Veganer /-innen / > Warum vegan? - Gute Gründe für eine vegane...
Ethik: Tiere sind intelligente, fühlende Lebewesen, kein Produkt
"Die Frage hat für die Menschen nicht zu lauten: Können die Tiere denken? Sondern sie hat zu lauten: Können die Tiere leiden? Darüber aber gibt es wohl keinen Streit, und das Wissen um diese Leidensfähigkeit muss daher die Hauptsache sein bei jeder Betrachtung der Tierseele durch den Menschen."
Jeremias Bentham (1748-1832)
Englischer Philosoph und Sozialreformer
Tiere haben Bewusstsein und ein Empfinden von Schmerzen. Der Mensch hat mit manchen Tieren eine Übereinstimmung im Erbgutmterial von 98%.
Menschen können zu Tieren ein sehr enges Band aufbauen. Hunde und Schweine reagieren beispielsweise empathisch, wenn jemand traurig ist.
Tiere verdienen eine Berücksichtigung ihrer ureigensten Interessen, egal, ob sie niedlich oder für den Menschen nützlich sind, eine gefährdete Art darstellen oder irgendeinem Menschen überhaupt etwas an ihnen liegt. Dazu gehört, dass sie ihr Leben in Freiheit verbringen können, ohne dem Menschen von Nutzen zu sein.
Es ist unmöglich zu leben, ohne Schaden zu verursachen. Wir sind alle schon mal versehentlich auf eine Ameise getreten oder haben eine Mücke eingeatmet, aber das bedeutet nicht, dass wir vorsätzlich unnötigen Schaden zufügen sollten. Es mag passieren, dass Sie versehentlich einen Menschen mit dem Auto anfahren, aber das ist ja noch lange kein Grund, Menschen vorsätzlich umzunieten.
Eine höhere Intelligenz berechtigt einen Menschen noch nicht, einen anderen Menschen zu missbrauchen, warum also sollte es Menschen berechtigen, nicht-menschliche Wesen zu missbrauchen? Es gibt Tiere, die zweifelsohne intelligenter, kreativer, bewusster, kommunikativer und sprachfähiger sind als manche Menschen, so z.B. ein Schimpanse im Vergleich zu einem Kleinkind oder einem Menschen mit schwerer geistigen Behinderung. Sollten also die intelligenteren Tiere Rechte besitzen, die weniger intelligenten Menschen jedoch nicht?
In der Welt von heute mit ihren praktisch unbegrenzten Möglichkeiten haben wir eine riesige Auswahl, was Nahrung, Kleidung, Unterhaltung und Bildung angeht, ohne dass wir dafür Tiere quälen oder töten müssen. Erwachsene Menschen besitzen die Intelligenz und Fähigkeit zu wählen, ob sie etwas tun wollen, das andere verletzt oder nicht.
Und wenn man die Wahl hat, macht es Sinn, sich für Mitgefühl zu entscheiden.
In der Eierproduktion werden alle männlichen Legehühner am ersten Tag ihres Lebens getötet, weil sie keine Eier legen können und somit wirtschaftlich unnütz sind. Die Legehennen selbst wurden auf unnatürlich hohe Legeleistung hochgezüchtet (ca. 300 Eier pro Jahr statt ca. 30 Eier pro Jahr), was für das Huhn eine große körperliche Belastung bedeutet. Im Alter von etwa zwei Jahren lässt die Legeleistung merklich nach, weshalb die Hühner üblicherweise getötet und durch andere Hühner ersetzt werden. In Legebatterien und ähnlichen Produktionssystemen ist es nicht unüblich, die Hühner einmal pro Jahr auszutauschen, um eine hohe und kontinuierliche Legeleistung zu erzielen.
Kühe produzieren Milch nur für ihren Nachwuchs, wobei im Normalfall ein Kalb pro Jahr geboren wird, um eine kontinuierlich hohe Milchleistung der Mutter zu erreichen (Laktationskurve). Die kleinen Kälber werden direkt nach der Geburt von ihrer Mutter getrennt, mit Industriefutter ernährt und entweder der Kälbermast zugeführt oder als Lebendfleisch exportiert. Hochleistungskühe werden üblicherweise sehr jung (ca. 5-6 Jahre) getötet, da ihre Körper durch diese Strapazen schnell verbraucht sind.
Das Sexen von Küken.
Mehr Film-Material gibt es hier: http://veg-tv.info/
Jedes Jahr werden weltweit mindestens 100 Millionen Wirbeltiere für Tierversuche "verbraucht" - also wie Produkte verwendet! (Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Tierversuch) Das obwohl die Ergebnisse meist wertlos sind, weil die Ergbnisse nicht auf den Menschen übertragen werden können!
http://www.tierversuchsgegner.org
Es sind oben wieder so schöne Beiträge geschrieben worden, was soll man da noch hinzufügen.
Da Menschen ja immer Persönlichkeiten, berühmte Menschen brauchen, will ich zwei Zitate von solchen Persönlichkeiten beifügen
Horaz (65-8 v. Chr., klassischer Dichter Roms): "Wage es, weise zu sein! Höre auf, Tiere zu töten! Wer die Stunde des rechten Lebens hinausschiebt, gleicht nur dem Bauern, der darauf wartet, dass der Fluss versiegt, ehe er ihn überquert."
Leo Tolstoi (1828-1920, russischer Schriftsteller): "Wenn der Mensch ernstlich und aufrichtig den moralischen Weg sucht, so ist das erste, wovon er sich abwenden muss, die Fleischnahrung... Vegetarismus gilt als Kriterium an welchem wir erkennen können, ob das Streben des Menschen nach moralischer Vollkommenheit echt und ernstgemeint ist."
Lukitas Argument zur Übereinstimmung möchte hier noch einmal vertiefend aufgreifen, da dies vielen Menschen nicht bewusst zu sein scheint:
"Menschen und Schimpansen sind sich ähnlicher als bislang gedacht. Das ist die überraschende Erkenntnis eines internationalen Forscherkonsortiums, das das Erbgut der Schimpansen nun erstmals vollständig entzifferte. Die genetische Übereinstimmung des Menschen mit seinem nächsten Verwandten liegt bei 98,7 Prozent, wie die Wissenschaftler berichten.
Den jüngsten Erkenntnissen nach fehlen dem Schimpansen nur rund 50 der Gene des Menschen. Damit sind sich Mensch und Schimpanse genetisch zehn Mal ähnlicher als Maus und Ratte, wie es in einem der Berichte heißt. Die wenigsten Unterschiede, was Aufbau und Aktivität der Gene betrifft, fanden die Forscher ausgerechnet im Gehirn, obwohl sich der Mensch gerade durch Gehirnfunktionen wie Sprache und Gedächtnis vom Schimpansen unterscheidet."
Quelle: http://www.tagesschau.de/inland/meldung165040.html (vom 31.08.2005)
Dazu sei noch anzumerken, dass Schimpansen (Orang Utans, ...) keineswegs die für das Sprachvermögen entscheidenden Gehirnareale fehlen. Sie können ganz schlicht und einfach aus rein anatomischen Gründen nicht sprechen. Das heißt natürlich nicht, dass Affen genauso denken können wie wir. Es gibt zwar einerseits eindrucksvolle Versuche mit einzelnen Tieren, die deren Sprachverständnis, Kombinationsvermögen, Empathie etc. belegen, andererseits jedoch werden auch die Grenzen ihrer kognitiven Fähigkeiten durch Studien aufgezeigt. Dabei sollte jedoch nicht nur Lukitas sehr wichtiges Argument bedacht werden, dass einzelne Tiere sehr wohl intelligenter sein können als einzelne Menschen, sondern zudem auch, wie wir geworden sind, was wir sind. Der Evolutionstheorie zufolge, die heute die wenigsten bezweifeln, haben auch wir uns erst Stück für Stück über einen extrem langen Zeitraum entwickelt. Unsere Intelligenz hat sich allerdings sogar allein im letzten Jahrhundert rasant entwickelt. Menschenaffen haben vermutlich das gleiche Potenzial, das wir besaßen und das, da ihm freier Lauf gewährt war, dazu geführt hat, dass es heute uns als das gibt, woraus wir uns definieren. Was gibt uns das Recht, den Tieren die Entfaltung dieses Potenziales zu versagen?
habe noch eine sehr informative Broschüre aus der Schweiz gefunden, die alle Gründe für eine vegane Lebensweise anspricht, gefunden, die ich nicht vorenthalten will.
provegan.info Diese Broschüre kann man sich dort kostenlos zuschicken lassen und an andere Suchende weitergeben
Darin leider auch eine fürchterliche Beschreibung einer damals angehenden Tierärztin aus einem Schlachthof. Aber das kennen wir alle ja schon von vielen greulichen Videos
Kleingruppenhaltung von Hühnern
"Ab 2012 sind in der Europäischen Union nur noch ausgestaltete Käfige erlaubt, die ein höheres Platzangebot sowie Scharrbereich, Sitzstangen und Nester bieten. Die in Deutschland entwickelte Kleingruppenhaltung geht über die EU-Vorgaben an einen ausgestalteten Käfig hinaus. Die Kleingruppenhaltung (40–60 Tiere) bietet 800–900 cm² pro Henne, zusätzlich sind abgedunkelte Nester zur Eiablage, 900 cm² Einstreubereich pro zehn Hennen zum Scharren und Picken sowie erhöhte Sitzstangen angebracht."
Quelle: www.wikipedia.de
Die Kleingruppenhaltung von Hühnern wird daher vermutlich vielfach als sehr positiv und fortschrittlich angesehen - klingt ja auch garnicht so schlecht.. Vier Pfoten hat nun ein Undercover-Video aus der sogenannten Kleingruppenhaltung von Hühnern veröffentlicht:
http://albert-schweitzer-stiftung.de/aktuell/kleingruppenhaltung-undercover
(weiß leider nicht, wie ich das hierher kopiere - vielleicht kannst Du, Lukita, mir das mal mailen?)
Wer die Kleingruppenhaltung als fortschrittlich ansieht, sollte sich das unbedingt mal anschauen!!
Zur weiteren Info kopiere ich den Text der Albert-Schweizer-Stiftung hierher:
"Alle bis dato erschienenen Videos aus den Kleingruppen-Käfigen stammten entweder direkt von der Geflügelindustrie, oder man hatte Journalisten eingeladen und zeigte realitätsferne Situationen, die so weit gingen, dass die Käfige für die Medien nur mit der Hälfte der üblichen Hühnerzahl belegt wurden.
Die Macher hinter den Kleingruppen-Käfigen behaupten regelmäßig, man könne und würde in den neuen Käfigen auf das Schnabelkürzen verzichten. Das war, wie zu erwarten war, im oben gezeigten Betrieb nicht der Fall, und sogar bei genehmigten Dreharbeiten sind die Schnäbel der Tiere häufig gekürzt. Das stärkt uns in dem Verdacht, dass der angebliche Schnabelkürz-Verzicht vor allem ein Marketinggag ist.
Ebenso ins Reich des Marketings zählen wir die Reaktionen des Käfig-Betreibers: Er hat für die Medien seine Anlage herausgeputzt und anscheinend »frische« Hennen mit intaktem Federkleid eingestallt, um sich den Anschein eines verantwortungsvollen Landwirts zu geben. Er wolle außerdem Vier Pfoten wegen des unerlaubten Eindringens in seinen Stall anzeigen. Falls er dies wirklich tut, stehen die Chancen gegen ihn: Gerichte haben wiederholt geurteilt, dass das öffentliche Interesse an der Wahrheit der Gegebenheiten in der Lebensmittelproduktion schwerer wiegt als das Interesse von Landwirten, hinter verschlossenen Türen arbeiten zu können."
Bevor man die technischen Möglichkeiten hatte, um Walgesänge aufzunehmen, dachte man wahrscheinlich auch, dass sie nur als dumme, fette Tranreserven stumm im Ozan herumschwimmen. Immer wieder entdeckt man plötzlich Einzelheiten, die ein neues Licht auf die Tiere werfen. Leider kann der Mensch die Gedanken und Gefühle der Tiere noch nicht messen. Und bis es soweit ist, wird weiter jeder als unwissenschaftlich belächelt, der auch Tieren ein Selbstbewusstsein und eigene Gedanken und Gefühle zugesteht. Irgendwann werden wir dann völlig erstaunt in der Zeitung lesen "auch Schweine haben Gefühle - jetzt ist es bewiesen". Müssen wir wirklich so lange warten, bis wir uns der Wahrheit stellen?
Als Mensch bilden wir uns viel auf unsere Empathiefähigkeit ein. Bedeutet das nicht, dass wir uns vorstellen können, wie es für jemanden ist, gequält zu werden? Oder sind wir auf Hilfeschreie in menschlicher Sprache angewiesen, um zu verstehen? Der Mensch sollte seine Fähigkeit, Erkenntnisse in Konsequenzen umzusetzen, unter Beweis stellen. Tierquälerei zu beenden wäre ein Beweis für menschliche Intelligenz.
Alle reden von der Milch. Wir reden von der Kuh. ANIMALS’ ANGELS hat diese Broschüre erstellt, um einen Blick hinter die Kulissen der Milchindustrie zu eröffnen.
ANIMALS' ANGELS hat zwei Jahre lang recherchiert, war bei den Kühen in Milchbetrieben, auf Auktionen, an Sammelstellen, in Schlachthäusern und auf der Straße bei Transportkontrollen. Dieser Report zeigt das reale Dasein deutscher "Milch"kühe.
» Broschüre Teil 1 herunterladen (ca. 6,4 MB)
» Broschüre Teil 2 herunterladen (ca. 5,7 MB)

