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Vegan Sein

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lukita schrieb am 13.04.2012 um 18:57
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Viele Rezepte finden sich auch hier: http://www.vegan-sein.de/

Die Autorin schreibt über sich:

Vegan lebe ich nun seit Mai 2009. Ich war vorher weder Vegetarierin noch “Loha” oder in irgendeiner Art und Weise “grün” eingestellt. Über Dinge wie Klimaerwärmung und Massentierhaltung habe ich mir nie ernsthafte Gedanken gemacht. Vielmehr bin ich mindestens zweimal im Monat irgendwo essen gegangen, wo eseine Menge Fleisch und natürlich auch genügend Milchprodukte gab. Sport oder gesundes, nachhaltiges Leben waren mir fremd. Mit meinem heutigen Ich hatte die beschriebene Person damals nur eines gemeinsam: Die Liebe zum Kochen und Genießen!

Irgendwann im Sommer 2008 besuchte ich zum ersten Mal eine Yoga-Klasse. Wahrscheinlich war das der erste Schritt in die heutige Richtung. Ich begann, mich mit meinem Körper und dessen Ausgeglichenheit und Gesundheit zu beschäftigen. Dann gab ich das Rauchen auf und fing an, mich regelmäßig zu bewegen. Erst viele Monate später wurde ich auf das Buch Skinny Bitch aufmerksam, das mich wahrscheinlich nur aufgrund des provokativen Namens anzog.


Auf dem Weg zur Arbeit, der damals genau 45 Minuten dauerte und von Berlin Schöneberg nach Pankow führte, las ich das Schlachthofkapitel. Irgendwo auf der S-Bahnstrecke zwischen dem Bahnhof Zoo und der Friedrichstraße beschloss ich, nie wieder tierische Produkte zu konsumieren oder Tiere für meine Bedürfnisse auszunutzen. Ich denke, Freunde und Familie hielten meinen Sinneswandel zunächst für eine Phase. Mittlerweile haben auch sie eingesehen, dass das kein “Tick” ist, von dem ich nach ein paar Monaten völlig ausgelaucht und blutarm (Veganer sind doch alle blass ) von selbst wieder ablasse.

Aber es passierten und passieren natürlich auch ganz wundervolle Dinge: Sehr viele Menschen haben mich gerührt, indem sie ernsthaft und sehr interessiert versuchten und immer noch versuchen, ein Stück des veganen Lebens für sich erfahrbar zu machen. Andere Menschen in meiner Umgebung waren zunächst etwas skeptisch, wissen aber mittlerweile, dass ein Veganer kein lebensunfähiger, halb verhungerter Sonderling ist. Und auch für mich ändert sich noch jeden Tag etwas: Ich lerne nach wie vor sehr viel und fühle mich durch die Menschen, die ich um mich herum habe und durch diesen Blog kennenlerne, unheimlich inspiriert.

Dennoch bin ich gegen Radikalismus und selbst auferlegte Dogmen. Ich glaube nicht, dass man die Mehrheit der Menschen durch Horror-Schlachthofszenarien erreichen kann. Ich glaube auch nicht, dass man immer aktiv versuchen sollte, andere Menschen zum Veganer zu “über-reden”. Vielmehr denke ich, dass nur eines richtig sein kann: Nämlich so zu leben, wie man selbst gern alle Menschen leben sehen würde. Denn was richtig ist, muss irgendwann auch als richtig erkannt werden und in der Mitte der Gesellschaft ankommen. Und wie schafft man das praktisch? Durch gutes Essen! Darum ist im Frühjahr 2010 dieser Blog entstanden.

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