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Berlin - Ick vegane Dir!

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Beiträge (2 )
 
Polarnacht schrieb am 20.04.2012 um 07:58
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Entdeckt habe ich Felicia Meyer-Jendro in der Kurz-Doku Vegan leben. Weil mir die Doku gefiel und mich das vegane Leben interessiert, vor allem auch wie andere darüber denken und damit umgehen, bin ich schließlich bei ihrem Blog gelandet: http://berlinickveganedir.wordpress.com/ Auch auf Facebook ist sie zu finden.

In ihrem Blog schreibt sie über sich:
Ich bin gebürtige Berlinerin mit französischem Ausweis, russischen Wurzeln und teilweise in Südfrankreich, dann in Berlin aufgewachsen und habe damit keinen wirklich vegan-affinen Background. Bei uns wurde zwar immer viel und frisch gekocht, aber es kam eben von Hase bis Wildschwein alles auf den Tisch und wurde auch nie in Frage gestellt. Seitdem ich sechzehn bin, habe ich neben der Schule und dem Jurastudium, nicht aus Verlegenheit sondern aus Leidenschaft, immer in der Gastronomie gearbeitet. Mein Leibgericht war Steak & Frites mit Sauce Béarnaise, das Steak bitte blutig.

Naja, und irgendwann kam Tag X. Am 2. Mai 2009 wurde ich dank Jamie Oliver zunächst Vegetarierin. Als ich dann noch ein bisschen „Milchproduktion“ und „Küken sexen“ gegoogelt habe, war auch ziemlich schnell klar, dass nur eine vegane Ernährung Sinn macht, wenn man nicht will, dass Tiere für die eigene Ernährung getötet werden. Wollte ich nicht, also wurde ich „vegan“.

Die Reaktionen in meinem Umfeld waren ungefähr so: „WAASS?? DU?? Du, die so gerne isst???“ oder “ Jetzt fängst du ja total an zu spinnen“ oder“ musst du gleich so radikal werden?“ oder der Klassiker „Ja, und was kannst du denn jetzt überhaupt noch essen? Gras und Steine? Na dann viel Spaß!“ Und tatsächlich konnte ich eigentlich überhaupt nichts mehr von dem essen, was ich früher gegessen habe- bis auf Gemüse, Salat und Chips.

Zunächst hatte ich ein Problem, denn ich hatte keine Ahnung von veganer Ernährung (Quinoa? Wo liegt das?) geschweige denn, dass ich irgendwelche Veganer gekannt hätte. Dank zahlreicher Blogs, Youtube, etc., habe ich jedoch ziemlich schnell Alsan, Hafermilch, Wheaty, Cupcakes, Torten, Good-Food, Fast-Food und viele vegane Lokalitäten gefunden, sodass ich selbst in der Informartionsansammlungsphase nicht einen Gramm abgenommen habe. Das war eine schöne Zeit der Freunde- und Restaurantneuentdeckungen.

So schön es auch alles ist, bin ich jedoch nicht vegan geworden, um einer bestimmten Szene anzugehören, sondern damit Tiere nicht in meinem Auftrag elendig gehalten und getötet werden und weil ich eine Veränderung herbeiführen wollte.

*Berlin- Ick vegane Dir*

Hier setzt das Projekt *Berlin- Ick vegane Dir * an. Ich glaube die wenigsten Menschen sind sich dessen bewusst, wie schlimm und elendig die Tiere tatsächlich gehalten und getötet werden. Wohl ahnen sie, dass ihre Vorstellung von Wiesenromantik nicht ganz stimmen mag, da sie aber keine Alternativen zu ihrer Ernährung kennen, sind sie unwillig ihre gewohnte Ernährungsweise aufzugeben. Für viele ist das Wort vegan nicht mit ethisch motiviertem Essen verknüpft, sondern mit Assoziationen, wie:„ Wie hieß der Eso-Spinner im Petticoat nochmal, der mit fünf zickigen Frauen in einem Harem lebt? Achja, Rainer Langhans. Der ist doch ein „Veganer“?! “

Solche und noch schlimmere Assoziationen fördern nicht unbedingt die Popularität des Veganismus.

Neulich habe ich einen Bekannten nach längerer Zeit wieder getroffen, den ich das letzte Mal vor meiner Vegamorphose sah. Nach ein paar bissigen Eingangsbemerkungen über meine neue Ernährungsweise, meinte er irgendwann im Verlauf des Abends ganz überrascht: „ Mensch Fé, das ist ja trotzdem noch total lustig mit dir obwohl du jetzt eine „Veganerin“ bist!“ Wie man sieht, gibt es eine Menge Aufklärungs- und Entmystifizierungsbedarf, was die vegane Ernährung und die Veganer betrifft.

Um das Tierleiden effektiv zu bekämpfen, müssen wir uns an die wenden, die es verursachen, eine Informationsschnittstelle schaffen. „Die“ sitzen aber eben nicht in veganen Restaurants, sondern in den Restaurants in denen sie schon immer hingehen und in denen es- bisher- keine veganen Gerichte gibt.

Da will ich hin!

Vegane Gerichte sollen auch auf den Speisekarten, der nicht einschlägig veganen Restaurants, Einzug finden und als solche gekennzeichnet werden. Der Begriff muss entmufft werden und die Leute sollen sehen, dass Veganer nicht irgendwelche Ökospinner sind, die kalkblass in Kartoffelsäcken rumlaufen, sondern ganz normale Leute, die erkannt haben, dass es an der Zeit ist, eine soziale Verantwortung für die Tiere, die Menschen und die Umwelt zu übernehmen.

Konkret heißt es, dass ich in Restaurants gehe, die an sich mit vegan nichts zu tun haben, und sie bitte, ihre Karte um vegane Speisen zu erweitern und diese als solche zu kennzeichnen.

Ich erkläre Ihnen, dass es bei den Konsumenten eine immer größer werdende Nachfrage gibt, sich tierfreundlich, gesund und umweltfreundlich zu ernähren. Durch die Aufnahme veganer Gerichte könnten auch die Gäste mit Intoleranzen (Laktose, Ei) problemlos versorgt werden.

Die Gastronomen können vegane Gerichte ohne große finanzielle Dispositionen ( Karte neu drucken, etc..) testweise einführen, indem sie beispielsweise ein veganes Mittagsgericht kochen, das auf einer Schiefertafel angekündigt wird. Und wenn ein netter pragmatischer Augenaufschlag der Sache dient, dann wird er zur Unterstützung der Botschaft eben eingesetzt.

Je häufiger vegan deklarierte Speisen in den Speisekarten auftauchen , desto schneller wird sich diese Ernährungsweise als normal in das Bewusstsein der Menschen verankern. Wenn wir viel Tierleiden verringern wollen, müssen wir viele Menschen erreichen. Es nutzt nichts, wenn wir unter uns bleiben und uns den ganzen Tag gegenseitig Schlachthofvideos auf die Pinnwände bei Facebook posten. Lasst uns rausgehen und die Speisekarten aufmischen.

Berlin (Deutschland? Welt?), wir veganen dir!

Klimper, Klimper…..

Wir haben zu tun,

Attaque!

Fé ♥


Klasse Idee, weil sie einfach Recht hat. Als Neuling durfte ich auch schon solche Erfahrungen machen, positive wie negative, wobei Letztere überwiegen. Beim nächsten Restaurantbesuch werde ich daran denken und irgendwann traue ich mich auch gezielt nach veganen Gerichten zu fragen, da bin ich ganz sicher! Die Motivation ist da, nur die Schüchternheit und Angst gilt es noch zu überwinden. Eine charismatische Frau wie Fé kann einer introvertierten Person wie mir da schon Mut zusprechen. Letztendlich gewinnen bei der veganen Ernährung alle - Mensch und Tier - das kann man nicht oft genug sagen.

Morgendliche Grüße
    HappyAnimal schrieb am 20.04.2012 um 22:33
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    Ich habe schon einmal in Mecklenburg-Vorpommern in einem kleinen Restaurant in einem kleinen Dorf ganz positive Erfahrungen gemacht.
    Die nette Dame hörte genau zu, was vegan ist und brachte mir ein ausgesprochen leckeres veganes Essen. Danke an dieser Stelle nochmals an den Koch und die nette Bedienung.

    Hier war der Gast wirklich König.


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