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Gesellschaft & Politik

Umweltverschmutzer BP als Utopiapartner ?

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inaktiver User 38734
schrieb am 29.04.2010 um 13:53

http://www.utopia.de/company/35

Kann ein Unternehmen wie BP überhaupt ein Utopiapartner sein ?

Die aktuelle Ölkatastrophe vor der mexikanischen Küste zeigt eigentlich das die Erdölgewinnung mit eines der umweltschmutzigsten Dinge ist, aber nicht nur die immer wieder auftretenden Unfälle tragen massiv zur Umweltverschmutzung bei.

Die abnehmenden Vorräte beim Erdöl zwingen zu immer gefährlichern und umweltfeindlicheren Fördermaßnahmen.

So denkt auch Bp an die Gewinnung von Öl aus Ölsand http://www.wir-klimaretter.de/nachrichtensep/protest-nachrichten/5650-bp-aktionaere- !


Was bei BP auch noch besonders übel aufstößt, trotz riesiger Gewinne werden die Investitionen in die Erneuerbaren Energien zurückgefahren http://www.taz.de/1/debatte/kommentar/artikel/1/der-schmierstoff-unseres-lebensstils/ , es ist wohl doch so, dass man sich selbst im Ölgeschäft keine Konkurenz machen möchte.
Am Ende könnten die Verbraucher ja noch denken der Energiebedarf ließe sich zu 100% aus regenerativen Quellen decken !


Eine weitere Partnerschaft sollte sich Utopia jedenfalls sehr intensiv überlegen, glaubwürdig macht man sich mit solch einem Partner jedenfalls nicht.

Der grüne Mantel von BP hat deutlich mehr Löcher als Stoff !

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    Bada
    schrieb am 29.04.2010 um 13:58

    @rwalder
    volle Zustimmung! Das passt überhaupt nicht zusammen - das geht einfach nicht - keinesfalls!
    Mit solchen "Partnerschaften" wird die Plattform unglaubwürdig und wässrig - Henkel müßte auch verschwinden.

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    Jens.Hansen
    schrieb am 29.04.2010 um 13:58

    Was die " Grüne Sparte " von BP über Jahre aufgebaut hat, reisst die Erdöl Fraktion in Minuten wieder um.Es geht , wie sonst auch, nur um Kohle.

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    inaktiver User 38734
    schrieb am 29.04.2010 um 14:13

    Es geht diesen Konzernen ausschließlich um Profit !



    Der britische Mineralölkonzern BP hat dank steigender Ölpreise im ersten Quartal seinen Gewinn mehr als verdoppelt. Der Überschuss zu Wiederbeschaffungskosten stieg um 135 Prozent auf 5,6 Milliarden US-Dollar, wie das Unternehmen am Dienstag in London mitteilte.



    Quelle: http://www.techfieber.de/green/2010/04/27/ol-riese-bp-macht-fetten-profit-mit-steigendem-ol-preis-gewinn-mehr-als-verdoppelt/

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    aceatack
    schrieb am 29.04.2010 um 14:55

    Darf ich mal ganz naiv fragen wie Kommunikation mit den Unternehmen enstehen soll, wenn hier immer alle gleich ausgeschlossen werden sollen.

    Ich dachte eigentlich hier trifft man sich um genau solche Dinge zu diskutieren. Aber irgendwie habe ich das Gefühl das einige am liebsten hier einen Türsteher sähen der nur Leute reinlässt die vermeintlich zum Rest der Gruppe passen.

    Wie soll denn da ein Austausch stattfinden?

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    inaktiver User 38734
    schrieb am 29.04.2010 um 15:15

    Lieber aceatack,

    es geht hier nicht um das Ausschließen von Firmen, es geht schlicht darum das Utopia als Plattform für strategischen und nachhaltigen umweltfreundlichen Konsum auftritt.

    Wenn sich dann Firmen wie BP dies als grünes Mäntelchen umhängen spricht man neudeutsch von Greenwashing und nichts anderes ist die Partnerschaft von BP.

    Langfristig wird das Ansehen von Utopia unter solchen Partnerschaften leiden !


    Deshalb, Dialog mit BP ja, sehr gerne sogar, aber Partnerschaft unter diesen Voraussetzungen ganz klar nein !

    Konnte im Übrigen, im Gegensatz zu Henkel die hier durch einen Utopisten vertreten sind, von BP noch keinen Dialog wahrnehmen.

    Alles Greenwashingpladitüden auf der Firmenvorstellung hier auf Utopia !

    So gibt es jedenfalls keinen Austausch.

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    vielrauch umnichts
    schrieb am 29.04.2010 um 15:18

    @acetack "Türsteher" verstehe ich nicht, wie du das meinst. Erklräre doch bitte mal.

    Um Austausch und Stellungnahme zu diesem heiklen Thema habe ich auch hier gebeten. http://www.utopia.de/gutefragen/fragen/hat-bp-sich-hier-schon-zur-aktuellen

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    Jens.Hansen
    schrieb am 29.04.2010 um 15:20

    So wie ich Die Darstellung von BP hier sehe, wird nur das dünne " Grüne Häutchen" vorgezeigt.
    Von Dialog keine Spur. Jetzt wär doch die Gelegenheit zur Ölförderung im Meer Stellung zu beziehen.

    Was kommt? Kein Wort - Böses, böses Thema.

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    Boris1984
    schrieb am 29.04.2010 um 15:22

    In diesem Zusammenhang kann ich den Film "The Corporation" empfehlen. Dort werden die Handlungen und Verhaltensweisen von real existierenden Großunternehmen (Kapitalgesellschaften) auf eine Art und Weise analysiert, als wären diese Menschen. Als Maßstab dienen dabei die DSM-IV-Richtlinien, die Ärzten und Psychologen zur Beurteilung des psychischen Zustands einer Person dienen. Die Filmemacher kommen zu dem Schluss, dass alle Kriterien für schwerste (menschliche) psychische Störungen auf die untersuchten Kapitalgesellschaften zutreffen. (vgl. http://de.wikipedia.org/wiki/The_Corporation)

    Da stellt sich die Frage: Welche Organisation könnte BP therapieren?!

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    vielrauch umnichts
    schrieb am 29.04.2010 um 15:28

    Jetzt bin ich aber echt baff.

    Utopia selbst beschreibt BP als einen der 10 übelsten Greenwasher!

    Wie geht das denn mit der Kooperation zusammen?



    Die 10 übelsten Greenwasher



    Juli 29, 2008 in Business & Werbung, Politik & Gesellschaft, Unternehmen & Wirtschaft | Tags: Greenwashing | by martinbrem | 5 Kommentare



    Die wollen doch nur spielen. Und zwar mit unserer Gutmütigkeit: Wenn Konzerne sich ein grünes Image kaufen, um damit die graue Realität der eigenen Umweltsünden zu kaschieren, dann sprechen wir vom „Greenwashing“. Mit gekauften Experten und Studien, ausgestattet mit Geld, Medienmacht und Beziehungen erschaffen sie die Illusion vom nachhaltigen Unternehmen. Wer seine schmutzige Weste unserer Meinung nach am grünsten wäscht, verrät die Utopia-Top 10.



    Ich freu mich auf Eure Top 10.



    Und wer noch mehr Grünwäscher – Kandidaten hat, immer gern her damit.





    beyond petroleum*





    Noch Mitte der neunziger Jahre galten die beiden Großbuchstaben BP als Synonym für Umweltkatastrophen und Menschenrechtsverletzungen. Heute ziert ein Sonnensymbol das Firmenlogo und aus „British Petroleum“ wurde kurzerhand „beyond petroleum“. 1999 kaufte BP für 45 Millionen Dollar die Solarex Solar Energy Corporation auf und wurde mit einem Schlag zum größten Solarenergieproduzenten der Welt.



    Ein Jahr später wurde die Agentur Ogilvy & Mather mit dem professionellen Imagewandel beauftragt und seitdem propagiert bp sein Engagement für die Umwelt. Von einem wirklichen Umdenken ist der Konzern jedoch weit entfernt: In den ersten neun Monaten des Jahres 2007 machte bp einen Vorsteuergewinn von rund 20,5 Milliarden Dollar – mehr als 19 Milliarden davon kommen aus der Förderung und Verarbeitung von Öl. Die Umwelt- und Menschenrechtsbilanz des Unternehmens bleibt dabei nach wie vor katastrophal: Ende 2007 bezahlte bp die größte je in den USA verhängte Strafe für Umweltverbrechen. 62 Millionen Dollar waren vor allem für die Explosion einer Raffinerie in Texas zu zahlen, bei der 15 Menschen getötet wurden.



    In Alaska liefen mehr als 750 Kubikmeter Öl aus, mit verheerenden Folgen für Pflanzen und Lebewesen der Tundra. Fast drei Milliarden Dollar investierte bp in die Exploration der zweitgrößten bekannten Erdölquelle der Welt in Kanada. Die Förderung der dort vorliegenden Ölsände erzeugt vier mal mehr Kohlendioxid als übliche Bohrungen.



    Umweltschützer bezeichneten das Vorgehen bp´s als „größtes Umweltverbrechen der Menschheitsgeschichte“.



    http://utopiablog.wordpress.com/category/business-werbung/

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    aceatack
    schrieb am 29.04.2010 um 15:30

    Naja, nachdem ich hier einige Kommentare gepostet habe, bekam ich zu hören das ich wohl falsch hier wäre und mich besser woanders anmelden sollte. Das scheint durchaus eine gängige Einstellung zu sein. Leute die schon länger hier sind meinen Sie müssten Neulinge von Ihrer Sicht der Dinge überzeugen. Gelingt das nicht bekommt man gesagt das man besser gehen soll.

    Wenn allerdings keine Kommunikation mit den Unternehmen zustande kommt und stattdessen die Partnerschaft mit Utopia lediglich als Marketingmaßnahme gesehen wird, dann stimme ich euch uneingeschränkt zu, das es so nicht geht.

    Allerdings wird bei BP wohl grade anderes Priorität haben als hier was zu posten.

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