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Alkohol an Silvester - Trinken und Feiern oder nicht?

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Simon Reichel fragte am 27.12.2012 um 15:54

Im Artikel "Das Silvester-Paradox" wird das Neujahrsfest ja schon thematisiert. (http://www.utopia.de/magazin/das-silvester-paradox-schmutzige-strassen-und-gute-vorsaetze) Ich wollte mir aber gerne ein spezielles Thema herausgreifen. Für Viele ist Silvester der Freibrief zum gründlichsten Absturz des Jahres. Ich bin ganz sicher kein strenger Verfechter der Enthaltsamkeit, aber sollte man nicht gerade an Silvester, wo Feuerwerkskörper herumfliegen und das Gewaltpotential steigt, lieber langsam machen? Oder geht das schon in Ordnung, dass man beim Jahreswechsel seiner höchst menschliche Lust am Überschwang in der Gemeinschaft frönt?

  • antwortete am 02.01.2013 um 15:13
    Alkohol ist eine Droge und kein Kulturgut, darüber sollte sich jeder Mensch eigentlich im Klaren sein.
    Der Gebrauch, bzw. das sich zuführen von Drogen sollte in Maßen erfolgen.

    Aus wikipädia:
    7,4 % der gesundheitlichen Störungen und vorzeitigen Todesfälle in Europa werden auf Alkohol zurückgeführt. Damit steht die Krankheit an dritter Stelle als Ursache für vorzeitiges Sterben nach Tabakkonsum und Bluthochdruck.
    Sie ist zudem die häufigste Todesursache bei jungen Männern in der EU.
    Alkohol ist in vielen Kulturen eine gesellschaftlich anerkannte, einfach und billig zu beschaffende Droge, deren Konsum in manchen Situationen geradezu erwartet wird.
    Der erste Kontakt mit Alkohol findet zumeist auf Familienfeiern statt.
    Auch interessant:
    Stillen schützt vor Alkoholismus. Das ergab eine Auswertung der „Copenhagen Perinatal Cohort“ Studie. Die Langzeituntersuchung umfasst die Daten von 6562 inzwischen 44- bis 46-jährigen Kopenhagenern. Das Risiko, alkoholabhängig zu werden, war für Probanden, die als Kind nur kurz gestillt wurden, um fast 50 Prozent höher als das von Teilnehmern, die lange gestillt worden waren.

    Ich selbst habe seid meiner Jugend Drogen konsumiert, mal mehr, mal weiniger, mal viel.
    Seid einigen Monaten trinke ich keinen Alkohol mehr. Bei gegebenen Anlässen mache ich eine klare Ansage und habe bisher eher Bewunderung erhalten, als den Satz: Eine Ausnahme...

    Ich bin auch sehr froh darüber, das meine Jungs (16 und 18) sehr selten Alkohol trinken und auch keine anderen Drogen konsumieren.
  • antwortete am 27.12.2012 um 16:13
    Ich finde, die Frage hat weniger mit Silvester zu tun, sondern damit, wie verantwortungsvoll man sich grundsätzlich im Bezug auf Alkohol verhält.
    Es gibt das ganze Jahr über Situationen, wo es unverantwortlich oder zumindest unklug ist, wenn man nicht mehr wirklich seine Sinne beisammen hat und es gibt sicher geschützte Räume, wo man sich an Silvester gehen lassen kann.
    Folglich werde ich nicht sagen, das geht schon in Ordnung, sondern sage ganz diplomatisch - kommt drauf an.

    Ich persönlich trinke schon seit vielen Jahren keinen Alkohol mehr und finde den kollektiven Zwang zum Besäufnis- "Ach komm, wenigstens an Silvester" - furchbar.

    Der Rückweg durch die Grüppchen, die dann mit der Sektflasche in der Hand im Freien böllern ist mir dann eher unangenehm bzw. macht mir teilweise Angst.

    Aber ich mag niemanden verurteilen.
    Ich hatte auch so meine Zeiten, wo der Sylvester-Rausch dazu gehört hat.
    Und wir hätten uns durch nichts und niemand den Spaß nehmen lassen.

    Heute finde ich es wesentlich angenehmer, ohne Kater ins neue Jahr zu starten.
    • kommentieren
      kommentierte am 27.12.2012 um 16:37
      Trinkst du seit vielen Jahren gar keinen Alkohol mehr oder nur nicht an Silvester? Darf ich fragen warum?
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      kommentierte am 27.12.2012 um 16:47
      Ich mach das Fulltime.
      Weil es eine Phase gab in meinem Leben, wo ich mehr Alkoholiker kannte, als nicht Betroffene (überspitzt ausgedrückt).
      Ich selbst war nicht betroffen, hatte aber während einer Phase meines Studentenlebens auch einen Konsum, der für Frauen langfristig als bedenklich eingestuft wird.

      Und irgendwann habe ich angefangen, mich für Yoga und dgl. zu interessieren.
      Und da ist es mir klar geworden, das es schöner ist, jederzeit einen klaren Kopf zu haben.
      Ich mochte plötzlich dieses Gefühl nicht mehr, wenn der Alkohol in Kopf steigt.
      Was ja früher eher Sinn der Aktion war.

      Aber wie geschrieben: Muß jeder selbst wissen.
      Ich möchte diese Phase nicht missen, wo wir regelmäßig in der Stammkneipe die Letzten waren.
      War ja auch mal ganz lustig.
      Und die Gute Frage wäre uns recht seltsam vorgekommen ;-)
  • antwortete am 27.12.2012 um 18:47
    Ich mag Silvester: weniger die "Böller", aber sehr gerne die schönen "Feuerwerke" :-)

    Menschen betrinken sich sehr gerne hemmungslos zu Silvester: aber diese Menschen, die es zu diesem "besonderen Fest" tun, haben damit nur eine weitere Begründung für ihren Alkoholkonsum gefunden.
  • antwortete am 31.12.2012 um 21:36
    das ist so eine frage, die von jedem anders beantwortet werden kann.
    hier gehts mehr oder weniger um eine lebenseinstellung und/oder um entscheidungen
    im persönlichen und verantwortungbereich.

    ich persönlich brauch das gedriss um silvester nicht. ist ein tag wie jeder andere.
    böller find ich eh überflüssig und alkohol brauch ich auch nicht.

    doch wie gesagt, der eine liebt das ganze palaver um silvester und feiert gross mit familie oder freunden.
    ich hab einige feiermöglichkeiten in meinem rahmen erlebt...
    und dennoch hab ich für mich entschlossen silvester keine weitere bedeutung mehr bei zumessen.

    der punkt alkohol und böller ist allerdings eine verantwortungssache.
    in meinen augen passt das echt nicht zusammen.

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