Löwenzahn:
Der Löwenzahn aus der Familie der Korbblütler (Asteraceae) enthält die Inhaltsstoffe Inulin, Cholin, Ascorbinsäure, Nicotinsäure, Retinol, Harze, Triterpene (Taxasterolderivate), ein hoher Kaliumgehalt sowie die Bitterstoffe Taraxacin, Taraxacerin, Taraxasterol und Taraxerol. Die gelben Blüten eignen sich zur Herstellung eines wohlschmeckenden, honigähnlichen Sirups oder Gelees als Brotaufstrich. Die jungen, nur leicht bitter schmeckenden Blätter können als Salat verarbeitet werden. Mit einer Speck-Rahmsoße gilt dieser als Delikatesse. Aus der getrockneten Wurzel der Pflanze wurde in der Nachkriegszeit ein Ersatzkaffee hergestellt (Zichorienwurzelersatz). Eine Mischung 1 zu 1 mit Brennnessel ergibt einen hervorragenden Spinat, der noch dazu ca. den 10fachen Vitamin und Mineralstoffgehalt von Gartenspinat hat. Im Garten als Zugabe zur bekannten Brennnesseljauche erhöht der Löwenzahn den Kaliumgehalt der Düngerjauche. Kalium brauchen die Pflanzen zur Regulierung der Nährstoffaufnahme und des Wasserhaushalts.
Verwendung in der Medizin und Volksheilkunde
Der Milchsaft des Löwenzahns wurde früher zur Behandlung von Augenkrankheiten verwendet (griechisch taraxis = „Augenentzündung“ und akeomai = „ich heile“). In der Volksheilkunde wird er zur so genannten Blutreinigung, bei rheumatischen Erkrankungen und zu deren Vorbeugung, bei Gicht, Ekzemen, Lebererkrankungen und zur Diurese angewendet. Wie beim Schöllkraut (Chelidonium majus) wurde der Milchsaft auch zur Behandlung von Warzen gebraucht. Heutzutage wird die Pflanze auch zur Aktivierung des Stoffwechsels verwandt. Sie regt die Bildung von Magensaft und Galle an und fördert die Ausscheidung über Leber und Niere (Diuretikum)
Hier noch einige Linksw mit weiteren Anwendungsmöglichkeiten in Küche und Medizin:
http://www.heilkraeuter.de/lexikon/l-zahn.htm
http://www.chefkoch.de/rs/s0/l%F6wenzahn/Rezepte.html
Permakultur / Allgemeines
aufessen statt ausrotten
Oh ja, der Sirup ist sehr, sehr, sehr lecker. :-)
Und fast besser als Honig. Und vegan. :-) :-)
Sehr zu empfehlen. Ist zwar einiges an Arbeit, aber zwei Doppelhände voll Blüten ergeben (zumindest bei uns) einen Vorrat für etwa 1 Jahr. Und dann gibt es ja schon wieder frische Blüten. Man braucht also nicht wirklich "auf Halde" produzieren.
Gruß
ghosti
Liebe ihn ebenfalls, den Löwenzahnblütensirup, habe dieses Jahr nur zwei Gläser voll hergestellt, da ich noch übrig hatte.
Geschmacklich passt er zu allem, anders als manche Honigsorten, die ja doch einen starken Eigengeschmack haben.
Weil er bei mir recht flüssig ist, nehme ich ihn gern in den Tee, Kaffee, Salat oder in Soßen (erst zum Schluss)

