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Licht am Ende des Käfigtunnels?

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IraB schrieb am 06.03.2012 um 11:39
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Nur noch 11, in "Härtefällen" maximal 14 Jahre sollen deutsche Legehennen weiter im Käfig gehalten werden, so der Bundesrat. Ginge es nach dem Willen von Bundesagrarindustrie-Ministerin Ilse Aigner, so dürften die umstrittenen "Kleingruppenkäfige" dagegen noch bis zum Jahr 2035 mit verhaltensgestörten Hühnern vollgestopft bleiben.Nun steckt die Ministerin in einer selbstverschuldeten Zwickmühle. Folgt sie dem Verordnungsentwurf der Länderkammer, scharrt schon die niedersächsische Käfigeierindustrie mit den Krallen und droht mit verwaltungsrechtlichen Klagen. Schiebt sie die Regelung der Übergangszeiten aber in die Verantwortung der Länder ab, bekräftigt sie damit nur den schon lange gehegten Verdacht, lediglich als Betriebshelferin einer industriellen Lobby aufgestallt worden zu sein.

PROVIEH begrüßt den Beschluss des Bundesrates und fordert die Bundesregierung auf, den Vorschlag unverzüglich umzusetzen. Die Übergangsfristen seien aus Sicht der Legehennen zwar immer noch qualvoll zu lang, würden sich aber an den branchenüblichen Abschreibungsfristen für die Stalltechnik (Käfige, Fütterungsautomaten & Steuerung) orientieren. Insofern werden auch das Füßescharren und die Drohgebärden der Käfiglobby wirkungslos verpuffen. Auf Gitterboden lässt sich schlecht die Krallen wetzen, das sollten die Eierbarone mittlerweile von ihren Hühnern gelernt haben.

Stefan Johnigk, Geschäftsführer

http://provieh.de/node/10943
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