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Veganer /-innen
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Beiträge (210 )
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    Herbivore schrieb am 28.04.2012 um 14:16
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    Im Shop der Vegan Society hab ich’s noch gefunden, seit ein paar Tagen mit neuem Etikett und sogar als 180er-Dose erhältlich: http://shop.vegansociety.com

    inaktiver User 21793 schrieb am 28.04.2012 um 16:03
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    @Maria_L: Was die meisten nicht wissen: B12-Mangel ist auch unter Fleischessern ein Problem, nur machen die sich nicht annähernd so viele Gedanken um ihre Nahrungsmittel wie Veganer und denken deshalb nicht im Traum daran, dass sie ggf. unterversorgt sein könnten.
    Was an Sojamilch "vollkommen denaturiert" sein soll, leuchtet mir nicht ein: ich mache sie u.a. selbst, dabei werden lediglich Bio-Sojabohnen mit Wasser aufgekocht - fertig. Ebenso mache ich z.B. auch Nussmilch - alles ohne Zusatzsstoffe. Das Märchen, dass sich Veganer nur von Ersatzprodukten ernähren würden, kann ich echt nicht mehr hören.

    @GruenesSchaf: nachdem ich weiß, dass es für Dich erreichbar ist: schau mal beim Formosa oder bei Vegan World (Lovinghut im 7.Bezirk) vorbei, da gab es Veg 1 letzte Woche noch. :-)

    Maria_L schrieb am 29.04.2012 um 14:54
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    @Gita

    " B12-Mangel ist auch unter Fleischessern ein Problem, nur machen die sich nicht annähernd so viele Gedanken um ihre Nahrungsmittel wie Veganer"

    Erster Teilsatz stimmt, deswegen sage ich ja, daß mich die Infos hier interessieren.

    Der zweite Teilsatz ist eine Unterstellung und stimmt sicher nicht.
    A) gibt es viele Nicht-Veganer, die sich viele Gedanken um ihre Nahrungsmittel machen
    B) gibte es Veganer, die sich um Ernährungsthemen, die ich wichtig finde (Gentechnik, Regionalität, Bio ect.) keine Gedanken machen. Daß das auf Dich nicht zutrifft, weiß ich.

    Wie machst Du die Sojamilch?
    Ich kenne nur Rezepte, wo die Sojamasse mehrfach aufgekocht und durchgesiebt und gewaschen wird, damit die Bitterstoffe weg sind.

    Sicher hast Du auch Ideen, was man mit dem Rest machen kann.
    Bei der gekauften Sojamilch habe ich schon gelesen, daß der Rest nicht zu Lebensmitteln weiter verarbeitet wird.

    GruenesSchaf schrieb am 29.04.2012 um 15:49
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    Danke euch! =)

    Maria_L schrieb am 29.04.2012 um 17:52
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    @hheidi
    "Warum sollen wir diese Mikroorganismen also nicht direkt z.B. mit fermentierten Lebensmitteln oder eben auch in Form von Supplementen aufnehmen?"

    z.B. weil fast alle B12 Supplimente aus gentechnisch veränderten Mikororganismen hergestellt werden.

    http://www.verbraucherzentrale-niedersachsen.de/UNIQ133571457327670/link1806701A.html
    http://www.transgen.de/lebensmittel/einkauf/1073.doku.html

    hheidi schrieb am 30.04.2012 um 20:20
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    @Maria_L

    danke für den Hinweis! Das war mir bislang vollkommen unbekannt...
    Ich werde mich so schnell wie möglich daran machen, die Hersteller der Produkte, die wir gelegentlich nutzen, anzumailen, um nachzufragen, wie die es handhaben. Es wird bestimmt den ein oder anderen Hersteller geben, der es anders macht.
    Abgesehen davon ist der Vegansimus ja wirklich gerade erst langsam "am Kommen". Vor 20 Jahren waren Vegetarier Exoten, das ist heute anders. Und nun muss sich halt erst der Vegansimus in unserer Gesellschaft langsam etablieren - ebenso wie die Wissenschaft undForschung hier viel nachholen wird. Ich bin sicher, dass die Industrie in Zukunft auch die Veganer als Kunden gewinnen will und diesbezüglich mehr Produkte auf den Markt bringen wird. Und da Veganer oft auch "bio" kaufen, bin ich ebenso sicher, dass z.B. die "Bionade mit B12" aus Mikroorganismen in ein paar Jahren ganz selbstverständlich ist - damit meine ich, dass man nicht den Eindruck haben wird, "vollkommen denaturierte Produkte" konsumieren zu müssen.

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    Richard-Burgenlandler schrieb am 30.04.2012 um 21:10
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    Gentechnik

    Die chemische Synthese von Vitamin B12 ist sehr schwierig und aufwändig. Daher haben sich bei der Produktion biotechnische Verfahren weitgehend durchgesetzt. Inzwischen ist davon auszugehen, dass Vitamin B12 in der Regel mit Hilfe gentechnisch veränderter Mikroorganismen hergestellt wird.

    Kennzeichnung:
    Zusatzstoffe, die in geschlossenen Systemen mit Hilfe von gentechnisch veränderten Mikroorganismen hergestellt werden, sind nicht zu kennzeichnen. Voraussetzung ist, dass der jeweilige Zusatzstoff aufgereinigt wird und keine Mikroorganismen enthält.

    Erhalten die verwendeten Mikroorganismen Nährstoffe (Substrate) aus gentechnisch veränderten Pflanzen, bleibt der Zusatzstoff ohne Kennzeichnung.

    ( http://www.transgen.de/datenbank/zusatzstoffe/200.vitamin_b12.html )

    hheidi schrieb am 01.05.2012 um 17:11
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    also die Hersteller von Jarrow B12 antworten folgendes:

    "Gerne bestätigen wir Ihnen zunächst, dass in unserem Nahrungsergänzungsmittel keine gentechnisch veränderten Zutaten enthalten sind.
    Leider sind die Informationen im Internet mitunter missverständlich. Vitamin B12 in Form von Cyanocobalamin wird überwiegend biotechnologisch durch Fermentation ausgehend von Bakterienstämmen gewonnen. Es werden dabei solche Mikroorganismen ausgewählt, die besonders viel Vitamin B12 produzieren. Dies ist eine Art Optimierung des Herstellungsprozesses, die sicherlich nicht mit der kritisch zu sehenden Manipulation zur Veränderung bestimmter Eigenschaften bei gentechnisch veränderten Pflanzen zu vergleichen ist.
    In Jarrow Methyl B12 ist die vom Körper besonders gut aufnehmbare Form von Vitamin B12, das Methylcobalamin, als Zutat enthalten. Dieses wird durch chemische Synthese aus gereinigtem Cyanocobalamin hergestellt, also nicht biotechnologisch.
    Wir hoffen, Ihnen damit Ihre Frage ausreichend beantwortet zu haben und stehen Ihnen gerne für weitere Auskünfte zur Verfügung.
    "

    Richard-Burgenlandler schrieb am 01.05.2012 um 17:32
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    Hm, dass klingt gar nicht gut.:-(



    Wenn Methyl B12 durch chemische Synthese aus gereinigtem Cyanocobalamin hergestellt wird und das Cyanocobalamin biotechnologisch durch Fermentation ausgehend von Bakterienstämmen gewonnen wird ?

    Was heißt eine Art Optimierung? natürlich werden die Mikroorganismen, die am besten geeignete sind ausgewählt, die Frage wodurch die Mutation herbeigeführt wird, wird ja indirekt beantwortet mit "die sicherlich nicht mit der kritisch zu sehenden Manipulation zur Veränderung bestimmter Eigenschaften bei gentechnisch veränderten Pflanzen zu vergleichen ist."



    Für mich heißt das Ganze:

    Im ersten Schritt werden gentechnisch veränderte Mikroorganismen verwendet

    Im zweiten Schritt wird das Produkt aus dem Ersten Schritt ( Cyanocobalamin ) gereinigt Sodas keine Mikroorganismen mehr vorhanden sind (muss nicht mehr gentechnisch gekennzeichnet werden)

    Im dritten Schritt wird das gereinigte Cyanocobalamin durch synthese zu Methyl B12.

    Egal wieviele Schritte dahinter liegen gentechnische Veränderung bleibt was es ist, ein Eingriff in die Natur mit unvorhersehbaren Folgen.


    Wenn tatsächlich keine Gentechnik im Spiel ist hätte der Hersteller doch ganz simpel mit NEIN antworten können.

    Maria_L schrieb am 01.05.2012 um 19:06
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    Ja, lese ich auch so wie Richard-Burgenlandler.

    Und irgendwo habe ich gelesen, daß die Gewinnung von B12 mittels gentechnisch veränderter Mikroben ein großer Fortschritt ist, weil vorher Verfahren im Einsatz war, wo mit Cyan gearbeitet wurde. So genau habe ich das nicht kapiert...aber lecker war es offensichtlich nicht.

    Die Vorstellung, mit Vitamin B12 angereicherte Bionade zu trinken ist ja schrecklich. Da wehren wir Verbraucher uns mit guten Gründen gegen die Anreicherung von Lebensmitteln mit Nahrungsergenzungs-Mitteln und dann freiwillig sowas?

    Wenn die Zufuhr von Vitamin B12 medizinisch angebracht ist, dann nehme ich das als Medikament zu mir. Dann würde ich mich vermutlich nicht mal dagegen sträuben, daß es mit gentechnisch veränderten Mikroben gewonnen wird. Weiße Gentechnik im Labor ist ja noch mal was anderes als grüne Gentechnik im Freiland und es werden heute schon zahlreiche hilfreiche Medikamente auf diese Art gewonnen.

    Aber freiwillig als Zusatz in Getränken? Wo man dann keinen Überblick mehr hat über die Menge, die man zu sich nimmt? Sogar bei B12 geht man heute davon aus, daß Überdosis nicht völlig harmlos ist.
    Da müßte man ja ständig mitrechnen, welche Mengen man womit zu sich genommen hat.

    Dann bleibt auf jeden Fall noch die Problematik der synthetischen Vitamine, wo immer nur bestimmte Teil-Wirkstoffe hergestellt werden. Inzwischen geht man aber davon aus, daß die natürlichen Vitamine einen Wirkungskomplex darstellen, der synthetisch nicht exakt kopiert werden kann.

    Viele Tierfutterhersteller sind inzwischen davon abgekommen, synthetische Vitamine beizugeben, weil es offensichtlich Studien über Schädigung gibt.

    Und auch einige Studien über geziehlte Nahrungsmittel-Ergänzung mit synthetischen Vitaminen beim Menschen mußten abgebrochen werden, weil in der Vergleichsgruppe plötzlich signifikante Häufung bestimmter Krebsarten vorkamen.

    Warum denkt der Mensch eigentlich immer, er kann es besser, als die Natur?


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