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Politik & Gesellschaft / Allgemeines

Bürgergesellschaft kontra Diktatur des Profits

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Guido Franke schrieb am 30.09.2008 um 18:51
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Wie wir bereits festgestellt haben, sind die meisten Staaten der westlichen Hemisphäre nicht mehr in der Lage die Interessen, Bedürfnisse und Wünsche der überwiegenden Mehrheit ihrer Bevölkerung zu wahren.
Das Wohlergehen einer kleinen Elite wird der Lebensqualität des Restes der Bevölkerung übergeordnet.
Große transnationale Konzerne, die sich der Kontrolle durch demokratische Mittel entziehen, beherrschen die Politik. Wenn eine kleine Elite über den Rest der Bürger herrscht, dann nennt man dies eine Diktatur.
Sie beeinflussen und manipulieren Regierungen und die Medien weltweit. Dabei bedienen sie sich eines globalen Systems, das durch die G-7, den Weltwährungsfond, die Weltbank und dem Allgemeinen Zoll- und Handelsabkommen, GATT ( dies sind alles Institutionen, die sich der Kontrolle durch den Bürger entziehen) , in Szene gesetzt wird. Dies geschieht durch die Einbindung führender Politiker in das Netzwerk der neuen herrschenden Klasse.
Die Manager der Großkonzerne werden für ihre profitable Wirtschaftpolitik, wie wir wissen, reich belohnt.
Demokratisch gewählte Regierungen werden durch das Großkapital regelrecht erpresst. Ein Beispiel: Einige in Deutschland ansässige Konzerne drohen ständig der Regierung mit der Verlagerung der Produktion ins Ausland, wenn diese nicht die Lohnnebenkosten senkt. D.h. Die Konzerne wollen sich ihrer sozialen Verantwortung, die sie gegenüber der Gesellschaft haben, entledigen. Die Konzerne fahren Rekordgewinne ein, zahlen aber immerweniger Steuern. So entsteht ein Steuerdefizit, das durch uns „normale“ Bürger wieder ausgeglichen werden muss. Wir finanzieren also durch unsere Steuerabgaben und dem Sozialabbau deren Profite. Und unsere „Volksvertretungen“ unternehmen rein gar nichts dagegen.
Ist ja auch kein Wunder, da die meisten Mitglieder des Bundestages Angehörige der Aufsichtsräte oder Mitglieder von Stiftungen der Großkonzerne sind.
Kann man hierbei überhaupt noch von einer Volksvertretung sprechen oder ist dies schon eine Wirtschaftvertretung? Und wo bleibt da die Demokratie? Für mich ist das ein Bruch mit der Demokratie. Die überwiegende Mehrheit der Deutschen bekennt sich klar zur Demokratie, deshalb ist der Widerstand gegen die Diktatur des Profits unsere demokratische Pflicht. Dieser Widerstand muss auf internationaler Ebene stattfinden, da sich die transnationalen Konzerne der nationalen Kontrolle entziehen.
Wir sollten ein politisches und wirtschaftliches Gegengewicht zu den jetzigen Machthabern aufbauen. Dafür benötigen wir eine Bürgergesellschaft deren Basis die direkte Demokratie ist.
Eine Bürgergesellschaft die die wirklichen Werte, Bedürfnisse und Wünsche ihrer Mitglieder auf demokratische und nachhaltige Weise vertritt.
Wir, die Bürger der entwickelten Industrienationen, haben die humane Pflicht gegenüber der Umwelt, unseren Kindern und den Menschen in der 3. Welt. Denn wir haben die Möglichkeiten zum demokratischen Wandel der Gesellschaft, wir müssen nicht um unser Leben fürchten.



Der Mensch bequemt sich ungern zum Denken. Wenn er aber damit beginnt, hört er nicht wieder auf. Jean-Jacques Rousseau
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