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Solidarische Ökonomie / Projekte, Initiativen, Kommunen, Kollektive

Kollektiv, Entwicklung, Entstehung, Probleme

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Beiträge (2 )
 
wafi schrieb am 19.01.2010 um 14:05
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Moinsen

vielleicht macht es ja auch Sinn über die Möglichkeiten von Kollektiven zu informieren. Wir, ne Gruppe von derzeit 5 Leuten, sind gerade dabei ein Kollektiv im Rahmen einer Genossenschaft aufzubauen.

Die grundlegende Idee dafür ist ein bißchen an Horst Stowassers Projekt A angelehnt, ein Kollektiv was auf der einen Seite in der "normalen" Wirtschaft arbeitet um Zeit und Kohle zu haben, im alternativen Bereich investieren zu können. Alle kommen aus der naturwissenschaftlichen Ecke, drei davon mit Dipl. Ing ... ergo wird sich dieses Ing. Kollektiv sehr stark im Bereich regenerativer Energien, Klimaschutz u.ä. engagieren. Der Bezug auf die "normale" Wirtschaft wird Projektmanagement sein, da die hierarchischen Strukturen "normaler" Unternehmungen zu teilweise extremen Kostenexplosionen führt, weil die kleinen Könige der Hierarchien, sich eher gegenseitig belauern, statt ein Projekt einfach durchzuziehen und zu durchdenken. Ein wahrscheinlich lukratives Geschäft, aber intern extrem umstritten, denn wenn mensch sich auf Großindustrie einläßt, ist die Schwierigkeit, wasch mich, aber mach mich nicht naß. Wird von Fall zu Fall entschieden bei welchem Projekt wir mitmachen können.

Zielsetzung ist, gemeinsames Arbeiten, aufbau einer gemeinsamen Absicherung, sei es Alter oder Krankheit. Vielleicht, dies wird sich entwickeln, auch eine Wohnperspektive mit enger Zusammenarbeit mit Kommunen. Letzteres ist allerdings keine Zielvorgabe sondern eine Möglichkeit.

Die Gründung der ganzen Geschichte geht derzeit in die letzte Phase. Wir haben uns aus haftungsrechtlichen Gründen für die Form einer Genossenschaft entschieden. Leider die einzige Form, die Haftung begrenzt, die Möglichkeiten bietet als Selbständige den Kostenrahmen niedrig zu halten und zwar eine juristische Person, aber keine Kapitalgesellschaft ist. So ganz lassen sich hierarchiefreie Ansätze innerhalb eines Genossenschaftsvertrages nicht durchsetzen, deshalb sind wir noch dabei eine Art Prinzipienerklärung als Arbeitsgrundlage auch für den Fall von Zuwachs auszuarbeiten.

Für den der sich dafür interessiert, es gibt ein solches Arbeitspapier erstellt von Berlinern Genossen daneben zu empfehlen eine CD des Genossenschaftsverbandes mit Kalkulationsvorlagen zur Erstellung einer Wirtschaftlichkeitsrechnung, Liquiditätsplanung ... Genossenschaftsverträgen etc. Macht das Leben ernsthaft leichter.

Diskussionen mit Steuerberater u.ä. kann mensch sich sparen, die blubbern nur was davon, daß ne Genossenschaft sowieso Käse ist und kommen aus dem hierarchischen Denken nicht raus.

Was Mensch allerdings mitbringen sollte, ist Zeit. Ein solches Kollektiv entsteht nicht von jetzt auf gleich, sondern nur, wenn Mensch drüber schnackt, Unterschiede und Gemeinsamkeiten herausarbeitet. Dabei kommt mensch auch auf Punkte die ein no go sind. Aber auch diese sind extrem wichtig zu formulieren.

Auch sind Diskussionen mit anderen, bestehenden Kollektiven spannend. So gab es direkten/indirekten Input aus Kommune Rossee, Kommune Kaufungen, Gepräche mit Kollektiven in Christiania, Klein Jasedow ... mit Horst, der leider verstorben ist.

Am längsten hat eine Konsensbildung zum Namen gedauert ;-) öhm ... ja.

Der derzeitige Stand ist, daß die Wirtschaftlichkeitsberechnungen etc soweit stehen, falls jemand hier zufällig davon Ahnung hat, würde ich gerne mal mit dem/derjenigen drüber schnacken ... und im Februar wohl die Gründungsversammlung zur e.G. stattfinden wird.

Als Vollpragmatiker ist mir wichtig, daß wir überhaupt bis zu dem jetzign Punkt gekommen sind, ob das Kollektiv wirtschaftlich arbeiten wird, ob es vielleicht kaputt geht ... wird die Zukunft zeigen und Prognosen sind halt immer äußerst fragwürdig, wenn sie die Zukunft betreffen.

Gruß

Peter

    Marina schrieb am 19.01.2010 um 14:54
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    * jetzt gebe ich Dir einige Lesenswertpunkte *


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