Utopia: Die Verbrauchermacht - Unser Konsum verändert die Welt.
Thema abonnieren
Beiträge (9 )
 
fantast67 schrieb am 13.03.2012 um 22:28
Bedenklichen Inhalt melden
seit nem halben Jahr befürchte ich, dass es diese gibt und das Risiko für unsere Jugend steigt davon ergriffen zu werden.


in dem Ratgeber: Was ist nur mit unseren Jungs los? gibt es auch darüber ein Kapitel, dass Jungs sich in die virtuelle Welt flüchten. Nicht nur in die Spielsucht, sondern auch in die Porno-Welt.

Habe mir am Wochenende den aktuellen und preisgekrönten Film "shame" angesehen, der mich weiter darin bestärkt für dieses Thema zu sensibilisieren, ohne zu moralisieren.

Bin grad über diese beiden Bücher gestolpert - bei mit recht guten Bewertungen und Leseproben.
einfach mal vorgemerkt.

http://www.amazon.de/Pornos-machen-traurig-Peter-Redvoort/dp/3842349580/ref=cm_cr_pr_product_top#reader_3842349580


http://www.amazon.de/Psratgeber-Drei-Schritte-Pornographiesucht-Pornosucht/dp/1445262363/ref=cm_cr_pr_pb_t#reader_1445262363[/url]
    Polarnacht schrieb am 14.03.2012 um 00:25
    Bedenklichen Inhalt melden

    Leider gibt es sie wirklich: http://de.wikipedia.org/wiki/Hypersexualit%C3%A4t

    Wie fandest du selbst "Shame"? Ich möchte ihn mir auch ansehen, aber überlege, ob ich unbedingt ins Kino muss oder warte, bis ich ihn auf Blu-ray schauen kann.

    Zudem habe ich auch den Eindruck, dass Süchte ein ziemliches Problem in unserer Gesellschaft darstellen.

    Uwe-Sievers schrieb am 14.03.2012 um 09:27
    Bedenklichen Inhalt melden

    Natürlich gibt es eine Sexsucht, es gibt ja auch unter anderem eine Arbeitssucht!

    Die Sucht hat immer eine Geschichte
    Sucht hat nie eine einzige Ursache: Die Persönlichkeit und die Umwelt, in der ein Mensch auf gewachsen ist oder lebt, entscheiden darüber, ob der Mensch einer Suchtgefahr standhalten kann oder nicht. Das Zusammentreffen mehrerer negativer Erlebnisse belastet jeden Menschen. Wer viele Möglichkeiten kennengelernt hat, Probleme zu bewältigen, ist weniger gefährdet, in eine Sucht zu flüchten.
    Quelle:
    http://www.starke-eltern.de/htm/suchtmittel.htm

    Durch Süchte werden immer schlimme Erlebnisse und Gefühle überdeckt. Und da Sex immer und überall zur Verfügung steht, ist die Droge Sex sehr leicht zu konsumieren.

    inaktiver User 68873 schrieb am 14.03.2012 um 09:48
    Bedenklichen Inhalt melden

    Gelöscht von inaktiver User 68873 am 18.03.2012 um 16:27

    Maria_L schrieb am 14.03.2012 um 10:00
    Bedenklichen Inhalt melden

    "wenn allerdings rund 90 % aller Männer das schonmal konsumiert haben, dann finde ich das erschreckend, gehören soviel Männer therapiert?"

    Naja...schon mal konsumiert ist sicher nicht das Gleiche, wie eine Sexsucht und muß wohl kaum therapiert werden.

    "ok, es mag bestimmt auch sexsüchtige Frauen geben"
    Dazu mehr in diesem Artikel:
    http://www.freundin.de/Artikel/trendreport-sie-wirklich-Sexsuechtig-_1361404.html

    Sexsucht ist eine Krankheit, wie jede andere Sucht auch.
    Moralisieren ist da wirklich fehl am Platz.

    Das ist für Nichtbetroffene immer schwierig nachzuvollziehen, wie es dazu kommen kann.

    Ich kann mir auch schwer vorstellen, wie man Alkoholsüchtig werden kann.
    Ich kenne aber genug Betroffene, um zu verstehen, daß man langsam reinschlittert und daß es jeden "erwischen" kann.

    Ich denke, das ist bei Sexsucht nicht viel anders.

    inaktiver User 68873 schrieb am 14.03.2012 um 10:22
    Bedenklichen Inhalt melden

    Gelöscht von inaktiver User 68873 am 18.03.2012 um 16:27

    Uwe-Sievers schrieb am 14.03.2012 um 19:12
    Bedenklichen Inhalt melden

    Diese Diskusion sollte nicht überwiegend auf "die Männer" beschränkt sein!

    Frauen haben das gleiche Interesse an Sex wie Männer, aber mit den Männern kann man mehr Geld verdienen.

    Davon abgesehen möchte ich hier ein Thema zur Sprache bringen, was bestimmt sehr umstritten ist!

    Leider ist der Misbrauch an Kindern, hier überwiegend Mädchen größer als wir denken!
    Aus meinen eigenden Erfahrungen muss ich leider sagen, das Frauen die in Ihrer Kindheit misbraucht worden sind, später oft zu extrem viel Sex neigen, um das Unbeschreibliche irgendwie ungeschehen zu machen. Aus meinem persönlichem Umfeld weis ich von 6 Frauen, das der erste Mann der Vater, oder der Onkel, oder der Nachbar war.

    Aktuell müste die Kirche mit Ihrem Misbrauch an überwiegend Jungen laut diskutiert werden!

    Das geschied leider nicht.

    Die Sexsucht ist nur eine Sucht unter vielen. Alle haben die relativ die gleichen Ursachen.

    Der sexuelle Misbrauch ist leider immer noch ein TABUTHEMA!

    Darüber hinaus sollte jeder sich darüber im Klaren seien, das jeden 2. Tag ein Kind in Deutschland an den Folgen einer Mishandlung stirbt!

    fantast67 schrieb am 15.04.2012 um 20:49
    Bedenklichen Inhalt melden

    Hallo - leider sehr spät ...

    Polarnacht schrieb am 14.03.2012 um 00:25

    aber zu deiner Frage wie ich "shame" fand.

    Insgesamt sehr gut, den "Höhepunkt" hätte ich nicht gebraucht. Aber manchmal ist es ja auch im richtigen Leben so, dass erst etwas passieren muss um aus so nem Dämmerschlaf herausgerissen zu werden und zu realisieren wo man inzwischen durch diesen schleichenden Prozess gelandet ist.
    ________________________________________________________________________________________________

    Zum Thema noch ein paar Empfehlungen -

    Judith Lewis Herman: Die Narben der Gewalt - Traumatische Erfahrungen verstehen und überwinden.
    hier eine ausführliche Rezension
    http://www.socialnet.de/rezensionen/970.php

    und zum Reinlesen - nach allem was ich gelesen, gesehen und erfahren habe ist schon das erste Kapitel die Gechichte der Traumaforschung spannend wie ein Krimi, einfühlsam und lebendig beschrieben, schockierend und heilsam zugleich, genial zusammengefasst.

    ab Seite 17 Kapitel 1: Eine vergessene Geschichte.
    http://books.google.de/books?id=_FQJDy79E7AC&printsec=frontcover&hl=de&source=gbs_ge_summary_r&cad=0#v=onepage&q&f=false

    ____________________________________________

    Zu schön, um wahr zu sein...
    Das Kriminologische Forschungsinstitut Niedersachsen legt eine umstrittene
    Studie über das Ausmaß sexuellen Missbrauchs vor

    Stellungnahme von Zartbitter e.V.
    http://www.zartbitter.de/gegen_sexuellen_missbrauch/Aktuell/Stellungnahme_zu_KFN_03.11.2011.pdf

    folgende Punkte werden erläutert

    - Vernachlässigung des sexuellen Missbrauchs im Internet
    - Ausblenden strafrechtlich relevanter Taten jugendlicher Täter und Täterinnen
    - Keine repräsentative Stichprobe
    - Opferfeindliche Fragestellungen
    - Täter fürchten den Verlust der eigenen finanziellen Existenzsicherung
    - Zum Ausmaß sexuellen Missbrauchs durch Lehrer
    - Versuch der Diffamierung von Opferorganisationen

    Bedauerlich
    Von den Ergebnissen des Forschungsprojektes des KFN hatten sich viele Fachkräfte wertvolle Impulse für die konzeptionelle Weiterentwicklung von Interventions- und Präventionsangeboten erhofft. Bedauerlicherweise haben die Kriminologen des KFN bei der Erstellung des Fragebogens und der Auswertung ihrer Ergebnisse die in den letzten 20 Jahren gewonnenen wissenschaftlichen Erkenntnisse und Praxiserfahrungen anderer Fachrichtungen nicht in ausreichendem Maße berücksichtigt. Damit das Forschungsprojekt nicht zu einer vertanen Chance wird, sollten die Wissenschaftler ihre Befragungsergebnisse nochmals im interdisziplinären Dialog mit Expertinnen und Experten aus Forschung und Praxis auswerten.
    _________________________________________________________________________

    Wissen bringt Macht
    - Missbrauch und Sexualisierung von Kindern und Jugendlichen vorbeugen

    In folgendem Buch werden klare Grenzen aufgezeigt, was ich an anderer Stelle vermisst habe.
    Insbesondere unter dem Aspekt dass Kitas und Ganztagsschulen ausgebaut werden, finde ich das Buch bzw. das Wissen darüber absolut notwendig. Es geht dabei nicht um einen Generalverdacht, sondern Aufklärung und klare Grenzen.

    ein weiterer Tipp
    Grenzen achten: Schutz vor sexuellem Missbrauch in Institutionen. Ein Handbuch für die Praxis

    Dabei geht es nicht ausschließlich um den Missbrauch in den Institutionen, sondern auch um die richtige Einschätzung bei einem Verdacht, es geht um das Grenzen setzen und achten, auch für das Betreuungspersonal und den Kindern untereinander. Übergriffe sind vielfältig, angefangen bei einmaligen und unbeabsichtigen die man dann günstigerweise thematisiert um daraus zu lernen.

    Leseprobe hier
    https://www.bic-media.com/dmrs/widget.do?layout=singlepage&buyButton=no&clickTeaser=yes&arrowTeaser=yes&https=yes&showLanguageButton=yes&cid=1593026&widgetSource=https://www.bic-media.com/dmra/content/detail/detail-widget.do?cid=1593025&isbn=9783462043624

    fantast67 schrieb am 15.04.2012 um 23:05
    Bedenklichen Inhalt melden

    @Uwe-Sievers

    "Leider ist der Missbrauch an Kindern, hier überwiegend Mädchen größer als wir denken!"

    Das befürchte ich inzwischen auch, hinzukommt dass es bei minder schweren Fällen scheinbar häufig auch kein Unrechtsempfinden gibt, weil die Kinder sich nicht aktiv körperlich wehren.


Beitrag schreiben