Vegetarier / Gesundheit
Käse - eine Delikatesse oder eine Droge?
Darauf haben Wissenschaftler/innen in den letzten Jahren eine Antwort gefunden. Und Sie werden sich wundern: Verantwortlich dafür ist nicht der Geschmack oder der Geruch von Käse. (Ganz nebenbei: Haben Sie schon mal von einer Firma gehört, die versuchte, ein Parfum, einen Lufterfrischer oder Räucherstäbchen mit dem Geruch von alten Socken zu vermarkten? Wahrscheinlich nicht.) Der Grund für seine Unwiderstehlichkeit sind Opiate im Käse - genauer, Morphine, noch genauer, so genannte Casomorphine.
Weiterlesen: http://dieumsteiger.blogspot.com/2011/07/kase-delikatesse-oder-eine-droge.html
Der Link ist schon interessant, auch wenn ich nicht alle wissenschaftlichen Ergebnisse immer als real betrachten möchte.
Das Fazit finde ich allemal gut, egal ob süchtig oder Gewohnheit, wenn man diesem aus, seien es rationale Gründe (Gesundheit, Umwelt) oder emotionalen, ethische Gründe, entsagen kann.
Abgesehen davon, die Wirtschaft ist ja nicht blöd, schläft ja nicht, es werden mittlerweile im veganen Berteich genügend Lebensmittel angeboten, die kein jota schlechter schmecken als Käse. Ich will sie nicht Ersatz nennen, es sind Alternativen. Mein Gaumen, der füher auch sehr an Käse hing, hat sich wunderbar und ohne murren darauf umgestellt.
Na ja, ich musste ihn am anfangs schon etwas displizinieren, aber was tut man nicht alles, um das Leid der Nutztiere zu veringern.
ja, interessant, da bekommen diese Empfehlungen der DGE, man sollte auf jeden Fall viel Käse essen wegen des Kalziums, und zwar unbedingt fettarmen, schmeckt zwar nicht besonders gut, aber Fett ist ja böse, eine ganz andere Dimension...Ich meine, bei der DGE sitzen ja letztendlich auch nur Menschen, die sich gerne und einfach wohlfühlen möchten. Und so ein paar Endorphinchen, ganz einfach im Supermarkt in den Wagen gelegt, das ist doch praktisch! Verpackt in natürlich rein wissenschaftliche Erkenntnisse, klasse Trick. Und ich hab mich schon immer gewundert, weswegen Kalzium aus pflanzlichen Quellen da so auffällig vernachlässigt wird.
Hab ich bei foodwatch gefunden. Nichts wirklich Neues, aber vielleicht gut geeignet, um den Käse-Appetit ein wenig herunterzufahren...
Newsletter: Anti-Pilzmittel im Käse - Saint Albrays unverantwortliches Marketing
Hallo und guten Tag, Ulrike Weiss,05.10.2011der französische Käse-Multi Bongrain (Géramont, Fol Epi, Bresso) hat neuerdings was ganz Besonderes im Sortiment: Den „Saint Albray Klosterkäse“ mit „essbarer Rinde“. Das behauptet der Hersteller zumindest mit einem großen Werbehinweis auf der Verpackung. Staatliche Wissenschaftler hingegen raten von dem Verzehr solcher Rinde dringend ab. Denn sie enthält das Anti-Pilzmittel Natamycin (E235), das in der Medizin z.B. bei Darmpilzinfektionen zum Einsatz kommt. Wer über Lebensmittel kleine Mengen davon aufnimmt, läuft Gefahr, dass sich Resistenzen bilden und die Substanz als Medikament seine Wirkung verliert. Wir haben Bongrain damit konfrontiert, doch der Konzern sieht darin keinerlei Problem. Beschweren Sie sich jetzt bei dem Unternehmen, das Ihnen Anti-Pilzmittel als „essbare Rinde“ verkaufen möchte:
www.abgespeist.de/saint_albray/mitmachen
Das staatliche Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) und das ebenfalls staatliche Max Rubner-Institut (MRI) sind sich einig: Mit Natamycin behandelte Käserinde sollte keinesfalls mitgegessen werden. Ausloben, dass die Rinde essbar ist, darf man laut Gesetz trotzdem. Und weil sich so eine essbare Rinde offenbar einfach besser verkauft, nutzt Bongrain das gesetzliche Schlupfloch – ohne Rücksicht auf die Gesundheit der Verbraucher. Geringe Herstellungskosten sind dem Konzern wohl wichtiger, denn mit Natamycin lässt sich Personal sparen, das den Käse während der Reifung pflegt und wendet, um ihn vor Schimmel zu bewahren. Diese offensichtliche Rationalisierungsmaßnahme versucht Bongrain sogar noch als traditionell zu verkaufen: „Entdecken Sie Saint Albray Klosterkäse, der heute wie damals in aller Ruhe in unseren Käsekellern reift und dabei seinen aromatisch-cremigen Geschmack entfaltet“, heißt es auf der Verpackung. Was eine antibiotisch wirkende Substanz in der Käseherstellung mit „damals“ zu tun hat, können vermutlich nur die Marketing-Manager von Bongrain beantworten. Nicht einmal die goldgelbe Farbe des Käses ist original – da hilft der Konzern mit einem Farbstoff nach. Der ach so traditionelle Klosterkäse ist also von vorne bis hinten eine einzige Werbelüge!
Ein vermeintlicher Qualitätshersteller wie Bongrain – nach eigenen Angaben weltweit (!) die Nummer Eins für Käsespezialitäten – sollte sich seiner Verantwortung als Lebensmittelhersteller bewusst sein. Meint man. Das aktuelle Beispiel zeigt, dass dem nicht so ist. Entgegen jeder Empfehlung erdreistet sich der Konzern, eine Käserinde mit Anti-Pilzmittel als etwas Besonderes auszuloben. Unterzeichnen Sie deshalb jetzt unsere E-Mail-Aktion an Bongrain:
www.abgespeist.de/saint_albray/mitmachen
PS: Saint Albray Klosterkäse ist nur eines von vielen Mogelprodukten. Damit wir auch die anderen Tricks und Schwindeleien der Lebensmittelindustrie entlarven können, brauchen wir Geld für Recherchen und Kampagnen. Unterstützen Sie deshalb unsere Arbeit und werden Sie abgespeist.de-Pate:
www.foodwatch.de/abgespeist-patenschaft
Ich bin echt geschockt und frage mich zugleich, ob es manchmal nicht vielleicht besser ist, wenn man nicht genau weiß, was man da eigentlich so zu sich nimmt. Es ist wahrscheinlich in jedem Produkt irgendetwas gesundheitsschädliches drin. Die Luft beispielsweise können wir ja auch nicht filtern und von irgendwas muss der Mensch sich doch ernähren und auf alles verzichten möchte ich nicht, denn was nützt mir ein gesundes langes Leben, wenn es voller Verzicht ist. :-(
Marco, bist Du wegen des von Lukitas genannten Link geschockt?
Da kann ich nur zustimmen, ich war auch total geschockt, dachte ich doch immer, ich würde ein drogenfreies Leben führen ;-)
Oder wegen dem Foodwatch-Artikel?
Dann kann ich Dir nur empfehlen, auf Biokäse umzusteigen.
Der darf die Anti-Pilzmittel ebenso wenig enthalten, wie eine ganze Reihe anderer Zusatzstoffe und vor allem kein gentechnisch verändertes Lab.
Außerdem schmeckt er auch viel besser, vor allem, wenn die Kühe auf der Weide gehalten werden.
Allen, die sich mit dem Thema Käse oder kein Käse auseinandersetzen, kann ich nur empfehlen, mal selber Käse zu machen. Frischkäse (also die Version ohne Lab) ist ganz einfach herzustellen, und man sieht dann (abgesehen davon natürlich, dass es einfach Spaß macht), wieviel "Abfall" in Form von Molke übrigbleibt. Und was passiert mit dieser Flüssigkeit, die bei der Käseproduktion in Massen anfällt? Das meiste wird an die Schweine verfüttert, ich hab mal auf einem Demeter-Hof gearbeitet und war zuständig für diese Aufgabe. - Die Schweine haben mich deswegen sehr lieb gehabt, aber die Erkenntnis, dass ich, je mehr Käse ich esse, desto mehr die Mast der Schweine unterstütze, war mir dann eher nicht so recht.
Von daher würde ich Käse insgesamt als ein Luxusprodukt ansehen, das nicht unbedingt jeden Tag regulär auf den Tisch muss. Und die ursprüngliche Idee der Käserei ist ja, Milch haltbar zu machen, um jederzeit eine verlässliche Protein-Fettquelle zu haben, und dieses Problem ist mittlerweile für unsereins wohl vom Tisch! Das ist aber im Ess-Gedächtnis, einem eher langsam reagierenden Teil, noch ziemlich tief eingegraben.
Ich für meinen Teil mag richtig gern Ziegenbrie, und ich hab festgestellt, dass ich den wirklich richtig genießen kann, wenn ich eben nicht jeden Tag davon esse.
Da muss halt jeder abwägen, wie das ist mit Genuß, Gewohnheit und Verantwortung, ich glaube nicht, dass man da allgemeingültige Regeln aufstellen kann, und sowas kann sich ja auch immer wieder verändern.
@ulrikeweiss
Daß bei der Käseherstellung viel Molke anfällt ist richtig.
Eigentlich schade, daß Molke nur an die Schweine verfüttert wird.
(Wobei ich gestehen muß, daß ich kürzlich 5kg von einem mit Molke gefütterten Demeter-Alpschwein für die Kühktruhe gekauft habe und das Fleisch sehr lecker finde)
Molke wird auch als Lebensmittel verarbeitet.
Sie ist sehr gesund und wohlschmeckend.
Hier noch etwas Info dazu:
http://www.schrotundkorn.de/1998/sk9805e1.htm
http://www.reformhaus-fachlexikon.de/diaeten-kuren/MolkeKur.php
Seufzzz...wenn ich mich nur daran halten würde, was ernährungsphysiologisch bei meiner Lebensweise (Computer) angebracht ist, dann könnte ich mich vermutlich von Luft ernähren ;-)
Aber für ein Stück guten Käse würde ich notfalls meilenweit gehen...mach ich manchmal auch, wenn wir unsere Sennereien auf dem Berg besuchen.
Ja, genau das find ich klasse, wenn Käse oder sonstige tierische Lebensmittel als etwas Besonderes angesehen werden. Und das Grundsätzliche von wegen Schweine essen, das muss jeder selber wissen, manchmal kommen ja Infos scheinbar zufällig von irgendwo her... Ich meinte das absolut nicht so, dass Leute, die keine Schweine essen irgendwie besser wären als Andere. Aber ich hab halt als Ernährungsberaterin schon so viele Menschen gesehen, deren Krankheits-Symtome erstaunlich nachgelassen haben, als sie aufgehört haben, diese Tiere zu verzehren. Ich will da keine Verallgemeinerung draus machen, das ist einfach nur das, was ich gesehen habe. Und von Luft ernähren...na ja, schön wärs, ist aber einfach nicht menschlich. Vielleicht mal einfach für bisschen mehr Bewegung regelmäßig zwischendurch sorgen?!
Ulrike, klar ist es besser, weniger Fleisch zu essen.
Da rennst Du bei mir offene Türen ein.Meine Eltern leben seit 48 Jahren vegetarisch und ich bin folglich so aufgewachsen.
Bis auf die letzten Jahre, da essen sie etwas Fleisch, weil meine Mutter plötzlich kein Soja mehr vertragen hat und mein Vater D-Vitamin-Unterversorgung hatte.
Sogar ihr Naturheilkundl. Artz, der selber praktisch vegetarisch lebt, hat ihnen empfohlen, hin und wieder etwas Fleisch zu essen und ich habe den Eindruck, es geht ihnen sehr gut damit.
Allerdings bewegen die sich auch extrem viel, auch noch im Alter.
Da kann ich mir eine Scheibe abschneiden, obwohl ich auch versuche, jeden Tag rauszugehen.
An Nebeltagen wie heute tue ich mir schwer...da mußte meine Freundin mich ermuntern ;-)
Hallo Maria,
ja, auch wenn das viele Vegetarier nicht gerne hören, es gibt sogar Menschen, die auf die Erhöhung des pH-Urinwertes, wie bei vegetarischer Ernährung, mit Apatitsteinen in den Nieren reagieren. Und Soja-Unverträglichkeiten nehmen auch immer mehr zu. Es ist eben nicht jeder Mensch wie der andere.
Und wenn ältere Menschen sich auf notwendige Änderungen einlassen können, das finde ich klasse.
Was ich auch erstaunlich finde, ich hab das selber erlebt und seh es öfters, dass sich die Bewegungsfreude nicht von Generation zu Generation weiterträgt. Tipp: Da muss man sich halt Anreize schaffen und diese zur Gewohnheit werden lassen. Sei mal kreativ!

