Der Green New Deal ist schon konzeptuell eine Missgeburt. Mit dem Wachstumsdogma kann man weder die Wirtschaft noch die Natur erhalten. Fakten zeigen das zweifelsfrei:
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Green New Deal oder Antikapitalismus
Langfristig ist das, was du "Wachstumsdogma" nennst, sicher sehr infragezustellen.
Damit ist aber noch lange nicht belegt, dass ein gut durchdachter Green New Deal in der aktuellen Lage nicht sehr viele positive Auswirkungen hat, und zwar mehr als alle anderen Konzepte, die derzeit auch nur annähernde Chancen haben realisiert werden zu können.
1 Lesetip bei der Gelegenheit:
Das G20-Debakel: Warum wir einen grünen New Deal brauchen
von James K. Galbraith
in: Blätter für deutsche und internationale Politik 8/2010, Seite 85-93
für 2 € als PDF hier:
http://www.blaetter.de/archiv/jahrgaenge/2010/august/das-g20-debakel-warum-wir-einen-gruenen-new-deal-brauchen[/i][i]
- wobei so ein New Deal sogar noch 'grüner' (und zugleich auch 'sozialer') sein könnte, als Galbraith dort skiziiert.
Ein Green New Deal ist übrigens gar nicht a priori daran gebunden
ein absolutes Wirtschaftswachstum zu generieren.
Die Bezeichnung passt auch auf Ansätze,
die eine gezielte staatliche Förderung von speziell ökologischen Bereichen beinhalten,
z.B. mehr Arbeitsplätze in Öko- Land- und Forstwirtschaft und erneuerbaren Energien,
- bei gleichzeitiger Schrumpfung a n d e r e r Bereiche.
Sogar eine komplette Abschaffung von Zinsen wäre damit vereinbar.
Im Übrigen würde eine gute Steuerpolitik plus guter Umweltgesetzgebung (und deren korruptionsfreie Überprüfung/Sanktionierung/Anwendung) die größten unnahchhaltigen Wachstumsexzesse sowieso abmildern,
z.B. eine Vermögenssteuer, die Kapital je Privatperson das 1 Mio Euro übersteigt zu 100% versteuert.
J. Trittin kritisch bzgl allzu großer bzw falscher Hoffnungen auf einen "green capitalism" - auf der Konferenz Rio20+ ... im Livestream auf www.gruen-bundestag.de .
Vgl. auch http://www.utopia.de/gruppen/politik-gesellschaft-93/diskussion/rio-20-berichte-aktionsaufrufe-199731

