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Politik & Gesellschaft / Internationale Politik

Desertifikation & neue Hungersnot im Sahel

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Beiträge (25 )
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berniewa schrieb am 24.02.2012 um 16:42
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Erstaunlich wenig Berichte gibt es derzeit in den Medien über die neue Hungerkatastrophe wg. Desertifikation (wg. Klimakatastrophe + Untätigkeit der 'Weltgemeinschaft' bzgl. Desertifikation)

In der Sahelzone ist eingetreten, was Expertinnen und Experten seit etlichen Monaten prognostizieren:
Eine neue Hungersnot.

Zu den Hauptursachen zählt die schleichende Austrocknung der Wüsten und Wüstenrandgebiete der Erde, speziell eben auch am Rande der Sahara, die selbst seit Jahrzehnten um Tausende km² angewachsen ist.

Für diese Desertifikation wiederum gibt es 2 Hauptursachen:
1. die Klimakatastrophe
2. Untätigkeit der 'Weltgemeinschaft' bzgl. Desertifikation

Zu 2: z.B. Mangelhafte Unterstützung von bereits bestehenden Initiativen
vgl. z.B.
a) Afrikas Grüne Mauer im Sahel http://de.wikipedia.org/wiki/Afrikas_Gr%C3%BCne_Mauer_im_Sahel
b) Wangari Maathai ... http://www.utopia.de/blog/freedom-happiness-and-sensitivity-for-beauty-for-all-beings-in-solidarity-berniewa-s-utopia/wangari-maathai-tragerin-des

- beispielsweise ist die (Wieder-)Begrünung in Küstenregionen - nicht nur, aber eben auch der Sahara - mithilfe von Meerwasser unterstützbar, das mit neuen energiesparenden! und umweltschonenden Methoden zu Süßwasser aufbereitbar ist, wobei die Energie zu 100% aus regenerativer Energie (v.a. Sonne und Wind) kommen sollte. Dazu vgl. unter anderem auch: Wie solarthermische Kraftwerke viel umweltfreundlicher sein können ...
http://www.utopia.de/blog/freedom-happiness-and-sensitivity-for-beauty-for-all-beings-in-solidarity-berniewa-s-utopia/wie-solarthermische-kraftwerke-viel

p.s.: Der Ausdruck "schleichende Austrocknung der Wüsten" mag manche/n verwundern, aber tatsächlich können auch Wüsten noch viel trockener werden, als sie sind - z.B. im geographischen Fachjargon gesagt: Aus ariden Gebieten werden hyperaride - und sogar zwischen diesen gibt es Unterschiede. Zudem hat es mit einem Absinken des Grundwasserspiegels zu tun, der ebenfalls ein "schleichender" Prozess ist
    berniewa schrieb am 24.02.2012 um 16:44
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    Zur Sahara allgemein (das Thema Desertifikation inklusive, aber auch vieles andere) :

    Exzellent in verschiedener Hinsicht fand ich die facettenreiche, kompetente und zugleich untershaltsam gemachte Sendung gestern bei Planet Wissen, online Website dazu: http://www.planet-wissen.de/sendungen/2012/02/16_sahara.jsp

    berniewa schrieb am 24.02.2012 um 18:57
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    Über die neue Hungersnot ist z.B. bei Care e.V. zu lesen:

    Heuschreckenplagen und Ernteausfälle: Jedes zweite Kind ist bereits mangelernährt. Über zehn Millionen Menschen in der Sahelzone sind vom Hunger bedroht.
    "Einige Familien nehmen bereits jetzt nur noch einmal am Tag verwässerten Hirsebrei zu sich", berichtet Johannes Schoors, der CARE-Länderdirektor im Niger. "In einem normalen Jahr beginnt die sogenannte ‚Hungerperiode’ im April oder Mai, aber in diesem Jahr ist sie bereits heute im Gange.“ Die Situation sei besonders schwierig, da die am schlimmsten betroffenen Regionen über das ganze Land verstreut lägen, so Schoors. „Die am schwersten betroffenen Menschen leben in abgelegenen Landesteilen, die nur schwer und kostspielig zu erreichen sind."

    http://www.care.de/hunger_westafrika.html

    Dort steht übrigens z.B. auch wie durch Einfügung des Banners in die eigene Website
    jmd. das Engagement von Care für eine Linderung der Hungersnot unterstützen kann.

    berniewa schrieb am 24.02.2012 um 21:23
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    auch in Nord-Ost-Afrika ist aber die Hungersnot noch keineswegs überwunden:

    http://www.gruene-bundestag.de/cms/themen/dok/403/403660.von_entwarnung_kann_keine_rede_sein.html

    bhellweg schrieb am 25.02.2012 um 13:37
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    Ein Grund ist auch die starke Zunahme der Bevölkerung in dieser Welt-Gegend.
    http://home.arcor.de/erdkundeunterricht/Sahelzone.htm#TM5

    berniewa schrieb am 25.02.2012 um 14:28
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    Richtig, nur wird das sehr sehr oft als eine Art von Ausrede missbraucht, um die besagten Faktoren unter den Tisch zu kehren und nicht zu helfen oder gar langfristig etwas an diesen Ursachen zu verändern.

    Denn die Mentalität, dass Leute viele Kinder als eine Art von Segen + Altersvorsorge betrachten (irrtümlicherweise) zu ändern ist viel schwieriger und langwieriger, als die Desertifikation umzukehren (das wäre mit heutigen Mitteln sogar relativ einfach - nur ist die 'Weltgemeinschaft' nicht bereit, diese Mittel entsprechend einzusetzen - Geld, Technologie etc. - und zwar sowohl bzgl der Ursachen vor Ort, als auch bzgl der Klimakatastrophe (wo es zugegeben etwas aufwändiger ist, sie aufzuhalten)

    Wir in Deutschland leisten uns nebenbei eine noch sehr viel höhere Bevölkerungsdichte - nur weil wir das Privileg haben, nicht an einer immer trockener werdenden Wüste zu leben ... bzw. früher sind Abertausende Europäer als Armutsflüchtlinge nach Nord- und Südamerika und Australien, Neuseeland ausgewandert - Diese Möglichkeit haben es die Leute im Sahel heute nicht

    bhellweg schrieb am 25.02.2012 um 18:48
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    Helfen würde die Schaffung von Arbeiung von Arbeitsplätzen, helfen würde Entwicklung, helfen würde die Schaffung von Infrastruktur, Landwirtschaft geht in Gebieten mit Wassermangel nur sehr extensiv..... Wasser ist hier eben der begrenzende Faktor

    berniewa schrieb am 01.03.2012 um 00:21
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    Und der Klimawandel, und damit indirekt auch diese Hungersnot, wird weiterhin angeheizt, indem z.B. in GB Windenergie öffentlich immer noch weniger gefördert wird, als fossile Energien:

    Wind power still gets lower public subsidies than fossil fuel tax breaksFinancial support for renewable energy under attack as gas, oil and coal still subsidised to far greater extent, new data shows

    Damian Carrington
    The Guardian, Monday 27 February 2012
    http://www.guardian.co.uk/environment/2012/feb/27/wind-power-subsidy-fossil-fuels?INTCMP=SRCH

    berniewa schrieb am 01.03.2012 um 16:24
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    Damit's nicht so 'abstrakt' bleibt (nur Ziffern und Buchstaben) ... hier mal ein Foto, das unter anderem auch das Thema "gegenseitige Hilfe" eindrucksvoll darstellt

    [image]

    berniewa schrieb am 07.03.2012 um 21:47
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    .
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    Und während die einen an Hunger und an Mangel von sauberem Wasser sterben,
    besitzen z.B. allein die 500 weltgrößten Unternehmens-Konglomerate (im Finanzsektor und darüber hinaus) Kapital in einer Größenordnung, die sage und schreibe in etwa zwei Dritteln des Welt-Bruttosozialproduktes entspricht.
    .
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    berniewa schrieb am 08.03.2012 um 17:47
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    Die neue tdh Zeitschrift ist übrigens nun auch v.a. dem Thema Hunger gewidmet: http://www.tdh.de/index.php?id=1436

    (n.b: terre des hommes bedeutet übersetzt ungefähr Erde der Menschen )


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