Zur Lage im Tschad (der zu den derzeit stark betroffenen Ländern gehört)
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Politik & Gesellschaft / Internationale Politik
Desertifikation & neue Hungersnot im Sahel
Hungersnot noch nicht gebannt! - So müssten eigentlich viel mehr Überschriften auf Titelseiten von Zeitungen lauten. Tun sie aber nicht. Ist gerade kein "Nachrichtenloch" die dann gern durch Katastrophemeldungen gefüllt werden, um Auflagen nicht sinken zu lassen ...
Kaum in den Medien, aber trotzdem immer noch akut ist nämlich die Nahrungsmittelknappheit in Teilen Nordwestafrikas. Daher sei es an dieser Stelle in Erinnerung gerufen.
Zu den verschiedenen Haupt-Ursachen etc. siehe bereits am Anfang dieses Threads (einfach zurück zu Seite 1 gehen)
Eine Bekannte von mir, die nicht mehr hier registriert ist, hab mich gebeten, für sie doch einen 'Daumen' hierfür zu vergeben. Mach ich gleich mal und ist ja auch durchaus berechtigt, denke ich
"Untätigkeit" (Seite 1 oben erster Beitrag) ist freilich, wie schon angedeutet, nicht ganz treffend,
denn es wird ja viel getan, nur eben sozusagen in falsche Richtungen,
- z.B. wie schon gesagt, Klimawandel weiter angeheizt etc., Wassermangel auf versch. Weise verschärft, statt verhindert u.s.w.
... und wenn mal ein afrikanisches Land wirklich einen sozial und ökologisch
vernünftigen und nachhaltigen Weg einschlägt,
dann wird der Präsident, der das maßgeblich trägt und geradezu 'verkörpert', umgebracht: Thomas Sankara
- Indizien sprechen (nämlich) dafür, dass auch Staaten in Westeuropa ('Kolonialmächte') und im südl. Afrika (damals noch 'Apartheidstaaten' Rhodesien, Südafrika u.s.w.) involviert waren,
hatten sie doch ein enorm großes Interesse, das neue Burkina Faso von Thomas Sankara zu torpedieren.
Zu Thomas Sankara vgl. schon am 26.01.2011 meinen Beitrag hier
http://www.utopia.de/blog/freedom-happiness-and-sensitivity-for-beauty-for-all-beings-in-solidarity-berniewa-s-utopia/thomas-sankara-fairtrade-vorreiter-und-noch-mehr-als
Helfen würde: wenn die exzessive Spekulation mit Nahrungsmitteln, verursacht durch Gier, beendet wird.
Sie ist ein unnötiger weiterer Grund für Hunger, Armut und Tod neben der Umweltproblematik beispielsweise in der Sahelzone.
Es ist ein nicht endender Teufelskreis, geprägt von Spekulation, Entwicklungspolitik, Unterstützung der Diktaturen etc, der diesen Ländern die Möglichkeit eines eigenen wirtschaftlichen Aufbaus verwehrt.
Wenn man sich intensiv damit befasst, so ist das Thema Hunger eine äußerst grausame, furchtbare und katastrophale Gegebenheit, die kaum in Worte zu fassen ist.
Die Petition gegen Nahrungsmittelspekulation kann hier unterzeichnet werden:
http://occupy-occupy.de/
Mir ist wirklich klar geworden, dass jeder Hungertod ein Mord ist.
Das seh ich auch so ähnlich
Zum Thema vgl. auch:
Die Hungermacher - Wie Banken und Fonds mit Lebensmitteln spekulieren
Kontext TV - Das unabhängige
www.kontext-tv.de
Tatsächlich ist sogar auch so manche sog. Entwicklungs-hilfe/zusammenarbeit/politik ist ein Teil dieser 'Armutsfalle' oder wird dazu missbraucht es zu sein)
Die Preise von Nahrung auf dem Weltmarkt und damit die Teuerungswellen die z.T. auch Spekulationseffekte sind, treffen Menschen zudem besonders dann, wenn sie nicht (mehr) selbst ihre Nahrungsmittel anbauen können (und/oder Zugang zu lokalen Märkten haben, die Nahrungsmittel aus der Region direkt vermarkten) , z.B. weil sie ihr Land an Großgrundbesitzer, Industrien u.s.w. verloren haben (siehe außerdem das Stichwort Landgrabbing )
Ernteausfälle sind natürlich ein anderer Grund für Teurerungswellen. Und auch hier ist wieder der Klimawandel eine zunehmende Ursache (mehr als 30.000.000 Tonnen Getreide Ernte-Verlust laut FAO in den letzten paar Jahrzehnten klimawandelbedingt)
Grundsätzliches zum Thema Welthunger auch aktuell hier. http://ase.tufts.edu/gdae/policy_research/resolving_food_crisis.html
Ein Flüchtlingskind in Kobe
Zum vorherigen Foto: Den Namen weiß ich leider nicht, auch nicht, ob es noch am Leben ist ...
(das an Nase, Lippen und am rechten Auge sind übrigens Fliegen ...)
Der neue Club-of-Rome-Bericht warnt übrigens : Die 2°-Grenze bzgl Klimaerwärmung wird überschritten wenn nicht sehr deutliche Kursänderungen vorgenommen werden.
Bei Verlängerung der gegenwärtigen Entwicklung werden noch bis ca 2030 die menschl. verursachten Treibhausgasmengen ansteigen (Kohlendioxid, Methan, Lachgas etc.).
Damit sind (bzw. wären) v.a. ab ca 2050 noch viel schlimmere Tropensturm- Überschwemmungs- und Dürrekatastrophen zu erwarten, als schon vorher. (wg Dürre... also auch zu diesem Thread hier sehr direkt relevant)
http://www.clubofrome.org/
Über den Club of Rome:
http://de.wikipedia.org/wiki/Club_of_Rome

