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nachhaltigen Konsum selbst machen!

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Beiträge (8 )
 
Innovator schrieb am 31.07.2012 um 09:37
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Können wir nicht auch direkt selbst einen Beitrag leisten, um unseren alltäglichen Konsum nachhaltiger zu gestalten?

Was meint ihr dazu?
    Babett 2 schrieb am 02.08.2012 um 03:43
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    Sorry, bin ganz neu hier. Vielleicht verstehe ich darum Deine Frage nicht wirklich, oder was Du mit Deiner Frage meinst.

    Ich habe vier Kinder und ich muss konsumieren. Natürlich könnte ich auch alles anbauen, was meine Kinder konsumieren, dazu habe ich aber keine Zeit und keine Lust.

    Immer, wenn meine Kinder die Idee hatten mal eine Garten anzulegen kam dann der Vermieter, der ein Teilstück des Gartens verkauft hat.

    Ach noch was, da wir ein 6-, bzw jetzt nur noch ein 5-Personen- Haushalt sind müssen wir in SH eine 120l große Restmülltonne nutzen. Erst ab 4 Persoenen dürften wir eine kleine 80l Restmülltonne nutzen. Die Anerkennung von Müllsortierung fehlt hier komplett. Sie gehört für mich auch zum Konsum.

    VG

    Ich bin neu und muss mich hier erstmal reinfinden, ich weiß auch nicht ob Utopia für mich richtig ist, aber ich versuche es mal.

    Maria_L schrieb am 02.08.2012 um 07:18
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    Hi Innovator,

    Aber natürlich geht das.
    Utopia ist ja voll mit Tipps und Erfahrungsberichten zum Thema.

    Ich habe schon mal ausführlich berichtet, wie ich meinen Selbstversorgergarten mit Mulch betreibe.
    Schau hier: http://www.utopia.de/gruppen/permakultur-145/forum/1735
    "Bilder-Tagebuch von meinem Mulchgarten "

    Andere Utopisten haben andere Schwerpunkte, was selber machen angeht.

    Wenn Du konkrete Fragen hast, gibts ja den Bereich Gute Fragen.

    Gruß, Regina

    Stephanie.Schropp schrieb am 06.08.2012 um 10:57
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    Hallo Babett 2,

    ja, es stimmt konsumieren müssen wir alle. Aber es hilft schon, wenn wir ein paar einfache Faustregeln zum Beispiel bei der Ernährung beachten: Weniger Flesich, regionales und saisonales Obst und Gemüse und Lebensmittel mit möglichst wenig Verpackung bevorzugen. Damit kann man schon - vor allem bei einem größeren Haushalt - viele Emissionen vermeiden. Der KonsumCheck hilft Dir beim Vergleich von verschiedenen Lebensmitteln: http://www.utopia.de/magazin/der-konsumcheck-lebensmittel-co2-vergleich-energie-sparen-klimaschutz?all=

    Viele Grüße, Stephanie

    Innovator schrieb am 07.08.2012 um 15:01
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    Danke für eure Vorschläge!

    Ja, eigentlich können wir ganz "einfach" nachhaltig konsumieren, jedoch machen es viele Bürger nicht.
    Man kann sogar dabei sparen und trotzdem gute und nachhaltige Produkte kaufen.

    Ich frage mich, wie man dies mehr an die Konsumenten tragen kann? Muss man mehr Aufklärungsarbeit zum Thema "nachhaltigen Konsum" leisten, oder?

    Innovative Grüße!

    sternenstaub schrieb am 20.11.2012 um 21:36
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    Zu diesem Thema fällt mir ein, dass man eben möglichst viel gebraucht kauft, anstatt neu.
    Ich kaufe fast ausschließlich im Secondhand-Laden oder im Laden des hiesigen Kinderschutzbund. Dort bringe ich abgelegte Kleidung und Schuhe etc. hin, die ich nicht mehr trage, weil das dort erwirtschaftete Geld in Hilfsprojekte für Kinder aus der Region reinvestiert wird.
    Ansonsten bringe ich Sachen, die ich nicht mehr brauche, zur Givebox hier am Ort oder nehme mir dort selbst einmal was heraus, wenn mich der Konsumfimmel packt.
    Außerdem gibt es inzwsichen zahllose Tauschpartys, wo man "nachhaltigen Konsum" betreiben kann.
    Was Nahrungsmittel anbelangt, setze ich auf regional, saisonal und möglichst wenig Tierisches und überlege, eine Biokiste vom Bauernhof hier in der Nähe zu abonnieren.
    Bei Pflegeprodukten finde ich Nachhaltigkeit nach wie vor schwierig - selbst Seife herzustellen, habe ich bis jetzt leider immer noch nicht geschafft.
    Aber vielleicht kommt das ja noch.

    Du sprichst in Deinem zweiten Beitrag das Thema der Aufklärungsarbeit an.
    Dazu lässt sich von meiner Seite nur sagen, dass ich bis jetzt die Erfahrung gemacht habe, dass es wenig bis gar nichts nützt.
    Zwischen dem Wissen über die Zusammenhänge und die Möglichkeiten, etwas zu ändern UND dem Wunsch nach der Änderung des eigenen Verhaltens klafft ein riesiges Loch, das es für jeden Einzelnen erstmal zu überwinden gilt.
    Nichtsdestotrotz glaube ich, dass sich sehr langsam innerhalb der Gesellschaft etwas bewegt.
    Wir verändern uns eben nur viel zu langsam - im Vergleich dazu, wie sich unser Planet verändert.
    Und die wenigen, die wirklich nach immer neuen Mitteln suchen, doch NOCH ein bisschen nachhaltiger zu leben, können das Verhalten derer mit der "Nicht kleckern, klotzen"-Mentalität nicht im Geringsten aufwiegen.
    Manchmal verlässt mich bei diesem Gedanken der Mut, aber wir dürfen eben nicht aufgeben.

    Reiterin schrieb am 04.01.2013 um 09:11
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    Also ich habe mir letztes Jahr, nachdem mein Schwiegervater beschlossen hat seinen Garten aufzugeben, selber schon einen Teil Gemüsegarten angelegt und dieses Jahr wird dieser ausgebaut.
    Mit gärtnern im Quadrat, also kleinen quadratischen Beeten, statt in Reihen, kann man viel mehr Gemüse anbauen als in Reihen, da man es anders anordnet und spart viel Zeit für´s Unkruat jähten.
    Dieses Jahr reichten für meine 5 Beete 1,5 Stunden pro Woche völlig aus. Pflück- und Schnittsalat habe ich trotz Frost und Schnee bis kurz vor Weihnachten geerntet und im Oktober noch mal Feldsalat gesät, der nun fast erntereif ist.
    Ausserdem habe ich soviel Grünkohl, dass ich einen Großteil einfrieren kann, wenn ich die Beete für dieses Jahr neu anlege.
    Mein Schwiegervater hat einen mehr als doppelt so großen Garten bewirtschaftet, aber nicht viel mehr an Gemüse erwirtschaftet.

    Das mit der Biokiste, zumindest jetzt für die Zeit, in der im Garten nicht viel steht, habe ich auch überlegt, allerdings liegen wir dafür leider in einem schwarzen Loch. Von beiden Seiten hört der Lieferradius der Höfe, die die Kisten anbeiten in 30 km entfernung auf. :-( Dafür habe ich einen neuen Hofladen entdeckt, der Bioobst und -gemüse nach Demeterstandard anbietet. Ich muß zwar leider 15 km fahren, aber wenn ich das mit anderen Besorgungen in diese Richtung verbinde geht das auch.

    Darüber hinaus habe ich anfang Dezember angefangen unser Brot für den täglichen Bedarf selber zu backen, da ich das Gefühl hatte, erstens schmeckt jedes Brot gleich, egal wie es sich nennt und von welchem Bäcker und zweitens war es oft innerhalb von 2-3 Tagen schimmelig oder total trocken. Jetzt kann ich erstens selber bestimmen welches Mehl ich nehme und ich kann komplett auf irgendwelche Zusatzstoffe und Backtriebmittel verzichten. Ausser Hefe und/ oder Sauerteig kommt kein Triebmittel in mein Brot. Dazu kann ich nach Lust und Laune mit Müsli, Nüssen, Grünkern etc. variieren. Das Sauerteigbrot schmeckt auch noch nach 5 Tagen im Brotkasten sehr gut und ist nicht trocken.

    Ich habe festgestellt, dass es in der direkten Umgebung hilft, nachhaltigkeit einfach vorzuleben und den Verwandten und Bekannten zu zeigen, wieviel besser, geschmacklich und qualitativ diese Sachen sind und beim Brot zum Beispiel spare ich auch noch viel Geld, denn das selbst hergestellte kostet mich ungefähr die Hälfte vom gekauften Brot. Den Zeitaufwand lasse ich nicht gelten, denn der ist minimal, denn in der Zeit, wenn der Teig geht kann man schließlich was anderes machen.

    Reiterin schrieb am 04.01.2013 um 09:17
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    Ach ja, noch was vergessen. ich liebe unseren Second-Hand-Laden in der Stadt. Vor allem für meine Tochter finde ich dort immer etwas. Sie wächst so schnell aus den Sachen raus, dass sie nicht verschleissen können. So ist das immer ein steter Strom an Sachen, die ich zum Laden bringe und von dort mitnehme.
    Auch der Flohmarkt von unserem Kindergarten ist immer sehr gut besucht, sowohl bei den Verkäufern (als Neuling bekommt man kaum einen Platz) als auch bei den Käufern. Wenn man dann noch den Verkaufsstand unseres KiGas besucht und ein paar Euro für Getränke, Kuchen oder selbstgemachtes Spielzeug da lässt kommt es auch noch den Kindern zu gute, denn die Mittel für Verbrauchsmaterial im Kindergarten werden immer weiter zusammen gestrichen und beim Malpapier zum Beispiel ist unser Kindergarten immer auf Spenden angewiesen.


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