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Vegetarier / Rezepte

vegetarische Weihnachten (klassisch) - Eure Rezepte sind gefragt

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Beiträge (43 )
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annekm schrieb am 04.12.2010 um 21:21
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Jedes Jahr feiere ich Weihnachten gemütlich im Kreise der Familie - die sich leider ein Fest ohne klassisches Fleischgericht einfach nicht vorstellen kann und will. Daher war der Weihanchtsbraten lange Zeit die einzige Ausnahme, die ich gemacht habe - da ich mich nicht an DEM Familienfest durch mein Essen ausgrenzen wollte. Mittlerweile ist dies jedoch kein Problem mehr!

Da es sicherlich sehr vielen anderen ähnlich geht, möchte ich an dieser Stelle eine Sammlung Eurer erprobten Weihnachtsrezepte sammeln. Aus den besten wird ein Weihnachts-VeggieTag ( http://www.utopia.de/magazin/veggietag-annekm-utopisten-rezepte-kochen-kueche-scons-muesli-vegetarisch-vegan-chili?p=2 ) gebastelt - bei dem selbstverständlich auch auf die anderen weihnachtlichen Rezepte hier von Euch verwiesen wird!

In diesem Thema sind alle weihnachtlichen Rezepte herzlich willkommen, die recht klassisch sind - neben Hauptgerichten auch gerne Vor- und Nachspeisen, Salate, ...!
Daneben werde ich ein Thema eröffnen, wo festliche Rezepte gesammelt werden, die etwas unkonventioneller sind/ sich nicht in ein klassisches Festmahl integrieren lassen - evtl. Weihnachten indisch/ ..., weihnachtliches Buffet, Brunch, .... - was Euch so einfällt! Auch ein weihnachtliches Frühstück, Mittagessen, ... können dort vorgeschlagen werden.

Einzige Voraussetzung für jedes Rezept: jedes muss VEGETARISCH oder VEGAN und bereits SELBST ERPROBT sein!

Wer gute Plätzchenrezepte oder anderes weihnachtliches (und nicht-weihnachtliches) Gebäck hat, teilt sie am besten hier: http://www.utopia.de/gruppen/forum/thema/190051 mit uns.
    annekm schrieb am 04.12.2010 um 21:41
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    Hier gleich ein (veganer) Vorschlag von mir - so sah mein Weihnachten letztes Jahr aus:

    Vorspeise: ein festlicher Salat mit Granatapfel und Kastanien

    ( http://www.utopia.de/blog/beitrag/vegane-rezepte-nr-33-festlicher )

    Alternativ/ zusätzlich als zweite Vorspeise eine leichte Zucchinicremesuppe:

    Hierzu einfach Zucchini, Möhren und Zwiebeln in Gemüsebrühe sehr weich kochen und pürieren, mit einem kleinen Schuss Weißwein abschmecken. In Teller füllen, mit Hafersahne und Rotem Pfeffer verzieren. Geht schnell, kann prima vorgekocht werden, schmeckt trotzdem gut und ist vor allem auch nicht so mächtig, so dass genug Raum für das restliche Essen bleibt :).

    Hauptgang: ein festliches dunkles Gulasch in sehr aromatischer Sauce

    http://www.utopia.de/blog/beitrag/festliches-gulasch

    Auch dieses ist im Gegensatz zum Original sehr schnell zubereitet und kann wunderbar vorbereitet werden, so dass man nicht ewig in der Küche steht, wenn die Gäste schon da sind! Wird es vorgekocht, ist es sogar noch aromatischer! Dazu passen optimal Kroketten, die es im Bioladen auch vegan gibt.

    Nachtisch: Rote Grütze mit Vanillesauce

    Tiefgekühlte gemischte Beeren gemeinsam mit einem Glas Sauerkirschen samt Saft erhitzen, mit Rotwein aufgießen, zuckern nach Geschmack. Stärke mit kaltem Wasser im Schüttelbecher oder ähnlichem gut vermischen und nach gewünschter Konsistanz andicken.

    Damit die Zubereitung der verschiedenen Gänge nicht stressig wird, greife ich hier gerne einfach auf gekaufte vegane Vanillesauce zurück.

    Besonders angenehm finde ich übrigens, dass ich mich, seit ich Weihnachten vegan esse, nicht mehr so extrem voll fühle :) - was nicht daran liegt, dass ich weniger und schon garnicht weniger gerne esse. Es stopft bloß nicht so langanhaltend, so dass ich mich den Rest des Abends auch wohler fühle.

    lukita schrieb am 05.12.2010 um 12:30
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    Übrigens: der VEBU pflegt eine eigene Seite zum Thema.

    Dort gibt es auch Rezepte: http://www.vegetarische-weihnachten.de/

    inaktiver User 21793 schrieb am 05.12.2010 um 13:35
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    Dessert: Dunkle Topfenpalatschinken mit Orangen

    Ich habe wieder mal eine klassische österreichische Mehlspeise veganisiert und schlage meine Kreation hiermit als festliches Weihnachtsdessert vor.

    ZUTATEN

    Palatschinkenteig:
    125 g Kamutvollkornmehl (frisch gemahlen)
    ca. 200 ml Sojamilch
    1 Prise Backpulver
    1-2 EL Carobpulver
    1/2 TL Zimt
    1 Prise Meersalz

    Füllung:
    400 g Sojajoghurt (mehrere Stunden in einem engmaschigen Sieb oder Tuch abtropfen lassen, übrig bleiben dann ca. 250 g)
    2 EL Agavendicksaft
    1-2 EL Maisstärke
    2 gestr. TL No Egg und 4 TL Wasser (zu einer glatten Masse verrührt)
    1 TL abgeriebene Zitronenschale
    ¼ TL Mark einer Vanilleschote
    1-2 Orangen (filetiert und in Stückchen geschnitten)

    250 ml Soja- oder Reismilch zum Aufgießen

    ZUBEREITUNG

    Mehl, Carobpulver, Backpulver, Zimt und Salz mit Sojamilch anrühren und ca. 10 Minuten quellen lassen. Anschließend 4 Palatschinken ausbacken.

    Für die Füllung alle Zutaten verrühren, auf die Palatschinken streichen, zusammenrollen und in eine Auflaufform schichten. Mit Soja- oder Reismilch angießen und bei ca. 160 Grad rund 20 Minuten backen. Nach Belieben mit Puderzucker betreuen.


    [image]

    inaktiver User 18345 schrieb am 05.12.2010 um 14:52
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    Gita, das ist Folter. Ich sehe die leckeren Dinger und kann nicht reinbeißen. )o;

    annekm schrieb am 05.12.2010 um 14:59
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    @ Lukita: finde die Seite an sich vorbildlich und unterstützenswert - doch die Rezepte dort finde ich abgesehen von der Champignonpastete furchtbar. Ich zumindest möchte so nicht Weihnachten feiern!! Daher hoffe ich sehr, dass wir hier zeigen können, wie köstlich ein vegetarisches/ veganes Festmahl sein kann (JBM zumindest scheint schonmal überzeugt ;) )

    inaktiver User 21793 schrieb am 08.12.2010 um 15:15
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    Hier noch ein kompletter 3-Gänge-Menüvorschlag (für vier Personen): Da ich am liebsten frische und nicht verarbeitete Zutaten verwende, sind Vor-und Nachspeise komplett roh, der Hauptgang ist warm, aber für alles gilt: vollwertig, vegan (was sonst?) und unfassbar lecker! ;-)

    Vorspeise: Rohkost-Salat mit gemischten Sprossen
    (ganz schnell und einfach)

    Zutaten: 2-3 Karotten, 2 Knollen Rote Beete, mehrere Knollen Topinambur, 1 kleiner Kopf Radicchiosalat, gemischte Sprossen (einige Tage zuvor selbst gezogen) und für das Dressing: Zitronensaft, Hanfnussöl, Salz und gemischte Kräuter

    Zubereitung: Den Salat waschen, das Gemüse in unterschiedlichen Stärken raspeln, zusammen mit dem Salat und den Sprossen anrichten und dem Dressing beträufeln.

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    Hauptgang: Mangold-Lasagne
    (ohne Milch, Käse und/oder Sojaprodukte? Ja, das geht und schmeckt sogar viel besser :-))

    Zutaten: 1 Kopf Mangold, ca.10 Vollkorn-Lasagneblätter, Hefeflocken
    Für die Tomatensoße: 1 Zwiebel, 1 Knoblauchzehe, 4-5 getrocknete Tomaten, Schältomaten, Tomatenmark, Salz, Pfeffer, gemischte Kräuter, Öl zum Anbraten
    Für die Bechamelsoße: 50 g Cashewkerne (mehrere Stunden in 150 ml Wasser eingeweicht), 500 ml Gemüsebrühe, 45 g gemahlener Vollkornreis

    Zubereitung: Zwiebel und Knoblauch schälen und fein hacken, getrocknete Tomaten in kleine Stücke schneiden und zusammen anbraten. Tomaten klein schneiden und mit dem Saft in den Topf geben, mit Tomatenmark, Salz, Pfeffer und den Kräutern würzen und die Soße 20-25 Minuten leicht köcheln lassen. In der Zwischenzeit den Mangold waschen und die Stiele von den Blättern trennen. Alles in feine Streifen schneiden, anschließend im Salzwasser kurz blanchieren und abgießen. Für die Bechamelsoße die Cashewkerne mit dem Wasser fein pürieren, mit der Gemüsebrühe vermischen und aufkochen, langsam den gemahlenen Reis hinzufügen und unter rühren zum Kochen bringen, bis die Soße schön eindickt. Eine Auflaufform leicht einfetten und nacheinander die beiden Soßen, den Mangold und die Lasagneblätter in die Form schichten. Mit einer Lage Bechamelsoße abschließen und mit Hefeflocken bestreuen. Bei 180 Grad 25-30 Minuten backen.

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    Dessert: Apfel-Orangen-Rohkost-Törtchen mit Cashew-Rahm
    (das kann man nicht beschreiben, man muss es einfach probieren - wirklich ein Traum!)

    Zutaten: 100 g Mandeln, 60 g Datteln, 1 Zitrone, 1-2 Äpfel, 1-2 Orange(n), Rosinen, Zimt, 50 g Cashewkerne

    Zubereitung:
    Mandeln und Datteln mit Zitronensaft in der Küchenmaschine zu einem pastenartigen Teig vermengen, in vier Portionen teilen,in die Vertiefungen einer Muffinform drücken (Backpapier verhindert das Festkleben) und einige Stunden im Kühlschrank durchziehen lassen. Für die Füllung Rosinen in Orangensaft einlegen, einen Teil der Äpfel grob raspeln, den Rest in kleine Stücke schneiden und mit Zitronensaft vermischen. Orangen ebenfalls klein schneiden und zusammen mit den Äpfeln, Rosinen und Zimt in die Törtchen füllen. Für den Cashew-Rahm die Kerne mit Wasser oder Orangensaft (Verhältnis Kerne:Flüssigkeit: 1:2) fein pürieren und über die Törtchen gießen.

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    hugobino schrieb am 08.12.2010 um 16:53
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    wow gita, super fotos - sieht sehr lecker aus! :D

    Stephan Rieping schrieb am 08.12.2010 um 18:37
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    Ist da gegebenfalls noch ein wenig übrig geblieben? Ich würde mich auf jeden Fall für den Resteverzehr "opfern"! :-)) Boa, Gita, was für ein Festmahl!

    annekm schrieb am 08.12.2010 um 19:56
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    Das sieht wirklich unglaublich lecker aus!! Bislang haben mich Rohkostsüßspeisen noch nie so angelacht - aber das muss ich unbedingt mal ausprobieren! Und die Idee mit den Nüssen als Bechamelsauce ist wirklich auch super - werde ich auch auf jeden Fall testen! Hatte schonmal vorgehabt, Nüsse anstelle von Hafer- oder Sojasahne zu testen, aber wieder völlig vergessen - vielen Dank also für die verlockende Erinnerung :)!

    inaktiver User 64335 schrieb am 08.12.2010 um 20:10
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    Stimmt, reihe mich da auch noch ein. Wäre wirklich was zum Nachkochen - es kommen ja wieder mehrere Festtage.

    P.S. ich habe vor 2 Wochen einen Koch kennengelernt, welcher seit Jahren aus Überzeugung nur vegetarisch kocht und bin dabei einen veg. Kochkurs für Januar/Februar zu organisieren. Mal sehen wen ich da alles in meinem Bekanntenkreis überzeugen kann :)


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