Politik & Gesellschaft / Allgemeines
Welthungerhilfe Jahresbericht ist erschienen
www.welthungerhilfe.de
p.s. Der non-profit-Shop der Welthungerhilfe mit einigen Filialen und online Angebot ( www.dw-shop.de ) ist (wie vor eingier Zeit von mir schon berichtet) mittlerweile auch Mitglied der FairWearFoundation
a propos Hunger-Ursachen ... Eine davon ist zurzeit auch die Spekulation mit Agrargügern. Dazu folgende Meldung von WEED
Beim Thema Nahrungsmittelspekulation schreitet im Europäischen Parlament und im Rat der Europäischen Union die Positionsbildung zur Finanzinstrumente-Richtlinie voran. WEED ist derzeit – gemeinsam mit Partnerorganisationen – im intensiven Austausch mit Ministerien und Abgeordneten, um eine starke Regulierung zu erreichen. Zugleich wächst die öffentliche Kampagne zum Thema weiter an, weshalb der einführende Flyer überarbeitet und neu aufgelegt wurde:<br id="tinymce" class="mceContentBody " />
trotz mehrfacher bearbeitung bleibt ein formatierungs-zeichen immer stehen die den link verdirbt
daher ein neuer versuch den dazugehörigen link zu posten:
Flyer „Mit Essen spielt man nicht“:
http://www.weed-online.org/themen/5452177.html
Andere Ursachen sind z.B. (bekanntlich ?)
-- Landverteilungs-Verhältnisse (z.B. weil Großgrundbesitzer mehr zu Exportlandwirtschaft neigen, wodurch die Subsistenz der landeseigenen Bevölkerung meistens leidet ), dazu vgl. etwa Publikationen der Menschenrechtsorganisation FIAN ( www.fian.org , bzw. deutschsprachig: www.fian.de )
-- Exportsubventionen für Agrargüter z.B. der EU, welche in Städten armer Länder Agrargüter oft so billig machen, dass dies langfristig die einheimischen Bäuerinnen und Bauern an den Rand des Ruins treibt, bzw. sogar darüber hinaus, wodurch sie dann in die Slums der Städte getrieben werden und die Armutsspirale weiter wächst ...
-- Desertifikation (die wiederum mehrere Ursachen hat, darunter zunehmend der Klimawandel),
vgl. z.B. die immer noch nicht überwundene aktuelle Hungerkrise im Sahel http://www.utopia.de/gruppen/politik-gesellschaft-93/diskussion/desertifikation-neue-hungersnot-im-200131
-- und letztlich mangelhafte Bildung (wiederum z.T. durch Armut mitverursacht und diese umgekehrt festigend), schon allein weil bessere Bildung die Menschen stärker befähigt, sich selbst wirksame Wege aus ihrer Misere zu schaffen --- "bessere Bildung" freilich nicht im Sinne mancher altmodischen Vorstellungen (wie sie bis heute noch in den meisten "Wissens-"Quiz-Sendungen und dergleichen kolportiert werden)
Ebenfalls zu erwähnen : Schlecht beratene und / oder korruptionsanfällige Regierungen und umgekehrt Unternehmen oder Regierungen, die diese Korruption bei ihnen versuchen,
z.B: Agro-Gentechnik-Unternehmen die afrikanischen Regierungen versprechen, mit ihrer Technik deren Hungerkrisen überwinden zu helfen ... u.v.a.
aus anderen Bereichen auch Beispiele in dem
- auch sonst - (leider) immer noch lesenswerten und zu wenig gelesenem Buch
Jeffrey Sachs : The End of Poverty ( deutsch: Das Ende der Armut ...)
Ebenfalls eine wichtige Ursache ist die Schuldenkrise der Staaten (die v.a. eine Zinsschuldenkrise ist und verschiedene komplexe Ursachen hat; darunter eine Übermacht der sogenannten Finanzmärkte, welche die Staaten zulassen und sich dadurch von ihnen abhängig machen; v.a. mächtige Staaten oder Staatenbünde hätten eigtl. Mittel, dies effektiv und schnell zu ändern, nicht als einzelne, aber zusammen -- Dazu gehört unter anderem auch eine effiziente hohe Besteuerung von sehr hohen privaten Kapitalvermögen, sowie ein Green New Deal (der wiederum z.B. von Wirtschaftswissenschaftlern wie James Galbraith und anderen längst dringend empfohlen wird)
Der Hauptgrund für Hunger ist Armut
Gäbe es keine armen Menschen, dann gäbe es auch keinen Hunger
@ bhellweg: Ja, aber eben genau dieser Grund hat seinerseits verschiedene Wechselwirkungen mit anderen Faktoren (teils Ursachen eben dieser Armut, teils Folgen davon), und um die geht es hier eben auch, bzw auch diese sind konkret zu benennen, um das Problem zu lösen
(p.s. Ganz genau genommen kann auch ein reicher Mensch hungern (z.B. evtl wg schwerer Essstörung), aber lassen wir mal diese Ausnahmen von der Regel, im weltweiten Maßstab)
Woraus entsteht Armut? In Gebieten mit Kriegen und Bürgerkriegen sind die menschen am Ärmsten un Hungern am meisten Armut und Hunger bekämpfen geht am Besten mit Frieden schaffen. Auch Korruption und Diktaturen schaffen Armut und Hunger. Diese zu bekämpfen wäre ein vorrangiges Ziehl.
Die bauern vor Ort haben ohne Bildung gegen die Agrarindustrie und den Großgrunbesitz keine Chanche , sie produzieren zu teuer und können von ihren kleinen Flächen nicht mehr leben. Letztendlich produzieren diese Kleinsbauern aber für die landlosen, die meistens noch ärmer sind als die Kleinbauern. Diese Landlosen, auch nin den Slums der Megastädte kauefen dor wo es am billigsten ist, mehr können sie sich ja gar nicht leisten. Und dann sind die Großgundbesitzer oder die Europäische Fleisindustrie wieder am Zug weil diese billiger produzieren als die Kleinbauern vor Ort. Aber diese Entwicklung hatten wir in den Industrieländern auch...... Die Kleinbauern haben letztendlich aufgegeben.
Ja, Krieg ist ebenfalls eine sehr wichtige Ursache .
hängt wiederum mit anderen Ursachen zusammen,
z.B. schon genannte korrupte und/oder schlecht beratene Regierungen, die darin involviert sind,
sei es als Waffenlieferanten oder die Waffenlieferungen tolerieren,
oder als Bezieher von Gütern, um die Krieg geführt wird (z.B. v.a. um Gold und Diamanten viele Jahrzehnte in Angola , um Coltan u.a. im Kongo) bzw als Regierungen von Volkswirtschaften, die diese Güter verbrauchen, z.B. Deutschland
oder als direkte Kriegsakteure
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Zu Ursachen der "Staatsschuldenkrise" etc. nochmal, und damit zuglich auch für Armutsbekämpfung interessant ebenfalls z.B.:
http://www.gbw.at/home/veranstaltung-wo-bleibt-der-wohlstand-fuer-alle/
http://stephan.schulmeister.wifo.ac.at/fileadmin/homepage_schulmeister/files/real_finanzkapitalismus_wu1.pdf
Die meisten (oder alle) Kriege wären übrigens letztlich nicht entstanden, wenn die große Mehrheit der Menschen wirklich gut gebildet wäre - daher siehe oben meinen schon genannten Punkt "gute Bildung"
Wodurch koennte also die Armut verringert oder sogar vollstaendig beseitigt werden, mir fiel nun momentan nichts besseres als beseitigt ein....doch durch eine vollstaendige Entschuldung und durch frei fuer alle zugaengliche Bildungseinrichtungen. Sinnvoll waeren auch, bei guten und soliden Ideen fuer eine eigenstaendige wirtschaftliche Existenz, guenstige Kleinkredite. Gewiss muessten die uebrigen Maerkte genau den Preis fuer die eigenen Produkte bestimmen, den diese Produkte wirklich haben, somit koennten solche Maerkte mit jenen Produkten nicht ueberschwemmt werden, somit haetten diese Maerkte vor allem auch die Chance sich zu entwickeln. Entwicklungslaender, diese sind mit der heutigen Wirtschaftordnung ja notwendig und werden somit auch nicht wirklich bei einer Eigenstaendigkeit unterstuetzt werden wollen. Diese Problematik entsteht ja eigentlich erst durch diese global agierenden Grosskonzerne, solchen Konzernen sollten einfach klare Grenzen gesetzt werden, also vor allem und vorrangig die Achtung vor dem Menschen, der schnelle und hoechste Profit darf nicht laenger an erster Stelle stehen und die treibende Kraft sein. Es bedarf gemeinschaftlicher Anstrengungen eben diese kuenstlich installierten Abhaengigkeiten aufzubrechen/ zu veraendern. Der Mensch dieser Breitengrade kann auch unterstuetzend wirken, eben durch den Kauf von fair gehandelten Produkten oder durch getaetigte Kaeufe in einem Dritte-Welt-Laden Jedenfalls sollte das Bestreben wirklich sein, die jeweiligen Menschen vor Ort, die dann Produkte herstellen, genau durch den Kauf jener Produkte zu unterstuetzen. Sicherlich ist es jeweils vonnoeten, dass auch die Menschen einen vertraglich zugesicherten Lebensraum fuer sich beanspruchen koennen, zumindest all jene, die dann fuer einen Markt produzieren. Doch muessen diese Laender von sich aus zu solchen Primaerzielen gelangen koennen, also zwar dort praesent sein, aber eben nur als Hilfestellung, voellig falsch ist dann diese jetzige Art von Entwicklungshilfe, jedenfalls in vielen Faellen.

