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Das Tierzucht-Monopoly

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Beiträge (37 )
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lukita schrieb am 01.04.2012 um 22:07
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Die Schweizer Organisation “Erklärung von Bern” (EvB) und das deutsche Forum Umwelt und Entwicklung haben dieser Tage sehr anschaulich die Hintergründe unseres Fleischkonsums aufbereitet.

Agropoly” nennen sie ihre Broschüre. Ihr Vorwurf: Nur wenige Konzerne, darunter die deutsche Erich-Wesjohann-Gruppe aus Niedersachsen, beherrschen die weltweite Lebensmittelproduktion.

Wer ahnt schon, dass gerade einmal ein Dutzend Unternehmen diesen Markt inzwischen unter sich aufgeteilt haben. Sie arbeiten mit Hybridlinien, das sind etwa Hühner, die nur noch auf Leistung und Uniformität gezüchtet sind und die sich nicht mehr für die Weiterzüchtung eignen. Konkurrenten können also keine eigenen Linien mehr aus ihnen züchten.

Weiterlesen: http://blog.zeit.de/gruenegeschaefte/2012/01/25/das-tierzucht-monopoly/

Siehe auch: http://www.utopia.de/gruppen/ein-herz-fuer-tiere-328/diskussion/paul-heinz-wesjohann-im-interview-haltungsbedingungen-im-197707
    Richard-Burgenlandler schrieb am 01.04.2012 um 22:51
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    Und wenn alle Samen in Banken verwaltet werden und kein Bauer mehr weiß wie Züchtung funktioniert weil es kein Wissen mehr darüber gibt, dann sind endgültig Alle von einigen wenigen abhängig nicht nur bei der Tierzucht, auch bei der Pflanzenzucht.
    Bauern werden zu Handlangern einer industrialisierten Lebensmittelindustrie degradiert. Es wird Zeit aufzuwachen damit die Konsequenzen von Hybridzüchtungen, Monopolisierung und Patentierung erkannt werden können.

    Fredegar schrieb am 02.04.2012 um 16:58
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    Leider sind auch Bio-Geflügelhalter abhängig von den Hybrid-Monopolisten. Den Bio-Verbänden ist das ein Dorn im Auge, weshalb man nach einem Ausweg aus dieser Abhängigkeit sucht. Das gilt auch für die praktizierte Tötung der männlichen Küken bei der Legehennenzucht.

    Mehr: http://www.tierzuchtfonds.de/fileadmin/files/tierzuchtfonds/BioHandel_09_10_Alternative_K%FCken-T%F6tung.pdf

    Eine Unterstützung solcher Veränderungen durch die politisch Verantwortlichen wäre dringend nötig.

    Fredegar schrieb am 02.04.2012 um 17:10
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    Zwar kein Tier: Bei der Sonnenblume ist der Rückgang der Nektar-Menge eine Folge der Hybrid-Züchtung . Durch einseitige Zucht auf Ölgewinnung wurde der Nutzen für andere Lebewesen stark eingeschränkt. Wenn man das jetzt noch bedenkt im Zusammenhang mit malerischen Bildern von weiten Sonnenblumenfeldern, die oft nichts Anderes sind als tote Monokulturen, die passenderweise noch zusätzlich mit Pestiziden totgespritzt werden, trübt sich dieses Bild allmählich.

    Mehr, auch zum Selber-Forschen und Mitmachen:
    http://www.utopia.de/blog/bantam-mais/projekt-nektar-sonnenblume-forschen-sie

    bhellweg schrieb am 02.04.2012 um 21:20
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    Es geht um Effizienz., im der Bio-Landwirtschaft wie in der konventionellen Landwirtschaft. Es geht um möglichtst wenig Futter je kg Eimasse, um mögluichst wenig Futter je kg erzeugtes Fleisch. Und wie schafft man das? Die Tageszunahmen in der Fleischerzeugung müssen hoch, für jeden Tag der bei der Mast eingespart werden kann benötigt das Tier kein Erhaltungsfutter für Bewegung und Körperwärme z. B. Aber wenn den Fleischessern vorgeworfen wird sie gingen mit den Ressurcen zu großzügig um können diese nur so reagieren. In der Geflügelfleischerzeugung werden heute nur noch rd 2 kg Futter je kg Fleisch benötigt. Das ist das Ergebnis der Hybridzüchter......so werden Ressourcen geschont.....

    Richard-Burgenlandler schrieb am 02.04.2012 um 21:51
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    Bravo! bhellweg, sehr schön erklärt! allerdings kommt mir dabei das Kotzen, aber da kannst du nichts dafür auch wenn du den ganzen Scheiß mit deiner Einstellung unterstützt.

    Dagmar Kropp schrieb am 02.04.2012 um 22:02
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    Martin, da hilft nur Vorbeugen, damit wir uns nicht auf die Füße kotzen!

    Maria_L schrieb am 03.04.2012 um 07:05
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    @bhellweg, ich hoffe, Du achtest bei der eigenen Ernährung auch streng auf Effizienz.
    Für jeder Tag Deines Lebens, den Du zusätzlich ißt, hungert ein armer Mensch in Afrika...

    lukita schrieb am 03.04.2012 um 12:38
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    bhellweg formuliert meiner Meinung nach nur die gängige Praxis in der industrialisierten Landwirtschaft. Alle Konsumenten, die in großen Mengen (sprich: für den täglichen Konsum) tierische Produkte nach dem günstigsten Preis kaufen, sorgen dafür, dass es Menschen gibt, die nach der von bhellweg beschriebenen Effizienz streben.

    Gleichzeitig fördert die aktuelle Subventionspolitik derlei Auswüchse:
    http://www.utopia.de/blog/beitrag/subventionierte-milch

    Es liegt jetzt an uns, die Nachfrage nach tierischen Produkten weitestgehend zu reduzieren, auf die Herkunft zu achten und nicht nach dem billigsten Preis zu trachten. Wir können in Bürgerinitiativen aktiv werden: http://www.unsbuergernstinkts.de/ und andere in politischen Bestrebungen unterstützen: http://albert-schweitzer-stiftung.de/ u.ä. oder selbst in die Politik gehen.

    Auf diese Art können wir vielleicht vorbeugen ohne länger kotzen zu müssen...

    Maria_L schrieb am 03.04.2012 um 12:45
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    "nur die gängige Praxis in der industrialisierten Landwirtschaft"

    Nicht nur da...durchzieht ja unser aller Leben in allen Bereichen...

    bhellweg schrieb am 03.04.2012 um 16:40
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    Wer es nicht mag muß es nicht essen. Da es den meisten wohl schmekt wird es gemacht. Im übrigen wird hier viel über Effizienz und Ressourcenschonung geschrieben und wird es dann gemacht, ist es auch wieder nicht recht.

    Die moderne Tierzucht bewirkt weniger Futterverbrauch je kg Fleisch, je kg Milch und je kg Eimasse. Die moderne Pflanzenzüchtung will höhere Erträge je Flächeneinheit. Darüber muß man sich schon Gedanken machen angesichts 7 Mrd. Menschen auf der Erde.


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