Veganer /-innen / Produkte
Sahne - Reis, Hafer, Dinkel?
Ich bin zwar Vegetarierin, möchte aber mit möglichst wenig tierischen Produkten auskommen. Das setze ich bisher mit veganem Frühstück und Mittagessen um.
Ich möchte aber meine tierischen Nahrungsmittel auch beim Abendessen reduzieren. In meinem Kühlschrank lagern deshalb nun jeweils ein Päckchen Sahne aus Reis, Hafer und Dinkel (Soja möchte ich aus verschiedenen Gründen nicht nehmen).
Die Dinkelsahne habe ich Sonntag schon für eine Suppe genommen, sie hat mich in diesem Zusammenhang leider nicht begeistert: Die Suppe schmeckte doch sehr getreidig, erinnerte mich ein bisschen an Babybrei....
Nun frage ich mich, ob die Wahl der Sahne von der Verarbeitung abhängt. Für was würdet ihr welche Sahne empfehlen? Sojasahne möchte ich wie erwähnt dabei aussparen.
Ich könnte mir zum Beispiel vorstellen, dass der getreidige Geschmack von Dinkelsahne bei einem Kartoffelgrantin verschwinden würde. Oder ist Reissahne da neutraler? Ihr seht mich ratlos ;-)
Vorrangig interessiert mich gerade die Sache mit dem Kartoffelgratin, das steht diese Woche noch auf dem Plan *g*
Ich freu mich auf Anregungen und Ratschläge!
Liebe Grüße
Steufelchen
Hallo,
also ich kann zumindest von Milch sagen, dass Reismilch neutraler und weniger getreidig ist als Dinkelmilch - würde vermuten, dass das eventuell bei Sahne sogar noch extremer ist wegen mehr Fett als Geschmacksträger? Wünsche Dir jedenfalls viel Erfolg beim Durchprobieren. Manches ist ja auch Sache der Gewohnheit. Vor einem Jahr hätte ich noch nicht gedacht, Milchkaffee angemessen ersetzen zu können und inzwischen bekomme ich einen total seltsamen Nachgeschmack bei Tiermilch.
Grüße
Elisa
Ich finde schon, dass Reis- und Hafersahne keinen so extremen Eigengeschmack haben. Aber vielleicht hängt das auch von der Marke und vom persönlichen Geschmack ab. Sahne-Ersatzprodukte hab' ich noch nicht so viele verschiedene durch, aber bei den Milchsorten gibt es wirklich sehr große Unterschiede je nach Marke. Bei Zubereitungen, die noch gewürzt werden (z. B. im Gratin) merkt man die Unterschiede danach nicht mehr so sehr, aber bei Süßspeisen (z. B. Panna cotta) würde ich wahrscheinlich am ehesten die Hafer-Variante nehmen.
Ich habe meine ersten Versuche mit diversen Sahneersatzprodukten auch hinter mir und bin ebenfalls nicht sehr angetan. Während ich Dinkeldrink für einen sehr angenehmen Milchersatz halte, gelingt das mit der "Sahne" überhaupt nicht.
Der Grund dürfte aber sehr einfach sein: Sahne besteht zum überwiegenden Teil neben Wasser aus Fett. Die Milchfette sind ein wenig langkettiger und geschmacklich ähnliches gibt es bein den Pflanzlichen Fetten kaum. Aber die "Dinkel-Sahne" enthält ja kaum Öle, sondern eher Kohlehydrate. Und da lässt sich unser Geschmackssinn dann doch nicht an der Nase herum führen.
Am ehesten bieten noch die Palm-Fette und -Öle eine gewisse geschmackliche Neutralität und Festigkeit (sprich: Langkettigkeit und gesättigte Fettsäuren). Damit sind sie aber auch nicht so gesund und gleichwohl der ökologische Aspekt aufgrund der im Verhältnis zur Bidodieselproduktion geringen umgesetzten Menge eher im Hintergrund steht, schmeckt Urwald-Fett heute einfach nicht mehr so gut fürs Herz.
Aber an Stelle von Sahne habe ich gute Erfahrung mit einer Mehl-Sauce gemacht, bei der ich zunächst in sehr viel Öl nach gewünschter Geschmacksrichtung Zwiebeln anbrate, danach Mehl im Öl anröste und dieses danach mit Dinkeldrink zu einer Sauce aufgieße, wobei der Dinkeldrink kurz kochen muss. Danach ein winziger Schuss Essig, etwas Soja-Sauce, Muskat und eventuell ein paar Hefeflocken (die nicht biologischen von Erntesegen) und die würzige Sauce ist perfekt. Damit mache ich auch vegane Lasagne und andere Aufläufe.
Als Öle verwende ich gerne Olivenöl mit seinem würzigen Geschmack, Rapsöl mit seiner nussigen Note (die am Anfang etwas ungewohnt schmeckt, aber wegen der Omega-Fettsäuren vorteilhaft ist) oder Sonnenblumenöl, wenn es "eher" neutral sein soll. Bei hochwertigen Ölen sollte nicht so hoch erhitzt werden.
Ich persönlich mag Hafersahne am liebsten, in einer Suppe könnte ich mir aber auch zb. Kokosmilch gut vorstellen (wenn man den Geschmack mag).
Allerdings ist die Hafersahne die ich kenne bei weitem nicht so salzig wie Kuhmilchsahne daher solltest du etwas mehr würzen.
Vielen Dank für eure schnellen Antworten!
Das sieht dann wohl so aus, dass ich mit Reissahne anfange und dann mal Hafersahne probiere. Die Zwiebelsoße werde ich ohne Hefeflocken auch probieren, die klingt sehr delikat :-)
Also geschmacklich habe ich mit keiner Pflanzensahne ein Problem - ob nun "bohnig" oder "getreidig", jede ist eben anders, immer ein kleines neues Experiment und seit ich mich rein pflanzlich ernähre, liebe ich diese Geschmäcker alle sehr. :-) Zum Kochen verwende ich die Sahnen allerdings sehr wenig, zum Backen schon eher und da dann nur Hafer-,Soja- oder Kokossahne, was zum einen mit dem Geschmack, aber noch viel mehr mit der Konsistenz und den Bindeeigenschaften zu tun hat (darüber könnte ich jetzt eine kleine Abhandlung schreiben :-)). Eher enttäuschend fand ich aber tatsächlich die Reissahne (komische Textur), die ich auch nur einmal gekauft und ausprobiert habe.
Was ich alternativ sehr empfehlen kann: Sahne und somit auch Soßen komplett selbst machen, d.h. Mandel- oder Cashewkerne einweichen, mit Wasser pürieren, aufkochen, ggf. mit gemahlenem Reis/Mehl leicht andicken und nach Lust und Laune würzen - wird super sähmig und ist eben ohne komische Zusatzstoffe. Liebe Grüße, Gita
Ich persönlich empfinde Reissahne als sehr neutral. Habe meine vegane Phase aber mittlerweile hinter mir.
Bei Dinkel kann ich Dir nur zustimmen, das schmeckt ganz und gar nicht...
Ich liebe die Hafersahne von
http://www.e-biomarkt.de/Soja-Wurst-Milch-Milchersatzprodukte/Milch-Milchersatz-Produkte/Hafer-Cuisine-Hafersahne-Oatly::2349.html
Diese Sahne benutze ich überall dort, wo ich früher fettarme Milch oder Sahne verwendet habe.
Zum Kuchenbacken benutze ich Mandelmilch und alle in der Familien finden beide Varianten sehr lecker.
Ich persönlich bevorzuge Reissahne - die schmeckt sehr neutral und lässt sich wie "normale" Sahne für fast alles verwenden. Für süße Gerichte nehme ich aber auch gerne Mandelsahne, die gibt einen wirklich tollen Geschmack. Ich bestelle diese Artikel immer bei www.natur.com, die haben auch noch diverse andere vegane Sahnealternativen im Sortiment.
Mir sind in Sahneersatzprodukten immer viel zu viele geheimnisvolle Zusatzstoffe drin, die ich nicht einordnen kann und umwerfend schmecken tun sie auch nicht, wenn ihr mich fragt. Ich mache das meist ähnlich wie ulrichsommer: Öl erhitzen, evtl. Zwiebeln/Lauch oder irgendein anderes Gemüse anbraten, etwas Mehl einrühren, mit irgendeiner pflanzlichen Milch aufgießen und kurz aufkochen lassen und mit Gemüsebrühe und/oder Gewürzen und evtl. Hefeflocken abschmecken. Schmeckt seeehr sahnig und ich weiß, was drin ist.
Ansonsten findet man hier super Rezepte, wie man Pflanzensahne ganz einfach selber machen kann: http://vegetarisch-rezept.de/sojasahne-selber-machen/
http://tierrechtskochbuch.de/rezepte/sojasahne

