Utopia: Die Verbrauchermacht - Unser Konsum verändert die Welt.

Permakultur / Gartentipps

Bodenvorbereitung Kartoffeln?

Thema abonnieren
Beiträge (27 )
1 2 3  >
inga wocker schrieb am 16.04.2010 um 21:32
Bedenklichen Inhalt melden
ich wollte dieses Jahr mal erste Erfahrungen mit Kartoffeln machen und habe dazu bei meinem Nachbarn "über den Zaun" geguckt. Die total umgepflügte, aufgerissene Erde wie man das von den traditionellen Äckern kennt gefiel mir aber überhaupt nicht, andererseits brauchen Kartoffeln ja lockeren Boden, damit man sie auch wieder aus der Erde herauskriegt. Wie geht das natürlicher oder schonender? Oder bin ich schon zu spät? Für Tipps und Ratschläge dankbar.
Inga
    nellaK schrieb am 17.04.2010 um 00:13
    Bedenklichen Inhalt melden

    hallo inga. ich habe auch einen kleinen kartoffelacker angelegt mit fünf reihen. kartoffelanbau verbessert den boden habe ich gelesen. nach den kartoffeln können dann andere gemüse gepflanzt werden. der boden ist durch die kartoffelpflanzen gut durchlüftet und mit nährstoffen angereichert, wenn man einige pflanzen nicht erntet sondern als gründünger unterharkt. dafür habe ich mit dem "sauzahn" eine furche gezogen, in die ich die kartoffeln gelegt habe. darauf wird die erde nur angehäufelt. erst von einer seite und zwei wochen später von beiden seiten anhäufeln. so entstehen die typischen kartoffelreihen.als pflanzzeitpunkt ist ein fruchttag bei abnehmenden mond für kartoffeln günstig. das wäre dann wieder am 1. und 2. mai. dann anhäufeln am 10. 11. 12. mai ( nur falls du dich nach dem mond richten möchtest) und am 29. mai. wenn das kraut braun wird, kann geerntet werden. günstig auch wieder ein fruchttag bei abnehmenden mond.
    eine nachbarin von mir hat ein mobiles hochbeet auf rollen. so kann sie es immer in die sonne schieben, ihr garten ist sehr klein und nicht immer an einer stelle sonnig. so muss man auch nicht den boden aufreissen.

    nellaK schrieb am 17.04.2010 um 00:15
    Bedenklichen Inhalt melden

    echte frühkartoffeln setzt man mitte april, ansonsten normal anfang/ mitte mai. am besten gleich nach vollmond.

    eburoni schrieb am 17.04.2010 um 08:45
    Bedenklichen Inhalt melden

    Hallo Inga, so wie das klingt solltest Du mal Mulchkartoffel ausprobieren. Funktioniert hervorragend und man geht gut mit dem Boden um, der es einem dann dankt.
    Nach den Methoden Stout oder Kretschmann.
    Eben permakulturell.

    Maria_L schrieb am 17.04.2010 um 14:04
    Bedenklichen Inhalt melden

    Hallo Inga,

    so mach ich permakulturelle Kartoffeln:

    ich hacke auf dem Beet Wälle zusammen und gebe etwas guten Kompost drauf.

    Kartoffeln lieben z.B. gut gelagerten Holzkompost.
    Natürlich gebe ich -wie immer- Gesteinsmehl dazu.

    Diese Wälle mulche ich dick mit Heu, Stroh, Rasenmulch - was eben zur Hand ist.

    Danach erst lege ich die Kartoffeln möglichst tief mit einem Pflanzholz.

    Danach gucke ich das Beet bis zur Ernte nicht mehr an.

    Es gibt auch eine noch extensivere Methode:
    Kartoffeln einfach auf eine Wiese legen, die man in Bewirtschaftung nehmen möchte.

    Darauf etwas Erde und Kompost geben.
    Dann sehr dick abmulchen.

    Das gibt zwar nicht so viele Kartoffeln, ist aber eine sehr arbeitssparende Methode, um eine Wiese ohne Umgraben in Bewirtschaftung zu nehmen.

    Zum Zeitpunkt halte ich mich an folgenden Spruch:
    "Legst mich im April, komm ich wann ich will, legst mich im Mai, komm ich glei"

    Also nichts überstürzen.

    Was mich immer wieder fasziniert:
    Wenn ich jetzt das Beet bearbeite, wo letztes Jahr die Kartoffeln waren, dann kommen beste, essbare Kartoffeln zum Vorschein, die sind viel schöner, als alles, was man jetzt an alten Kartoffeln zu Kaufen bekommt.
    Es wäre also echt mal ein Versuch, die Kartoffeln im größeren Stil im Beet zu überwintern, weil sie da besser aufbewahrt werden können, als in den heutigen Kellern.

    Hat da jemand Erfahrung mit?

    eburoni schrieb am 17.04.2010 um 17:35
    Bedenklichen Inhalt melden

    yep, ich habe in meinem Garten in Holland Kartoffel so unter mulch überwintert. Habe mir sagen lassen, das das nicht nur im milden NL klappt sondern auch in der arschkalten Andenheimat der Erdäpfel.
    Das gibt gute frühe Ernten.

    inga wocker schrieb am 17.04.2010 um 18:40
    Bedenklichen Inhalt melden

    danke für die vielen Infos und Tipps, das mit dem einfach auf die Wiese legen und Erde und Kompost drauf gefällt mir am besten ;-)))) Auf ganz ähnliche Weise habe ich letztes Jahr meine ersten Beete angelegt und gute Ergebnisse mit Zucchini, Mais, etc. gemacht, ich war mir nur nicht sicher, ob das mit Kartoffeln auch klappt, da sie ja unter der Erde wachsen, aber das werde ich dann ausprobieren.

    Maria_L schrieb am 17.04.2010 um 18:46
    Bedenklichen Inhalt melden

    Hei, danke eburoni,

    dann werde ich das mal im arschkalten Schwaben probieren.

    Und ob das frühe Ernten gibt, z.B. im März, wenn ich sie wieder ausbuddel bevor sie austreiben.
    Das hat neulich eine ganze Mahlzeit ergeben, als ich das alte Beet neu gerichtet habe, das ich wohl letztes Jahr schlampig geerntet hatte.

    Und das mit dem vor dem Winter legen und dann früh ernten probiere ich auch noch aus.
    Jedes Jahr ärgere ich mich über die vergessenen Kartoffeln, die da wunderbar austreiben, wo ich sie am wenigsten brauchen kann.

    Inga, mit Mais und Kürbis habe ich das auch schon so gemacht.
    Einfach auf 20x20 cm bzw. in Reihen die Grassode weggestochen, Kompost drauf, beflanzt, alles dich gemulcht und im Jahr drauf ganz normal als Beet genutzt.

    nellaK schrieb am 17.04.2010 um 23:03
    Bedenklichen Inhalt melden

    ....soviele gute tips - man lernt nie aus :-) dann werde ich meine schönen häufelreihen auch noch mulchen. und den kürbis und mais nach marias methode pflanzen. den spruch mit den kartoffeln merk ich mir auch. der stimmt nämlich wirklich. die kartoffeln, die ich vor zwei wochen gelegt habe, lassen noch nichts von sich sehen...
    danke!

    ane schrieb am 18.04.2010 um 07:49
    Bedenklichen Inhalt melden

    das mit den in der Erde überwinterten Kartoffeln ist uns auch aufgefallen. Ich hab immer gedacht Kartoffeln sind total Frostempfindlich. Aber siehe da, selbst nach diesem Winter mit wochenlangem Frost. Aber vielleicht ja auch nur deshalb, weil der Schnee den Boden geschützt hat und der Frost nicht ganz so tief gesessen hat?
    Ich hab nie nachgemessen im Winter wie tief es gefroren war (hab ja kein Gerät um Bohrkerne zu machen, und für ne Spitzhacke bin ich zu schwächlich!)

    Also zu deiner Kartoffel-Pflanzmethode: - Auf dem Beet Wälle zusammenhacken.
    Dann hast du doch Furche und Wall ganz klassisch erstmal? Wie hoch denn ungefähr?
    Dann den Kompost und dann den Mulch. Alles nachvollziehbar. Der Kompost gibt also seine Nährstoffe sozusagen von oben ab? Mit der Zeit mit dem Regen? und die Würmer kommen von unten und fangen oben an zu suchen und ziehn dann alles runter"?

    Wenn du die Kartoffel in den vorbereiteten Wall legst mit Pfllanzstock- wie tief denn dann ? liegt die Kartoffel dann so tief, dass sie sozusagen in der unbearbeiteten Erde liegt? Also in der Schicht auf die du den Wall aufgehäufelt hast? Oder eher in dem Gehäufelten?

    Ich hab das einmal vor 13 Jahren auch so ähnlich gemacht, aber ich weiß nicht mehr, was bei rausgekommen war. Ich weiß nur noch, wie ich völlig von Permakultur begeistert in Garten meines Vaters gestanden hab und alles anders und natürlich besser machen wollte!-- Ich glaub am 22. 10. des Jahres ist mein Vater dann gestorben, deshalb ist mir das Erntergebnis nicht in Erinnerung...

    Und in all den letzten Jahren hab ich keine Kartoffeln mehr gemacht.
    Das macht mein Partner und der gräbt richtig um vorher und mischt Kompost in die Erde. Hat bisher auch ganz gut geklappt. Geht aber gut auf die Knochen, und er hat Arthrose in den Armgelenken...

    nellaK schrieb am 19.04.2010 um 10:17
    Bedenklichen Inhalt melden

    Gelöscht von nellaK am 19.04.2010 um 10:20


1 2 3  >
Beitrag schreiben