(Ich hoffe mein Beitrag gehört hier hin?)
Die jetzige Gartenfläche war von einem dichten Brombeer-,Brennnessel-, Windengeflecht und Holunder-, Akazien- Nuss Sträuchern überzogen.Früher war dort einmal angeblich ein Garten, aber der nahe Wald hatte in den Jahren seine Fläche wieder zurückerobert.
Mit Sense, Sichel, Buschmesser und Motorsäge begannen wir also die Fläche vom Gestrüpp zu befreien, heckselten und kompostierten es.
Die gut 5 cm dicke Wurzelgeflechtmatte der Brennnessel rollten wir wie einen Teppich ab,schüttelten sie aus und kompostierten sie. Jetzt war der schwere Lehmboden frei, in den man nur mit Gewalt einen Spaten brachte. (Staubtrocken und Pickel hart).
Den Boden stach ich also Spatentief um (im Herbst) und ließ die Scholle offen liegen darauf verteilte ich die 7 Fuhren Heu vom Nachbar (Prachland wiesen). Der Winter tat dann seinen Teil, die Scholle gefror und zerbröselte (Scheingare).
Im Frühjahr entfernte ich die oberste Heuschicht und arbeitet den ganzen Acker mit dem bereits reifen Kompost und Sand vom Grundstück um. Die Heuschicht häckselte ich und legte sie auf den Acker, nachdem ich eine gleichmäßige Schicht vom Kompost verstreut habe. Diese Prozedur hab ich jetzt zwei Mal gemacht und der Boden ist auf der bearbeiteten Fläche Spatentief locker und feucht und unzählige Regenwürmer tummeln sich. An den Möhren kann man sehen wie tief der Boden locker ist, die wachsen schön gerade bis sie auf Wiederstand (Lehm) stoßen, dann werden sie krumm.
Jetzt hoffe ich dass ich den Spaten in Pension schicken kann und nur mehr mit dem Heu zu Mulchen brauche.
Im heurigen Jahr brauchte ich auch nicht mehr zu gießen, obwohl im März bis Mitte April kein einziger Tropfen Regen gefallen ist. Durch die Heuschichte bleibt die Feuchtigkeit in der Erde und der Boden nimmt durch
seine Lockerheit das Wasser schnell auf, es entstehen keine Pfützen mehr, die dann Talabwärts fließen.
Und das Ergebniss sieht so aus
Kartoffelacker
Erbsen, Käferbohnen , Mais
150 Tomatenpflanzen (20 Sorten) Da werden wohl einige reif werden
" Wandertomate " "Rispentomate"
Buschbohnen
Paprika, Pfefferoni, Melanzani
Gurken, Brokoli, Mangold
Kraut & Rüben
Etwas für die Vögel, fürs Auge und wenn welche Kerne übrig bleiben geröstet in den Salat
Ein wenig Unkraut gejätet
und mit Heu gemulcht
Wenn die Ernte so gut wird wie das Zeug wächst (nicht das Unkraut), dann kommen wir sicher über den Winter.
Ach ja ! Was wir gegen die Schnecken und Rehe machen ?
Das Gras um die Beete wird ganz kurz gehalten, beim setzten der Pflanzen wird mit Holzasche ein Ring um die Pflanzen gezogen und manchmal sammeln wir die Schnecken (dann gibts Schnekensuppe :-))
Wegen der Rehe musste ich das ganze Grundstück einzäunen.
Liebe Grüße aus dem sonnigen Burgenland

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