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Politik & Gesellschaft / Europäische Politik

Griechenland, Europa, Schuldenkrise etc. (Zwischenbilanz 18.02.2012)

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Beiträge (12 )
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berniewa schrieb am 18.02.2012 um 13:33
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Meine derzeitige vorläufige Zwischenbilanz:

Die Krise hat ja viele Ursachen und ist sogar für Expertinnen/Experten verschiedener Bereiche nicht leicht zu durchschauen.

Was aber sicher zu den H a u p t Ursachen zählt, lässt sich

- auch wenn man sich n i c h t als Sozialist oder Marxist oder Kommunist betrachtet -

an Tatsachen wie derjenigen erahnen,

dass in Griechenland nur ein kleiner Prozentsatz der Bürgerinnen und Bürger

mehr als 2/3 des gesamten Privatvermögens (Geld, Immobilien etc) besitzt;

und davon das meiste an jeglicher Steuer vorbei akkumuliert hat

(schon zu Zeiten der Militärdiktatur und noch vorher wurden übrigens Korruption und dergl. etabliert, wovon das Land bis heute schwer wegkommt - und auch das macht vernünftige Politik einschließlich gerechterer Steuern etc. extrem schwer)

Insgesamt befinden sich laut Schätzungn von Expertinnen u Experten übrigens nicht nur die seit ca 2009 von den wenigen Superreichen ins Ausland geschafften ca 20 Milliarden nicht mehr in Griechenland, sondern insgesamt 200 bis 600 Milliarden Euro .

n.b. Auch in Deutschland ist es mit der Gerechtigkeit nicht weit her (und letztlich auch nicht mit der Demokratie, denn extreme Machtungleichheit ist auch undemokratisch),
z.B. besitzt ca. nur 1% der Bürger sage und schreibe ca. die Hälfte des gesamten Geldvermögens

- - - - - -
[Einfügung 02.03.2012]

Was den von mir schon oft erwähnten Green New Deal (auch für Griechenland) angeht, so hab ich dazu heute eine Frage bei Facebook gestellt, die ich einfach mal zitiere, weil ich sie nachdenkenswert finde (und auch falls hier jmd zufällig eine zutreffende Antwort weiß, wäre das natürlich toll)

" (...) the following question about Greece's costs for fossile energies' imports:

How much money needed Greece (public and private for imports of fossile energies (oil , cole etc.) in the last 10 years, for example in 2011,
and how much will it be in the next decades (if Greece cannot and/or does not make a fast and big green new deal, including a renewable energy revolution)?

[Ende der Einfügung]
- - - - - -

Für langfristige Perspektiven fallen mit gerade v.a. die beiden folgenden Seiten ein:
1.: http://de.wikipedia.org/wiki/Erd-Charta
2.: http://www.utopia.de/blog/freedom-happiness-and-sensitivity-for-beauty-for-all-beings-in-solidarity-berniewa-s-utopia/vielfalt-und-gleiches-mass-an-freiheit-aller-was-die-welt - (mitsamt der ersten paar Kommentare darunter)

    Scharfenorth schrieb am 18.02.2012 um 14:02
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    Ja, Freunde, die Situation Griechenlands und Europas ist tatsächlich nur schwer durchschaubar. Ich habe versucht, den Gesamtkomplex zu durchleuchten und bin dabei, die Aussagen vieler relevanter Bücher in die "Gesamtschau" einzubinden. Es gibt einen Ausweg aus der Krise!
    Vorerst existieren folgende Analysen:
    http://www.stoerfall-zukunft.de/blog/344-die-eurokrise-und-wie-wir-ihr-entkommen-koennten
    http://www.stoerfall-zukunft.de/buchtipp/349-zehn-mythen-der-krise
    http://www.stoerfall-zukunft.de/buchtipp/329-auswege-aus-der-europakrise

    Dr. Ulrich Scharfenorth, Ratingen
    www.stoerfall-zukunft.de

    berniewa schrieb am 18.02.2012 um 17:20
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    Treffend und prägnant zusammengefasst ist meines Erachtens auch das folgende Statement von S. Wagenknecht zu Griechenland am 16.02.2012 bei Anne Will :
    http://www.youtube.com/watch?v=sHbjwIDvI8Q

    [Nachtrag 25.02.2012] Ebenfalls bemerkenswert:

    -- Eine aktuelle Stellungnahme der Grünen Linken: http://www.gruene-linke.de/2012/02/21/retten-wir-das-griechische-volk-vor-seinen-rettern/

    -- Eine aktuelle Stellungnahme der OECD:
    http://www.oecd.org/document/50/0,3746,en_21571361_44315115_49743602_1_1_1_1,00.html
    -- Ein Artikel in der New York Times:
    http://www.nytimes.com/2012/02/17/opinion/do-not-humiliate-the-greeks.html?_r=1&ref=global

    -- Eine gute Phoenix Runde zu diesem Thema (mehrere fachlich kompetente und interessante Gäste dabei, darunter auch einer aus Griechenland), nachträglich noch (mind. ein paar Tage) hier online zu sehen: http://www.phoenix.de/nach_der_entscheidung_gibt_es_hoffnung_fuer_griechenland/440668.htm

    Und schließlich zur Meinung "Griechenlands Probleme sind hausgemacht." folgende 3 Beispiele, die verdeutlichen, wie extrem vereinseitigend das ist:

    Fall 1: Wenn deutsche Unernehmen an Grieckenland Rüstungsgüter verkauft haben, ist nicht nur G, sondern si...nd auch die Unternehmen und ggf. auch die deutsche Bevölkerungsmehrheit/Regierung (wg falscher Exportrichtlinien) dafür verantwortlich (auch an der dadurch ste...igenden Verschuldung von G)

    Fall 2: Wenn Banken B1 ... Bn in Ländern L1 ...Ln zulassen, dass Multimillionäre M1 ... Mn aus Griechenland ihr Kapital großteils an einer vernünftigen Besteuerung vorbei bei ihnen anlegen,
    dann sind nicht nur die meisten griechischen Bürgerinnen und Bürger (wg zu schlechter Gesetze und/oder deren mangelhafter Umsetzung) dafür verantwortlich, und auch nicht nur M1 ... Mn,
    sondern auch B1 ... Bn und L1 ... Ln (Mehrheit + Regierung, z.B. weil ihre Gesetze so etwas nicht verhindern)

    Fall 3: Wenn die Verschuldung eines Landes durch steigende Zinsen noch weiter 'explodieren', ist nicht nur das Land schuld, sondern auch diejenigen, die die Zinsen bestimmen.

    berniewa schrieb am 18.02.2012 um 18:05
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    Veränderungen, in Griechenland und auch anderen Ländern, bzw auch Staatenbünden wie der EU etc, wären v.a. im Rahmen eines ökologisch-sozialen Neuen Gesellschaftsvertrages sinnvoll, englisch Social Green New Deal - mit bewusster Anspielung auf historische Vorbilder (USA zu Zeiten von Präsident Roosevelt; angeregt v.a. vom Wirtschaftswissenschaftler J. M. Keynes; damals allerdings ohne den ökologischen Faktor).

    Dazu auch Dinge wie eine international abzustimmende "Trockelegung von Steuer(flucht)Sümpfen".

    Was den Green New Deal angeht, so habe ich da übrigens einen namhaften Wirtschaftswissenschaftler auf meiner Seite ;`) vgl.:
    Das G20-Debakel: Warum wir einen grünen New Deal brauchen
    von James K. Galbraith
    in: Blätter für deutsche und internationale Politik 8/2010, Seite 85-93
    für 2 € als PDF hier:
    http://www.blaetter.de/archiv/jahrgaenge/2010/august/das-g20-debakel-warum-wir-einen-gruenen-new-deal-brauchen
    Zusammenfassung: Das jüngste G 20-Gipfeltreffen in Toronto stand ganz im Zeichen einer Obsession. Defizitabbau und finanzpolitische Strenge – aufgehübscht durch das neue Etikett „fiskalische Konsolidierung” – galten als das Gebot der Stunde. Rituelles Gerede über „Vertrauen”, das schon irgendwie Wirtschaftswachstum und Aufschwung zurückbringen werde, überlagerte die eigentliche Agenda der europäischen Rechten: nämlich ihre bedrohten Banken zu retten und dabei gleichzeitig die europäische Sozialdemokratie vor sich her zu treiben. In Toronto traten einzig und allein die Vereinigten Staaten dafür ein, der Wirtschaftsbelebung erste Priorität einzuräumen. --

    Nicht etwa, dass ich selbst ganz unkritisch wäre gegenüber der Meinung, ein unbegrenztes Wachstum sei möglich, nötig und gut; aber das ist kein Widerspruch dazu, aktuell einen Green New Deal gut zu finden
    - wobei so ein New Deal sogar noch 'grüner' (und zugleich auch noch 'sozialer') sein könnte, als Galbraith dort skiziiert, z.B. Sanktionen gegenüber 'unfair' hergestellten Produkten (z.B. Strafsteuer bei import von solchen Waren und Dienstleistungen). Desweiteren z.B. scharfe Sanktionen gegen ökologisch zerstörerische Industrien (z.B. Wälderzerstörung für Papier/Kartons, Futtermittel und bestimmte Formen von Agrosprit), Erdölindustrie, Kohleindustrie, Atomindustrie, so manche chemische Industrie, Stickstoffkunstdüngerindustrie u.v.a. Wobei Anreize für positive Änderungen freilich immer schöner sind, als Sanktionen (Strafen etc), aber ohne Letztere wird es wohl leider in absehbarer Zeit nicht gehen.

    Konkret noch zu Maßnahmen speziell im Finanzbereich (relevant hier für die finanziell bessere Absicherung der Finanzierung eines neuen Rentenmodells)

    1.) Eigenkapitalerhöhungen auf mindestens 12%, incl. für Nicht-Banken (Hedgefonds etc.), die im Kreditgeschäft aktiv sind,
    2.) Aufspaltung von systemrelvanten Instituten bis zu einer systemverträglichen Größe,
    3.) Verbot des Schattenbankensystems und von außerbörslichem Derivatehandel, sowie aller hochriskanten Geschäftsmodelle wie Leerverkäufe,
    4.) Verbot von Länderratings durch die privaten Rating-Agenturen und Einrichtung einer internationalen öffentlich-rechtlichen Agentur,
    5.) Eindämmung von Nahrungsmittel- und Rohstoffspekulation durch Marktzugangsbeschränkungen für Banken, Hedgefonds etc. Nur lizenzierte Händler (sog. Commercial Traders) werden zugelassen,
    6.) rasche Einführung einer Finanztransaktionsteuer von 0,1% auf den Handel mit alle Vermögensklassen und verstärkt progressive Besteuerung von Kapitaleinkünften.

    (ich stimme hier, mit diesen 6 Punkten, überein mit Vorschlägen die z.B. auch einige Nonprofit-NGOs wie z.B. WEED kürzlich formuliert haben)

    berniewa schrieb am 19.02.2012 um 19:10
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    Wissenswert finde ich auch die Tatsache, dass die ca 500 weltweit größten Konzerne / Finanzkonglomerate etc. sage und schreibe Kapital in einer Größenordnung besitzen, die ca. Zwei Dritteln des Welt-BSP (Bruttosozialproduktes) entspricht

    Uwe-Sievers schrieb am 20.02.2012 um 10:00
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    Da finde ich die Plattform

    http://www.fruehlingsmaerchen.net/

    genau richtig!

    Wir, das sind Millionen von weltweit engagierten Menschen und Organisationen, richten mit dem TAG DER ALTERNATIVE an alle Menschen in der Welt folgende Botschaft:

    Es ist schon so viel im Wandel ! Es gibt Alternativen: Seht her!

    Dieser Mega-Event, der statt einer Protesthaltung konkrete Lösungen in allen Lebensbereichen deutlich sichtbar macht, wird von der Öffentlichkeit/den Medien wahrgenommen !

    Hintergrund

    Der "normale Wahnsinn", so beschreibt der deutsche Volksmund die heutigen weltweiten , zum Teil katastrophalen Zustände. Nennen wir es "globale Krise".

    Bei aller Bewußtheit über diese Verhältnisse hat sich die Menscheit jedoch auch dahin weiter-entwickelt, dass heute zahlreiche Visionen, Ideen, alternative Lösungen bis hin zu unzähligen, konkreten Beispielen verfügbar sind, um in allen Lebensbereichen die Welt substantiell "schöner" zu gestalten. Dieses alternative, neue Bewusstsein wird von vielen Menschen bereits gelebt, es ist schon Realität:

    Weltweit setzen sich nicht erst seit heute eine ständig wachsende Zahl von engagierten Menschen und Organisationen für einen substantiellen Wandel ein und leben ihn auch schon. In allen Lebensbereichen (Ökologie, Politik/demokratische Rechte, bedingungsloses Grundeinkommen, nachhaltige und ethische Wirtschaft, alternatives Wirtschaftssystem, globaler Wandel, Frieden, soziale Gerechtigkeit, Humanität, Bildung/Pädagogik, Gesundheit/ Ernährung/ Medizin, Kultur/Kunst, Spiritualität, Persönlichkeitsentwicklung, usw.) werden Lösungen sichtbar.



    Lasst uns über Lösungen sprechen!



    Die Ursachen sind für mich klar: UNSERE menschliche Hybris

    UNSERE Hybris (Übermut, Anmaßung) ist eine Selbstüberhebung, gekoppelt mit Arroganz und Dummheit.

    Immerhin haben wir es geschafft, das die meisten Menschen heute wissen, das die Sonne um die Erde kreist und nicht die Erde der Mittelpunkt der gesamten Schöpfung ist.

    Keep om going!

    berniewa schrieb am 20.02.2012 um 18:55
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    Protesthaltung und konkrete Lösungsvorschläge schließen sich m.E. nicht aus.

    Fast alle Protestbewegungen, die ich kenne, liefern auch zu vielen Fragen zumindest vorläufige Lösungsvorschläge.

    Wichtig ist ja oft überhaupt erst ein annähernd herrschaftsfreies + vernünftiges Gespräch, bei dem dann Vorschläge entwickelt und verbessert werden können (oft ist es ja sogar gut, wenn sie nicht gleich vorher schon allzu fest stehen) Meine obigen Vorschläge sind natürlich ebenfalls in diesem Sinne nur als vorläufig zu verstehen.

    Die Formulierung "UNSERE ... menschliche Hybris" finde ich, bedarf konkreter Differenzierung. Sonst landen wir bei pauschalen "Sündenbekenntnissen" wie sie in Religionen bisher oft in Mode waren und gerade konkrete Verbesserungen der Lage bremsen (weil viele konkrete Ursachen (die auch mit konkreten Personen als 'Tätern' verbunden sind) damit verschleiert werden) -
    Solche Pauschalsätze sind außerdem - wenn es dabei bleibt - geradezu eine Verhöhnung derer, die weitgehend 'Opfer' sind (gegenüber denen, die eher 'Täter' sind - bei allen graduellen Übergängen gibt es da doch sehr deutliche Unterschiede)

    Maria_L schrieb am 20.02.2012 um 19:46
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    Ein ausführlicher Artikel auf 5 Seiten, wie es Griechenland jetzt geht:

    http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/griechenland-im-freien-fall-1.1288560

    Wo viel Schatten, da ist auch Licht:
    "Es gibt sie, sogar überraschend oft, die hellen Geschichten, die Lichtblicke, die Leute, die sagen, jetzt erst recht. Und es gibt sogar einige, die in aller Unschuld von der Krise profitieren. Michael zum Beispiel, der in einer Nebenstraße im Zentrum von Thessaloniki einen Laden für Kletterbedarf betreibt. Seinem Geschäft geht es gut wie nie. "Jeder versucht doch, vor der Krise zu fliehen, also gehen die Leute in die Berge. Auch weil man draußen in der Natur kein Geld ausgibt." Er selbst macht mittlerweile nebenher eine Ausbildung an der American Farm School, Käserei, man kann ja nie wissen.

    Diese Landwirtschaftsschule, 1904 von einem amerikanischen Missionar gegründet, um Kindern aus armen Bauernfamilien zu helfen, hat Zulauf wie nie zuvor. Immer wieder hört man von Leuten, die jetzt Bienen, Schafe, Schnecken oder Seeigel züchten, Urban Gardening und Kooperativen sind groß im Kommen, viele ziehen ins Dorf ihrer Eltern oder auf die Insel zurück, auf der sie von den Großeltern zwei Hektar Brachland geerbt haben. Viele sagen, sie würden damit auch zu ihren Wurzeln zurückkehren, Griechenland sei immer ein Land der Bauern gewesen."

    berniewa schrieb am 21.02.2012 um 20:00
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    Die 'grüne Linke' hat hier eine aktuelle Stellungnahme http://www.gruene-linke.de/2012/02/21/retten-wir-das-griechische-volk-vor-seinen-rettern/

    berniewa schrieb am 24.02.2012 um 21:40
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    The Report on the World Social Situation 2011 :

    http://social.un.org/index/ReportontheWorldSocialSituation/2011.aspx

    - zum Vergleich bzw zur Einordnung wie die Lage bzgl. Armut etc. weltweit ist

    berniewa schrieb am 25.02.2012 um 16:43
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    A propos Verschwörungstheorien wie sie allen Ernstes im Umlauf sind z.B. "Hinter allem steckt Goldman & Sachs": http://www.utopia.de/blog/beitrag/die-griechen-werden-mir-immer-sympathischer#comment-543703#comment-543703

    Dort meine Antwort:
    "(...) Ich bestreite nicht: Es .g i b t. 'Verschwörungen' verschiedenster Art.
    Das geht schon mit Mobbing im Kindergarten los ... und reicht über mafiöse Verfilzungen, Kartellabsprachen etc. bis zu regelrechten Wirtschaftskriegen', ja sogar bei realen Kriegen (einschl. sog. "Militärinterventionen") sind - teilweise - solche praktisch immer mit im Spiel;
    aber sie sind allesamt um ein Vielfaches komplexer,
    (außer im Kindergarten oder an der Schule)
    als dass sie auf so einer Formel zu bringen wären
    wie die obige von fantast67.

    Um die Primitivität der These nur an einem einzigen Beispiel anzudeuten,
    folgende (rhetorische) Frage:
    Sind die mehr als 2000 griechischen Multimilliönere,
    die diese Krise seit Jahrzehnten! mit-'aufgebaut' haben,
    allesamt auch ein Teil von Goldman und Sachs?

    Oder wie wär's damit: "Einige türkische Nationalisten und Superreiche, auch aus der türkischen Tourismus-Industrie (und Bau-Industrie, die ja an Hotelbauten etc verdient) haben - auch über den versteckten Umweg über diverse Banken (Goldman & Sachs inklusive) Griechenlands Niedergang 'eingefädelt' Mitgeholfen haben auch Tourismus- und Bauindustrien aus anderen Konkurrenzländern Griechenlands."
    - Wohlgemerkt, .n i c h t. meine Meinung sondern nur ein anderes Beispiel
    einer (kaum belegbaren) These, die sogar plausibler wäre, als die obige.

    p.s.

    Infos zu Beispielen von gigangischen realen 'Verfilzungen'
    -- Erdöl-'Mafia':
    http://www.utopia.de/gruppen/buecher-filme-und-tv-415/diskussion/das-oel-zeitalter-dokumentarfilm-2-197487
    -- Holz-/Papier-/Kartonage-und Futtermittel-'Mafia':
    http://www.utopia.de/gruppen/buecher-filme-und-tv-415/diskussion/kahlschlag-der-kampf-um-brasiliens-letzte-waelder-film-von-200089 " [soweit das Zitat]


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