ruud am 08.Februar 2011, 10:26
  • ruud, ich begrüße es ausdrücklich, dass IKEA sich hier bereit erklärt, auf Fragen zu antworten!

    Wie aber schon mehrmals geschrieben: eine mehr oder minder vorsätzliche Täuschung ist nicht im Sinne eines offenen Dialogs. Wir sind hier ja in dem passenden Strang, um Beipiele für diese Art der Täuschung zu finden.

    Ich war in der Vergangenheit durchaus auch immer wieder mal bei IKEA. Das Marketing hat mich angesprochen. Angesichts der Preise habe ich mich zwar gefragt, ob es mit rechten Dingen zugehen kann. Diesen Fragen bin ich damals aber nicht weiter nachgegangen. Ich habe der Werbung geglaubt...

    Mittlerweile kaufe ich sehr viel bewusster ein. Und da reicht es mir eben nicht mehr, wenn mir jemand etwas als biologisch verkaufen will, was es letztlich nicht ist.

    Kommentiert von lukita am 08.Februar 2011, 10:40
  • Hej, liebe Utopisten,

    wir haben den Link soeben verändert. Systemtechisch wird dieser spätestens morgen früh nicht mehr sichtbar sein.

    Viele Grüße
    IKEA/ annette wolfstein

    Kommentiert von Ikea am 08.Februar 2011, 10:47
  • Liebe Utopisten, liebes IKEA-Team,

    ein dickes Dankeschön an alle! Wir freuen uns hier im Team gerade sehr über die Entwicklung dieses Dialogs. Die Community hat durch ihr Engagement und Wissen bewirkt, dass Fehler aufgedeckt und verändert werden. IKEA hat gezeigt, dass sie den Dialog ernst nehmen und zuhören können. Trotz der Größe des Unternehmens hat IKEA sich schnell bewegt, reagiert und den Fehler revidiert. Der Ansatz von Utopia wirkt also: Dialog kann was verändern. Es sind kleine Schritte, aber sie verändern. Der Austausch zwischen Verbrauchern und Unternehmen kann funktionieren, wenn beide Seiten wirklich miteinander reden, zuhören und auf den anderen eingehen. Danke an alle, die dies möglich gemacht haben! :-)

    Kommentiert von Stefanie Dowe am 08.Februar 2011, 12:18
  • @Stefanie: Also das ist mal eine interessante Interpretation.

    Die Community hat nicht einen Fehler, sondern eine - vielleicht durch Unwissenheit, aber das wissen wir nicht - potentielle Verbrauchertäuschung aufgedeckt. Dafür kam von Ikea bislang kein Wort der Entschuldigung. Auch der Kommentar, der das Ganze als Missverständnis erklärte, enthielt keine eigene Klarstellung. Auch die Klarstellung erfolgte nur durch die Community.

    Mit der nun bekundeten Änderung entgeht Ikea auch einer möglichen Verurteilung, sollte sich der Fall wirklich als Verstoß gegen den Schutz des Bio-Begriffs in Bezug auf Lebensmittel herausstellen. Natürlich freue ich mich, dass weitere Täuschung abgewendet wurde, aber einen Konzern dafür zu loben sich auf öffentliches Drängen hin an Gesetze zu halten bzw. potentielle Verstöße zu beenden, ist schon etwas merkwürdig.

    Der Fall ist eher ein Beispiel, dass Utopia selbst sich bislang unzureichend mit potentiellen Partner auseinandersetzt oder es an Expertise fehlt. Es sind die wiederholt als Schwarzmahler geschmähten Kritiker_innen, die hier mit viel unbezahlter Arbeit Greenwashing verhindern.
    Wenn ihr Hilfe in diesen Dingen braucht, gibt es hier sicherlich viele, die das auch vor einer Partnerentscheidung für euch tun, was Unmut auf der Plattform vermeiden könnte. Ich biete mich auch gerne dafür an. Was ihr dann aus dem Wissen macht, wäre ja immer noch voll in eurer Hand.

    Für einen Konzern der Größe Ikeas ist auch Unwissenheit keine Entschuldigung. Ich habe schon mit CSR-Zuständigen von ALDI und Tchibo gesprochen und die hätten die Problematik sofort erkannt.

    Kommentiert von fairskate am 08.Februar 2011, 13:01
  • Einmal mehr geht mein Dank an fairskate für die klaren Worte!

    Ich kopiere hier noch mal die Vorteile, die Unternehmen lt. Partnerbroschüre haben, wenn sie mit Utopia kooperieren: http://www.utopia.de/utopia/partnerpakete

    ###

    Die Utopia-Erfolgsfaktoren:

    1. Utopia ist die größte und aktivste Community ihrer Art und wächst täglich. Profitieren Sie von unserer Reichweite: jeden Monat über 150.000 eindeutige Besucher auf Utopia.

    2. Utopia genießt eine sehr hohe Glaubwürdigkeit und kooperiert mit den wichtigsten Experten, Institutionen, NGOs und Verbänden.

    3. Utopia ist eine unabhängige Initiative, die Profit- und Non-Profit-Ziele verbindet.

    4. Utopia ist eine starke Marke, die ihren Nutzern eine hohe Identifikation bietet.

    5. Utopia bietet Substanz mit einem hoch qualifizierten Journalisten- und Nachrichten-Team, das tagesaktuelle, umfassende Nachrichten, Meldungen und Hintergründe aufbereitet.

    ###

    Anschließend empfehle ich, den Themenstrang hier noch einmal ganz langsam und aufmerksam durchzulesen und sich dann eine eigene Meinung zu bilden.

    Nachtrag um 13:22 Uhr: In meinen Augen ist EHRLICHKEIT eine der Grundvoraussetzungen für einen offenen Dialog! http://www.utopia.de/gutefragen/fragen/welche-voraussetzungen-braucht-es-fuer-einen

    Kommentiert von lukita am 08.Februar 2011, 13:09
  • Hallo Fairskate,
    da wird also selbst ein Dankeschön negativ interpretiert. :-)

    Frau Wolfstein von IKEA hat sich für die missverständliche Aussage entschuldigt und erklärt, dass sie sich bei ihrer Aussage auf die UTZ Zertifizierung bezogen hat. Da vorab tatsächlich von dieser Zertifiztierung die Rede war, ist das nachvollziehbar. Auf Deinen Hinweis mit dem Link ist sie eingegangen und hat reagiert. Warum also gleich wieder negaitv interpretieren? Ein Unternehmen reagiert und gleich wird es negativ ausgelegt nach dem Motto: sie wollen bloß verhindern, dass sie verklagt werden. Warum nicht einfach mal darauf eingehen, dass sie offensichtlich zugehört, sich erkundigt und verändert haben? Wie schon gestern von einigen Usern geschrieben - jeder macht mal Fehler, auch hinter Unternehmen stehen nur Menschen, denen das passieren kann. Warum es nicht eher als Errungenschaft der Community sehen?

    Außerdem ist es nach wie vor so, dass IKEA versucht Standards umzusetzen. UTZ mag nicht an die Kriterien der "Bio" und "Fair" Siegel heran reichen. Trotzdem werden dort viele Nachhaltigkeitsstandarsd zu Grunde gelegt (siehe auch den Post von Maria_L mit der Auflistung). Es wäre also falsch zu behaupten, dass da gar nichts passiert und nichts gemacht wird. Es sind Schritte in die richtige Richtung, die hoffentlich noch ausgebaut werden.

    Zur Partnerwahl: Wir besprrechen uns durchaus mit Leuten vom Wuppertal Institut und anderen Experten, wenn es um die Partnerwahl geht. Grundlage ist immer unser Utopia-Ansatz: Wenn die großen Unternehmen sich bewegen, können sie viel bewegen, weil sie die Masse erreichen. Deshalb wollen wir gerade diese treiben, der Community ermöglichen, mit diesen Unternehmen den Dialog zu suchen. Das was hier in den letzten Tagen passiert ist, ist so nur auf Utopia möglich und darauf sind wir stolz. Wir finden es super, dass sich die Unternehmen auf Utopia wirklich dem Austausch mit den Utopisten stellen. Und wir sind stolz auf die Community, die hinterfragt und die Unternehmen fordert.

    Gerade die großen Unternehmen haben oft noch viel zu tun. Aber wenn sie in die richtige Richtung gehen, verdienen sie Unterstützung. Auch das Engagement der Community zeigt, dass sie es spannend findet, sich mit den großen Unternehmen hier zu unterhalten, zu hinterfragen, zu treiben. Genau das wollen wir und ja ganz ehrlich, für uns hat der Dialog hier gezeigt, dass es funktionieren kann. Jetzt kann man daran rum kritisieren oder gucken, wie es weiter geht. Bei letzterer Variante freuen wir uns sehr, wenn Du dabei bist! :-)

    Viele Grüße
    Stefanie

    Kommentiert von Stefanie Dowe am 08.Februar 2011, 13:29
  • Stefanie, ich bitte Dich: lies Dir diesen ganzen Strang bitte noch mal in aller Ruhe durch. Sollten Emotionen bei Dir hochkommen, wenn Du Aussagen einzelner Utopisten liest, schaue Dir diese Emotionen an. Warte, bis Du wieder frei bist. Lies dann einfach weiter. Lass den Themenstrang auf Dich wirken. Kommst Du dann immer noch zu der gleichen Aussage?

    Kommentiert von lukita am 08.Februar 2011, 13:36
  • Lukita, hier geht es darum, nicht alles immer negativ zu interpretieren. Was Utopia anbietet, ist eine Plattform für den Dialog. Das ist hier möglich. Der ganze Strang beweist das. Und ja, ich komme noch immer zu der Erkenntnis, dass sich hier was bewegt und Dialog gut ist. Die Intensität des Dialogs zeigt ja auch, dass es offensichtlich Bedarf gibt.

    Kommentiert von Stefanie Dowe am 08.Februar 2011, 13:48
  • Hall Stefanie, hallo IKEA,

    nochmal: Auf die eindeutige Frage von Bada
    "Der Kaffee am Automaten in Restaurant ist bio und fair?
    Habe ich das richtig verstanden?

    Was genau bedeutet "verantwortungsvoller" Kaffeeanbau? "

    lautete die Ikea-Antwort:

    "Hej Bada,

    ja, stimmt genau.
    Viele Grüße,
    IKEA/ annette wolfstein "

    Für mich sehr unmissverständlich.

    Der Begriff bio ist geschützt. Man darf gesetztlich ein angebotenes Produkt nicht als bio (oder öko) bezeichnen, welches die offiziellen Bio-Kriterien nicht erfüllt.
    Das UTZ-Zertifikat erfüllt diese Kriterien nicht. Die Aussage war also nicht nur unmissverständlich, sondern auch falsch (es sei denn Ikea hält das Bio-Siegel hinterm Rücken versteckt).

    Bitte ergänzen Sie die o.g. Falschaussage durch ein zusätzliches Edit, welches klar stellt, dass es sich bei der Aussage um einen Fehler handelt und dass der Kaffee nicht Bio ist. Siehe Vorschlag von fairskate.
    Sonst sind Meschen, die den Thread nicht weiter verfolgen, falsch informiert.

    Danke
    mela

    Kommentiert von mela am 08.Februar 2011, 13:50
  • [... entfernt ...]

    Bitte keine Unterstellungen, das Community-Management

    Kommentiert von YouMe am 08.Februar 2011, 13:55
  • Mir fehlen langsam die Worte ...

    Kommentiert von lukita am 08.Februar 2011, 13:56
  • Hallo Mela,

    die Aussagen bio und fair hat Frau Wolfstein wie geschrieben nicht auf die Siegel "Bio" und "Fair" bezogen, von denen vorab auch keine Rede war, sondern auf die Standards der UTZ Zertifizierung (von der vorab die Rede war), um zu sagen, dass dieser UTZ-zertifizierte Kaffee nicht nur im Laden verkauft, sondern auch ausgeschenkt wird. Ich kann Frau Wolfstein gern bitten, in ihrem besagten Post anzumerken, dass sie sich auf die UTZ-Zertifizierung bezieht.

    Kommentiert von Stefanie Dowe am 08.Februar 2011, 13:58
  • "UTZ mag nicht an die Kriterien der "Bio" und "Fair" Siegel heran reichen. Trotzdem werden dort viele Nachhaltigkeitsstandarsd zu Grunde gelegt (siehe auch den Post von Maria_L mit der Auflistung)"
    Stefanie, da Du meinen Namen mit nennst:
    Ich kann keine besonderen Nachhaltigkeit-"Standards" erkennen in der Auflistung.
    Wie an anderer Stelle schon geschrieben, finde ich die Punkte äußerst lau.
    Ich persönlich bin der Ansicht, daß solche Zerfikikate dem Thema Nachhaltigkeit ehr schaden, als nützen...
    Müssen wir hier nicht weiter diskutieren, ich wollte es nur klarstellen...

    Kommentiert von Maria_L am 08.Februar 2011, 14:03
  • @Stefanie: der Vorwurf einer negativen Sichtweise kommt mir hier mehr als unpassend vor und ich würde mich über eine erneute Stellungnahme freuen.

    Ich habe extra geschrieben, dass es vielleicht aus Unwissenheit passiert ist, die Änderung bleibt eine Selbstverständlichkeit und für die mutmaßlich versehentliche Verbrauchertäuschung gab es eben keine Entschuldigung seitens Ikea, sondern lediglich wegen des Missverständnisses.

    Da die Falschdeklarierung auch nicht hier, sondern auf der Unternehmenswebsite erfolgte, wäre auch eigentlich nicht eine Entschuldigung nur bei den Utpist_innen, sondern bei allen Ikea-Kund_innen angemessen. Beispielsweise in Form einer kurzen Erklärung auf der entsprechenden Website, die ja nach ein paar Wochen wieder entfernt werden kann. Das gehört zu ehrlicher Unternehmenskommunikation dazu.
    Fehler machen darf jedes Unternehmen- wie mehrfach betont - solange es dazu steht.

    Als Errungenschaft der Comminity sehe ich den Vorgang in jedem Fall und habe das auch schon lobend betont.

    Es geht hier auch gar nicht darum, wie weit Ikea schon ist. Auch habe ich mich hier bereits explizit als Beführworter eines Dialoges mit Ikea und damit auch der Partnerschaft geäußert. Nur das ich daran eine ehrliche und ausgewogene Kommunikation als Grundvorraussetzung knüpfe.

    Meine Kritik an Ikea lautet NICHT, dass sie nicht schon viel weiter sind oder viel eher angefangen hätten.

    Meine Kritik betrifft die unbestreitbare Tatsache, dass Ikea in seiner Unternehmenskommunikation (Marketing und auch hier im Dialog) den Eindruck erweckt schon viel weiter zu sein, als sie es sind, ökologisch nachteilige Schritte als Fortschritt anpreisen (Palmöl statt Erdöl) und einfach nicht dazu zu stehen, dass sie bislang eben allenfalls geringfügige Maßnahmen ergriffen haben und erst gerade wirklich anfangen, was für mich vollkommen in Ordnung wäre.

    Ich würde mich freuen, wenn du oder jemand anderes aus eurem Team nun endlich einmal eine meinem Kommentaren inhaltlich angemessene Antwort schreibt und nicht stetig versucht, mir eine NEIN-Sager-Haltung, negatives Denken oder anderes zuzuschreiben und dabei eindeutig anders gerichtete Aussagen von mir zu ignorieren.

    Es gibt zum Thema Unterstellungen und systematisches Übergehen von Kommentaren ja keinen Punkt in eurer Netiquette, aber nett, ist das trotzdem nicht.

    Kommentiert von fairskate am 08.Februar 2011, 14:08
  • @Maria_L: Ich hab mich lediglich auf die von Dir gepostete Liste bezogen, was UTZ beinhaltet und nicht auf Deinen eigenen Standpunkt dazu. Sorry, wenn das falsch rüber kam.

    Kommentiert von Stefanie Dowe am 08.Februar 2011, 14:10
  • Stefanie, ich dachte mir schon, daß Du es nicht so verstanden hast...
    Aus diversen Gründen möchte ich aber auch bei anderen Lesern nicht mal in die Nähe des Verdachts kommen, mit UTZ zu sympathisieren.
    (Aber ich glaube, das gelingt mir auch ;-))

    Kommentiert von Maria_L am 08.Februar 2011, 14:23
  • Hallo Fairskate,

    ich bin durchaus auf die Aussagen Deines vorherigen Post eingegangen und habe auch klar gesagt, dass wir uns freuen, wenn Du weiterhin dabei bist. Das wäre nicht der Fall, wenn ich oder das Team Dich als negative "Nervbratze" empfinden würden. Im Gegenteil, wir schätzen Deine Beiträge sehr.

    Zu der Richtigstellung auf der Webiste werde ich mit Frau Wolfstein in Kontakt treten. Um einen Bezug auf die UTZ-Zertifizierung in ihrem ursprünglichen Kommentar habe ich gebeten. Der Dialog läuft also durchaus weiter und auch IKEA ist weiterhin gesprächsbereit und hört zu.

    Viele Grüße
    Stefanie

    Kommentiert von Stefanie Dowe am 08.Februar 2011, 14:25
  • @Stefanie
    Dein Versuch hier alles kleinzuhalten nach dem Motto" war ein Missverständnis"
    "Ikea macht ja alles und hat sich entshculdigt", kann ich zwar verstehen, aber so nicht akzeptieren.
    Lies Dir bitte nochmals meine Frage durch. Sie war ganz klar und eindeutig formuliert:

    Ist der Kaffee, der im Restaurant ausgeschenkt wird, bio und fair?

    Meiner Meinung nach kann das zu keinerlei Missverständnissen führen.

    Es ist verständlich, dass das Ikeateam nun die Kurve hinbekommen muss, ansonsten steht wahrscheinlich mächtig Ärger ins Haus.

    FAKT ist aber, es war eine nicht korrekte Aussage und dies nun als Missverständnis hinzustellen, macht es auch nicht besser - eher im Gegenteil.

    Kommentiert von Bada am 08.Februar 2011, 14:41
  • @Bada: Es geht nicht darum, irgendwas klein zu halten. Aber ich finde es nicht in Ordnung, Frau Wolfstein zu unterstellen, dass sie bewusst und vorsätzlich eine falsche Aussage getroffen hat. Keiner von uns kennt ihre Situation, ihr Arbeitspensum, in dem der Dialog auf Utopia nur ein Teil ist. Da kann es doch durchaus sein, dass sie die Worte fair und bio gedanklich mit den UTZ-Zertifikaten in Verbindung gebracht und sich darauf bezogen hat ohne dabei die Siegel an sich im Kopf zu haben. Warum muss hier bewusste Täuschung unterstellt werden, wenn sie dann auch noch erklärt, was bei ihr präsent war (nämlich der Dialog über UTZ)?

    Für alle Beteiligten bei IKEA ist dieser Dialog im Netz neu und die Schnelligkeit, mit der hier Kommentare erscheinen und mit der Vielzahl müssen die Leute vor Ort erstmal umgehen lernen. Das gilt übrigens für fast alle Unternehmensvertreter hier. Das ist neues Terrain, auf dem sie sich lange nicht so sicher und schnell bewegen wie viele Nutzer hier. Deshalb mein Plädoyer im Zweifel erstmal zu Gunsten des Dialogs eben diesen weiter verfolgen und gucken, was bewegt werden kann.

    Kommentiert von Stefanie Dowe am 08.Februar 2011, 15:13
  • @Stefanie Dowe:

    Die Aussage gegenüber fairskate, dass er negativ interpretieren würde, ist selbst eine negative Interpretation seiner Ausführungen. Kritisch heißt nicht automatisch negativ. fairskate spricht konkrete und entscheidende Aspekte an und differenziert dabei sehr wohl. Daher empfinde ich es als unangemessen, da negative Interpretationen zu interpretieren. Als positiver würde ich eine rein sachliche Auseinandersetzung mit den vorgetragenen Bedenken empfinden.

    Außerdem würde mich interessieren, welche Kommentare hier entfernt wurden und warum.

    @fairskate: Danke für dein konstruktives und sachdienliches Nachhaken.

    Kommentiert von Fredegar am 08.Februar 2011, 15:14
  • @Fredegar: auf Fairskate habe ich schon entsprechend reagiert. Dort steht auch, dass wir siene Präsenz hier sehr schätzen.

    Kommentiert von Stefanie Dowe am 08.Februar 2011, 15:16
  • Stefanie Dowe: "Warum muss hier bewusste Täuschung unterstellt werden, wenn sie dann auch noch erklärt, was bei ihr präsent war (nämlich der Dialog über UTZ)?"

    Wie ich hier an anderer Stelle versucht hatte zu erwähnen, bringt es nichts, darüber zu spekulieren, ob die Aussage bewusst, unbewusst oder versehentlich getätigt wurde. Eine Diskussion in diese Richtung sollte beendet werden. Zudem macht Jeder Fehler, und sie sollten Keinem zum Verhängnis werden.

    Entscheidend ist dagegen, wie IKEA nun damit umgeht und seinen Kaffee jetzt öffentlich darstellt.

    @Stefanie Dowe: Deine Reaktion auf fairskate hatte ich bereits gelesen, wollte aber dennoch meine Sicht ergänzen, weil ich der Meinung bin, dass man gleich zu Beginn sich viel von dem Hin und Her hätte sparen können.

    Kommentiert von Fredegar am 08.Februar 2011, 15:32
  • @Fredegar - volle Zustimmung!
    Werde mich an dem Hin und Her auch nicht mehr beteiligen, das führt zu Nichts.
    Wichtig ist, was jetzt geschieht.

    Kommentiert von Bada am 08.Februar 2011, 15:38
  • Ich will keineswegs drängeln, sondern nur, dass meine Frage nicht vergessen wird. Daher hier noch einmal:

    "Außerdem würde mich interessieren, welche Kommentare hier entfernt wurden und warum."

    Kommentiert von Fredegar am 08.Februar 2011, 16:08
  • @Fredegar: "Ich will keineswegs drängeln, sondern nur, dass meine Frage nicht vergessen wird. Daher hier noch einmal:..."

    Falls Du hier auf meinen Kommentar anspielst, wonach mir der Gedanke unsympathisch ist Mitarbeitern durch Zeitpunkt und Art der Fragestellung ihr Wochenende oder den Weihnachtsurlaub zu vermasseln:
    keine Angst, wir haben ja erst Dienstag. Weihnachten ist auch noch fern :-)
    Wenn Du Deine Frage stündlich wiederholst wird sie auch keiner übersehen.
    Aber war sie nicht schon von YouMe beantwortet worden?

    P.S.
    Ja, war sie. Allerdings finde ich die Antwort nicht mehr... Somit ist Deine Frage mehr als berechtigt.

    Kommentiert von Mupsi am 08.Februar 2011, 16:30
  • @Fredegar: Der Löschungsgrund steht dort als Vermerk der Community Redaktion. Die Löschung selbst bzw. den Inhalt besprechen wir allerdings nur mit dem betroffenen Nutzer. Ich hoffe, Du hast dafür Verständnis.

    Viele Grüße
    Stefanie

    Kommentiert von Stefanie Dowe am 08.Februar 2011, 16:32
  • Hej, liebe Diskussionsteilnehmer,

    wie besprochen haben wir unsere Kollegen in Schweden gefragt, ob wirklich kein IKEA FOOD Kaffee neben dem utz-Zertifikat auch das Bio-Siegel trägt. Die Antwort lautete, dass wir aktuell einen Kaffee (mittlere Röstung, Soft Pack), der auch bio ist, im Sortiment haben.

    Zusammenfassung für den gesamten Themenbereich:
    1.
    Es werden sieben Sorten Kaffee im Schwedenshop verkauft – alle sind utz-zertifiziert.
    2.
    Ein Kaffee davon ist auch Bio. Das Bio-Siegel befindet sich auch auf der Verpackung (diese Packung war auf der Bio-Food-Seite im Internet abgebildet).
    3.
    Der Kaffee, den wir im Restaurant und Bistro verkaufen, ist utz-zertifiziert.
    4.
    Kein Kaffee hat das Fairtrade-Siegel.

    Viele Grüße
    IKEA/ annette wolfstein

    Kommentiert von Ikea am 08.Februar 2011, 16:38
  • @ IKEA:
    Danke für die klaren Worte und die Entfernung der falschen Worte auf der Homepage

    @ Utopia-Community:
    Ich bin froh hier Mitglied und Teil der spannenden Diskussionen zu sein.

    Meine Meinung:
    Es ist wirklich schön, dass Ikea sich der sehr kritischen Community stellt und auf die Diskussion hier reagiert.
    Ich muss allerdings auch den Usern hier recht geben, die die Kommunikationspolitik von Ikea kritisieren. Die falsche Bezeichnung von Produkten ist kein Kavaliersdelikt und ich bin sicher, dass ein Konzern wie IKEA sehr viel Geld in PR- und Rechtsabteilungen investiert, die sowas im Auge haben, sprich: Ich wüsste gern von IKEA, wieso sowas passieren kann und ob es eine Richtigstellung auf der eigenen Homepage geben wird, damit nicht nur die ohnehin schon sehr aufmerksame Utopia-Community informiert ist.

    Vielen Danke schonmal und weiter so ;-)

    Kommentiert von DrMedEd am 08.Februar 2011, 16:59
  • Hallo Ikea,

    das scheint ja wirklich eine lange Geschichte zu werden. Ich glaube, Sie haben das Problem nicht verstanden.
    Nochmal: UTZ ist kein bio-Zertifikat. Man darf nach dem Gesetz nicht sagen, ein Produkt sei Bio, wenn es das nicht ist. Wenn man sagt, ein Produkt sei Bio, und hinterherschiebt, dass man sich auf das UTZ-Zertifikat bezieht (was kein Bio-Zertifikat darstellt), bleibt die Aussage, das Produkt sei Bio, genauso falsch wie vorher. Zur Erinnerung:

    Badas Frage:
    #
    Der Kaffee am Automaten in Restaurant ist bio und fair?
    Habe ich das richtig verstanden?
    Was genau bedeutet "verantwortungsvoller" Kaffeeanbau?
    #
    Ihre Antwort:
    #
    Hej Bada,
    ja, stimmt genau.
    Viele Grüße,
    IKEA/ annette wolfstein
    Nachtrag 8.2.2011: Ich bieziehe mich bei dieser Aussage auf die Standards der UTZ-Zertifizierung!
    #

    Hieraus liest der unbedarfte Leser weiterhin, dass es sich um Bio-Produkte handelt.

    Bitte schreiben sie dazu, dass es die Aussage, "ja das stimmt genau" falsch war und dass es sich NICHT um Bioprodukte handelt (bis auf einen von sieben Kaffeetypen).

    viele Grüße,
    mela

    Kommentiert von mela am 08.Februar 2011, 17:13
  • @Stefanie Dowe: Der Vermerk lautet: "Bitte keine Unterstellungen, das Community-Management". Für's Besprechen nur mit dem betroffenen Nutzer habe ich natürlich Verständnis. Um für mich beurteilen zu können, was ausschlaggebend für eine Löschung ist, wäre aber eine Auskunft schon interessant gewesen. Schade!

    @Mupsi:

    Es war eigentlich keine Anspielung, sondern es sollte klar werden, dass es mir um's Beantworten geht, nicht um die Schnelligkeit der Reaktion. Die Kommentare von dir und ruud haben mich sicherlich darin bestärkt, eventuellen Missverständnissen vorzubeugen. Was das vermeintliche Drängeln an Weihnachten betrifft, meine ich mich aber daran zu erinnern, dass YouMe sinngemäß etwas von wohlverdienten freien Tagen für das Utopia-Team geschrieben hatte.

    Man kann einen regelmäßigen Hinweis auf eine gestellte Frage natürlich unterschiedlich interpretieren. Insofern kann ich dich nachvollziehen, wenn du darin ein Drängeln siehst. Für mich war die Beharrlichkeit von YouMe eindeutig nur eine Erinnerungsstütze, und zwar, damit die Frage nicht untergeht. Dass da impliziert wurde, dass Utopia sich am Wochenende mit der Beantwortung beschäftigen solle, konnte ich wirklich nicht erkennen. Daher empfand ich die an YouMe geäußerten Vorbehalte, die in diese Richtung zielten, als ungerecht und hatte mich an entsprechender Stelle eingebracht.

    Kommentiert von Fredegar am 08.Februar 2011, 17:14
  • @Stefanie: es liegt jetzt schon wieder ein paar Seiten zurück, aber ich habe noch Klärungsbedarf.

    ich schrieb: "Mit der nun bekundeten Änderung entgeht Ikea auch einer möglichen Verurteilung, sollte sich der Fall wirklich als Verstoß gegen den Schutz des Bio-Begriffs in Bezug auf Lebensmittel herausstellen. Natürlich freue ich mich, dass weitere Täuschung abgewendet wurde, aber einen Konzern dafür zu loben sich auf öffentliches Drängen hin an Gesetze zu halten bzw. potentielle Verstöße zu beenden, ist schon etwas merkwürdig."

    darauf du: "Auf Deinen Hinweis mit dem Link ist sie eingegangen und hat reagiert. Warum also gleich wieder negaitv interpretieren? Ein Unternehmen reagiert und gleich wird es negativ ausgelegt nach dem Motto: sie wollen bloß verhindern, dass sie verklagt werden."

    Genau das habe ich eben nicht gemacht. Ich habe nicht behauptet, Ikea hätte bloß eine Klage verhindern wollen, sondern es lediglich als übertrieben bezeichnet diese Reaktion zu loben, da es sich - hoffentlich auch für Ikea - um eine Selbstverständlichkeit handelt, die Formulierung gesetzesgemäß zu ändern.

    Dein Eingangssatz: "da wird also selbst ein Dankeschön negativ interpretiert. :-) "

    wird durch den "Smiley" nicht wirklich freundlicher und vor allem ist mir ein Rätzel auf was er sich bezieht?

    Was soll ich denn da bitte negativ interpretiert haben? Zu dem Dankeschön habe ich gar nichts geschrieben und schon mal erst recht nichts, was diesen Dank schmälern könnte. Ich fühle mich zudem - ich hoffe nicht zu unrecht - auch selbst angesprochen und freue mich durchaus über wertschätzende Worte.

    Dass ich mögliches Unwissen in einer so zentralen Frage bei Ikea kritisiere, ist ja nun wirklich auch keine negative Sichtweise und mein Hilfsangebot an euch war absolut ernst gemeint.

    Kommentiert von fairskate am 08.Februar 2011, 18:27
  • Seh es haargenau wie Fairscate.

    Kommentiert von topist am 08.Februar 2011, 18:48
  • dito.

    Kommentiert von lukita am 08.Februar 2011, 18:52
  • schliesse mich an

    Kommentiert von Bada am 08.Februar 2011, 18:56
  • Ich auch, hätte es aber über so lange Zeit nicht so hilfreich und konstruktiv formulieren können.

    Kommentiert von just am 08.Februar 2011, 18:59
  • Yupp...ich auch.

    Kommentiert von Maria_L am 08.Februar 2011, 19:21
  • fairskate: Schließe mich jeder Silbe an!

    Stefanie Dowe: Warst du vielleicht diejenige, die da was negativ interpretiert hat?

    Kommentiert von Fredegar am 08.Februar 2011, 23:15
  • Hallo Fairskate,

    die Negativität, die ich aus Deiner ursprünglichen Reaktion auf mein Dankeschön abgelesen habe, bezog sich auf Deinen Einstieg, das dies eine seltsame Interpretation sei. Ich mag das falsch verstanden haben, bezog dies aber auf das Dankeschön an sich. Bei mir kam an: egal was wir als Team tun und wenn es nur ein Dankeschön für das Engagement aller hier Beteiligten ist, es wird zynisch kommentiert. Solltest Du das gar nicht so gemeint haben, tut es mir leid, wenn ich dies falsch aufgefasst habe. Das Anliegen meines Beitrags war eine positive Anerkennung aller und selbst daraus entwickelte sich dann ein Rechtfertigunskette auf allen Seiten, die für mich nicht nachvollziehbar war.

    Um nochmal auf das ursprüngliche Thema an sich zurück zu kommen, nämlich die Verlinkung zu den IKEA-Bio-Produkten: Die Verlinkung führte laut IKEA lediglich zu dem einen Kaffee im Angebot, der tatsächlich ein Bio-Siegel hat. Die Einordnung war, wenn ich Frau Wolfstein jetzt richtig verstanden habe, also nicht falsch. Ich frage aber gern nochmal nach. Wenn die Verlinkung dann doch richtig war, erübrigt sich eine Entschuldigung auf der Firmenwebsite. Ich erkundige mich wie gesagt nochmal, nach dem genauen Inhalt des Links.

    Viele Grüße
    Stefanie

    Kommentiert von Stefanie Dowe am 08.Februar 2011, 23:42
  • Und hier noch eine interessante Info zum UTZ-Siegel von der Verbraucherinitiative Label-Online: http://www.label-online.de/label-datenbank?label=561 Sie stuft das Siegel als empfehlenswert ein.

    Zitat:
    "UTZ CERTIFIED" hat eine breite inhaltliche Vergabegrundlage, welche über das gesetzlich Vorgeschriebene hinausgeht und den Lebenszyklus der Kaffeeprodukte berücksichtigt. Der Herausgeber des Zeichens ist unabhängig. Die Kriterienentwicklung erfolgt unter Hinzuziehung externer, vom Zeichennehmer unabhängiger Stellen und die Einhaltung der Vergabekriterien wird von ebenfalls unabhängigen Stellen kontrolliert. Die Vergabekriterien haben einen klaren Bezug und sind angemessen dokumentiert und veröffentlicht. Verstöße gegen die Vergabekriterien werden sanktioniert.

    Note
    empfehlenswert

    Label-Online wird von der VERBRAUCHER INITIATIVE e.V., dem Bundesverband kritischer Verbraucherinnen und Verbraucher betrieben und bewertet und klassifiziert nach validen, öffentlich einsehbaren Kriterien alle Umweltsiegel.

    Kommentiert von Stefanie Dowe am 08.Februar 2011, 23:50
  • Hier noch mal das Dokument, das unter "Bio-Produkte" verlinkt wurde: http://www.ikea.com/ms/es_ES/about_ikea/pdf/Organic_Food.pdf

    Der abgebildete Kaffee ist offensichtlich ohne legitimiertes Bio-Siegel:
    http://www.ikea.com/de/de/catalog/products/80144882

    Somit ist Aussage 2. "Ein Kaffee davon ist auch Bio. Das Bio-Siegel befindet sich auch auf der Verpackung (diese Packung war auf der Bio-Food-Seite im Internet abgebildet)." erst mal widerlegt.

    Klare Worte zum Thema findet übrigens auch Jonas:
    http://www.utopia.de/gruppen/politik-gesellschaft-93/diskussion/bio-betrug-siegelentzug-sofort-per-datenbank-192047

    Gute Nacht!

    Kommentiert von lukita am 09.Februar 2011, 00:12
  • @Stefanie: Dass man die Äußerungen von fairskate von vornherein nicht zwingend als negativ werten musste, zeigt z.B. der Einwand von lukita auf Seite 8 unten. Ist es daher nicht doch irgendwie verständlich, dass YouMe schreibt, dass deine Reaktion auf lukitas Einwand wie Hohn klinge? Daraufhin folgte die sofortige Löschung von YouMes Kommentar (und Sperrung von YouMes Profil?).

    Zur Veranschaulichung noch einmal deine Antwort an lukita: "Lukita, hier geht es darum, nicht alles immer negativ zu interpretieren. Was Utopia anbietet, ist eine Plattform für den Dialog. Das ist hier möglich. Der ganze Strang beweist das..."

    Kommentiert von Fredegar am 09.Februar 2011, 00:23
  • @Fredegar: YouMes Sperrung hatte nicht mit der Tatsache zu tun, dass sie meine Äußerung als Hohn empfand. Klares Mißverständnis.

    Kommentiert von Stefanie Dowe am 09.Februar 2011, 00:55
  • @Lukita: danke für die PDF. Ich hake da nochmal nach.

    Kommentiert von Stefanie Dowe am 09.Februar 2011, 00:58
  • @Stefanie: bei label-online geht erstmal alles als empfehlenswert durch, was überhaupt eine minimale Verbesserung gegen konventioneller Ausbeutung und Umweltzerstörung bedeutet. Andere Kaffee-Siegel werden auch dort deutlich besser bewertet.

    NGOs, die nunmal unabhänger als die Verbraucherzentrale sind, sehen UTZ deutlich kritischer (bis auf den wirtschaftsnahen WWF natürlich).

    Im von mir verlinkten Spiegel-Text gibts dann auch noch diesen tollen Seitenhieb von UTZ auf das Fair Trade Prinzip:
    "UTZ-Vertreter dagegen kritisieren Fairtrade als "historischen Fehler". Das Zertifikat sei überholt und sowieso eine Nische geblieben. "
    http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,728263,00.html

    Utopia wäre gut beraten dieses Greenwash-Siegel nicht weiter zu verteidigen und die Verteidigung des Siegels denen zu überlassen, die es nutzen. Ihr macht hier letztlich PR für eure Partner. Mit einer unabhängigen kritischen Verbraucherplattform, die ihr doch eigentlich sein wollt, ist so ein Verhalten nicht vereinbar.

    by the way: Wo ist meine gute Frage: "Wer glaubt an den großen Hebel..." geblieben? Gilt die nun postwendent als polemisch?

    ÄNDERUNGEN
    meine "gute Frage" ist entweder immer noch oder wieder da. Ich bin auf ihr Verschwinden aufmerksam gemacht worden. Vielleicht war sie auch nur temporär nicht erreichbar. Ich nehme somit meine Vermutung, sie sei vielleicht postwendent als polemisch eingestuft worden, zurück.

    ERGÄNZUNG/RICHTIGSTELLUNG: Der Verbraucher Initiative weniger Unabhängigkeit als andere NGOs zu unterstellen war falsch, denn:

    1. ist die Verbraucher Initiative eine NGO, wie topist richtig anmerkt
    und 2. habe ich den Bundesverband Verbraucher Initiative mit den Verbraucherzentralen verwechselt, um die es hier ja gar nicht geht.

    Weniger kritisch als viele andere Mainstream NGOs ist die Verbraucher Initiative dennoch. Dazu mehr auf der folgenden Seite im entsprechenden Post.

    Kommentiert von fairskate am 09.Februar 2011, 09:07
  • @Stefanie: Danke für die Klarstellung! (Finde aber: Der Kommentar hätte nicht einfach gelöscht werden dürfen.)

    Kommentiert von Fredegar am 09.Februar 2011, 09:13
  • @Stefanie Dove: "YouMes Sperrung hatte nicht mit der Tatsache zu tun, dass sie meine Äußerung als Hohn empfand. Klares Mißverständnis"

    Ich bin sehr für die Einhaltung der Netiquette, für Ermahnungen, Aufforderungen, herabwürdigende Kommentare zu unterlassen und in schwerern Fällen auch, diese zu löschen. Es muss m.E. z.B. nicht geduldet werden, dass ein Herr Ermecke Einwände seiner "Diskussionsfeinde" mit den Worten "Öko-SA marschiert" kommentiert oder einen renomierten Klimwissenschaftlicher als "Schreihals" bezeichnet. Aber ich bitte doch herzlich um mehr Gelassenheit und vor allem darum, Nachfragen in der Rubrik "Gute Fragen" nicht zu löschen. Polemik ist oft das Salz in der Suppe. Ja und vielleicht war gar meine "Meldung" der "Schreihals" Diffamierung seitens des Herrn Ermecke keine so gute Idee. Aber es ist halt schwierig. Bleibt´s stehen, scheint es gerechtfertigt, den "Schreihalsschreier" mit einem Kübel voller Schähungen zu übergießen.

    Wenn du jetzt schreibst, dass dieser Satz mit dem "Hohn", den ich übrigens auch auch nicht für eine gute Diskussinskultur halte und diesbezüglich grenzwertig finde, (allerdings besser mit einer schlichten Entgegnung beantwortet worden wäre), nicht ausschlaggebend war, dann ist doch klar, dass nun die Spekulationen ins Kraut schießen. Möchte man vielleicht doch eine "Nervesäge" disziplinieren, weil diese etwa so ausdauernd auf eine Antwort auf ihren Hinweis pochte, dass zum Zeitpunkt der Sperrung einer Person mit Mehrfachprofil, dies in den ADBs noch nicht als Verstoß verankert war? (Ja, warum nicht antworten, man kann ja die Sperrung einer Person, die einen Utopiawatch Blog mit einer Sammlung an Diffamierungen betreibt, ja durchaus rechtfertigen)

    "Gute Fragen" nach Gründen von Dreitagessperren zu löschen, gehen aber auf alle Fälle nach hinten los. Wie man auch sieht. Gibt es nicht ein Forum für Utopia-Interne Angelegenheiten auf die dann schleicht verwiesen werden könnte? Wo meinetwegen dann auch mein Einspruch besser diskutiert werden würde?

    Grundsätzlich und @ alle: Das Changemakermanifest und das Angebot an große Firmen, ihr Nachhaltigkeitsimage und entsprechende Maßnahmen hier der Kritik auszusetzen, ist ein Drahtseilakt. Vor allem auch wegen der damit verbundenen finanziellen Abhängigkeit von Utopia vom Gelingen dieses Dialogs. Dass Unternehmen dieser Dimension, Struktur und Philosophie in Sachen "Preiskrieg" vor allem das Geschäftsinteresse treibt, zum Beispiel an nachhaltig stabil niedrigen Rohstoffpreisen und Arbeitskosten, ist klar. Auch dass gute Lösungen (wie Biobaumwolle, Verzicht auf Palmöl, Leinen) zugunsten von ökologisch bzw. sozial fragwürdigem "Nachhaligkeit Light" dabei verdrängt werden könnten. (Wie es z.B. auch der Fall sein könnte, wenn man den unschlagbar billigen Bio-Fair Trade Kaffee beim Discounter dem zwei Euro teureren im Bioladen vorzieht). Hier sind begründete Einwände sehr wichtig. Utopia lässt alle Einwände zu und hält sich noch ganz tapfer auf dem Drahtseil.

    Mir würde es gefallen, den Fokus von nun ab auf das Verlangen nach Einführung bzw. Ausbau eines (echten) Bioangebots zu richten, wie etwa von Biobaumwolle.

    Soweit ...

    Kommentiert von topist am 09.Februar 2011, 09:35
  • @fairscate

    Die Verbraucherinitiative ist meines Wissens eine unabhängige NGO und nicht mit dem Bundesverband Verbraucherzentralen zu verwechseln. Allerdings habe ich bei der Verbraucherinitiative auch schon ab und zu gewundert.

    UTZ und dieser Round Table Palmölsigel sind allerdings mehr als Greenwashing. Wo sie Lücken haben und kontraproduktiv wirken, gehören sie angegriffen. Aber sie haben halt auch positive Effekte. Wenn z.B. der Wasserverbrauch bei der Baumwollproduktion gesenkt werden kann, ist das gut, und dass die Kosten der Bio-Zertifizierung den Bauern aufgebürdet werden und dies den Wasserverbrauch (noch?) nicht berücksichtigt auch fragwürdig. Gut ist der sinkende Wasserverbrauch allerdings auch für die chemische Industrie, die zwar etwas weniger Pestizide absetzen kann, dafür aber nachhaltiger. Und dass sich bei Industriebaumwolle aus Monokulturen (anders als bei der Biobaumwolle) Abfallprodukte wie die Samenkapseln nicht mehr zu Viehfutter oder Speiseöl verarbeiten lassen, ist auch nicht gut.

    Letztlich muss doch ein Zustand erreicht werden, der sozial bzw. ökologisch optimale Produktionsmethoden und -mengen garantiert. Wieviel Baumwolle kann sozial bzw. ökologisch verantwortbar produziert werden? (Was m.E, nur Bioanbau leisten kann). Welche Alternativen stellen sich? In wie fern müsste die Wiederverwendbarkeit gesteigert aber auch die Preise für Neukleider erhöht (und damit der Verbrauch gesenkt) werden?

    Da ist aber der denkbare Bedürfnishorizont eines Weltkonzerns deutlich überschritten und man müsste eine Diskussion über eine ökologische Reform der Welthandelsregeln, (die dann vielleicht auch z.B. das Stiftungsrecht den Anforderungen anpassen könnte), dem Ausbau der UN Komission für nachhaltige Entwicklung zu einer Art WeltKlima-Sicherheitsrat, einem intelligenten System zur Schaffung von finanziellen Möglichkeiten solcher Institutionen für nationale oder sektorale Umbauprogramme usw. geführt werden Ein Gedanke aus Felbers - in meinen Augen ansonsten ziemlich zwiespältigen - "Gemeinwohlökonomie" könnte dahin gehend aufgegriffen werden, nämlich der eines Konvents zur Festlegung ökologisch bzw. sozial nachhaltiger Handelsrechte.Nur eben auf globaler Ebene. Aber dafür müsste in der Tat ein anderer Ort der Erörterung gefunden werden...

    Kommentiert von topist am 09.Februar 2011, 10:24
  • @topist und ALLE: Auf der Zugfahrt zur Arbeit hatte ich schon ein ungutes Gefühl, ob ich mit meiner Einschätzung der Verbracher Initiative (siehe oben) nicht voreilig war. Sicher richtig ist, dass sie weniger kritisch als viele Mainstream-NGOs wie Greenpeace, foodwatch etc ist. Auch Öko-Tex bekommt dort ein empfehlenswert, während es allgemein als Täuschungssiegel gilt, weil es mit öko nicht wirklich was zu tun hat (sondern nur Unterschreitung von Schadstoffgrenzen am fertigen Produkt bedeutet, was häufig durch schlichtes rauswaschen der Prozesschemiekalien erreicht wird).

    Der Verbraucher Initiative weniger Unabhängigkeit als andere NGOs zu unterstellen war jedoch falsch, denn:

    1. ist die Verbraucher Initiative eine NGO, wie topist richtig anmerkt
    und 2. habe ich den Bundesverband Verbraucher Initiative mit den Verbraucherzentralen verwechselt, um die es hier ja gar nicht geht.

    Zu UTZ: Das UTZ-Siegel kommt aus dem selben Hause, dem wir auch die Grünwasch-Labels Rain Forest Alliance für Kaffee etc. und RSPO für Palmöl zu verdanken haben. Auch die Kaffee-Kette Starbucks hat vor einiger Zeit vom Rainforest-Label zum Fair Trade-Ansatz gewechselt, auch wenn meines Wissens bislang erst ein Teil des Kaffee-Sortiments zertifziert ist (Espresso zu 100 %). Ein Beispiel dafür, dass sowas durchaus auch bei sehr großen Unternehmen machbar ist und damit auch für Ikea möglich wäre.

    Kommentiert von fairskate am 09.Februar 2011, 10:49
  • Danke, topist und fairskate, für's Klar- und Richtigstellen. So kommt man weiter!

    Kommentiert von Fredegar am 09.Februar 2011, 10:58
  • "Ein Beispiel dafür, dass sowas durchaus auch bei sehr großen Unternehmen machbar ist und damit auch für Ikea möglich wäre."

    Ja, das ist wirklich gut zu wissen.

    Kommentiert von topist am 09.Februar 2011, 11:04
  • Danke für diese Infos!
    Es ist machbar - sehr schön - wann geht es los? Können wir uns schon freuen?

    Kommentiert von Bada am 09.Februar 2011, 11:12
  • @Stefanie: erstmal danke, dass du das nochmal aufgegriffen hast.

    du schreibst: "die Negativität, die ich aus Deiner ursprünglichen Reaktion auf mein Dankeschön abgelesen habe, bezog sich auf Deinen Einstieg, das dies eine seltsame Interpretation sei. Ich mag das falsch verstanden haben, bezog dies aber auf das Dankeschön an sich. Bei mir kam an: egal was wir als Team tun und wenn es nur ein Dankeschön für das Engagement aller hier Beteiligten ist, es wird zynisch kommentiert."

    Natürlich war auch mein Einstieg nicht wirklich nett, er enthielt auch Wut, jedoch in einer wie ich finde zivilisierten Form. Wut ist für mich auch nicht gleichbedeutend mit negativem Denken.

    Dein Post enthielt einfach auch sehr viel mehr als nur ein Dankeschön an die Beteiligten und genau darüber habe ich mich sehr geärgert. Ich habe versucht dennoch sachlich zu bleiben. Es ist einfach genau, was ich gedacht habe:

    Eine merkwürdige, für mich und auch alle Freund_innen, den ich die Diskussion nochmal gezeigt habe, überhaupt nicht nachvollziehbare Interpretation der Geschehnisse.

    "Das Anliegen meines Beitrags war eine positive Anerkennung aller und selbst daraus entwickelte sich dann ein Rechtfertigunskette auf allen Seiten, die für mich nicht nachvollziehbar war."

    Ich fürchte es fehlt euch/dir wirklich die kritische Distanz zu Ikea, um das nachvollziehen zu können. Mensch nennt sowas ja auch gerne mal "blinden Fleck".
    Die Beendigung eines potentiellen Rechtsverstoßes und eine höchstens indirekte Entschuldigung (für das Missverständnis, nicht für den Anlass) war einfach offensichtlich für mehrere Utopia-User_innen keine ausreichende Begründung dafür, sich auch bei Ikea zu bedanken.

    sonnige Grüße - fairskate

    Kommentiert von fairskate am 09.Februar 2011, 12:03
  • Bislang gibt es übrigens noch keine Klarstellung seitens IKEA von Aussage 2 der Zusammenfassung auf Seite 10 - http://www.utopia.de/gutefragen/fragen/bio-beim-kaffee-und-fruehstueck/10

    Mit den im Internet vorhandenen Dokumenten konnte ich diese Aussage auf Seite 12 widerlegen - http://www.utopia.de/gutefragen/fragen/bio-beim-kaffee-und-fruehstueck/12

    Kommentiert von lukita am 09.Februar 2011, 12:14
  • Hallo Lukita,

    laut Rücksprache mit IKEA ist der in dem von Dir geschickten PDF abgebildete Kaffee, also auch der im Netz unter organic products verlinkte, der Bio Kaffee. Die Bio Zertifizierung wird nicht nochmal hervorgehoben, da das UTZ Label als gemeinsames Label hervorgehoben wird. Aber der Kaffee hat ein Bio Siegel.

    Grüße
    Stefanie

    Kommentiert von Stefanie Dowe am 09.Februar 2011, 13:31
  • @Stefanie Dowe: Ich dachte eigentlich, dass wir in diesem Strang geklärt hätten, dass das utz-Siegel kein Bio-Siegel ist. Ich möchte gerne das Bio-Siegel des Kaffees sehen! Danke.

    Kommentiert von lukita am 09.Februar 2011, 13:43
  • Ich habe gerade nochmal mit IKEA gesprochen zwecks Bild des besagten Kaffees, auf dem man das Bio Siegel sieht. Leider gibt es das nicht. Ich werde aber mal gucken, ob ich anderweitig ein Bild vom Kaffee mit Siegel besorgen kann. Dauert aber etwas.

    Kommentiert von Stefanie Dowe am 09.Februar 2011, 13:43
  • Nochmal an Lukite: eben, der Kaffee hat ein BIO-SIEGEL. Wie gerade geschrieben, werde ich versuchen ein Bild davon zu besorgen. Ich rede vom BIOI-Siegel, nicht vom UTZ-Siegel.

    Kommentiert von Stefanie Dowe am 09.Februar 2011, 13:45
  • @Stefanie Dowe: Wieso übernimmt Utopia hier die PR von IKEA?

    Was bedeutet die Aussage "Utopia ist eine unabhängige Initiative, die Profit- und Non-Profit-Ziele verbindet." lt. Partner-Broschüre für Euch?

    http://www.utopia.de/utopia/partnerpakete

    Kommentiert von lukita am 09.Februar 2011, 13:46
  • Verstehe ich das richtig? IKEA hat also gerade keinen Beleg des vermeintlichen Bio-Siegels greifbar, obwohl es damit wirbt?

    Kommentiert von lukita am 09.Februar 2011, 13:49
  • Liebe Stefanie,

    schon schade, dass du hier die Kommunikation für das Ikea-Team übernehmen musst - bist du jetzt bei Utopia oder bei Ikea?

    Ich zweifle mittlerweile stark an der Kompetenz des Ikea-Teams bzgl. seiner eigenen Produkte.

    Der unter organic verlinkte Kaffee
    http://www.ikea.com/ms/de_DE/about_ikea/pdf/Organic_Food.pdf
    ist der hier:
    http://www.ikea.com/de/de/catalog/products/80144882

    Es gibt diesen Kaffee auch als (etwas teureres) Bio-Produkt:
    http://www.ikea.com/de/de/catalog/products/30144889

    Dass letzteres ein Bioprodukt ist, deutet der Begriff "ekologiskt" auf der Packung sowie der Zusatz in der Beschreibung "Bio-Produkt" an. Bei ersterem Produkt ist dies nicht der Fall. Da es laut Ikea auch nur _einen_ ökologischen Kaffeetyp gibt, wird es doch wohl derjenige sein, der auch als Bio-Produkt bezeichnet ist. Und nicht die andere Variante, zu der diese Bezeichnung fehlt.

    viele Grüße,
    Melanie

    Kommentiert von mela am 09.Februar 2011, 13:51
  • Leute, ich versuche hier zu klären, ob online tatsächlich auf ein falsches Produkt verlinkt wurde. Das versucht Ihr auch und trotzdem frage ich Euch nicht, ob Ihr für IKEA, ein Konkurrenzunternehmen oder wen auch immer arbeitet. Warum werden Spitzen geschossen, wenn ich versuche, einen Sachverhalt zu verstehen? Ich bin bei Utopia sozusagen das Bindeglied zwischen der Community und den Unternehmen, weil die meisten Unternehmen sehr wenig Erfahrung mit der Kommunikation im Netz bzw. in Communities haben. Ziel ist es, den Dialog für beide Seiten zu ermöglichen. Auch daran sehe ich nichts verwerfliches. Und ja, wenn ich schneller an Infos komme, weil ich einfach mal bei der Ansprechpartnerin anrufen kann, gebe ich sie gern weiter, denn ich denke es ist für die Community von Interesse. IKEA steht trotzdem weiterhin im Dialog, wie an der Aktivität generell im Profil zu sehen ist.

    Kommentiert von Stefanie Dowe am 09.Februar 2011, 14:02
  • Stefanie, ich würde es nur ehr als Ikeas Aufgabe sehen, im Ikea Profil Auskunft über Ikea-Produkte zu geben. Trotzdem Danke, dass du dich um Aufklärung bemühst, da Ikea das selbst offensichtlich nicht hinbekommt.

    Kommentiert von mela am 09.Februar 2011, 14:07
  • Um es abzukürzen:
    - die abgebildete Kaffeepackung trägt ein UTZ-Siegel aber kein Biosiegel.
    - die Schrift auf der Verpackung ist unlesbar
    - der Begleittext lautet: „UTZ Certified coffee“
    Bei den anderen 3 Produkten auf dieser Seite steht im Text jedoch ausdrücklich: „organic“ (=“bio“ auf englisch).
    Statt Bio-Siegel sieht der Betrachter der Seite also ein UTZ-Siegel auf der Kaffeepackung und statt der Bezeichnung "bio" bzw. "organic" liest er im Begleittext "UTZ Certified".
    Somit wird jedem Betrachter der Seite einsuggeriert, „UTZ certified“ wäre das gleiche wie „bio“. Darin sehe ich eine Irreführung
    (s. hierzu "Gesetz zur Durchführung der Rechtsakte der Europäischen Gemeinschaft oder der Europäischen Union auf dem Gebiet des ökologischen Landbaus" §12 Absatz 3: "Mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe wird bestraft, wer gegen die Verordnung (EG) Nr. 834/2007 des Rates vom 28. Juni 2007 über die ökologische/biologische Produktion und die Kennzeichnung von ökologischen/biologischen Erzeugnissen und zur Aufhebung der Verordnung (EWG) Nr. 2092/91 (ABl. EU Nr. L 189 S. 1) verstößt, indem er entgegen Artikel 23 Abs. 2 Satz 2 eine Bezeichnung oder Kennzeichnungs- oder Werbepraktiken verwendet, die den Verbraucher oder Nutzer irreführen können")
    Das mag sich jetzt etwas martialisch anhören, aber ich habe diese Gesetze ja nicht geschrieben.
    Und darauf dass diese Seite trotz vieler Hinweise immer noch unverändert auf den IKEA-Internetseiten steht, mag sich jeder seinen eigenen Reim machen.

    Kommentiert von Mupsi am 09.Februar 2011, 14:16
  • "...schon schade, dass du hier die Kommunikation für das Ikea-Team übernehmen musst - bist du jetzt bei Utopia oder bei Ikea?"

    Ja, ja, sowas muss gesagt werden dürfen. Bitte nicht löschen. Ich halte solche Sticheleien allerdings für überflüssig und auch nicht ganz gerecht.

    Kommentiert von topist am 09.Februar 2011, 14:19
  • Es wundert mich, dass IKEA überhaupt noch in der Community präsent ist. So wie ihr drauf seid, ist es doch besser, sich keinem Dialog zu stellen. Sofern man diesen Austausch hier als solchen bezeichnen kann. [... entfernt ...]* Auf meine Frage, welche Kerzen IHR denn kauft, habe ich jedenfalls keine Antwort bekommen[... entfernt ...]*. Ich finde es gut, dass IKEA sich hier stellt. Aber ich frage mich, wie lange noch.

    *) Bitte Netiquette beachten, danke, das Utopia-Team

    Kommentiert von nile am 09.Februar 2011, 14:56
  • Ich finde es auch nicht gerecht Frau Dowe gegenüber. Ich bin der Meinung, dass sie sich hier über Gebühr Mühe gibt die Sachverhalte zu klären und somit einen Teil der Arbeit übernimmt, die IKEA eigentlich machen sollte, aber ohne auf deren Seite zu stehen.

    Es muss m.E. sein, dass man über die Art und Weise diskutiert, wie hier kommuniziert wird, aber mittlerweile wird ja fast mehr Energie auf Details und Zuschreibungen verwendet, als auf die eigentliche Diskussion.

    Ich schlage vor, an dieser Stelle nochmal mehr Bemühungen seitens IKEA zu fordern, also:

    IKEA, EUER EINSATZ IST HIER GEFRAGT !!!

    Kommentiert von DrMedEd am 09.Februar 2011, 14:59
  • mela schrieb: "...schon schade, dass du hier die Kommunikation für das Ikea-Team übernehmen musst - bist du jetzt bei Utopia oder bei Ikea?"

    Dazu topist: "...Ich halte solche Sticheleien allerdings für überflüssig und auch nicht ganz gerecht."

    Ich auch.

    Schließe mich auch den Worten von DrMedEd (Seite 14) an.

    Kommentiert von Fredegar am 09.Februar 2011, 15:02
  • @Stefanie: Ich weiß nicht worauf sich Lukitas PR-Kritik bezieht aber das schreibt sie sicherlich gerne selber.

    Meine Kritk in diese Richtung bezog sich darauf, dass du hier das UTZ-Siegel gegen Kritik verteidigt hast, was ich nicht als Aufgabe einer Moderatoren-Rolle verstehe. Auch die eindeutige Partei-Ergreifung bei dem nicht mehr aufklärbaren vermeintlichen Missverständnis finde ich unpassend. Nicht, dass ich erwarten würde, dass ihr in so einem Fall einfach für die Community Partei ergreift, aber ihr hättet euch da auch einfach neutral verhalten können.

    Danke in jedem Fall, dass du die Klärung des Gesamtsachverhaltes nun mit viel eigenem Einsatz beschleunigst!

    Auch wenn ich hier oft Utopia-Partner und die Gesamtstrategie kritisiere, schätze ich euren Einsatz sehr und habe auch keinen Zweifel, dass ihr wirklich nachhaltiges Wirtschaften voranbringen wollt.

    Kommentiert von fairskate am 09.Februar 2011, 15:05
  • Meine Frage „Wieso übernimmt Utopia hier die PR von IKEA?“ bezieht sich auf alle drei Beiträge von Stefanie Dowe auf Seite 13.

    In der deutschen Sprache gibt es das grammatikalische Mittel der indirekten Rede, wenn man Äußerungen Dritter (hier: IKEA) zitiert. Stefanie Dowe schreibt allerdings: „Aber der Kaffee hat ein Bio Siegel.“

    Liebe Stefanie, liebes Utopia-Team, ich begrüße Euren Einsatz und ich bin dankbar für die Bereitstellung dieser Plattform sowie die Möglichkeit, hier Fragen an Unternehmen öffentlich einstellen zu können.

    Ich wünsche mir weiterhin einen offenen Dialog - mit Ehrlichkeit sich selbst und anderen gegenüber.

    In der Hoffnung auf eine klare Stellungnahme seitens IKEA verbleibe ich mit freundlichen Grüßen.

    Kommentiert von lukita am 09.Februar 2011, 15:22
  • @nile: Bitte mach dir doch wenigstens die Mühe diesen Diskusionsstrang komplett zu lesen, bevor du dich derart äußerst.

    Es wurde hier ein potentieller Rechtsverstoß gegen die Bio-Richtlinien diskutiert und mit Blick auf die unbefriedigenden Beiträge Ikeas ist diese Diskussion wirklich sehr zivilisier verlaufen.

    Zum Thema Kerzen wurde hier mehrmals gepostet, dass ganz normale Kerzen aus Erdöl halt eine immer noch deutlich bessere Öko-Bilanz als welche aus Palm-Öl haben. Ikea wiederum nutzt aber gerade die Palm-Öl-Verwendung als Aufhänger für die angebliche grüne Produktstrategie.

    Es geht hier auch nicht darum, was der einzelne einkauft oder nicht.

    Ich antworte auf solche Fragen grundsätzlich nicht, obwohl ich trotz Einkommen auf Hartz4-Niveau nicht nur sämtliche Lebensmittel sondern auch alles andere so ökologisch und fair wie möglich einkaufe, was meinen Spielraum für Kultur und Freizeit (Kino, Kneipe) auf nahe Null beschränkt.

    @Utopia: ich erwarte mindestens eine Verwarnung von "nile" wegen unsachlicher Sprache und Polemik.

    Kommentiert von fairskate am 09.Februar 2011, 15:41
  • Hallo Fairskate, hallo Lukita,

    danke für das Feedback. Tut gut. :-)

    Es ist generell nicht mein Ziel Partei zu ergreifen, weder für die Unternehmen, noch für die Community, sondern zu vermitteln, dafür zu sorgen, dass beide Seiten argumentieren können - gerade wenn sich die Diskussion etwas erhitzt. Im Gegensatz zur Community kenne ich bei den meisten hier präsenten Unternehmen die langen Vorlaufprozesse, die es gebraucht hat, um ihnen die Scheu vor dem digitalen Dialog zu nehmen. Diese Scheu bedeutet nicht, dass die Unternehmen nicht mit den Verbrauchern reden wollen, aber das Web 2.0 ist ihnen in der Regel oft noch fremd und dieser Dialog, der oft eine rasende Geschwindigkeit annimmt und schnelle Reaktionen erfordert, macht auch Angst. In der Regel übernehmen die Mitarbeiter den Dialog zusätzlich zu ihren sonstigen Aufgaben. Das ist zwar nicht ideal, aber es ist erstmal der Ist-Zustand. Eine Forderung, eine Person nur für Utopia abzustellen, ist illusorisch. Dann müssten wir auf den Dialog ganz verzichten.

    Es ist also immer ein Kompromiss und wir freuen uns, wenn sich Menschen finden, die sich innerhalb der Unternehmen für Utopia, für die Community interessieren und den Dialog wichtig finden. Wenn dann in einem Affenzahn Nachfragen, Aussagen etc. auf sie einprasseln, sind wir froh, wenn sie sich nicht vor Schreck völlig zurückziehen.

    Dieser Umgang ist für viele, die täglich in Communities zu tun haben, oft nicht nachvollziehbar, aber es ist Alltag in vielen Unternehmen. Bei IKEA bspw. ist zusätzlich schwierig, dass alles zentral in Schweden stationiert ist und viele Nachfragen erst dort geklärt werden müssen. Texte werden dafür teilweise ins englische übersetzt. Das Gefühl der einzelnen Mitarbeiter, die hier schreiben, dass ihnen als Einzelperson oft mehrere Nutzer gegenüber stehen, die mit einer hohen Dynamik Nachfargen stellen, macht manchmal hilflos. Es ist eben nicht so, dass hinter den Leuten ne ganze Maschinerie an Menschen steht, die ihnen für Utopia zuarbeitet.

    Jedes Unternehmen hier weiß, dass wir erwarten, dass sie mit der Community kommunizieren, auf Nachfragen eingehen. Alle Unternehmen hier wollen das auch, denn allen ist klar, dass man hier nicht mit der puren Selbstdarstellung "durch kommt". Wenn ich mich in Diskussionen einschalte, dann um den Argumenten beider Seiten Gehör zu verschaffen. So wie ich Euch Infos weitergebe, die ich direkt erhalte, rede ich mit IKEA über Eure Nachfragen, weise auf offene Fragen hin und bitte um Infos. Es geht mir also immer um alle Beteiligten im Dialog.

    Nile haben wir übrigens wie alle Nutzer, die die Netiquette nicht einhalten, angeschrieben. Die entsprechenden Textpassagen müssten inzwischen gelöscht sein.

    Ich hoffe, dies macht meine Position hier etwas klarer. Jetzt hole ich erstmal meinen Sohn aus der Schule ab. :-)

    Viele Grüße
    Stefanie

    Kommentiert von Stefanie Dowe am 09.Februar 2011, 16:29
  • Stefanie:"Es ist generell nicht mein Ziel Partei zu ergreifen, weder für die Unternehmen, noch für die Community, sondern zu vermitteln, dafür zu sorgen, dass beide Seiten argumentieren können - gerade wenn sich die Diskussion etwas erhitzt."

    Das liest sich super, nur hatte ich eben nicht den Eindruck, dass du dich dementsprechend verhältst.

    "Wenn dann in einem Affenzahn Nachfragen, Aussagen etc. auf sie einprasseln, sind wir froh, wenn sie sich nicht vor Schreck völlig zurückziehen. "

    Kann ich auch verstehen. Ich hätte da auch schon um Einhalt gebeten, wenn es sich bei Ikea nicht um derart eindeutiges Greenwashing handeln würde.

    Wenn ihr das Ziel von Utopia dahingehend umformuliert Greenwashing in echte Taten überführen zu wollen und im Dialog eine Beendigung des Greenwashings zu erzielen, dann könntet ihr auch einen gelasseneren Umgang der Community mit Partnern wie Ikea berechtigt erwarten. So entsteht der Eindruck, dass ihr Ikea verteidigt und befindet es gäbe da kein Greenwashing.

    Ihr habt uns mit Ikea einen neuen Partner aufgetischt, der behauptet schon viel getan und sich bereits seit langer Zeit zu dazu entschieden zu haben "zu einer Welt beizutragen, in der wir verantwortungsvoll mit der Erde, ihren Rohstoffen und den Menschen umgehen". Auf unsere Fragen antwortet Ikea jedoch ausweichend und nur häppchenweise. Die grüne Fassade haben wir hier mit kurzen Internetrecherchen binnen Tagen weitgehend komplett demontiert.

    Es die die riesige Kluft zwischen Außendarstellung und wirklichen Tatsachen, die viele bei Ikea empört und zu ungehaltenen Nachfragen sowie hitziger Stimmung führt.

    Stimmig würde das ganze auch wieder, wenn ihr euren Anspruch ändert, euch nicht mehr auch als unabhängige Verbraucherstimme versteht, sondern als ein Marketingdienstleister für Großunternehmen, der sich auf den Aspekt Nachhaltigkeit und Stakeholder-Dialog im Web spezialisiert. Das wäre nichts verwerfliches und die Lücke wäre ebenfalls geschlossen.

    Kommentiert von fairskate am 09.Februar 2011, 18:30
  • @ fairskate:

    "Stimmig würde das ganze auch wieder, wenn ihr euren Anspruch ändert, nicht mehr Unabhängigkeit und eine Verbraucherstimme zu sein behauptet, sondern ein Marketingdienstleister für Großunternehmen, der sich auf den Aspekt Nachhaltigkeit und Stakeholder-Dialog im Web spezialisiert. Das wäre nichts verwerfliches und die Lücke wäre ebenfalls geschlossen. "

    Also ich persönlich finde deine Aussage nicht korrekt und nicht angemessen. Wer schon länger bei Utopia unterwegs ist, weiß, dass hier sehr viele kritische Beiträge geleistet werden, sehr viele Informationen gesammelt und aufbereitet werden unzwar so, dass man trotz der Masse immer den Überblick behält und sich schnell und umfassend über vieles was Nachhaltigkeit etc betrifft informieren kann. Ich persönlich kenne keine Plattform die im Bezug auf kritischen Konsum so gut organisiert und vernetzt ist und auch große Unternehmen dazu bewegen kann, sich an dem Dialog zu beteiligen, auch wenn das nicht immer einfach ist. Ich habe den Eindruck, dass Utopia um einen Dialog bemüht ist und diesen auch weitestgehend zu Stande bringt.
    Ich finde es daher nicht fair, dass du die Sache so darstellst, als würde Utopia Marketing für Ikea betreiben, das ist einfach nicht der Eindruck den ich habe, bei aller berechtigter Kritik ggü dem Unternehmen.

    Ich weiß, wir reden immer noch mehr darüber wie wir kommunizieren, als über das eigentliche Thema, ist ja auch schon paarmal genannt worden, aber das musste ich jetzt auch einfach mal loswerden.

    Kommentiert von DrMedEd am 09.Februar 2011, 19:02
  • "sondern ein Marketingdienstleister für Großunternehmen, der sich auf den Aspekt Nachhaltigkeit und Stakeholder-Dialog im Web spezialisiert."

    Ich sehe nicht, was daran falsch ist, DrMed.
    Genaus so ist - mal ganz wertfrei betrachtet.

    Die Großunternehmen werden Partner, zahlen dafür ein angemessenes Geld und haben hier fortan eine Plattform und werden von Utopia bei der Kommunikation unterstützt.

    Hier die Preise, die jeder nachschauen kann:
    (http://www.utopia.de/userfiles/download/redaktion/utopiakooppakete.pdf)
    "Premium-Partner
    Preise gestaffelt nach Umsatz des
    Unternehmens
    bis € 10 m Umsatz: € 50.000 p.a.
    bis € 50 m Umsatz: € 60.000 p.a.
    ab € 50 m Umsatz: € 80.000 p.a."

    Darin enthalten sind u.a. auch zwei Beratungstage.

    Weiter unten im Doku steht noch:
    "Top-Adresse für Stakeholder-Dialog im Web 2.0: Das
    Utopia-Team verfügt über vertieftes Web 2.0 Know-How
    und berät Partnerunternehmen bei ihrem Dialog mit
    kritischen Verbrauchern auf Utopia und darüber hinaus."

    Was ist also falsch an Fairskates Aussage?

    Kommentiert von Maria_L am 09.Februar 2011, 19:29
  • Naja gut, darüber kann man geteilter Meinung sein. Ein Marketingdienstleister ist m.E. jemand, der sich ausschließlich dafür bezahlen lässt, das Image eines Unternehmens zu verbessern und zu pflegen, oder Produkte zu bewerben.

    Ich sehe Utopie eher als Dialogplattform. Natürlich wird hier auch Werbung eingeblendet, aber die geht, soweit ich das sehen kann, nicht über das Maß einer normalen Website hinaus. Ich kann nicht sehen, dass Utopia aktiv versucht, das Image von Ikea zu verbessern/erhalten.

    Vielleicht nehme ich die Aktivität von Utopia vielleicht auch nur anders oder falsch war, aber das ist wie ich die Sache betrachte

    Kommentiert von DrMedEd am 09.Februar 2011, 19:37
  • Ja, mit der Werbeeinblendung habe ich auch keinerlei Problem.
    Bzw. ich habe auch kein Problem dagegen, daß die Partner sehr viel Geld zahlen müssen, damit sie die Dialogplattform für ihr Marketing verwenden dürfen.
    Man muß das aber auch beim Namen nennen dürfen...

    Kommentiert von Maria_L am 09.Februar 2011, 19:44
  • Das möchte ich auch niemandem untersagen ;-)
    Es kam nur bei so an, als denken hier manche, dass Utopia für Ikea einsteht und das Unternehmen verteidigt, weil es dafür bezahlt.
    Jedoch zwischen bezahlter Werbung und Zahlungen für die Verwendung der Plattform einerseits und aktivem Marketing / aktivem Einsatz, sozusagen bei den Kritikern an der Front andererseits besteht für mich noch ein Recht großer Unterschied.

    Kommentiert von DrMedEd am 09.Februar 2011, 19:51
  • @ fairscate und Maria_L:

    Ich sehe das anders.Utopias erklärte Absicht oder wenn ihr so wollt Geschäftsmodell ist, gegen Bezahlung Großunternehmen die Möglichkeit der interaktiven Darstellung zu geben, die sich zu diesem und jenem in Richtung Nachhaltigkeit verpflichten, zum Beispiel keine Waren anzubieten, für die Tropenholz verarbeitet werden. Das Kriterium ist nicht: "Schon alles mehr oder minder ok" sondern "anscheinend auf dem Weg und bereit, sich öffentlich hinterfragen zu lassen".

    Der mögliche Gewinn des Unternehmens ist es, Erkenntnisse über Schwächen der Darstellung, Angreifbarkeit des Konzeptes usw. zu gewinnen oder auch - soweit das Interesse an Nachhaltigkeit ernsthaft, also ökonomisch motiviert ist, (etwa weil Boden- und Waldverlust, Wasserprobleme etc. die den Nachschub mit billigen Rohstoffen gefährden), - irgend etwas Verwertbares über Wege in Richtung Nachhaltigkeitzu erfahren.

    Befürchtungen, dass die User zu kritisch werden und das Einlassen darauf den Geschäftsinteressen zuwider laufen könnte, nimmt Utopia mit dem Versprechen der Hilfestellung.

    Der mögliche Gewinn für die Utopia-User ist, Erkenntnisse über die Schwächen des Nachhaltigkeitskonzeptes zu gewinnen und durch Kritik dazu beizutragen, dass sich der Gescholtene ein Stückchen mehr indie richtige Richtung bewegt (etwa: Starbooks und H&M schaffen doch immerhin auch ein paar Schritte in Richtung Fairtrade und Bio, warum nicht auch IKEA?).

    Ich für mein Teil betrachte das Ganze mit einer gewissen wissenschaftlichen Neugierde. Ich bin ganz grundsätzlich der Meinung, dass solche Unternehmen wie IKEA einer sehr viel stärkeren gesellschaftlichen Kontrolle unterliegen sollten bzw. sehr viel stärker auf die Erzielung eines (welt-) gesellschaftlichen Gewinns (und die Vermeidung eines (welt-)gesellschaftlichen Verlustes) hin ausgerichtet gehören.

    Da diese Idee noch nicht so richtig populär zu sein scheint, gucke ich danach, was sich derzeit in eine solche Richtung bewegen könnte. Ich betrachte die Dinge nicht nur nach ihren gegenwärtigen Möglichkeiten.

    Kleine Öko-Oho Betriebe sind mir sympatischer. Ich drücke mir auch gern die Nase am Schaufenster einer schicken Öko-Massivholz Klitsche platt. Und wenn es mich mal in die Berge versetzen würde, würde ich mit Sicherheit den dortigen regionalfairen Biobergkäse genießen.

    Mein Problem ist, dass ich nicht sehen kann, wie man allein auf Dreikäsehochboutiken gestützt die großen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts bewältigen könnte. Und eines sollte vielleicht bedacht werden. Bei aller Symphatie, wie gesagt, für Bio-Pur. Geschäftig selbstzufriedenes Verharren in der Ökonische könnte unter Umständen auch mehr Teil des Problems als Teil der Lösung sein.

    Deshalb: Gelassenheit ja, aber für übertriebene Milde gegenüber IKEA besteht auch kein Anlass. Zumindest muss ein anständiger Anteil echter Bio-Fair Trade Ware ins Angebot.

    Gruß vom Topisten

    Kommentiert von topist am 09.Februar 2011, 20:45
  • Lieber topist, wenn hier nicht ein paar Mitglieder dieser Plattform ihre private Zeit unbezahlt in die Recherche und das Verfassen von Beiträgen investieren würden, hätte IKEA sich in kürzester Zeit ein hübsches grünes Mäntelchen aus wohlklingenden Werbebotschaften gebastelt.

    Diese Plattform erreicht nach eigener Darstellung bereits "jeden Monat über 150.000 eindeutige Besucher". Utopia stellt sich als unabhängige Initiative dar, die Konsumenten zu "strategischem Konsum" verhelfen will. Inwieweit ist das Utopia, wenn es die Werbe-Botschaften nicht selbst aktiv hinterfragt?

    In der Vergangenheit sah das durchaus anders aus: http://www.utopia.de/galerie/unternehmen-auf-dem-pruefstand-aldi-ikea-und-co

    Kommentiert von lukita am 09.Februar 2011, 21:00
  • Tempora mutantur ?

    Kommentiert von Chrissy am 09.Februar 2011, 21:14
  • Naklar. Und ich hoffe doch, auch selbst dazu beigetragen zu haben. Danke übrigens für den Link. Direkt zu dem Beitrag mitsamt der Kommentare gehts hier: http://www.utopia.de/magazin/ikea-einkaufen-moebel-strategischer-konsum-schwedische-moebelbauer-1?all#comments


    Besonders interessant ist die folgende Passage:

    "Man halte nichts davon, jetzt die geringen FSC-Vorräte am Markt für hohe Preise aufzukaufen, habe vielmehr die langfristige Perspektive vor Augen und fördere die Zertifizierung von Waldflächen, teilt Kai Hartmann vom Ikea-Konzern mit. Dieses Argument lässt Elmar Seizinger von der FSC-Arbeitsgruppe Deutschland nicht gelten: "Der FSC versteht sich als nachfrageorientiertes Instrument. Wenn große Firmen ernsthaft mit dem Siegel arbeiten würden Ikea Kvarnoe Stuhlund von ihren Lieferanten FSC-Holz forderten, dann wäre eine Zertifizierung in kurzer Zeit kein Problem."

    Sprich: IKEA wäre durchaus in der Lage, mehr FSC Ware zu kaufen.

    Kommentiert von topist am 09.Februar 2011, 21:14
  • Hmm, auf der PDF mit dem besagten Kaffee sind mehere Teesorten abgebildet, die als Organic Tea (also Bio-Tee) angepresen werden. Aber auf der abgebildeten Verpackung ist kein Biosiegel zu sehen. Der Kaffeee wird als einziger nicht als Bio angepriesen.

    Seltsam.

    http://www.ikea.com/ch/de/catalog/products/40124857
    http://www.ikea.com/de/de/catalog/products/60124856

    Kommentiert von topist am 09.Februar 2011, 22:02
  • @topist: Danke für die interessanten Kaffee-Links und die Textpassage.

    Ich glaube oben hast du mich falsch verstanden - oder ich dich?

    Ich habe ja schon mehrmals geschrieben, dass ich Dialog und Partnerschaft auch dann ok fände, wenn ein Unternehmen bislang noch absolut gar nichts in Richtung nachhaltigeres Wirtschaften getan hat. Nur soll es das dann bitte auch ehrlich kommunizieren. Bei Ikea ists ja auch gar nicht Null.

    Was mir bei Ikea nicht passt ist, dass sie den Anschein erwecken schon sehr viel getan zu haben, schon seit Jahren in diesem Bereich engagiert zu sein und ihre halbgaren (UTZ, Better Cotton) oder gar kontraproduktiven Ansätze (Palmöl) als tolle Nachhaltigkeitsmaßnahmen bewerben sowie der Kritik daran ausweichen.

    Kommentiert von fairskate am 10.Februar 2011, 00:24
  • Ja, einverstanden. Ich bezog mich auf die .... puh, man muss ja vorsichtig kritisieren, damits keine Denunziation wird :-))), na auf den Gedanken, dass das Utopiateam gegenüber den Utopia-Usern Dienstleister von IKEA ist. Finds besser, wenn wir uns auf die Kritik an IKEA konzentrieren.

    Nebenbei. Diese Filme über den Palmölkram können einen echt fertig machen. Hat Renate Kühnast sich eigentlich mal entscheuildigt für die Naivität mit der sie den Biodiesel produzierenden Energielandwirt als neues Leitbild hochhielt?

    http://www.utopia.de/gruppen/wald-563/diskussion/rama-eine-n-kleben-und-130-000-hektar-leben-187357#comment-242923

    Kommentiert von topist am 10.Februar 2011, 00:42
  • Topist, ich hatte mich sehr bemüht, in diesem Thread keine Diskussion über die Vorundnachteile von dreikäsehoch-boutiken gegenüber Konzernen zu diskutieren. ;-)

    Ich wollte nur richtig stellen, daß Fairskate mit seiner Aussage nicht falsch liegt.

    Meintest Du eigentlich weiter oben:
    "Ich bin ganz grundsätzlich der Meinung, dass solche Unternehmen wie IKEA einer sehr viel stärkeren gesellschaftlichen Kontrolle unterliegen"
    oder fehlte da das "sollten" ?
    Fakt oder Wunsch?

    Kommentiert von Maria_L am 10.Februar 2011, 07:35
  • Es wäre doch einmal interessant, zu wissen, wieviele Arbeitsplätze beispielsweise Dreikäsehochboutiken und kleine Betriebe in Deutschland schaffen im Vergleich zu den ganz großen. Vielleicht hat ja jemand mehr Zeit zu recherchieren, als ich.
    Und in diesem Zusammenhang wäre es doch genuso interessant, zu wissen, wie hoch zum Beispiel die CO2-Vermeidung wäre, wenn ein Großteil dieser Kleinen an ihren Umweltstandards drehen würde.
    Und nun: auf in meinen Kleinbetrieb :-)

    Kommentiert von Nutopia am 10.Februar 2011, 07:55
  • " wieviele Arbeitsplätze beispielsweise Dreikäsehochboutiken und kleine Betriebe in Deutschland schaffen im Vergleich zu den ganz großen."
    Die Zeit läßt mir mein Kleinbetrieb leider nicht ;-)

    Interessant finde ich es vor allem in Hinblick auf die Frage, wieviel Macht möchte ich einem einzigen Konzern zugestehen?

    Ich fühle mich wohler, wenn das etwas verteilt ist, auch wenn dabei natürlich Reibungsverluste entstehen.

    Fakt ist: Es gibt schon soooo viele Kleinbetriebe die ganz entschieden an ihren Umweltstandards gedreht haben und sich seit Jahren der Nachhaltigkeit verschrieben haben.
    Die bräuchten Unterstütztung...

    Kommentiert von Maria_L am 10.Februar 2011, 10:20
  • Ich finde durch die ganze außenherumdiskutiererei gehen die offenen Fragen/Aufforderungen an IKEA völlig unter.. - auch weil man nicht direkt unter dem Kommentar auf einen Kommentar antworten kann.

    Kommentiert von mela am 10.Februar 2011, 10:22
  • @ Maria L

    lies den Satz einfach zuende.

    "Ich bin ganz grundsätzlich der Meinung, dass solche Unternehmen wie IKEA einer sehr viel stärkeren gesellschaftlichen Kontrolle unterliegen bzw. sehr viel stärker auf die Erzielung eines (welt-) gesellschaftlichen Gewinns (und die Vermeidung eines (welt-)gesellschaftlichen Verlustes) hin ausgerichtet gehören. "

    Immer noch nicht klar? Es geht um den Wunsch einer künftigen Wirklichkeit. Ok, um künftig Missverständnisse zu vermeinden, formuliere ichs um. Hab das Wort "sollte" eingefügt. (Ich fände Stiftungen als Firmeneigentümer klasse, die nach dem Motto "die Möbelversorgung der Welt in Weltbürgerhand" funktionieren.)

    Was du und Nutopa über die Arbeitsplätze geschrieban habt, beruht wohl auf ein Missverständnis. Es geht mir hier nicht darum, wie momentan die Rollen von Gut und Böse verteilt sind, sondern wie man zu Verhältnissen kommt, die den Herausforderungen des 21. Jahrhunderts gerecht werden. Wo meine Symphatie liegen, habe ich deutlich gemacht. Ich kaufe auch lieber im hüpsch an der Spree gelegenen Grünen Laden ein, als in einem Bio-Supermarkt oder einem Discounter mit EU-Bio Ware. Habe meine Möbel zum Teil selbst gebaut zum Teil von einer polnischen Tischlerei. (Nein, nicht ganz: die Küchenmöbeltüren sind ursprünglich von IKEA, naja...) Aber Waldvernichtung, Klimakastrophe usw. werden nicht mit einem Umstieg auf Klein und Kleinstbetriebe gestoppt werden können. Das ist unmöglich. Wer Gegenteiliges Glauben machen will, dem kann genauso umweltvergessenes Geschätsinteresse unterstelt werden wie IKEA.

    Im Übrigen sind die in den kleinen, Kleinst und Mittelbetriebenen geschaffenen Arbeitsplätze eben auch möglich aufgrund geringer Existenzkosten, die wiederum von industrieller Herstellungs- und Vertriebsmethoden herrühren. Wenn man nicht so viel Arbeitszeit für den Kauf von Möbeln aufbringen muss, verbleibt Zeit und Geld, in die Berge zu pilgern um dort regionalen Biobergkäse kaufen zu können.

    Das Sein ist für mich vor allem im Hinblick auf sein mögliches Werden von Interesse.

    Kommentiert von topist am 10.Februar 2011, 11:45
  • "Das Sein ist für mich vor allem im Hinblick auf sein mögliches Werden von Interesse."

    ;-)

    Kommentiert von lukita am 10.Februar 2011, 11:51
  • @topist
    es geht nicht um Sympathie oder gut und Böse, es geht darum, herauszufinden, ob es wirklich so viel mehr Sinn hat, sich an die Großen zu wenden, um eine Veränderung (wie z.B. hier durch Dialog) herbeizuführen. Denn die Verhältnisse des 21 Jahrunderst werden ja nicht ausschließlich und vor allem von den großen Firmen und Konzernen bestimmt sondern auch von den Kleinbetrieben und in Deutschland ja bekanntermaßen in hohem Maße von den Mittelständlern.
    Für Utopia sind natürlich die großen Fische wie Ikea oder Rewe (nicht nur finanzeill) viel interessanter als jeder kleine Krauter, der auf Ökopapier und -Strom umsteigt. Wobei ich mir sicher bin, dass hier jede Menge Kleinunternehmer unterwegs sind und sich Anregungen holen.
    Sorry, war völlig off topic aber solange Ikea sich sortiert kann man ja auch anderweitig weiterdiskutieren.

    Kommentiert von Nutopia am 10.Februar 2011, 13:16
  • @ topist
    stimme im Wesentlichen Nutopia zu und will hier in IKEAS Thread auch gar nicht weiter über so grundlegende Dinge diskutieren.
    Dazu findet sich anderswo mal wieder ein Plätzchen, so wir nicht gelöscht sind ;-)

    Kommentiert von Maria_L am 10.Februar 2011, 14:16
  • Richtig Nutopia. Es geht nicht um Sympathie sondern ... usw. Ich sehe, dass wir einer Meinung sind. Ja Maria, das gehört tatsächlich an einem anderen Ort diskutiert. Könnte aber für die Auseinandersetzung hier dennoch hilfreich sein - bei der Findung einer guten Balance zwischen Gelassenheit und notwendiger Beharrlichkeit.

    Biotee für 1,99 €?
    Klingt komisch.

    Kommentiert von topist am 10.Februar 2011, 14:41
  • @Topist
    bei der Findung einer guten Balance zwischen Gelassenheit und notwendiger Beharrlichkeit.

    Dieser Satz gefällt mir sehr gut,werde ich mir einprägen!

    Kommentiert von Bada am 10.Februar 2011, 14:45
  • IKEA schreibt hier http://www.utopia.de/gutefragen/fragen/wie-nachhaltig-sind-die-gastronomieangebote-bei

    "Insgesamt sind 15% unseres Sortiments bio. Dazu zählt auch ein Kaffee, der ebenfalls utz-zertifiziert ist. Die weiteren utz-zertifizierten Produkte sind nicht inkludiert."

    Ich werde immer neugieriger auf das Bio-Siegel ...

    Kommentiert von lukita am 10.Februar 2011, 14:47
  • Interessante Debatte. Hab sie gerade erst gelesen (immerhin bisher 17 Seiten). Bin mal gespannt was sich da noch tut.

    Ist nun z.B. der Kaffee "bio" im Sinne des EU Biosiegels?

    (Dass er zumindest, bzw 'nur' im Sinne von Utz "fair" ist, scheint ja geklärt)

    p.s. Ich schließe mich inhaltlich weitgehend den bisherigen Statements von Fairskate und Topist (und manch anderen) an - und finde sie übrigens durchaus konstruktiv (nur ausdrücklich gesagt, falls Leute sie anders lesen/deuten)

    Kommentiert von berniewa am 14.Februar 2011, 17:50
  • Tja, noch immer steht im ersten Kommentar die Bestätigung von Ikea, dass der Restaurant-Kaffee Bio und Fair ist, "bezogen auf die UTZ-Kriterien". (Die keine Bio-Kriterien sind)

    Dass in Wirklichkeit nur einer von 7 _im Schwedenshop_ verkauften Kaffees Bio ist, steht im Ikea-Kommentar auf Seite 10.
    Ob der Kaffee im Restaurant Bio ist, ist nach dem Kommentar auf Seite 10 fraglich (dort wird nur die UTZ-Zertifizierung erwähnt).

    Ich warte also weiterhin auf eine klare Richtigstellung dieser ersten, (höchstwahrscheinlich) falschen Aussage. (In der Aussage selbst)

    Kommentiert von mela am 15.Februar 2011, 09:47
  • Das Bio-Siegel gibt's hier: http://www.utopia.de/blog/ikea-aktuelles/bio-kaffee

    Kommentiert von lukita am 15.Februar 2011, 09:55
  • hallo Lukita,
    das Biosiegel habe ich gesehen, es bezieht sich aber doch (wahrscheinlich) nicht auf den Kaffee im Restaurant, sondern auf den einen von 7 im Schwedenshop. Die Aussage im ersten Kommentar bezog sich aber aufs Restaurant.

    Kommentiert von mela am 15.Februar 2011, 11:07
  • Oh wow, was für ein langer Gesprächsfaden, wobei, es sind ja eindeutig mehrere, die ineinander verwoben, parallel laufend, überkreuz und hin und her laufen.

    Ich habe mir mal die vielverlinkte PDF-Datei angeschaut und auch bei dem Kaffee steht auf der Packung über der Produktbezeichnung "Ekologisk", so wie bei den Tees. (Wenn man das PDF-ganz ranzoomt sieht man das)
    Das Siegel ist dann auf der Rückseite oder auf dem Seitenetikett.
    Das erwähnte "Bio-Siegel" ist jedoch nicht das deutsche "Bio nach EG Öko-Verordnung, sondern dass EU-Bio-Logo.

    Und heute habe ich bei einem IKEA-Besuch mal im Lebensmittel-Shop hinter den Kassen ein wenig nach "Ekologisk" aufdrucken geschaut.

    Alle Produkte mit dem "Ekologisk"-Aufdruck auf der Vorderseite haben irgendwo auf der Verpackung das EU-Label. Zwar noch das alte, aber ich denke das es da eine Übergangsregelung gibt oder teilweise solche Mengen produziert werden, dass das noch Restbestände sind.

    Interessant finde ich, das die Nudeln in Elchform eine DE-Kontrollstelle anführen. Werden wohl in Deutschland produziert?
    Und der Kaffe, den wir auf der ersten Seite sehen konnten, wird wohl in den Niederlanden abgepackt.

    Beste Grüße, Christian

    Kommentiert von ChrischanB. am 18.Februar 2011, 01:22

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