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Politik & Gesellschaft / Bundespolitik

Altersarmut verhindern ...

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Beiträge (4 )
 
berniewa schrieb am 21.03.2012 um 16:34
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Derzeit werden verschiedene Wege diskutiert, die der in einigen Teilen auch relativ reicher Gesellschaften (wie etwa der deutschen) zunehmenden Altersarmut entgegenwirken.

Einfacher und effizienter als alle bisher vorggeschlagenen die mir zu Ohren gekommen sind,

wäre aus meiner Sicht eine ausreichend hohe 'Sozialhilfe' für alle, die sie brauchen,

und zwar egal wie sie früher berufstätig waren (selbständig oder abhängig beschäftigt ...)


... finanzierbar unter anderem über eine sehr hohe Besteuerung

(a) von Jahreseinkommen, die 60.000 €
überschreiten und

(b) privater Kapitalvermögen, die 1 Mio überschreiten

- und zwar sehr viel deutlich höher sogar, als bisher z.B. alle im Deutschen Bundestag vertretenen Parteien vorgeschlagen haben.

Eine Alternative, das derzeit auch diskutierte bedingungslose Grundeinkommen, müsste zumindest so gestaltet werden, dass dadurch enstehende Preissteigerungen (v.a. im Bereich Wohnen, Ernährung, Mobilität), die ohne staatliche Eingriffe schnell entstehen könnten, weil dadurch ja die gesamte Bevölkerung (auch reiche Leute) eine höhere Kaufkraft haben, an die dann die Anbieter von Wohnunge u.s.w. ihre Preise schnell 'angleichen werden,
ausreichend kompensiert werden (ausreichend in der Höhe und der Geschwindigkeit der evtl. Preissteigerungen)
    Dude schrieb am 21.03.2012 um 17:14
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    Mein Vorschlag dazu:
    Alle Bürger müssen von allen ihren Einkommen über einem Mindestfreibetrag den gleichen prozentualen Anteil für eine Rentenversicherung abgeben - ohne Obergrenzen. Alle Zahlen in die gleiche staatliche Versicherung ein.
    Diese Rentenversicherung funktioniert über eine Umlage. Also so gut wie alles in einem Jahr eingenommene Geld wird im kommenden Jahr auf alle Rentner umgelegt. Dabei gibt es eine bedingungslose Grundrente für alle. Was an Einnahmen darüber hinaus geht, wird nach einem noch festzulegenden Schlüssel verteilt und/oder wird zur Pufferung von Einnahmeeinbrüchen zurückgelegt.

    berniewa schrieb am 21.03.2012 um 17:40
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    Andere Möglichkeit (freilich ziemlich utopisch weit vom derzeitigen Modell entfernt, aber anderswo schon realisiert) wäre: http://www.utopia.de/blog/freedom-happiness-and-sensitivity-for-beauty-for-all-beings-in-solidarity-berniewa-s-utopia/vielfalt-und-gleiches-mass-an-freiheit-aller-was-die-welt

    Dort haben ganz einfach alle (fast) dieselbe Rente . Freilich wäre die Frage bei einer Übertragung auf unsere Gesellschaft, wie damit umzugehen ist, dass einige ja viel eingezahlt haben. Andererseits könnte man das als Beitrag zum Allgemeinwohl interpretieren, quasi als eine Art Steuer in einen Topf zur allg. Altersvorsorge (ähnl. der heutigen Pflegeversicherung etc.) - und immerhin ist es ja so, dass Menschen die im Laufe des Lebens viele Tausend Euro mehr Lohn oder sonstiges Einkommen hatten, davon sicher meistens auch mehr Kapitalvermögen irgendwie angelegt haben (sei es in Geld oder Immobilien, z.B. evtl sogar eigenes Haus oder eigene Wohnung).
    Daher fände ich es durchaus überlegenswert,
    dass Alle eine gleich hohe Rente bekommen (ggf. je nach Bedarf noch Wohngeldzuschuss etc)

    lutz.nuechter schrieb am 25.03.2012 um 18:38
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    Ich finde schon, dass die Rentner das Geld als Rente bekommen sollen, in der Höhe mehr oder weniger, wie sie in ihrer Lebensarbeitzzeit eingezahlt haben. Einen Angestellten zahlt man ja auch nicht dasgleiche, egal wie lange er gearbeitet hat, denn dafür hat der Arbeiter ja auch gearbeitet. Hat er viel geleistet, bekommt er viel, hat er wenig geleistet, bekommt er wenig. (Hier klammere ich mal das Lohndumping aus, es sollte schon dabei gerecht zugehen).

    Dasselbe steht auch dem Rentner zu: hat er viel gearbeitet als junger Arbeiter (Gemeint ist boß in der Formulierung, ob männlich oder weiblich bleibt jetzt einmal außer Acht. Beide Geschlechter sind gemeint), bekommt er viel Geld, zahlt daher viel als Beitrag in die Rentenversicherung ein, dann soll er auch mehr haben.

    Andererseits, die Rentner haben mehr Ausgaben als andere Gesellschaftsgruppen: Sie müssen alle Nebenkosten tragen: Heizung, Miete usw., gegenbüber den Hartz-IV-Empfängern. Desweiteren müssen sie mehr für die Gesundheit bezahlen beim Arzt als andere. Sie haben vielmehr Behandlungen nötig als andere in unserer Gesellschaft, entweder durch Alter und Gebrechlichkeit oder bei Erwerbsminderungsrentner, weil sie ihre Gesundheit ihrem Beruf geopfert haben.

    Bedenke:Keiner erhält Rente (Alters- bzw. Erwerbsminderungsrente), der in seinem Leben in unserem Staat nicht eine Mindestarbeitszeit geleistet hat. Nämlich alle die das nicht getan haben, erhalten auch im Rentenalter keine Rente.

    Der Altersarmut vorzubeugen, sollte der Staat Differenzierungen einführen, so wie beim Arbeitnehmer, aber anders geartet, rentengerecht, Beispiele:

    Renteneinkommen unter1.500 € sollten auch zukünftig keine Rentensteuern zahlen müssen, alles was darüber liegt, sollte eine gestaffelte Rentensteuer zahlen, ein Rahmen von Rentensteuerstaffelungen nach dem Sinn: Mehr Rente, mehr Steuern (ähnlich der Pfändungstabelle, gemäß ZPO, die untere Freigrenze). Die Festlegung einer Grundrente von etwa um mindestens 1.000,00 € muss hier getroffen und auch garantiert werden, genau nach dem Prinzip, wie es die Gewerkschaften bei den Arbeitnehmern erwirkt haben.

    So ähnlich sollte es auch bei Zuzahlungen im gesundheitlichen Bereich aussehen: Oberhalb 1.500,00 € = 1 % Zuzahlungen von der Gesamtrente (so wie es momentan bei chronisch Kranken gestaltet wird). Oberhalb 2.000,00 € = 2 %. Alles was unter 1.500,00 € liegt, bekommt der Rentner erstattet.

    Wie schon oben erwähnt, als Rechtfertigung, hat ein Rentner wegen Altersgründen, oder ein Erwerbsminderungsrentner mehr den Anspruch auf einen Arzt, als andere Gesellschaftsgruppen, resultiert aus dem Alter, dem biologischen Verbrauch des Körpers, teilweise oder überhaupt berufsbedingt. Hinsichtlich seiner langen Arbeitszeit in den jungen Jahren, wo er Steuern und Abgaben zahlen mußte, besteht auch eine Rechtfertigung dieser Zugeständnisse.

    Finanzierbar wäre das durch die Umwandlung der Billiglohngruppen zurück in die ABM, die aber nicht nur im öffentlichen Dienst eingesetzt werden sollte, sondern auch in Firmen, um Existenznöte selbiger abzuwenden.

    Derzeitig Billiglohnarbeiter zahlen keine Steuer und keine Abgaben, sie können es nicht, wegen ihres geringen Verdienstes. Aber staatlich bezuschußte Arbeitsplätze im öffentlichen Dienst und Firmen, so als ABM, haben eine viel höhere Lohnerwartung. Somit wären sie in der Lage, auch in die Rentenversicherung einzuzahlen und Steuern abzuführen. Der Staat würde nicht über rote Zahlen in der Rentenkasse klagen müssen und die Renten wären, auch in dieser Form, wieder vernünftig finanzierbar.

    Ich stelle das mal als Denkmodell so in den Raum!


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