Vegetarier / Gesundheit
:: Fleisch ist Killer Nummer Eins ::
Weltgesundheitstag - Fleischkonsum viel zu hoch. Fleisch gehört zu den gesundheitsschädlichsten Lebensmitteln.
Zum Weltgesundheitstag am 7. April erinnert die internationale
Tierschutzorganisation VIER PFOTEN die Konsumenten daran, dass Fleisch
zu den gesundheitsschädlichsten Lebensmitteln gehört. Es ist
nachweislich für die am weitesten verbreiteten Zivilisationskrankheiten
und Haupttodesursachen verantwortlich. Doch Tierprodukte sind auch ungesund für unser Klima:
Bereits mehrere internationale Studien belegen, dass Massentierhaltung –
aus der über 90 Prozent des Fleisches stammen – der größte Verursacher
des Klimawandels ist. Dass Massentierhaltung auch ungesund für die Tiere
ist, versteht sich von selbst.
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Genmanipuliertes Tierfutter, Antibiotikamissbrauch in der Viehhaltung und Klonfleischimporte - wenn an den Horrorszenarien zu den Folgen daraus auch nur ein Fünkchen Wahrheit ist, löst sich das Problem ohnehin früher oder später.
Dabei bitte nicht aus den Augen verlieren, daß Tierhaltung auch anders geht:
Letzte Woche bin ich wieder bei einem Züchter von Schottischen Hochlandrindern gewesen in der Schweiz.
Die Herde von 90 Rindern lebt den Sommer und einen Teil des Winters auf den Alpwiesen und sorgt dort für Pflege der Wiesen.
Im Winter wird Heu zugefüttert, ebenfalls von den Alpwiesen.
Kraftfutter gibt es so gut wie gar nicht, weil viel zu teuer.
Gentechnisch verändertes Kraftfutter schon gar nicht, weil Bio-Haltung.
Es gibt auf jeden Fall Wege neben der Massenproduktion, die für das Klima und die Tiere nicht ungesund ist.
Und ich gehe soweit zu behaupten, daß der gelegentliche Genuss eines solchen Fleisches auch für Menschen nicht ungesund ist.
Der Besitzer der Tiere kocht auch für Gäste auf.
Der Hochlandrinderbraten wird völlig ungewürzt und ungesalzen serviert und schmeckt trotzdem sehr aromatisch.
Wir hatten dieses Mal Entrecôte von der alten Kuh.
Durch bestimmtes Verarbeitungsverfahren dennoch butterzart.
Mir ist schon klar, daß ein Vegetarier Fleischproduktion auch noch aus anderen Gründen ablehnt.
Trotzdem wollte ich aus Gründen der Vollständigkeit erwähnen, daß es auch andere Wege gibt der Fleischproduktion.
Wie gewöhnt man sich schlechte Gewohnheiten ab, dazu zähle ich auch die tierische Ernährung.
1) überhaupt sich mit dem Thema beschäftigen. In meiner Jugendzeit gab es dieses Thema schlicht nicht. Heute, das darf man mit Recht und Fug sagen, findet man schon fast an jeder Ecke Informationen dazu. Also, die Wissensbildung zum Thema Ernährung erweitern ist der erste Schritt.
2) Wenn einem die Argumente, die gegen einen zu grossen Fleischkonsum sprechen, verständlich sind, also sowohl die Umweltproblemen wie auch die gesundheitlichen Fakten, die gegen Fleisch sprechen, dann muss die Gewohnheit des Fleischessens angegangen werden.
3) den Ernährungsplan umstellen,dazu gibt es genügend Vorschläge. Wichtig auch, wenn man jemand hat, der mitmacht (geteiltes Leid ist halbes Leid). Wichtig ist, dass man sich jetzt nicht einseitig ernährt, wichtig auch, dass man sich mit den Lebensmittel auseinandersetzt. Dazu gehört letztlich das Kochen selber. Fast Food ist zwar manchmal nicht zu umgehen, sollte aber die Ausnahme bleiben. M.E. ist das Loswerden des Fleischgeschmacks sehr gut durch die Verwendung gleicher bisher verwendeter Gewürze zu erreichen, denn letztlich sind es ja die Gewürze, die den Geschmack hervorbringen. Das funktioniert auch mit Tofu,Soja,Seitan-Produkten.
4) Durchhalten. Nun gut, es gibt jetzt einige Einschränkungen, in den Restaurants. Aber als Vegetarier findet man fast in jedem Restaurant was passendes. Anderst geht es den Veganern, die haben wirklich in der Öffentlichkeit ein Problem.
5) I feel good!. Dieses Gefühl stellt sich meist bald heraus. Es ist einfach ein positives Gefühl, eine gewisse Leichtigkeit, die einem umgibt. Das resultiert zum einem aus dem Körpergefühl selbst, teils aber auch, weil man etwas persönliches zur Reduzierung seines CO²-Fussabdrucks leistet. Das Sahnehäubchen Zufriedenheit kommt noch dazu, wenn man den Schritt aus Mitgefühl für anderes Leben gemacht hat.
Ja, das wäre schon mal ein toller Schritt, wenn wir unseren Fleischkonsum soweit einschränken würden, dass alle Nutztiere so leben könnten wie die Schottischen Hochlandrinder auf dem Schweizer Bauernhof. Leider sind wir noch sehr, sehr weit davon entfernt. Die normalen "Produktionsbedingungen" in der Tierindustrie sind einfach nur ein Verbrechen, da finde ich keine anderen Worte. Geschieht uns Menschen nur recht, wenn wir dann wenigstens gesundheitlich dafür bezahlen müssen. Vielleicht bringt das Gesundheitsargument dann doch den einen oder die andere zum Nachdenken...
@Sati, gebe Dir ja recht, die Bedingungen in der Massentierhaltung sind ein Verbrechen und Dein Schluss zu der Gesundheit, da sehe ich auch eine Parallele. Wenn das Ziel die Abschaffung von tierischer Ernährung ist, komme ich auch mit dem Weg klar, den Du mit den Hochlandrindern beschreibst.
Mir ist klar, es wäre oder ist ein langer, langer Weg dahin. Viele werden ihn nicht gehen wollen. Dennoch plädiere ich dafür und der Zwischenweg ist eben die Bio-Landwirtschaft. Ein weg von der Massentierhaltung zu einem hin zur Biolandwirtschaft, wo Tiere wenigstens ein ausreichend langes Leben haben und gesund aufwachsen. Das zu erreichen erfordert aber die Einsicht und Erkenntnis über ein verändertes Ernährungsverhalten.

